{"id":1249,"date":"2013-02-11T10:56:12","date_gmt":"2013-02-11T09:56:12","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=1249"},"modified":"2026-03-25T09:38:37","modified_gmt":"2026-03-25T08:38:37","slug":"der-grosse-pizzeria-test","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/der-grosse-pizzeria-test\/","title":{"rendered":"Der grosse Pizzeria-Test"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Ausgangssituation<\/strong><\/p>\n<p>Es ist eine tolle Erinnerung aus meiner Jugend: An einer Pizzeria in Italien vorbei zu gehen war fast unm\u00f6glich &#8211; zu verf\u00fchrerisch der Duft, zu verlockend der Geschmack.<br \/>\nAuch in \u00d6sterreich bekam man damals da und dort eine wirklich gute Pizza. Die Tiefk\u00fchlpizzae waren stets ein billiger Kompromiss, am besten noch diejenigen, die sehr sparsam belegt waren und die man selbst mit Belag und Gew\u00fcrz verbessern konnte.<br \/>\nEs war ein schleichender Prozess mit einem f\u00fcr mich entt\u00e4uschenden Ende. \u00dcber viele Jahre verschwand die gute Pizza aus Wien. Genauer gesagt verschwand der gute Geschmack.<br \/>\nIn einer Doku \u00fcber die Pizza erfuhr ich vor ein paar Jahren, dass der gute Geschmack wesentlich durch die Qualit\u00e4t der Inhaltsstoffe bestimmt wird. Konkret geht es dabei um die Basiszutaten wie Paradeissauce und K\u00e4se.<br \/>\nUnd genau daran wird heute gespart, auch in &#8222;echt italienischen&#8220; Pizzeriae in Wien. Den Teig bekommen viele sehr gut hin, aber es mangelt am Rest.<\/p>\n<p>Das ist f\u00fcr mich aber noch kein hinreichender Grund f\u00fcr die Entwicklung, denn dann k\u00f6nnte ich ja etwas mehr bezahlen und w\u00fcrde auch eine bessere Pizza bekommen. Doch es gibt sie auch nicht f\u00fcr viel Geld.<br \/>\nDer einzige Grund, der mir daf\u00fcr noch einf\u00e4llt, sind die KonsumentInnen und die Ver\u00e4nderung ihres Geschmacks. Der zieht sich n\u00e4mlich quer durch alle Lebensmittel und schlie\u00dft die Pizza mit ein.<br \/>\nIch nenne das die &#8222;Verheinekenisierung&#8220; unserer Nahrung. Heineken ist ein Bier, dem jeglicher Biergeschmack entzogen wurde. Es trifft daher den kleinsten gemeinsamen Geschmacksnenner aller Biertrinker weltweit, und der ist ganz unten, also bei &#8222;kein Geschmack&#8220;. Daher l\u00e4sst sich Heineken auch weltweit verkaufen, so wie seine Nachahmer. Der Verkauf erfolgt \u00fcber Marketingma\u00dfnahmen. Ein gutes Beispiel ist bei uns das Corona-Bier, das auch niemand wegen des Geschmacks trinkt, sondern weil es so exotisch aussieht und ein exotisches Image hat. Man stopft die Zitrone, die eigentlich zur Desinfiszierung des Flaschenrandes im nicht gerade \u00fcberhygienischen Mexiko verwendet wird, in das Bier hinein und h\u00e4lt sich dabei f\u00fcr modisch-schick.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich sieht es bei der Pizza aus. Hier ist in ganz \u00d6sterreich die &#8222;American Pizza&#8220; in Mode. Sie besteht aus dickem, fettigem Teig mit einem riesigen Haufen an minderwertigen Zutaten (Wasserschinken, Dosenchampignons, Analogk\u00e4se). Da all diese Zutaten laut des \u00f6sterr. Lebensmittelgesetzes deklarationsfrei verwendet werden d\u00fcrfen und die KonsumentInnen dies auch ohne Z\u00f6gern kaufen, setzt sich der Mist durch, da er gut lieferbar und sehr billig ist.<\/p>\n<p>Pizza ist generell keine teure Nahrung und so sind die Gewinnspannen entsprechend gering. Seit Corona und der Energiepreisteuerung ist das noch wesentlich angespannter, ein elektrischer Pizzaofen hat eine Anschlussleistung von ca. 16kw\/h, das l\u00e4sst sich bei der Marge auf Pizza quasi nicht verdienen. Die Pizzeriae m\u00fcssen mit Pizzadiensten ihren Umsatz erh\u00f6hen und die Lieferpizza wird meist hinsichtlich ihres S\u00e4ttigungsgrades gekauft und nicht wegen des Geschmacks. Der Gro\u00dfteil dieser Pizzae m\u00fcssen also der American Pizza entsprechen und da man normalerweise nicht zwei verschiedene Arten erzeugt, macht man eben jetzt alles mit entsprechenden Zutaten und ohne Geschmack.<\/p>\n<p>Ich leide darunter, denn ich habe immer noch diesen Duft und Geschmack in Erinnerung. Also beschloss ich vor ein paar Jahren nach einer Pizzeria zu suchen, die vielleicht noch die gute italienische Pizza b\u00e4ckt. Ich sage es vorweg: bisher war ich in Wien erfolglos.<br \/>\nNach und nach beschlich mich der Verdacht, dass ich einer romantischen Verkl\u00e4rung nachh\u00e4nge und es diese Pizza gar nicht gibt. Doch dann fuhr ich im Sommer 2012 nach Italien und bekam sie, und zwar in der Pizzeria &#8222;La Lanterna&#8220; in Cavallino bei Jesolo. Das ist ein Ristorante mit Spezialisierung auf Fischgerichte, aber eben auch eine Pizzeria (www.lalanterna.info). Sie wird nicht nur von Touristen, sondern auch von Einheimischen besucht und ich war 2x dort. Meine Freude war riesig, denn ich bekam exakt das, was ich aus meiner Jugend in Erinnerung hatte. Selbst wenn man den &#8222;Urlaubsfaktor&#8220; abzieht, bleibt eine Pizza \u00fcbrig, die sich vom hiesigen Zeug um Welten unterscheidet.<br \/>\nIch konnte leider nicht feststellen, wie bzw. womit sie die Pizza genau zubereiten, am Ofen bzw. am Teig lag es jedenfalls nicht.<\/p>\n<p>Hier nun die Testergebnisse aus Wien. Sie werden laufend erg\u00e4nzt, denn ich teste weiter. So lange, bis ich eine gute Pizzeria gefunden habe oder alle durch bin. Alle basieren auf Empfehlungen (&#8222;Da musst Du hingehen, dort ist die Pizza spitze.&#8220;) Meistens bestelle ich die Pizza Prosciutto, also mit Schinken, denn dann kann ich am besten vergleichen. Sie hei\u00dft bei uns \u00fcbrigens meistens Cardinale.<\/p>\n<p><strong>1.) Pizzeria Da Filippo<\/strong>, 1160 Wien, Richard Wagnerplatz 17<br \/>\nEine eher ungem\u00fctliche Gruft, die Bedienung ziemlich unbeteiligt. Man tut, weil man muss. Der Teig Standard, die Pizza ohne jeglichen Geschmack, Dutzendware. <\/p>\n<p><strong>2.) Ristorante Pizzeria Francesco<\/strong>, 1140 Wien, Linzer Stra\u00dfe 415<br \/>\nAls Lokal ist es mir zu dunkel. Die Bedienung okay, die Pizza ein wenig \u00fcber dem Durchschnitt, den man in Wien bekommt. Aber eben nur ein wenig. Der Teig ist sehr gut, nicht zu dick und nicht zu d\u00fcnn, auch die Konsistenz stimmt und ebenfalls die Belagst\u00e4rke. Einzig die W\u00fcrzung fehlt wie fast immer. Selbst wenn Knoblauch oder Oregano eher als Notw\u00fcrze eingestuft werden k\u00f6nnen, gibt es nicht einmal das. Das gilt \u00fcbrigens auch f\u00fcr das Schwesterlokal auf der Grinzinger Stra\u00dfe. Dort ist die Qualit\u00e4t vor ein paar Jahren deutlich zur\u00fcck gegangen und liegt jetzt unter dem Durchschnitt. Beide Lokale sind nicht billig, das hat aber leider keinen Einfluss auf die Pizzaqualit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>3.) Pizzeria Vesuvio<\/strong>, 1170 Wien, R\u00f6mergasse 77<br \/>\nBei einem Freund habe ich Pizza bestellt, weil die Vesuvio in Reichweite lag. Das war eine der gr\u00f6\u00dften Entt\u00e4uschungen \u00fcberhaupt und die derzeitige Benchmark nach unten. Fetter, z\u00e4her Teig und unfassbar geschmacksbefreite Zutaten. Das Zeug lag schwer im Magen und ich bekam es \u00fcberhaupt nur mit entsprechend viel scharfer Sauce hinunter. Das Feedback auf den Internet-Bestellseiten \u00fcberschl\u00e4gt sich vor Lob und ich frage mich, was diese Leute sonst f\u00fcr Nahrung zu sich nehmen (ich wollte das zwar drastischer formulieren, hoffe aber, es kommt auch so an).<br \/>\nIch achte seitdem nicht mehr auf das Feedback, lasse mir aber immer noch gerne Tipps geben.