{"id":1141,"date":"2012-08-20T14:25:29","date_gmt":"2012-08-20T13:25:29","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=1141"},"modified":"2017-08-22T18:33:27","modified_gmt":"2017-08-22T17:33:27","slug":"rom-mit-einer-39-jahre-alten-vespa-tag-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/rom-mit-einer-39-jahre-alten-vespa-tag-8\/","title":{"rendered":"Rom mit einer 39 Jahre alten Vespa &#8211; Tag 8"},"content":{"rendered":"<p>Der gestrige Tag war mit der Wanderung auf der Via Appia Antica genau genommen noch nicht ganz zu Ende. Ich ging am Abend noch ein drittes und letztes Mal in die Trattoria, denn die anderen beiden Lokale h\u00e4tten mir kein besseres Essen bieten k\u00f6nnen. Allerdings erst nach einer dringend notwendigen Dusche, denn mein T-Shirt hatte ehrlichen Via-Appia-Antica-Schwei\u00df vorzuweisen:<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2012.08.20_Rom\/shirt.jpg\" title=\"shirt.jpg\" alt=\"shirt.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Shirt nach der Wanderung<\/p>\n<p>Diesmal war ich etwas sp\u00e4ter dran, weil ich noch einiges f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag vorzubereiten und zu packen hatte. Ich wollte m\u00f6glichst fr\u00fch aufbrechen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Trattoria war ziemlich voll, aber der nette Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer fand ein Pl\u00e4tzchen f\u00fcr mich. Diesmal wusste ich, dass die Portionen riesig w\u00e4ren und bestellte gleich nur eine Pasta. Wieder kam sie in einer enormen Pfanne und wieder war das Essen hervorragend. Der Tischwein ist in solchen Lokalen \u00fcbrigens meist sehr gut und passt gut zum Essen. Er ist leistbar und wird in Karaffen zu einem halben Liter serviert. Ich bekam auf Bestellung aber problemlos auch ein Viertel plus der obligaten Flasche Wasser.<br \/>\nDanach musste es noch ein Tiramisu sein, das eigenwillig aber sehr gut war. Ich war randvoll und zufrieden wie schon lange nicht. An diesem Abend in der netten Trattoria waren die Sorgen des n\u00e4chsten Tages weit weg. Ich wusste, dass sie wieder kommen w\u00fcrden, aber nicht mehr heute, nicht jetzt.<br \/>\nSchlie\u00dflich war es Zeit sich zu verabschieden und ich ging durch die warme Nacht nach Hause.<\/p>\n<p>Am kommenden Tag, ein Montag, kam Michele mit einer halben Stunde Versp\u00e4tung, um mir die Garage aufzuschlie\u00dfen. Vor der Verabschiedung wollte er mir noch eine Rollerwerkstatt zeigen, die nicht weit entfernt war. Ich musste noch ein oder zwei Gasseile kaufen, weil ich nur mehr eines in Reserve hatte und das war vielleicht zu wenig.<br \/>\nDie Werkstatt hatte um 09 Uhr noch geschlossen, aber es war schon jemand da und meinte, bald w\u00e4re auch jemand hier, der w\u00fcsste, wo die Ersatzteile w\u00e4ren. Ich verabschiedete mich von Michele und fuhr noch zur n\u00e4chsten Tankstelle, um in der Zwischenzeit einen Liter Zweitakt\u00f6l zu kaufen und den Tank anzuf\u00fcllen. Ich wollte m\u00f6glichst gut ger\u00fcstet die Heimreise antreten.<br \/>\nDanach fuhr ich wieder zu der Werkstatt, dort meinte man aber, Gasseil h\u00e4tte man keines. Ein netter Italiener empfahl mir eine weitere kleine Rollerwerkst\u00e4tte ein paar Minuten Richtung Zentrum und ich machte mich auf den Weg.<br \/>\nAls ich dort angekommen war, musste ich feststellen, dass ich die letzten 50 Meter gegen die Einbahn gefahren war. Ich war so fixiert die Werkstatt zu finden, dass mir das passieren konnte. Deswegen hatten ein paar Passanten so seltsam geschaut&#8230;<\/p>\n<p>Bis jetzt ist mir unklar, wie die Italiener das Berufsleben organisieren. Die Gesch\u00e4fte sperren fr\u00fchestens um 9 Uhr auf, oft erst um 10, dann machen sie von 12 bis 16.30 Siesta und haben ihre Gesch\u00e4fte dann unterschiedlich lang in den Abend hinein offen. Wann hackeln die eigentlich? So ein Leben h\u00e4tte ich auch gerne. Oder machen wir das was falsch? Weil irgendwie kommen sie ja auch zurecht.