{"id":818,"date":"2012-03-16T12:23:05","date_gmt":"2012-03-16T11:23:05","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=818"},"modified":"2012-03-16T12:23:05","modified_gmt":"2012-03-16T11:23:05","slug":"guido-und-thomy-am-ende-der-welt-eine-reise-in-die-mondberge-des-ruwenzori-tag-1","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/guido-und-thomy-am-ende-der-welt-eine-reise-in-die-mondberge-des-ruwenzori-tag-1\/","title":{"rendered":"Guido und Thomy am Ende der Welt &#8211; eine Reise in die Mondberge des Ruwenzori \/ Tag 1"},"content":{"rendered":"<p>Was jetzt folgt ist eine Mischung aus Reisebericht, Tagebuch, sozialkritischer Analyse und wahrscheinlich noch mehr. Hier Tag 1 von 18.<\/p>\n<p>Zu meinem Erstaunen ist der Abflug in Wien p\u00fcnktlich und so erreiche ich problemlos den Anschlussflug nach Nairobi, der wieder fast bis auf den letzten Platz ausgebucht ist. Gl\u00fccklicherweise ist der Hinflug ein Tagflug (mit Tag-Wache um 5 Uhr irgendwas) und so muss ich mich zwar in die engen Sitze knechten, aber nicht schlafen.<br \/>\nDie obligate Versp\u00e4tung fangen wir uns beim Flug Z\u00fcrich-Nairobi ein, erstaunlicherweise nur 35 Minuten, ich bin fast ein wenig entt\u00e4uscht. Daf\u00fcr hat sich die SWISS bem\u00fcht, die Sitze noch ein wenig enger zu machen, ganz nach der Logik &#8222;je l\u00e4nger der Flug, desto k\u00fcrzer der Platz&#8220;. Der neueste Schrei ist dabei nicht die Kniefreiheit, sondern die Breite. Da ich in den letzten 25 Jahren keine Zunahme meiner Schulterbreite verzeichnen konnte, muss es wohl an den Sitzen liegen.<br \/>\nLeider fehlt der SWISS die Modernit\u00e4t anderer Fluglinien und so bietet sie keine aufpreispflichtige Klasse mit ein wenig mehr Platz an. Der n\u00e4chste Schritt ist schon die dreimal so teure Business-Class.<br \/>\nSo habe ich Zeit das SWISS-Journal zu lesen und erfahre etwas \u00fcber die Jobanforderungen von Stewards und -essen, die heute &#8222;FlugbegleiterInnen&#8220; hei\u00dfen. Sie m\u00fcssen mindestens 158 cm gro\u00df sein (sonst reichen sie nicht bis zu den Overhead-Bins hinauf) und Normalgewicht haben (sonst passen sie nicht durch die G\u00e4nge und sehen nicht so adrett aus).<br \/>\nSie m\u00fcssen schwimmen k\u00f6nnen (was mich ein wenig irritiert) und d\u00fcrfen keine sichtbaren Tatoos haben. Kleine blade gepeckte Nichtschwimmer k\u00f6nnen sich somit die Bewerbung sparen, \u00fcbrigens auch die zum Piloten, obwohl ich da nichts \u00fcber die Tatoo-Beschr\u00e4nkung gelesen habe.<\/p>\n<p>Positiv ist hervorzuheben, dass die Dame mit dem quengeligen Baby hinter mir einen anderen Sitzplatz wollte und auch bekam. Vielflieger wissen um den Wert ungewaschener F\u00fc\u00dfe sowie der strategischen Bedeutung der Waffe des Schuhe-Ausziehens.<br \/>\nDie Sitze haben jetzt USB-Slots und Bildschirme mit frei w\u00e4hlbarem Filmprogramm. Lieber w\u00e4re mir ein bisschen mehr Platz.<\/p>\n<p>Der Flug verl\u00e4uft ohne Zwischenf\u00e4lle und bei der Einreise nach Kenia haben sie Fingerprint-Ger\u00e4te aufgestellt und Kameras und ich merke, dass die alten Zeiten irgendwie vorbei sind, wenn auch nur bis hinter die Passkontrolle. Nairobi wurde in den letzten Jahren zum Verkehrsmoloch mit Dauerstau, auch wenn die Chinesen eine Ringautobahn bauen. Wir kommen sp\u00e4t genug an um das zumindest an diesem Tag nicht mehr zu erleben.<\/p>\n<p>Es ist warm in Nairobi und die Luft ist duftend (Diesel) und laut (Grillen und noch mehr). Die erste Winterlast f\u00e4llt ab, nach einer viel zu langen dreij\u00e4hrigen Pause bin ich wieder da. Herrlich!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was jetzt folgt ist eine Mischung aus Reisebericht, Tagebuch, sozialkritischer Analyse und wahrscheinlich noch mehr. Hier Tag 1 von 18. 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