<\/p>\n<p><strong>4.) That\u00b4s Amore<\/strong>, 1030 Wien, Messenhausergasse 13<br \/>\n&#8222;Wir sind halt durch und durch Italiani veri&#8220; meinen sie auf ihrer Website www.thatsamore.at. Sie haben bei ihren &#8222;Mamas&#8220; gelernt. Nun ja, fragt sich nur was &#8211; Pizza backen jedenfalls nicht. Ich bestellte die Pizza des Hauses (That\u00b4s amore) und bekam eine Art Doughnut, einen dicken Teigring, gef\u00fcllt mit Ricotta. Leider war die Speisekarte &#8222;italiano&#8220; und ich merkte das erst, als es zu sp\u00e4t war. Ich wollte aber eine Pizza und hoffte, dass der Kellner mir das umtauschen w\u00fcrde. Das tat er auch, wenngleich es ihn viel M\u00fche kostete zu unserem Tisch zu kommen, weil er intensiv mit Kollegen tratschen musste und au\u00dferdem noch die Abrechnungen der vielen Pizzaboten erledigen durfte.<br \/>\nDann bekam ich die neue Pizza, mit Unmengen Schinken, K\u00e4se und Dosenchampignons. Alles schwamm in \u00d6l und lie\u00df auch die geringste W\u00fcrze vermissen. Mein lieber Freund Bernhard hatte es ein wenig besser getroffen, ihm schmeckte seine Pizza. Das half mir leider nichts, ich w\u00fcrgte das Ding runter und wir verlie\u00dfen das Lokal m\u00f6glichst schnell. Meine Entt\u00e4uschung war gro\u00df, weil das eine sehr intensive Empfehlung war. Und eines der schlimmsten Erlebnisse. Genau so schmeckt das Gegenteil von einer guten italienischen Pizza.<\/p>\n<p><strong>5.) Pizza Mari<\/strong>, 1020 Wien, Leopoldsgasse 23A<br \/>\nDie bisher eindringlichste Empfehlung: &#8222;Geh hin, die weltbeste Pizza, das Lokal ist aber nicht sch\u00f6n.&#8220;<br \/>\nAlso ging ich mit einer lieben Freundin hin und setzte mich in die neon-beleuchtete Bahnhofskantine. Ich muss dazu sagen, dass mir das nichts ausmachte, denn ich war ja zum Pizzaessen dort. Die netten Studentinnen der Bedienung waren schnell und freundlich, die Karte klein und die Preise fair. Au\u00dferdem war das Lokal gut besucht, nur die st\u00e4ndig verkehrenden Pizzaboten machten mich unsicher.<br \/>\nIch sage es mal so: W\u00e4re noch die Zutat &#8222;Geschmack&#8220; auf meiner Pizza gewesen, dann h\u00e4tte es gepasst. Ab der H\u00e4lfte wurde der Teig \u00fcbrigens sehr z\u00e4h und lie\u00df sich nur mehr mit gro\u00dfem Aufwand schneiden.<br \/>\nIch hatte eine Pizza mit einer nieder\u00f6sterr. Wurst bestellt, weil es dort keine &#8222;normalen&#8220; Pizzae gibt &#8211; was mir nichts ausmacht. Die Wurst selbst war sehr w\u00fcrzig, konnte aber nicht verheimlichen, dass der Rest komplett ungew\u00fcrzt war. Auch hier d\u00fcrfte die Paradeissauce aus dem gro\u00dfen Plastikkanister kommen und der K\u00e4se von woher auch immer.<br \/>\nFazit: Durchschnittliche Pizza, weit entfernt von der guten italienischen. <\/p>\n<p><strong>6.) Pizzeria Cavallo Bianco<\/strong>, 1180 Wien, Schulgasse 51<br \/>\nMehrfach getestet, stets das Gleiche: die Pizza f\u00fcr\u00b4s Auge. Schon die Nase hat nichts mehr davon und der Gaumen dann erst recht nicht. Ich bin stets aufs Neue verwundert, wie man es fertig bringt, die Pizza komplett geschmacksfrei zu halten. Selbst mit zus\u00e4tzlich als Notl\u00f6sung bestelltem Oregano und Knoblauch drauf war einfach nichts da. Gar nichts, nicht einmal der Versuch von Geschmack. Der Teig war \u00fcbrigens okay.<\/p>\n<p>Update 2020: Das Lokal gibt es nicht mehr.<\/p>\n<p><strong>7.) Trattoria I Carusi<\/strong>, 1070 Wien, Kirchengasse 21<br \/>\nEs ist schon l\u00e4nger her, aber die &#8222;feinste traditionelle italienische K\u00fcche&#8220; bezieht sich zumindest sicher nicht auf Pizza. Die schmeckt so wie in hundert anderen Pizzeriae in Wien, n\u00e4mlich nach wenig. Schade, auch das war eine Empfehlung, die ich leider nicht weiter geben kann.<br \/>\n<strong>UPDATE FEBRUAR 2016<\/strong><br \/>\nIch war noch einmal dort und durchwegs positiv \u00fcberrascht. Die Pizza des Tages mit Zwiebel und Parmesan hatte einen guten Boden, vielleicht einen winzigen Hauch zu weich, aber wirklich nur winzig. Der Belag war geschmackvoll und reiht sich hier sicher in die Top 5 in Wien ein. Einzig und allein Fett muss man m\u00f6gen, die Pizza hatte reichlich davon, wahrscheinlich \u00d6l und der K\u00e4se. <\/p>\n<p><strong>8.) Pizzeria &#8222;Il Sestante&#8220;<\/strong>, 1080 Wien, Piaristengasse 50 (www.sestante.at)<br \/>\nDie beste bisher! Die Preise sind normal, die Kellner s\u00fcdl\u00e4ndisch-ang\u00b4fressen dar\u00fcber, dass sie gerade ihren Job machen m\u00fcssen und nicht mit h\u00fcbschen Frauen in einem flotten Sportwagen eine K\u00fcstenpromenade unsicher machen k\u00f6nnen.<br \/>\nKurz gesagt: Die Pizza reicht bei weitem nicht an das italienische Vorbild heran, sticht aber aus dem bisher getesteten Einheitsfra\u00df deutlich heraus. Da ist schon so eine Idee von Geschmack enthalten, der Teig war auch gut und die Portion normal-ausreichend. Das Dessert darf auch speziell gelobt werden und die Atmosph\u00e4re ist angenehm.<\/p>\n<p><strong>9.) Ristorante Pizzeria Giuliano<\/strong>, 1090 Wien, Tendlergasse 3  (www.pizzeria-giuliano.at)<br \/>\nEin nettes Lokal mit guter Bedienung und guter Pasta. Der Pizzateig ist hervorragend, die Preise sind normal, f\u00fcr den Knoblauch auf der Pizza zahlt man allerdings einen Euro extra.<br \/>\nLeider hilft er auch nicht etwas Geschmack zu erzeugen. Wieder einmal ein Reinfall, ich kenne das Lokal schon seit zehn Jahren und die Chefin hat mir schon seinerzeit gesagt, ich m\u00fcsse es vorher bekannt geben, wenn ich W\u00fcrze auf der Pizza m\u00f6chte.<br \/>\nNein, das m\u00f6chte ich nicht. Ich m\u00f6chte eine Pizza, die deswegen gut schmeckt, weil es dem Koch oder wem auch immer ein Bed\u00fcrfnis ist sie geschmackvoll zuzubereiten. Ich muss in Italien ja auch nicht extra um den Geschmack bitten.<br \/>\nAn dieser Stelle darf ich auch auf die tolle Website hinweisen. So wie inzwischen viele italienischen Restaurants ist sie professionell gemacht, ansprechend und bei der Beschreibung l\u00e4uft mir das Wasser im Mund zusammen. Hier wird z. B. geschrieben, dass man &#8222;ausschlie\u00dflich erlesene Zutaten aus der Region&#8220; verwendet. Ich frage mich nur, was das Erlesene an der Tomatensauce oder am K\u00e4se ist und aus welcher Region sie kommen. Aus der Formk\u00e4sefabrik in einer deutschen Region? Aus der chinesischen Tomatenplantage? Oder vielleicht tats\u00e4chlich aus Italien, wo es halt auch schon die Tomatenfabriken gibt, die diesen Mist erzeugen.<\/p>\n<p><strong>10.) Peppones Little Italy<\/strong>, 1050 Wien, <strong>LEIDER F\u00dcR IMMER GESCHLOSSEN<\/strong><br \/>\nEchte Italiener &#8211; alle Kellner sind tats\u00e4chlich aus unserem s\u00fcdlichen Nachbarland. Die Atmosph\u00e4re passt, man ist freundlich inklusive dem kleinen Schuss Verachtung, den junge Italiener den G\u00e4sten antragen, die sie zu diesem Job zwingen. Man w\u00fcrde lieber mit einer Bella Ragazza irgendwo abh\u00e4ngen.<br \/>\nDie Speisekarte ist klein, was ein gutes Zeichen ist. Die Minestrone als Vorspeise war gut, aber nicht au\u00dfergew\u00f6hnlich.<br \/>\nNun zur Pizza: Geh\u00f6rt sicher zum besten, was ich in Wien bisher bekommen habe. Der Mozzarella ist echt vom B\u00fcffel &#8211; zumindest schreiben sie das. Der Teig ist okay, fast ein wenig z\u00e4h, aber man bekommt vorsichtshalber sehr gute Messer. Die Pizza hat sie \u00fcbliche Gr\u00f6\u00dfe und ist f\u00fcr meinen Geschmack um einen Hauch zu dick belegt &#8211; aber wirklich nur um einen Hauch.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/Pizzatest\/PepponePizza.jpg\" title=\"PepponePizza\" alt=\"PepponePizza\" \/><\/center><\/p>\n<p>Der Geschmack ist gut, bis halt, ja bis halt auf die W\u00fcrze. Das geht scheinbar verloren, wenn ein italienischer Pizzakoch \u00fcber die Grenze nach Norden reist. Ich habe keine Ahnung warum. Meine Kollegin Renate bat dann noch um Salz, was den Koch zu einem Aufschrei des Entsetzens bewog.<br \/>\n&#8222;W\u00fcrz deine Pizza so wie es sich geh\u00f6rt&#8220; h\u00e4tte ich ihm gerne zugerufen, &#8222;dann braucht man nicht nachw\u00fcrzen.&#8220; Er w\u00fcrde es nicht verstehen, und das liegt nicht an der Sprache.