<\/p>\n<p>Der Chef und Mechaniker der kleinen Werkstatt hatte tats\u00e4chlich die richtigen Gasseile und ich erstand das N\u00f6tige. Da er nat\u00fcrlich kein Wort Englisch sprach, musste ich mich mit Handzeichen und den passenden Ger\u00e4uschen (&#8222;braaaam, braaa-aaam, vrooom&#8220;) behelfen. Es funktionierte hervorragend.<br \/>\nDann war es soweit, die R\u00fcckreise konnte beginnen.<\/p>\n<p>Warum hatte ich den Entschluss gefasst, die gleiche Strecke wieder zur\u00fcck zu fahren? Ich wei\u00df es nicht genau, aber der erste Gedanke kam irgendwann auf der Hinfahrt. Es ging darum, dass ich dem Fahrzeug bzw. dem Motor einfach nicht vertraute &#8211; es waren ein paar Pannen zu viel passiert. Was k\u00e4me als n\u00e4chstes? Die Alternativroute w\u00e4re um einige hundert Kilometer l\u00e4nger Richtung Toskana und dann durch die gesamte Tiefebene gegangen. Zwei bis drei Tage zus\u00e4tzlich, mit dem Ort Castellina in Chianti, wo ich vor mehr als 20 Jahren eine Woche Mountainbiken war. Und ich h\u00e4tte mir das Piaggio-Museum in Pontedera angesehen.<\/p>\n<p>All das hatte auf einmal keinen Reiz mehr, vor allem wenn die Gedanken an endlose Suchabenteuer mit der Karte plus Motorproblemen auftauchten. Sie zerm\u00fcrbten die Freude auf die sch\u00f6ne Toskana und machten St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck die schon bekannte Strecke reizvoller. Auf der Fahrt nach Rom war es sehr anstrengend, alle paar Kilometer stehen zu bleiben, die Vespa abzustellen, auf den St\u00e4nder zu hieven, den Helm runter zu nehmen, die Handschuhe auszuziehen, die Jacke aufzukn\u00f6pfen (bei den Temperaturen w\u00e4re ich sonst auf der Stelle kollabiert) und die Karte aus dem Gep\u00e4cknetz rauszufummeln. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2012.08.20_Rom\/karte.jpg\" title=\"karte.jpg\" alt=\"karte.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Die Karte im Gep\u00e4cknetz<\/p>\n<p>Dann nachsehen, wo ich mich gerade befinde und warum hier auf einmal nicht mehr &#8222;Terni&#8220; sondern &#8222;Aquilea Nova&#8220; angeschrieben steht. Liegt das auch auf der gleichen Stra\u00dfe? Bin ich schon zu weit gefahren? Oder noch nicht weit genug? Dann alles wieder einpacken und anziehen und den Motor starten &#8211; sofern er sich gleich starten l\u00e4sst. Wenn ja, dann steht ein paar Kilometer weiter die gleiche Prozedur wieder am Programm, wenn nein: wieder ausziehen, Werkzeug auspacken, zerlegen&#8230; Das Problem mit dem Navi habe ich schon auf der Hinfahrt geschildert, es konnte mir auch nicht weiter helfen.<br \/>\nKreisverkehre umrundete ich oft mehrfach, bis ich die Schilder entziffert hatte und mir einigerma\u00dfen sicher war, den richtigen Weg zu fahren. Ich musste nicht nur einmal umkehren, um dann letztlich irgendwann die Alternative zu finden.<br \/>\nDas folgende Bild zeigt ein gutes Beispiel. Alle Wege deuten nach links, die normale Stra\u00dfe wird nur als f\u00fcr den &#8222;Lokalverkehr&#8220; angeschrieben:<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2012.08.20_Rom\/locale.jpg\" title=\"locale.jpg\" alt=\"locale.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Hinweisschild<\/p>\n<p>Kurz und gut: Der Weg war nicht mehr das Ziel, sondern es tauchte ein neues auf: auf eigenen Beinen bzw. R\u00e4dern nach Hause kommen, idealerweise mit m\u00f6glichst wenig Stress und Pannen. Das stellte sich auf einmal als durchaus reizvoll dar, mit Aussicht auf Erfolg. Es w\u00e4re auch m\u00f6glich, das sch\u00f6ne Urbino noch einmal zu sehen und eventuell wieder bei Sigi und Helga zu \u00fcbernachten. <\/p>\n<p>09 Uhr 25, Abfahrt aus Ciampino. Ich hatte lange mit Michele diskutiert, welches die stressfreieste und dazu noch erlaubte Route durch Rom w\u00e4re. Ich beschloss dann, doch wieder die Appia Nuova zu fahren und zu hoffen, dass nicht allzu viel Verkehr sein w\u00fcrde. Dann die Tangentiale est finden und dazu noch die richtige Abfahrt auf die Schnellstra\u00dfe Nr. 3 &#8211; das w\u00e4re die L\u00f6sung.