<br \/>\nAlles in allem empfehlenswert, auch das Tiramisu war okay, wenngleich zu geil, weil fast nur aus Mascarpone bestehend. Pizzam\u00e4\u00dfig deutlich \u00fcber dem Durchschnitt, aber auch deutlich unter einer guten italienischen Pizza.<\/p>\n<p><strong>11.) Il Sole<\/strong>, 1090 Wien, Liechtensteinstra\u00dfe 96<br \/>\nIch mache es kurz: Danke f\u00fcr die vielen Tipps, liebe Freunde. Leider habt ihr oft eine ausgesprochen andere Vorstellung von guter Pizza als ich. Das trifft auch auf das &#8222;Il Sole&#8220; zu. Ein feuchter Innenhof mit seltsamen Tischen und noch seltsameren Sesseln, an sehr hei\u00dfen Sommertagen aber ein guter Platz. Ich w\u00e4hle diesmal die Pizza Mama Mia, das ist eine Cardinale mit Zwiebel und zwei Pfefferoni. Wie in Wien so oft ist der Teig sehr gut. Diesmal wirklich fein, nicht zu dick, knackig aber nicht hart und die Pizza ist sehr gro\u00df.<br \/>\nDoch dann &#8211; w\u00e4ssriger Schinken ohne Geschmack, unterboten von der \u00fcblichen Tomatensauce, w\u00fcrzbefreit, plus dem obligaten Metro-Pizzak\u00e4se. Falls er nicht vom Metro ist, bitte ich um Entschuldigung, geschmeckt hat er jedenfalls so, n\u00e4mlich nach nichts. Das d\u00fcrfte sich zum \u00f6sterreichischen Pizza-Durchschnittsgeschmack entwickeln, was sich ausgesprochen bedaure. Ein paar K\u00f6rnchen Oregano nutzen nichts und der feinste Pizzaofen kann das nicht mehr wettmachen, die Pizza im Il Sole ist essbar, wenn man eine F\u00fcllung des Magens braucht. Wer italienische Pizza will, muss woanders hin gehen.<\/p>\n<p><strong>12.) Monte Christo<\/strong>, 1190 Wien, D\u00f6blinger Hauptstra\u00dfe 34<br \/>\nEin Lokal mit freundlicher Optik, einem durchaus annehmbaren Schanigarten und s\u00fcdl\u00e4ndisch wirkenden Kellnern. Das &#8222;s\u00fcdl\u00e4ndisch&#8220; zeigt sich etwa daran, dass sie kein einziges Mal an den Tisch kamen um zu fragen, ob wir noch einen Wunsch h\u00e4tten. Vielleicht ist das ja auch nicht typisch s\u00fcdl\u00e4ndisch, sondern einfach nur \u00f6konomisch bl\u00f6d.<br \/>\nEgal, es geht um die Pizza. Und die ist eine Pizza. Viel mehr muss man dar\u00fcber nicht anmerken, oder wie Falco sagen w\u00fcrde: &#8222;Es ist doch alles schon gesagt. Ohne uns sind wir die H\u00e4lfte wert.&#8220; Das \u00dcbliche, essbar, sogar mit Oregano als W\u00fcrzversuch, Teig okay, Belagst\u00e4rke sogar sehr fein. Und aus.<\/p>\n<p><strong>13.) Da Capo<\/strong>, Schulerstra\u00dfe 18, 1010 Wien, www.dacapo.co.at<br \/>\n&#8222;Leider, Oregano haben wir keinen.&#8220;<br \/>\nEigentlich k\u00f6nnte ich mit dieser Antwort auf meine Frage nach ein wenig W\u00fcrze schon wieder aufh\u00f6ren, es ist fast alles gekl\u00e4rt. (Es geht mir nicht um den Oregano, der ist eigentlich gar keine Standardzutat, dazu sp\u00e4ter mehr). Aber ein paar Details erw\u00e4hne ich noch. Diesmal war auch der Teig nicht wirklich ein Genuss, eine Mischung aus z\u00e4h und eher hart. Der Belag hatte die richtige St\u00e4rke, war aber wieder einmal komplett geschmacksbefreit. Und diesmal auch geruchsbefreit, die Pizza roch nach gar nichts, und ich hatte definitiv keinen Schnupfen und bin stolzer Besitzer einer gro\u00dfen Nase.<br \/>\nSie brachten mir dann ein wenig Knoblauchsauce und eine Art Chilisauce, mit der ich die Pizza betr\u00e4ufelte.<br \/>\nDie Pizzae sind nicht billig, aber wir verlie\u00dfen das Lokal trotzdem ohne viel Geld auszugeben, denn der Kellner lie\u00df sich f\u00fcr so lange Zeit nicht blicken, dass wir froh waren, noch etwas Wasser in den Karaffen zu haben.<br \/>\nDaumen deutlich abw\u00e4rts.<\/p>\n<p><strong>14.) Pizzeria Dolce Vita<\/strong>, Nordbahnstra\u00dfe 32, 1020 Wien  www.meinepizzeria.at<br \/>\nDie Ecke Am Tabor und Nordbahnstra\u00dfe bietet einen romantischen Blick auf Autos, Bahnen und Fabriksgeb\u00e4ude und der Schanigarten besteht im Sommer aus ein paar Tischen und Sesseln am Gehsteig. Auch innen eher na ja, mit einem gro\u00dfen Nichtraucherbereich und einem verdammt k\u00fcnstlichen Orangenbaum.<br \/>\nAber was hat das mit den Pizze zu tun? Nichts. Au\u00dferdem war ich im Winter zu Besuch, auf eine Empfehlung meines alten Freundes Gabor, der der Einfachheit halber gleich mit mir dort war.<br \/>\nDie Kellner haben s\u00fcdl\u00e4ndisches Temperament (T\u00fcrken, sch\u00e4tze ich) und dementsprechend lange dauerte es um nachzubestellen. \u00dcbrigens kann man auch online bestellen und auf der schlichten Website wird genau erkl\u00e4rt, worum es geht: &#8222;Beste Qualit\u00e4t und gro\u00dfz\u00fcgige Portionen&#8220;.<br \/>\nDas mit den gro\u00dfz\u00fcgigen Portionen stimmt, die Pizza war wirklich gro\u00df und reichlich belegt, hart an der Grenze des zu viel, aber eben gerade noch nicht die unselige American Pizza. Sehr sch\u00f6n saftig war sie auch.<br \/>\nAuf der Karte steht geschrieben, dass sie mit Knoblauch und Oregano serviert werden &#8211; manche meinen, das geh\u00f6rt nicht auf eine Pizza, aber generell ist das zumindest ein klares Zeichen: Geschmack muss nicht bestellt, sondern er kann abbestellt werden.<br \/>\nDer Teig war ebenfalls okay und die Pizza wurde in angemessener Zeit serviert. Sie reiht sich punkto Geschmack ziemlich weit oben ein, zumindest f\u00fcr Wiener Verh\u00e4ltnisse. Sie kann eigentlich mit dem Il Sestante konkurrieren und landet somit ex equo auf Platz zwei. Nicht \u00fcbel, dort kann man durchaus hingehen.<\/p>\n<p><strong>15.) Rossini<\/strong>, Sch\u00f6nlaterngasse 11, 1010 Wien<br \/>\nSehr gemischte Feedbacks im Internet, von &#8222;bester Pizza aller Zeiten&#8220; bis &#8222;Naja, miese Bedienung&#8220; &#8211; das versprach einen spannenden Besuch. Unscheinbar von au\u00dfen, innen eigentlich ganz nett, weil nicht \u00fcbertrieben durchgestyled. Die Reservierung eine halbe Stunde vorher (\u00f6ffnet erst um 18.30) war unkompliziert und freundlich. Sie war auch notwendig, denn das Lokal war an diesem Samstag Abend sehr gut besucht, sprich voll mit jeder Menge unterschiedlicher Leute: P\u00e4rchen mit Hunden, Familien, befreundete Paare etc.<br \/>\nIm Gegensatz zu etlichen Aussagen im Internet war die Bedienung freundlich, h\u00f6flich, aufmerksam und schnell, dabei aber nicht aufdringlich, jedoch stets pr\u00e4sent. Da gibt es \u00fcberhaupt nichts zu meckern.<br \/>\nDas Bier (Reininghaus) okay, die Preise generell in Ordnung, vor allem f\u00fcr die Innenstadtlage. Die Tische stehen wie bei vielen \u00e4hnlichen Lokalen recht eng zusammen, ein Date jenseits des etwas ausgereifteren Smalltalks w\u00fcrde ich dort nicht machen. Die Pasta Frutti die Mare war okay, und dann gab es auch noch die Pizza f\u00fcr mich.<br \/>\nStimmt, die h\u00e4tte ich fast vergessen. Das lag nicht an der Gr\u00f6\u00dfe und auch nicht an der Wartezeit, die war n\u00e4mlich jeweils okay. Der Teig war Durchschnitt, um einen Hauch zu z\u00e4h, aber okay. Der Schinken war halt Schinken und die Champignons waren Champignons und irgendwie war alles eh jo, eh, Pizza halt. Und wie in Wien leider \u00fcblich, fehlte auch hier der Geschmack. Und \u00fcbrigens auch der Geruch. Vielleicht ist sie mit dem Wort &#8222;uninspiriert&#8220; am besten beschrieben. Das bekommt man an jeder Ecke.<\/p>\n<p><strong>16.) Disco Volante<\/strong>, Gumpendorferstra\u00dfe 98, 1060 Wien, www.disco-volante.at<br \/>\nWenn Schwarzafrikaner nach \u00d6sterreich kommen, dann nimmt ihre Pigmentierung ab und nach einiger Zeit k\u00f6nnen sie einen Sonnenbrand bekommen. So \u00e4hnlich geht es scheinbar italienischen Pizzab\u00e4ckern, wenn sie nach Wien kommen. Sie verlernen es italienische Pizza zuzubereiten. Ich habe keine Ahnung warum das so ist, vielleicht h\u00e4ngt es auch mit den Zutaten zusammen. Wer in Kenia echtes Wiener Schnitzel zubereiten will, steht vor \u00e4hnlichen Problemen.<br \/>\nDas Lokal ist nett angelegt, mit der Backstube genau in der Mitte, hell und offen. Leider stehen die Tische so nahe aneinander, dass man mit den Ellbogen den Nachbarn streift. Das ist nicht jedermanns Sache und f\u00fcr ein intimes Date ist das ungef\u00e4hr der schlechteste Ort aller Zeiten.<br \/>\nDie Bedienung ist studentisch und die jungen M\u00e4nner haben neckische Overalls an. Es wirkt verdammt hip und in und cool.<br \/>\nDie Anzahl der Pizzae ist sehr reduziert und das l\u00e4sst Vorfreude aufkommen. Au\u00dferdem erinnert es mich an die &#8222;Mari&#8220; in der Hollandstra\u00dfe in 1020 &#8211; vielleicht nicht zuf\u00e4llig, die geh\u00f6ren angeblich zusammen. Das l\u00e4sst wiederum keine Freude aufkommen (siehe oben).<br \/>\nAuch hier gibt es einen Pizzadienst, was leider, leider, leider bisher immer auf billige Zutaten schlie\u00dfen lie\u00df.<br \/>\nDann kommt die Pizza. Die Geruchsprobe ergibt: kein oder fast kein Geruch. Der Teig ist ausgezeichnet und steht einer italienischen Pizza um nichts nach: cross am Rand, trotzdem nicht hart, geh\u00f6rt sicher zum besten, was ich in Wien bisher bekommen habe.<br \/>\nAuch der K\u00e4se d\u00fcrfte nicht aus der Analogabteilung sein, wunderbar.<br \/>\nAus. Das war es. Ich w\u00fcnschte ich k\u00f6nnte weiter schw\u00e4rmen, aber es lie\u00df sich leider nicht die geringste W\u00fcrze finden. Es ist zum verzweifeln! Die Basis ist toll, auch die Belagst\u00e4rke tadellos, nur fehlt halt, wie so oft, zu oft, der Geschmack. M\u00f6glicherweise liegt es am Wiener Publikum, das sich f\u00fcr Geschmack einfach nicht interessiert oder diesen sogar ablehnt. Ich wei\u00df es nicht, aber leider ist es auch hier so wie fast \u00fcberall. Der Durchschnitt schickt seinen langen Schatten voraus.<\/p>\n<p><strong>17.) Ristorante Francesco<\/strong>, Grinzinger Stra\u00dfe 50, 1190 Wien, www.francesco.at<br \/>\nDas ehemalige Grinzinger Landhaus ist schon seit 1996 ein Italiener. Die Einrichtung ist noch immer recht urig, es ist gut besucht und ich hab es in guter Erinnerung. Vor ein paar Jahren hat der Koch gewechselt und seitdem mag ich die Pizza nicht mehr. Jetzt war wieder der Zeitpunkt f\u00fcr einen neuen Test, schlie\u00dflich k\u00f6nnen sich Lokale \u00e4ndern und tun das auch mitunter.<br \/>\nMein Bruder a\u00df Tagliatelle con crema di rucola &#8211; Bandnudeln mit Shrimps und Rucolacreme. Das sah absolut verf\u00fchrerisch aus, schmeckte aber nach genau nix. Oder &#8222;fad&#8220;, wie mein Bruder anmerkte. Meine Schwester a\u00df Cannelloni spinaci, die ihr nicht sehr mundeten, mir allerdings ganz gut schmeckten.<br \/>\nBei mir wurde es eine Pizza &#8222;Massimo&#8220; &#8211; eine vegetarische, belegt mit allerlei Gem\u00fcse. Ich war sehr gespannt. Und wurde entt\u00e4uscht. Diesmal war auch der Teig nicht gut, und das schaffen sie in den meisten Pizzeriae in Wien. Ein d\u00fcnner, trockener, harter Rand &#8211; eher wie eine Tiefk\u00fchlpizza. Der Belag war reichlich, aber nicht zu viel, durchaus passend. Und das Gem\u00fcse schmeckte auch nach Gem\u00fcse. Damit hatte es aber auch schon den geschmacklichen H\u00f6hepunkt definiert, ansonsten war das Ganze komplett uninteressant. Daher leider Daumen nach unten, das kann gar nix. Schade f\u00fcr ein Lokal mit gro\u00dfem Potenzial.<\/p>\n<p><strong>18.) Trattoria Castel Nuovo<\/strong>, Weidlinger Stra\u00dfe 39, 3400 Klosterneuburg, www.castelnuovo.at<br \/>\n&#8222;Gemma zum Royadh&#8220; sagt man in Klosterneuburg und meint den Besitzer der Trattoria und Pizzeria. Er kommt eigentlich aus Bagdad, braucht sich aber hinter den meisten Italienern wahrlich nicht verstecken. Bei der Pizza war ich \u00fcberrascht, und zwar positiv. Sie kommt zwar an eine italienische Pizza (so wie ich sie kenne) nicht heran, reiht sich aber im bisherigen Test ganz oben ein, eigentlich schon ex equo mit Peppones Little Italy (das es leider nicht mehr gibt).<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/Pizzatest\/CastelNuovo.jpg\" title=\"CastelNuovo\" alt=\"CastelNuovo\" \/><\/center><\/p>\n<p>Belagst\u00e4rke, Teigst\u00e4rke, Konsistenz &#8211; alles sehr gut. Punkto W\u00fcrze und Geschmack fehlt dann leider doch das gewisse Etwas. Aber hingehen und gut essen kann man dort allemal.<\/p>\n<p><strong>19.) Ristorante Roma<\/strong>, Kutschkergasse 39, 1180 Wien, www.ristorante-roma.at<br \/>\nAuch hier trieben mich gleich mehrere Empfehlungen hin und au\u00dferdem ist es quasi bei mir um\u00b4s Eck. Eh eine Schande dort noch nie gewesen zu sein. Aber heute war es soweit, ein lauer, eigentlich warmer Sommerabend, ein netter Tisch im Freien, die Pizzavielfalt \u00fcberschaubar, was durchaus ein gutes Zeichen sein kann. Und sie war schnell da, die Pizza Cardinale, die ich ja standardm\u00e4\u00dfig bei meinen Tests zu verzehren pflege. Diesmal mit leichter Mehrinvestition, die Pizza ist hier um ca. 2-3 Euro teurer als normal.<br \/>\nEin bisschen seltsam war er schon, der Gesichtsausdruck des Kellners, als ich Oregano und Knoblauch zum Nachw\u00fcrzen verlangte. Leider war das dringend notwendig, weil es sich auch hier um eine absolut geschmacksfreie Pizza handelt. Auch der Teig ist weit unter dem Durchschnitt, einfach ausgesprochen z\u00e4h zu schneiden. Belagst\u00e4rke und K\u00e4sekonstitution waren okay, aber das war es dann auch schon.<br \/>\nDas Bier okay, die Kellner im Prinzip auch, und f\u00fcr die W\u00fcrze haben sie nichts extra berechnet. Schade dass mein erster Besuch auch zugleich mein letzter sein wird.<\/p>\n<p><strong>20.) Pizzeria Ristorante Ponte Rialto<\/strong>, Kreuzgasse 14, 1180 Wien, www.ponte-rialto.at<br \/>\nDas Lokal f\u00fchrt ein netter Herr aus Syrien. Das Outfit ist bescheiden (nicht vom Herrn aus Syrien, sondern vom Lokal) und Platz gab es genug, auch im kleinen Hinterhof. Es wurde wieder die Cardinale, wobei die Kellnerin vorher die Frage stellte, ob mit oder ohne Knoblauch. Das Ergebnis war knoblauchig, was aber nicht schlecht ist. Der Teig leider etwas z\u00e4h, die Belagst\u00e4rke gut, ansonsten gibt es eigentlich nichts zu berichten. <\/p>\n<p><strong>21.) Pizzeria Luna Rossa<\/strong>, W\u00e4hringer Stra\u00dfe 74, 1090 Wien, www.lunarossa.at<br \/>\nSchlichte Einrichtung, ein gro\u00dfer Pizza-Ofen, eine nette junge Kellnerin, wahrscheinlich aus der Slowakei. Der Chef selbst sitzt mit seiner Familie dort und isst Pizza. Alle paar Minuten kommt ein Pizzabote und holt Bestellungen ab, die er mit dem hauseigenen Smart ausf\u00fchrt. Offenes Bier ist leider von Heineken und damit f\u00fcr mich untrinkbar, die Alternative (Wieselburger aus der Flasche) begeistert mich nicht, ist aber zweitrangig.<br \/>\nAls der Koch die Pizza aus dem Ofen holt, gie\u00dft er noch eine satte Ladung Oliven\u00f6l dr\u00fcber. Mein lieber Freund Bernhard findet das spitze und ist generell von seiner Ruccola-Pizza begeistert.<br \/>\nIch kann dem nur partiell folgen. Der Teig ist okay, aber ein wenig z\u00e4h, schwierig zu schneiden. Belagst\u00e4rke wunderbar, K\u00e4se nicht \u00fcbel, der Schinken l\u00e4sst jedoch Geschmack vermissen (Pizza Cardinale). Ansonsten gibt es wenig zu sagen. W\u00fcrze Null, es schmeckt wie wenn der Koch sie vergessen h\u00e4tte, was jedoch nicht der Fall ist, weil die nette Kellnerin unaufgefordert eine Salz-Pfeffer-Knoblauch-Chili-Kombi auf den Tisch stellt. Damit kann man sich etwas Geschmack auf die Pizza tun.<br \/>\nWird wohl nicht meine Stamm-Pizzeria werden, trotz r\u00e4umlicher Attraktivit\u00e4t und netter Bedienung.<\/p>\n<p><strong>22.) Ristorante Fratelli<\/strong>, Rotenturmstra\u00dfe 11, 1010 Wien, www.fratelli.at<br \/>\n&#8222;Die Toskana vor der Haust\u00fcre&#8220; t\u00f6nt es auf der nett gemachten und modernen Website. Der echte Italiener am Telefon nimmt ausgesprochen freundlich die Reservierung entgegen und meint, er freut sich auf sp\u00e4ter. Ich mich auch.