<br \/>\nIch hatte Gl\u00fcck, der Montagmorgen-Fr\u00fchverkehr hielt sich in Grenzen und ich kam gut ins Zentrum. Dort beschloss ich die altbew\u00e4hrte Methode des Durchfragens anzuwenden. An der Kreuzung stand ein roter Fiat Panda mit zwei Frauen drin. Sie verstanden was ich wollte und meinten, sie w\u00fcrden auch Tangentiale est fahren und ich sollte ihnen einfach folgen. So lief es pr\u00e4chtig und die beiden Damen dachten mit. Als sie abfahren mussten, wurden sie langsamer, fuhren rechts ran und die Fahrerin rief mir zu &#8222;Flaminia&#8220;. Das war das Stichwort und ich verstand. Mit einem Dankesgru\u00df verabschiedete ich mich von den beiden und von Rom gleicherma\u00dfen. Auch jetzt noch einmal ein herzliches Dankesch\u00f6n an die mitdenkenden Damen, die mir das exakt richtige Stichwort zugeworfen hatten. An der \u00fcbern\u00e4chsten Abfahrt stand &#8222;Flaminia&#8220; angeschrieben und ich verstand zum ersten Mal, warum ich bei der Fahrt nach Rom dieses Wort so oft gelesen hatte &#8211; wie schon fr\u00fcher beschrieben, handelt es sich um die alte R\u00f6merstra\u00dfe Nr. 3, der ich nur zu folgen brauchte, mehr oder weniger fast bis Urbino. Sie \u00e4ndert st\u00e4ndig ihr Aussehen, ihren Verlauf und ihren Stra\u00dfentypus, aber sie ist immer als Nr. 3 erkennbar. (Die Nr. 7 ist die Appia Nuova, die Nr. 2 die Cassia, die Nr. 4 die Salaria, die Nr. 5 die Tiburtina, die Nr. 6 die Casilina und die Nr. 8 schlie\u00dflich die k\u00fcrzeste, die Ostiense.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2012.08.20_Rom\/rast.jpg\" title=\"rast.jpg\" alt=\"rast.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Rast an der Flaminia<\/p>\n<p>Die Vespa lief gut und ich machte ordentlich Kilometer. Auch der Weg war klar, ich war ihn schon einmal gefahren, wenngleich er auch in die Gegenrichtung ziemlich anders aussieht. Genau genommen fuhr ich gar nicht die gleiche Strecke, vor allem die Entfernungen zwischen den Ortschaften hatte ich in g\u00e4nzlich anderer Erinnerung. Entspannung macht sich bemerkbar, das Wetter ist fantastisch, die Sprint schnurrt und ich komme gut voran. Und ich hatte die erste H\u00fcrde f\u00fcr heute, n\u00e4mlich die Durchfahrt durch Rom, schnell und problemlos gemeistert.<br \/>\nAu\u00dferdem hat sich der starke S\u00fcdwind der letzten Tage, den ich gestern auf die Appia Antica ordentlich gesp\u00fcrt hatte, bis heute bewahrt und schob mich sanft heimw\u00e4rts.<br \/>\nIch \u00fcberlege, ob ich bei der Heimfahrt bei Antonio stehen bleiben soll, aber das Schicksal nimmt mir die Entscheidung ab. Ich d\u00fcrfte gerade von einem LKW abgelenkt gewesen sein, auf jeden Fall fuhr ich vorbei und merkte es erst, als ich wieder bei der Eisenbahnbr\u00fccke mit meiner Tankstelle war.<br \/>\nKurz erschien es mir wie ein Traum aus vergangener Zeit, obwohl es erst drei Tage her war. Ist das alte Bauernhaus noch da? War es \u00fcberhaupt da? War das ganze nur ein sehr abenteuerlicher Traum? Ich dachte mir, dass ich das Haus auf Google Earth suchen und markieren w\u00fcrde. (Das hat \u00fcbrigens funktioniert, die Koordinaten sind 42\u00b018\u00b400.96&#8243;N 12\u00b026\u00b413.58&#8243;E)<br \/>\nWird es noch da sein, wenn ich wieder einmal vorbei fahre? Und der alte Antonio? In solchen Momenten sp\u00fcre ich, wie verg\u00e4nglich die Zeit ist. Auch ich n\u00fctze Begegnungen wie diese zu wenig, dabei sind gerade sie in ihrer Verg\u00e4nglichkeit so wertvoll.