<br \/>\nDas Lokal ist riesig, der Nichtraucherbereich im Keller und die Einrichtung durchaus in dem italienischen Misch-Stil zwischen r\u00f6mischem Landhaus, Renaissance-Villa und viel Gold und Farbe und Ziegel usw. Im Sommer offerieren sie einen &#8222;klimatisierten Gastgarten&#8220; &#8211; das ist dann wieder das Gegenteil von italienisch.<br \/>\nDie Karte wiederum offeriert eine Wucht von Branzino, Seeteufel, Wolfsbarsch etc. &#8211; alles, was an Fisch modisch und teuer ist, zu durchaus gepflegten Innenstadt-Preisen. Soll sein, die Pizzae kosten 11,50- Euro oder ein wenig mehr, das gro\u00dfe Bier 5 Euro, gl\u00fccklicherweise haben sie au\u00dfer Heineken noch Zipfer Urtyp.<br \/>\nDiesmal wird es die Pizza Provenciale, die sich wenig sp\u00e4ter als eine Cardinale mit zwei Pfefferoni und einer Menge Dosenmais herausstellt.<br \/>\nZuvor gibt es aber noch zwei Saucieren mit in \u00d6l schwimmenden Chili-Schotenst\u00fcckchen und eine Art Knoblauch-Pesto-Sauce. Mir schwant nichts Gutes, denn wenn sie selbst schon wissen, dass die Pizzae nachgew\u00fcrzt werden m\u00fcssen, was erwartet uns dann?<br \/>\nNach der Geruchsprobe (negativ) und dem ersten Bissen kommt der Verdacht hoch, dass sie sich das Zeug vom Pizza-Mann nebenan liefern lassen. Der Teig ist so lala, der Belag viel zu dick und absolut definitiv ohne jeden Geschmack. Ist der Koch ein Menschenfeind? Hat er zu lange Maisdosen ge\u00f6ffnet? Wie kann man G\u00e4sten so etwas antun? Ist das so schwer eine einigerma\u00dfen anst\u00e4ndige Pizza zu backen? Wo kaufen die ihre Zutaten ein &#8211; im Zementwerk? Und was zum Teufel ist das f\u00fcr ein Zeug, vom Analogk\u00e4se bis zur k\u00fcnstlichen Paradeissauce, vom Wasserschinken bis zu&#8230; w\u00e4h, schnell vergessen, sehr schnell.<br \/>\nWenigstens haben sie nachher nicht gefragt, wie es geschmeckt hat. Diesen &#8222;kulinarischen Ausflug&#8220; (Website Fratelli) werde ich nicht so schnell wiederholen.<\/p>\n<p><strong>23.) Pizzeria Riva<\/strong>, T\u00fcrkenstra\u00dfe Ecke Schlickgasse, 1090 Wien, www.pizzariva.at<br \/>\nSchnelle, sehr freundliche und einfache Reservierung: &#8222;Wir freuen uns schon auf Sie&#8220; meint der nette Herr am Telefon.<br \/>\nKomisch, dass mir das Lokal noch nie aufgefallen ist &#8211; ich bin schon 100x dran vorbei gefahren. Dezent au\u00dfen, sehr modern innen, mit einem riesigen Pizzaofen gleich beim Eingang.<br \/>\nDa war ein Innenarchitekt am Werk, der seinen Job versteht: Gro\u00dfz\u00fcgiger Raum mit sehr interessanten Leuchten aus Kupfer, die Decke aus roh geschnittenen Holzbrettern, senkrecht abgeh\u00e4ngt. Unaufdringlich, aber gepflegt; modern, aber gem\u00fctlich. Einziger Wermutstropfen: private Gespr\u00e4che sollte man nicht planen, der Nachbartisch steht in Fl\u00fcsterweite.<br \/>\nDas Lokal war gut besucht, das Publikum angenehm gemischt, die Musik im Hintergrund war im Hintergrund, der generelle L\u00e4rmpegel sehr niedrig &#8211; das gibt ziemliche Bestnoten.<br \/>\nStiegl vom Fass, die Karte offenbart, dass es hier bis auf Dolci und Vorspeisen und Salat nur Pizza gibt. Kein Lieferdienst und in der Karte schreiben sie, dass sie echtes italienisches &#8211; genauer gesagt neapolitanisches &#8211; Mehl verwenden und italienische Paradeiser (auch wenn sie Tomaten genannt werden). Der Mozarella soll tats\u00e4chlich vom B\u00fcffel sein und auf der Website gibt es protziges Eigenlob: &#8222;In unserem Lokal in der T\u00fcrkenstra\u00dfe k\u00f6nnen Sie t\u00e4glich die beste Pizza zwischen Spitzbergen und Neapel genie\u00dfen!&#8220;<br \/>\nNun, das stimmt so sicher nicht, aber die Pizza war eine durchwegs positive \u00dcberraschung. Am Bild sieht man gut den relativ dicken Teigrand &#8211; ich wurde vom freundlichen, bundesdeutschen Ober aufgekl\u00e4rt, dass es sich hier um echten neapolitanischen Teig handeln w\u00fcrde, im Gegensatz zum r\u00f6mischen, der d\u00fcnner und crosser w\u00e4re.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/Pizzatest\/riva.jpg\" title=\"riva\" alt=\"riva\" \/><\/center><\/p>\n<p>Dieser Teig war jedenfalls geschmacklich wirklich gut, von der Konsistenz eher ein wenig z\u00e4h. Vor allem gegen Ende wurde das Schneiden auch aufgrund unseres Hochsitzes zu einer wackeligen Angelegenheit.<br \/>\nMozarella und Paradeissauce nicht zu knapp, das Basilikumblatt fristete daf\u00fcr ein \u00e4u\u00dferst einsames Dasein, die gegrillten Artischocken waren sehr gut.<br \/>\nLeider fehlte wiederum das gewisse Etwas. F\u00fcr Wiener Verh\u00e4ltnisse bekommt man im Riva jedoch eine durchaus interessante und gute Pizza. Vielleicht ist sie sogar eine der besten Pizzae zwischen Spitzbergen und Klagenfurt. F\u00fcr weiter s\u00fcdlich w\u00fcrde ich dann doch eher keine Garantie abgeben.<br \/>\nIn meinem Pizzatest landet sie sicher unter den Top five, so viel ist sicher. F\u00fcr alle Pizzaliebhaber, die den Durchschnittsfra\u00df als Ma\u00dfstab haben, ist sie sogar als Highlight zu empfehlen. Auch die Preise befinden sich in einem akzeptablen Rahmen, ca. ein Drittel h\u00f6her als irgendwo.<\/p>\n<p><strong>24.) Pizzeria Federico II<\/strong>, Krieglergasse 14, 1030 Wien<br \/>\nAuch eine Empfehlung von irgendwem. \u00dcberw\u00e4ltigende Kritiken im Internet, eine echte Italiano am Telefon freut sich \u00fcber meine Reservierung, pronto!<br \/>\nEs sind tats\u00e4chlich echte Italiener, die dort kochen und servieren. Das Lokal ist nett, einzig die massiven Gitterst\u00e4be vor den Fenstern sorgen f\u00fcr ein wenig Irritation.<br \/>\nWas mir sofort auff\u00e4llt sind die extrem eng beieinander stehenden Tische. Intimere Themen als das Wetter w\u00fcrde ich dort nicht anschneiden, f\u00fcr ein romantisches Date ist das Lokal eher nicht so geeignet.<br \/>\nDie Karte ist nicht allzu dick, was ich eher positiv bewerte. Eine Pizza Prosciutto e Funghi ist schnell bestellt, ein gro\u00dfes Stiegl dazu, das klingt vielversprechend. Dann werden die Messer ausgetauscht, wir bekommen extra Pizzamesser &#8211; die Erwartung steigt.<br \/>\nDann die Pizza (pronto): Hauchd\u00fcnner Boden, ziemlich cross, der Belag im richtigen Korridor, viel mehr sollte nicht drauf sein, aber es passt. Was weniger passt ist der Geschmack, der vor allem den Nachteil hat, dass er nicht vorhanden ist. Schon das komplette Fehlen irgendwelcher Hinweise auf W\u00fcrze macht stutzig, die Geschmacksnerven best\u00e4tigen, was das Auge ahnt. Wer die Pizza im Internet als &#8222;grandios&#8220; bezeichnet, d\u00fcrfte mit eben diesen Nerven nicht sehr \u00fcppig ausgestattet sein.<br \/>\nDaf\u00fcr ist das Bier eiskalt und sehr spritzig, so mag ich es.<br \/>\nViel gibt es dar\u00fcber hinaus nicht zu sagen. Ich habe dann noch Oregano bestellt (Kritiker meinen, der geh\u00f6rt gar nicht auf eine Pizza. Sie m\u00f6gen Recht haben, aber ich brauche irgendwas zum W\u00fcrzen und der Oregano ist fast \u00fcberall zu haben und besser als nix) &#8211; es kam Pepperonico Olio mit dezenter Sch\u00e4rfe, laut Kellner vom &#8222;Papa selbst gemacht&#8220;.<\/p>\n<p><strong>25.) Ristorante Monte Rosa<\/strong>, Herbeckstra\u00dfe 78, 1180 Wien, www.ristorantemonterosa.at<br \/>\nEs sind tats\u00e4chlich echte Italiener, die dort bedienen. Witzige, redegewandte Italianos, nie um einen guten Schm\u00e4h verlegen. Zusammen mit dem gediegen und nett, aber nicht \u00fcbertrieben ausgestatteten Lokal macht das schon einmal einen schlanken Fu\u00df. Sie haben auch gerne bei unserem Fotoprojekt mitgemacht und die Freundlichkeit wirkt nicht gespielt.<br \/>\nDie Bedienung ist blitzschnell und sehr aufmerksam, der Weintipp gut. Ich bin in exzellenter Begleitung und w\u00e4hle die Pizza des Hauses. Sie kommt mit einer Rucola-Orgie und gutem Prosciutto sowie gehobeltem K\u00e4se. Der Teig ist allerdings irgendwie misslungen &#8211; sehr br\u00fcchig, sehr trocken und geschmacklich verdammt unauff\u00e4llig.<br \/>\nDie Belagszutaten sind okay, aber darunter fehlt die Basis &#8211; was ich sehr schade finde, denn das Lokal ist nett und gerade da w\u00fcrde eine wirklich gute Pizza hinpassen. Oregano war drauf, aber mindestens bei der Paradeissauce liegt der Hund begraben, beim Teig sowieso.<\/p>\n<p><strong>26.) Pizzeria Ristorante Vulcano di Sapori<\/strong>, Kutschkergasse 9, 1180 Wien<br \/>\nMan bietet Pizza vom Steinofen an und vor allem Zustellung. Das Lokal selbst ist eigentlich nur mehr Kulisse f\u00fcr den Essensdienst &#8211; man bietet einen Querschnitt aus K\u00fcchen aller Welt an, von amerik. Burger bis Lamm Stifado &#8211; einfach alles.<br \/>\nDas ist leider kein gutes Zeichen, denn wer alles kann, der kann eigentlich nichts. Pizza im Lokal kostet bis 17 Uhr 5,90 Euro &#8211; um das Geld kannst du keine guten Zutaten verwenden, leider.<br \/>\nDie Pizza ist entgegen aller Erwartungen gar nicht schlecht &#8211; sie reiht sich sicher im oberen Drittel ein und vor allem ist sie um Klassen besser als die Pizza im Ristorante Roma 15 H\u00e4user weiter in der selben Gasse. Und das bei halbem Preis.<br \/>\nDas zeigt, dass die Qualit\u00e4t von Pizza und Nahrung generell ganz schwer einsch\u00e4tzbar ist und auch nicht oder nur wenig vom Preis abh\u00e4ngt. Das ist schlecht, weil es somit fast kein Kriterium gibt um festzustellen, wie man gute Qualit\u00e4t erkennen kann. <\/p>\n<p><strong>27.) Pizzeria Da Peppino<\/strong>, Lerchenfelderstra\u00dfe 65, 1070 Wien, www.dapeppino.at<br \/>\nEin sehr netter Italiener empf\u00e4ngt uns und mein lieber Freund Bernhard und er begr\u00fc\u00dfen sich pl\u00f6tzlich wie alte Bekannte. Sie sind es auch, denn der Chef hat jahrelang in einem Lokal hinter der Oper kellneriert und da war Bernhard mit seinem Vater \u00f6fters dort.<br \/>\nDie Sessel sind unbequem, aber sowohl hinter der Schank als auch in der K\u00fcche stehen zwei ausgesprochen h\u00fcbsche junge Damen &#8211; die Augenweide l\u00e4sst die R\u00fcckenschmerzen schnell vergessen.<br \/>\nDer Chef bedient pers\u00f6nlich und k\u00fcmmert sich um jeden Gast &#8211; &#8222;una birra grande&#8220; ruft er durch das Lokal und verspr\u00fcht italienische Gastfreundlichkeit und Lebensfreude. Kein schlechter Beginn.<br \/>\nDie Pizzae halten was das Lokal verspricht, der Teig hat einen Hauch von Z\u00e4higkeit, aber wirklich nur einen Hauch. Die Cardinale ist gut belegt, fast schon ein wenig zu viel vom guten K\u00e4se &#8211; vom wirklich guten K\u00e4se. Alle Achtung, das haben bisher nur wenige andere Lokale geschafft.<br \/>\nDie Pizza reiht sich auch geschmacklich sehr weit oben ein, durchaus vergleichbar mit der Riva &#8211; das gibt eine echte Empfehlung f\u00fcr ein gut erreichbares Lokal mit einem engagierten Chef und einer guten Pizza.<\/p>\n<p><strong>28.) Pizzeria Minante<\/strong>, Siebensterngasse 5, 1070 Wien, www.minante.at<br \/>\nDie Reservierung gestaltete sich spannend, denn ich versuchte es \u00fcber das Online-Formular, bei dem man sich zuerst bei einem Online-Reservierungsdienst registrieren muss. Dann wird man gebeten auf die Best\u00e4tigungsmail zu warten, die aber l\u00e4ngere Zeit nicht daherkam. Ich musste aber weg und hatte danach keine M\u00f6glichkeit mehr meine Mails abzurufen. Anrufen w\u00e4re einfacher gewesen.<br \/>\nDas Lokal selbst ist nett, hat aber zwei Arten von Tischen: Welche f\u00fcr 4 Personen und welche f\u00fcr 2 &#8211; letztere stehen so eng zusammen, dass sie die Privatdistanz unterschreiten und in mir den Reflex ausl\u00f6sen nur mehr Smalltalk zu f\u00fchren. F\u00fcr den Fall eines spannenden Dates daher das falsche Lokal.<br \/>\nDer Chef ist originale Italiano, sehr nett und zuvorkommend und die Pizza l\u00e4sst auch nicht lange auf sich warten.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/Pizzatest\/minante.jpg\" title=\"minante.jpg\" alt=\"minante.jpg\" \/><\/center><\/p>\n<p>Als der Chef serviert, merkt er &#8211; nicht ohne Stolz &#8211; noch an, dass die Paradeissauce sogar g\u00e4nzlich ungew\u00fcrzt w\u00e4re, was in mir keine lauten, spontanen Jubelschreie ausl\u00f6st. Und dann fragt er, ob wir nicht doch noch was haben wollen &#8211; Chilisauce etwa oder Salz oder Pfeffer.<br \/>\nIch verneine und koste die Pizza. Wobei eigentlich koste ich sie noch nicht, sondern schneide eine Ecke ab, was zu spontanem Fl\u00fcssigkeitsaustritt in nicht unbetr\u00e4chtlichem Ausma\u00df f\u00fchrt. Mit anderen Worten: Die Pizza saftelt.<br \/>\nMacht aber nix, der Teig ist okay und ich bin hungrig. Gegen diesen Hunger ist die Pizza wunderbar, f\u00fcr den Gusto w\u00e4re sie jedoch leider nix &#8211; sie ist das, was man am besten mit &#8222;fad&#8220; beschreibt, n\u00e4mlich g\u00e4nzlich ungew\u00fcrzt. Also so richtig komplett ohne jede Form des Geschmacks und sie riecht auch nicht stark.<br \/>\nWir bestellen W\u00fcrze, wobei der Chef anmerkt, dass es keinen Knoblauch g\u00e4be, da das unitalienisch w\u00e4re und nein, Oregano g\u00e4be es auch nicht, da ebenfalls unitalienisch. Daher nehmen wir was da ist und w\u00fcrzen nach, was aber irgendwie nix nutzt.<br \/>\nEine Pizza wird entweder mit Geschmack gemacht oder ohne, das kann man nicht nachw\u00fcrzen. Die Oliven wirken wie aus dem Glas und haben auch keine Kerne mehr.<br \/>\nPassend zur Pizza der Rotwein &#8211; leider auch fast mit der Temperatur der Pizza, was ich bei Rotwein so gar nicht zu sch\u00e4tzen wei\u00df.<br \/>\nInsofern h\u00e4lt sich die Begeisterung f\u00fcr das Minante leider in Grenzen, was aufgrund des eigentlich netten italienischen Flairs schade ist.<\/p>\n<p>29.) <strong>Pizzeria San Giovanni<\/strong>, Jheringgasse 14, 1150 Wien, www.san-giovanni-wien.at<br \/>\nWieder eines dieser Lokale, die in erster Linie Pizzadienst machen. Klein, nicht besonders ansprechend und Italiener hat diese Pizzeria auch noch nie gesehen.<br \/>\nMacht nix, es geht um die Pizza. Die ist extrem gro\u00df und extrem g\u00fcnstig, alleine grad mal zu schaffen. Es ist sp\u00fcrbar, dass wir hier in einer sehr preissensiblen Gegend sind. Der Kellner hat keine Ahnung von seinem Job, der Laden d\u00fcrfte in Familienunternehmen sein, wogegen ja nichts spricht. Manchmal serviert auch der Koch, dann wieder der Chef &#8211; egal, es gibt was zu essen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/Pizzatest\/giovanni.jpg\" title=\"giovanni.jpg\" alt=\"giovanni.jpg\" \/><\/center><\/p>\n<p>An diese Pizza darf man nicht den Ma\u00dfstab einer echten italienischen Pizza anlegen, dann ist sie gut. Wenn man es doch tut, dann ist das Ergebnis \u00fcberraschend. Der Teig ist ziemlich z\u00e4h und verlangt nach einem scharfen Messer. Die Belagst\u00e4rke ist gut und der Geschmack ist besser als man vermuten w\u00fcrde &#8211; besser jedenfalls als so manche von mir getestete Luxus-Pizzeria, wo die Pizza (hier: 6,50-) gleich einmal das doppelte kostet.<\/p>\n<p><strong>30.) Pizzeria Luciano<\/strong>, Kreuzgasse 54, 1180 Wien<br \/>\nDer Pizzadienst \u00fcberwiegt, aber das Lokal hat auch eine Menge Sitzpl\u00e4tze und macht auch damit Gesch\u00e4ft. Die Betreiber sind sehr nett, kennen Italien nur vom H\u00f6rensagen und kochen trotzdem italienisches Essen. Zumindest auch italienisch, oder zumindest das, was wir daf\u00fcr halten.<br \/>\nEs ist eines dieser unz\u00e4hligen Vorstadtlokale, bei denen es irgendwie alles zu bekommen gibt &#8211; allein f\u00fcnf verschiedene Arten von Pizza (normal, mittel, Familie und American sowie American mittel), dazu noch Pasta, Burger, Schnitzel, Chili, Steak, Eismarillenkn\u00f6del und Brownies sowie noch vieles mehr.<br \/>\nUm das gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen, muss einfach alles aus der Tiefk\u00fchltruhe sein. Ich meine das gar nicht zu kritisch, denn das machen andere Lokale nicht anders.