<br \/>\nMein Ziel hei\u00dft Urbino und treibt mich weiter, der S\u00fcdwind beschert mir einen guten Verbrauch, ich komme mit 4 Litern 125 km weit.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich, dass ich es bedauert habe, in der uralten Stadt Narni nicht stehen geblieben zu sein. Das kann ich jetzt \u00e4ndern. Als ich versuche mich am Hauptplatz einzuparken, kommt eine nette Dame, die hier den Parksheriff darstellt. Sie spricht franz\u00f6sisch und wir diskutieren eine Zeit lang, ob und wo und wie lange ich mit der Vespa hier stehen bleiben darf. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2012.08.20_Rom\/narni.jpg\" title=\"narni.jpg\" alt=\"narni.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Narni<\/p>\n<p>Es zeigt sich wieder, dass man mit einer alten, voll bepackten Vespa nicht sehr flexibel ist. Eine kleine Besichtigungstour zu Fu\u00df ist nicht drin. Ich m\u00fcsste die Vespa samt Gep\u00e4ckrollen wo stehen lassen. Das geht nur unter Aufsicht, denn nicht nur das Gep\u00e4ck k\u00f6nnte schnell neue Freunde bekommen. <\/p>\n<p><strong>Tipp: Lange Reisen und Sicherheit<\/strong><br \/>\nSie war auf meiner Romreise kein Problem, aber sie kann eines werden. Wer mit einer Vespa unterwegs ist und nicht nur einen kleinen Rucksack hat, kann das Fahrzeug samt Gep\u00e4ck nur schwer unbeaufsichtigt abstellen, au\u00dfer er geht das Risiko bewusst ein. Nat\u00fcrlich kann bei der R\u00fcckkehr noch alles da sein, aber will man das riskieren?<br \/>\nIch hatte eine gro\u00dfe, schwere Kette mit Schloss im Gep\u00e4ckfach und habe sie nie gebraucht. Die Vespa stand am Abend immer hinter einem sicheren Tor oder in einer Garage. W\u00e4hrend der Fahrt habe ich sie nie aus den Augen verloren. Ich konnte aber weder einen kleinen Badeausflug noch eine Besichtigung von was auch immer unternehmen.<br \/>\nEine alte Vespa gegen Diebstahl zu sichern ist sehr schwer. Meine Sprint etwa hat kein Z\u00fcndschloss und man kann den Motor jederzeit starten. Damit das nicht passiert oder zumindest nicht von irgendwelchen Leuten (gegen Profis n\u00fctzt eh nichts), habe ich einen Unterbrecherschalter im Gep\u00e4ckfach angebracht. Wer sich auskennt, kann sie trotzdem starten, aber es ist nicht mehr so leicht.<br \/>\nDie Lenkschlosssperre ist leicht zu durchtreten, auf die sollte man sich nicht verlassen. Die gro\u00dfe schwere Kette ist auch nur bedingt brauchbar, weil man sie ja nicht sieben Mal um das Fahrzeug wickeln kann. Wo bringe ich sie an? Bei mir geht es am vorderen Sturzb\u00fcgel, den kann man zumindest nicht ganz leicht abschrauben, aber mit einer Eisens\u00e4ge ist er auch in wenigen Minuten durch.<br \/>\nMeist werden wertvolle Vespas gestohlen, indem ein kleiner Lieferwagen stehen bleibt, eine Seitent\u00fcre aufgeht, 4 Typen herausspringen und das Ger\u00e4t mit seinen l\u00e4ppischen 100 Kilo einfach einladen. Dauert ein paar Sekunden.<br \/>\nIch wollte vor Rom noch einen &#8222;Car-Finder&#8220; einbauen. Das ist ein Ger\u00e4t, das bei Diebstahl aktiviert wird und per GSM-Signal ortbar ist. Da aber nicht klar war, ob der Sender in dem Hohlraum unterhalb des Tanks funktionieren w\u00fcrde, habe ich mir das erspart.<\/p>\n<p>In Terni beschloss ich die gleiche Route f\u00fcr die R\u00fcckfahrt zu nehmen, also wieder durch das malerische Tal und denn durch den Tunnel zu fahren. Vorher kaufte ich an einem gro\u00dfen Obststand noch ein paar \u00c4pfel. Als ich auf die Vespa stieg und schon wegfahren wollte, kam ein \u00e4lterer Mann auf mich zugelaufen und rief etwas. Dann zeigte er nach unten und ich verstand: Der St\u00e4nder war noch nicht ordentlich hochgeklappt und das h\u00e4tte eine brenzlige Situation bewirken k\u00f6nnen. Danke an den aufmerksamen netten Herren, der einem Fremden \u00c4rger und Leid ersparen wollte.