<br \/>\nDie Bedienung ist immer freundlich, das Bier wird auch in den gegen\u00fcber liegenden Rollershop geliefert und seit heuer haben sie sogar einen Schanigarten, der allerdings nur sehr wenig gen\u00fctzt wurde.<br \/>\nDie Pizza kann genau das, was ich von ihr erwarte: s\u00e4ttigen. Und sie ist vom Geschmack gar nicht so schlecht &#8211; w\u00fcrde ich hier eine Tabelle erstellen, bei der Qualit\u00e4t der Zutaten, Preis und Geschmack in Relation gesetzt werden, w\u00fcrde sie gegen einige Produkte aus Pizzeriae mit klingendem Namen gewinnen.<\/p>\n<p>Update 2020: Das Haus wurde abgerissen, die Pizzeria gibt es nicht mehr.<\/p>\n<p><strong>31.) Pizzeria Casa Mia<\/strong>, Perfektastra\u00dfe 18, 1230 Wien, www.casamia1230.at<br \/>\nDen Tipp dazu habe ich schon vor ein paar Jahren bekommen, nur ist das f\u00fcr mich fast am Ende der Welt, auch wenn die Fahrt mit dem Motorroller weniger als eine halbe Stunde betr\u00e4gt.<br \/>\nDie Casa Mia liegt in einem modernen Geb\u00e4ude und sieht unspektakul\u00e4r aus. Italienisch ist an ihr gerade mal der Name, aber irgendwie ist es dort famili\u00e4r &#8211; vielleicht nicht ganz zuf\u00e4llig, weil das Lokal als Familienbetrieb gef\u00fchrt wird. &#8222;Pragmatische Gem\u00fctlichkeit&#8220; kann man der Casa Mia attestieren, die Bedienung ist schnell und freundlich, das Bier spritzig und das Lokal gut gef\u00fcllt.<br \/>\nDie Pizza selbst reiht sich im Mittelfeld ein. Interessanterweise kann man sich die Art des K\u00e4ses aussuchen und meine Pizza Cardinale mit B\u00fcffelmozarella war nicht schlecht, in jedem Fall deutlich \u00fcber vielen Lokalen, die ich schon getestet habe. &#8222;Ein bissl fad&#8220;, ohne jede Raffinesse, aber durchaus okay &#8211; so lautet mein Fazit. Wer in der Gegend wohnt, ist mit der Casa Mia gut bedient.<\/p>\n<p><strong>32.) Pizzeria Il Mare<\/strong>, Zieglergasse 15, 1070 Wien, www.ilmare.at<br \/>\nLaut Eigenwerbung &#8222;Wiens \u00e4lteste und beste Pizzeria&#8220;. Eine Herausforderung!<br \/>\nAuf jeden Fall ist sie gro\u00df und verwinkelt und sehr gut besucht &#8211; ein gutes Zeichen. Wir bekommen einen Tisch in der Ecke und werden sehr prompt bedient. Das Fassbier ist Schwechater, na ja.<br \/>\nDie Auswahl an Pizzae ist riesig, es gibt normale und spezielle und bianco und noch einiges. Ich w\u00e4hle eine ganz einfach Provinciale und die ist auch nach kurzer Wartezeit da.<br \/>\nSie d\u00fcrfte aber ein wenig herumgestanden sein, weil so richtig hei\u00df ist sie nicht mehr. Die Belagst\u00e4rke ist gut &#8211; nicht zu viel und nicht zu wenig. Der Teig fasziniert mich nicht, er ist etwas z\u00e4h und der Rand ist als Rand fast nicht erkennbar &#8211; die Pizza h\u00f6rt quasi einfach auf. Das und die Gr\u00f6\u00dfe bewirken eine erste Assoziation mit Tiefk\u00fchlware.<br \/>\nGl\u00fccklicherweise ist es das nicht, der K\u00e4se ist gut, die Zutaten sind auch nicht schlecht und so reiht sich die Pizza im Mittelfeld ein. Geschmacklich jo eh, nicht besonders toll aber auch nicht schlecht. Wer keine hohen Anspr\u00fcche stellt ist hier gut bedient.<\/p>\n<p><strong>33.) Ristorante Scala<\/strong>, Servitengasse 4, 1090 Wien, www.ristorante-scala.at<br \/>\nSchon beim Eintreten wird klar: das ist gem\u00fctlich! Ein sehr nettes Restaurant, gem\u00fctlich und vor allem nicht zu laut, sehr gut f\u00fcr ein nettes Date geeignet. Wir hatten das Gl\u00fcck einen der letzten kleinen Tische zu bekommen, der Schanigarten war wegen des Regens zwar leer, ist aber riesig und sieht ebenfalls einladend aus. Auf der Website sieht man, dass es sich um ein Foodora-Partnerrestaurant handelt. Hm, na ja, Pizzadienst spricht eigentlich nie f\u00fcr hochwertige Zutaten. Mal sehen.<br \/>\nMeine Wahl f\u00e4llt auf eine vegetarische Pizza, also mit viel Gem\u00fcse wie Melanzani und Zucchini. Sie ist eher klein gehalten, f\u00fcr den normalen Hunger aber absolut ausreichend. Optisch fein, der Teig Durchschnitt, der Geschmack&#8230; okay, es gibt ihn. Das ist anzumerken. Mehr aber auch nicht, der Pizza fehlt jegliche Raffinesse &#8211; leider, denn genau hierher, in dieses gem\u00fctliche, italienisch anmutende Ristorante h\u00e4tte so gut eine wirklich toll schmeckende Pizza gepasst.<br \/>\nDass Bier und Wein sowie die Bedienung in Ordnung waren, darf ich noch erw\u00e4hnen. <\/p>\n<p><strong>34.) Eatalico &#8211; pizza e pasta<\/strong>, Praterstra\u00dfe 31, 1020 Wien, www.eatalico.at<br \/>\nDas Lokal ist riesig, der Schanigarten auch. Das Personal ist flink, tut sich jedoch mit der deutschen Sprache schwer, wodurch man es dahingehend eher &#8222;Balkanico&#8220; nennen sollte.<br \/>\nHeutzutage ist es gerade sehr in Mode lustige Wortspielchen zu machen, und &#8222;Eatalico&#8220; ist auch so eines. Auf der Website wird versucht mit Spr\u00fcchen wie &#8222;Pizza Pasta fertig los&#8220; oder &#8222;Echte 40 cm!&#8220; noch ein wenig Originalit\u00e4tsw\u00fcrze dr\u00fcber zu streuen. Soll sein.<br \/>\nMan erf\u00e4hrt alles m\u00f6gliche, etwa dass bereits 49.245 Pizzae gebacken wurden und dass das Eatalico eine neue Form der Gastronomie darstellt.<br \/>\nIch bestelle in der alten Form einfach eine Pizza. Meine Wahl f\u00e4llt auf eine &#8222;Mascarino&#8220; von der Wochenkarte, die ist mit Mascarpone, Paradeiserscheiben und Prosciutto belegt und kostet 10,50- Euro.<br \/>\nSie kommt flott daher und stellt sich als wirklich riesige Pizza dar, die \u00fcber den viel zu kleinen Teller weit hinausragt. Das sieht zwar sehr \u00fcppig aus, ist aber zum essen jetzt nicht ganz so super, weil immer irgend ein Teil am Tisch liegt. Der sieht zwar nicht allzu dreckig aus, ich w\u00fcnsche mir aber von der neuen Form der Gastronomie hier eine Verbesserung, bitte sch\u00f6n.<br \/>\nDer Teig ist ziemlich d\u00fcnn und ziemlich knusprig, der Belag genau passend und die Zutaten sind in der richtigen Mischung vorhanden. Leider bestellen meine Tischnachbarn Salz und Pfeffer und irgendwas zum Nachw\u00fcrzen. (An diesem Moment ist es sehr praktisch, dass die Kellner keine Italiener sind und somit auch nicht b\u00f6se, wenn man W\u00fcrze verlangt.)<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/Pizzatest\/eatalico.jpg\" title=\"eatalico.jpg\" alt=\"eatalico.jpg\" \/><\/center><\/p>\n<p>Das hat seinen Grund, denn die Gr\u00f6\u00dfe ersetzt nicht den eher nicht so gro\u00dfen Geschmack. Ich meine, das ist jetzt keine schlechte Pizza und kann mit dem Durchschnitt hier in Wien locker mithalten, liegt sogar noch etwas dr\u00fcber. Mehr aber auch nicht.<br \/>\nDazu kommt noch, dass die Pizza durch ihre Gr\u00f6\u00dfe trotz Hunger nicht schnell gegessen werden kann. Ab 2\/3 ist sie eiskalt, was den Teig dazu veranlasst sich spontan die Konsistenz einer Schuhsohle zu geben, was die schnelle Essbarkeit noch zus\u00e4tzlich erschwert. Aber man kann nicht alles haben, das Preis-Leistungsverh\u00e4ltnis ist jedenfalls ein sehr Gutes.<\/p>\n<p><strong>35.) La Cintura<\/strong>, Sanetty Stra\u00dfe 4 (Ecke Lerchenfelder G\u00fcrtel), 1080 Wien, www.la-cintura-wien.at<br \/>\nEin winziges Ecklokal im Souterrain, auf den Tischen sind Plastiktischt\u00fccher, es gibt gerade mal 5 Tische und alles schreit nach Lieferservice. Den Tipp bekamen wir vom Kellner des gegen\u00fcber liegenden &#8222;Weberknecht&#8220;, der leider keine K\u00fcche hat au\u00dfer Schinken-K\u00e4se-Toast (&#8222;aber wir haben leider gerade keinen Schinken, ihr k\u00f6nnt aber das Essen mitnehmen, das ist kein Problem&#8220;).<br \/>\nSo richtig gem\u00fctlich ist es in der La Cintura nicht, obwohl man versucht hat mit einer Zielmauer-Tapete irgendwas zu retten, was hier nicht zu retten ist. Italienisch ist hier gar nichts, weder das Ambiente noch die Kellner, die &#8211; wie heute \u00fcblich &#8211; aus Pakistan, Marokko oder sonstwo stammen. Der Pizzakoch ist aber ein Profi, er wirft die Teigfladen nur so herum und fertigt riesige R\u00e4der an, das machen echte italienische Pizzaioli auch nicht besser.