<\/p>\n<p>Der Rest der Fahrt verlief an diesem Tag recht unspektakul\u00e4r und vor allem ohne Panne. Das war neu, genauso wie die paar leichten Wolken am Himmel. Trotzdem bekam es laut einer Anzeige 41 Grad, was ich nicht ganz glaube. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2012.08.20_Rom\/hot.jpg\" title=\"hot.jpg\" alt=\"hot.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Temperaturanzeige kurz vor Urbino<\/p>\n<p>Aber 38 werden es schon gewesen sein und das reicht allemal, um zu testen, ob der Motor hitzefest ist. Ich pfiff an diesem Tag komplett auf das Fahrverbot auf der Schnellstra\u00dfe und zog vor allem \u00fcber den Appenin einfach durch. Das fand alles zur Mittagszeit statt und die Schnellstra\u00dfe lag wie ausgestorben da. Eine kurze Rast an einer Tankstelle, ein Apfel, eine Flasche Wasser, ein paar Dehnungs\u00fcbungen f\u00fcr den Nacken und weiter ging es!<\/p>\n<p>Auch durch das Furlo-Tal fuhr ich und diesmal hatte ich die Gelegenheit, mir die Kulisse ein wenig n\u00e4her anzusehen. T\u00fcrkisgr\u00fcnes Wasser und ein k\u00fchles L\u00fcftchen, es war ein guter und angenehmer Tag und ich hatte es nicht mehr weit bis Urbino, wo ich das gleiche Hotel aufsuchen wollte, in dem ich schon bei der Fahrt nach Rom \u00fcbernachtet hatte.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2012.08.20_Rom\/furlo.jpg\" title=\"furlo.jpg\" alt=\"furlo.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Die Furlo-Schlucht<\/p>\n<p>Alles klappte und ich zog mit guter Kraft die Kurven nach Urbino hinauf. Auch dieser Tag war anstrengend, aber ich war um 15:50 Uhr am Ziel und somit schon nach 6,5 Stunden, allerdings mit nur wenigen kurzen Pausen.<br \/>\nUnd ich bin schon gespannt, ob ich Polizeistrafen nach Wien geschickt bekomme. Die Vespa war nicht sehr schnell, aber vielerorts sind 50er-Beschr\u00e4nkungen, die ich sicher nicht immer eingehalten habe. Da ich nicht aufgehalten wurde, k\u00f6nnen maximal noch Radarstrafen kommen. Auch die w\u00fcrden das Urlaubsbudget jedoch ziemlich in die H\u00f6he treiben.<\/p>\n<p>Was soll\u00b4s, ich hatte meinen ersten pannenfreien Tag geschafft und begab mich wieder nach Urbino, um ein ordentliches Abendessen zu verdr\u00fccken. Diesmal tat der Fu\u00df nicht weh und ich genoss den mehr als nur warmen Abend in dieser sch\u00f6nen Stadt. Morgen w\u00fcrde es gut weitergehen, so die Hoffnung.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2012.08.20_Rom\/abend.jpg\" title=\"abend.jpg\" alt=\"abend.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Urbino in der D\u00e4mmerung am Hauptplatz<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2012.08.20_Rom\/palast.jpg\" title=\"palast.jpg\" alt=\"palast.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Der Palast in der blauen Stunde<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2012.08.20_Rom\/guido.jpg\" title=\"guido.jpg\" alt=\"guido.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Guido vor dem Palast, entspannter als noch beim ersten Mal<\/p>\n<p>Auch der Fu\u00dfmarsch zur\u00fcck zum Hotel war angenehm und einfach. Ich kam an einer der Automatentankstellen vorbei, die in der Nacht stets ein wenig gespenstisch aussehen:<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2012.08.20_Rom\/tanke.jpg\" title=\"tanke.jpg\" alt=\"tanke.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Menschenleere Tankstelle in der Nacht<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der gestrige Tag war mit der Wanderung auf der Via Appia Antica genau genommen noch nicht ganz zu Ende. 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