<br \/>\nFreundlich sind sie auch, wenngleich zu sp\u00fcren ist, dass dies eine K\u00fcche ist, voll ausgestattet mit allem, was man f\u00fcr ein Lieferservice braucht. Und dort sitzen kann man auch noch, das stimmt.<br \/>\nAlkohol gibt es keinen, der Kellner bedauert, und so trinken wir halt Apfelsaft gespritzt.<br \/>\nDie Pizzae gibt es in normal und riesig, was man schon an den \u00fcberdimensionalen Kartons erkennen kann, die stapelweise f\u00fcr die Lieferpizzae zur Verf\u00fcgung stehen.<br \/>\nWir bestellen normal und bekommen riesig, weil die Kommunikation zwischen Kellner und Koch nicht ganz optimal funktioniert. Ich kam eigentlich mit kleinem Hunger her und wei\u00df, dass ich das enorme Ding nicht bew\u00e4ltigen werde.<br \/>\nDer Teig ist gut, der Rand relativ gro\u00df aber im normalen Ma\u00df. So \u00e4hnlich (nur kleiner) sieht man es auch bei neapolitanischen Pizzae. Der Belag ist in der richtigen St\u00e4rke und auch der Geschmack ist gar nicht schlecht. Verglichen mit vielen teuren Italienern ist das durchaus bemerkenswert. Die Pizza reiht sich nicht ganz vorne ein, aber am Ende des oberen Drittels, auf jeden Fall deutlich besser als der Durchschnitt. H\u00e4tte ich mehr Hunger gehabt, so h\u00e4tte die Pizza wahrscheinlich noch besser geschmeckt.<br \/>\nTrotzdem stellt sich immer wieder die Frage, wie bei diesem Preis wirtschaftlich gearbeitet werden kann. Nat\u00fcrlich gibt es hier auch Burger, H\u00fchnerschnitzerl, SpareRibs und noch vieles mehr, aber der Schwerpunkt liegt eindeutig bei der Pizza.<br \/>\nWenn der Anspruch nicht High-End ist, kann man dort durchaus hingehen oder sich was liefern lassen.<\/p>\n<p><strong>36.) I Ragazzi,<\/strong> Burggasse 6-8, 1070 Wien, www.iragazzi.at<br \/>\nMitten in Bobostan, die Kellner echte Italiener und einen Platz im Freien haben wir auch ergattert. Was kann da noch schiefgehen? Nun, zum Beispiel die Pizza. Boden tadellos, Belagst\u00e4rke wunderbar, Preis im Bobostan-Rahmen (Prosciutto 10,50-), Geschmack fad. Ich w\u00fcrde noch gerne ins Detail gehen, aber da gibt es keine Details mehr, das war es auch schon. Getrunken hab ich ein Franziskaner Hefe-Weizen, weil ich das Villacher Bier nicht mag, das sie offen anbieten.<br \/>\nJa, das war es wirklich schon. Ende.<\/p>\n<p><strong>37.) Via Toledo<\/strong>, Laudongasse 13, 1080 Wien, www.viatoledo.at<br \/>\nSie nennt sich &#8222;Endopizzeria&#8220; und befindet sich an der Ecke zur Lange Gasse. Der erste Eindruck: stylish, modern, luftig, aber nicht ungem\u00fctlich. Die Website ebenfalls sehr modern, an jeder Ecke wird die italienische Authentizit\u00e4t betont, vielleicht ein wenig zu oft.<br \/>\nDie Bedienung ist freundlich und recht aufmerksam, die Musik sehr dezent im Hintergrund, dorthin kann man eine sch\u00f6ne Frau ausf\u00fchren, keine Frage.<br \/>\nWenn jetzt die Pizza auch so schmecken w\u00fcrde wie in der Via Toledo in Neapel, dann h\u00e4tte ich hier ein perfektes Lokal gefunden. Leider tut sie das nicht, mit Verlaub, sie schmeckt einfach langweilig, ohne Pep, ohne das, was eine italienische Pizza ausmacht. Teig und Belagst\u00e4rke okay, ersterer fast eine Nuance zu z\u00e4h, aber das ist kein echter Kritikpunkt.<br \/>\nIch wollte noch einiges mehr schreiben, aber es w\u00e4re so leer wie meine Geschmacksempfindung nach der Pizza im Via Toledo.<\/p>\n<p><strong>38.) Ristorante Trattoria Alfredo<\/strong>, Steinbruchstra\u00dfe 30, 1160 Wien, www.alfredo.at<br \/>\nIch kenne kein anderes Lokal in Wien, bei dem es rundherum kein einziges anderes Lokal gibt, und zwar in gro\u00dfem Umkreis. Das Alfredo liegt einsam und allein neben Schreberg\u00e4rten an der Grenze zwischen Ottakring und Benzin. Modern eingerichtet, nicht zu viel Schnick-Schnack auf superitalienisch, daf\u00fcr sprechen alle Kellner als ob sie erst gestern direkt aus Neapel gekommen w\u00e4ren.<br \/>\nDrei Anl\u00e4ufe hat es gebraucht bis ich einen Tisch bekommen habe. Eigentlich ein gutes Zeichen und auch diesmal war das Lokal fast voll und d\u00fcrfte generell gut besucht sein. Der Rotwein nicht zu warm &#8211; die verstehen ihr Gesch\u00e4ft. Nicht ganz gl\u00fccklich war ich mit der Dolce-Karte, das Tiramisu wird mit Marillen &#8222;verfeinert&#8220; und auch alle anderen, eigentlich sehr reizvollen Nachspeisen sind mit irgendwas kombiniert, was sie nicht brauchen. Zu viel des Guten. Auch die diversen italienischen Speisen auf den Nachbartischen sahen sehr verlockend aus.<br \/>\nHab ich was vergessen? Ach ja, die Pizza. Nun ja, Pizza halt. Wie bei tausend anderen Lokalen in Wien, wo man auch Pizza bekommt. Irgendeine Pizza halt. Teig okay, Belagst\u00e4rke okay, kann man essen, ist nicht schlecht. Mehr aber auch nicht. Dass sie auch zustellen verwundert mich daher nicht.<\/p>\n<p><strong>39.) Pizzeria Romantico<\/strong>, W\u00e4hringer Stra\u00dfe 163, 1180 Wien, www.romanticowien.at<br \/>\nEin Vorstadtlokal, die Fliesen schon etwas abgeschlagen, die Ausstattung bedarf keiner besonderen Erw\u00e4hnung. Die Pizza leider auch nicht. Absolute Durchschnittsware, ohne irgendwie besonders zu sein, schon gar nicht italienisch. Durchaus essbar und auch nicht schlechter als 70% der anderen getesteten Lokale. Da hilft auch der originale italienische Holzofen nicht, daf\u00fcr gibt es Wiener Schnitzel und Cordon Bleu Hawai, Spare Ribs und Nutella-Palatschinken. Nur Kebab fehlt auf der Karte und Burger.<\/p>\n<p><strong>40.) Otto e mezzo<\/strong>, Schleifm\u00fchlgasse 20, 1040 Wien, www.otto-e-mezzo.at<br \/>\nEin sehr nettes Lokal, gef\u00fchrt von einem Italiener und die Atmosph\u00e4re ist auch italienisch. Die Website ist von Foodora, dort scheint der Chef leider nicht auf.<br \/>\nDieses Lokal h\u00e4tte sich durchaus eine absolut italienische Pizza verdient, herrlich duftend und dann mit einem sensationellen Geschmackserlebnis.<br \/>\nDann kam die Pizza und ich bin aufgewacht. Geblieben ist Fadesse, was mir sehr leid tut, aber nicht zu \u00e4ndern ist. Ich h\u00e4tte so gerne geschrieben, dass ich endlich eine Pizza gegessen habe, die italienisch schmeckt, so wie ich eine in Italien bekommen habe. Ich werde wohl weitersuchen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>41.) Da Michele<\/strong> &#8211; Pizzeria Ristorante, 1070 Wien, Kirchengasse 39<br \/>\nDer Schanigarten hat als Boden Doka-Platten, Plastiksessel und wirkt wie eine Baustelle. Die Kirchengasse ist stark befahren, die Gem\u00fctlichkeit h\u00e4lt sich in engen Grenzen.<br \/>\nAber deswegen bin ich nicht da. Ich habe Hunger. Auf Pizza. Also eine Rustikana, die auch flott daher kommt. Ein wenig Oregano ist dr\u00fcber gestreut, verf\u00fchrerischen Duft str\u00f6mt sie aber nicht gerade ab, eigentlich eher gar keinen Duft. Der Teig ist gut, kross aber nicht hart, die Gr\u00f6\u00dfe passt, die zwei Artischockenst\u00fccke teilen sich je eine H\u00e4lfte der Pizza.<br \/>\nEher skeptisch bin ich bei der Paradiessauce. Damit wurde gespart, und zwar so heftig gespart, dass genau genommen nur eine Ahnung davon oben ist.<br \/>\nVielleicht gibt es deswegen auch nur eine Ahnung von Geschmack. Ich kann das Lokal leider nicht weiterempfehlen. <\/p>\n<p><strong>42.) Pizzeria Bar All\u00b4 Italiana<\/strong>, 1030 Wien, Landstra\u00dfer Hauptstra\u00dfe 71, www.allitaliana.at<br \/>\nEin hei\u00dfer Sommerabend, wir ergattern einen Platz vor dem Lokal direkt in der Passage zur Hainburger Stra\u00dfe. Zum Lokal gibt es nicht viel zu sagen, zur Pizza auch nicht. Essbarer Durchschnitt, einen Hauch dar\u00fcber. Bier k\u00fchl. Genau genommen war es das schon.<\/p>\n<p><strong>43.) L\u00b4Osteria in Grinzing<\/strong>, 1190 Wien, https:\/\/losteria.at\/restaurant\/wien-grinzing\/<br \/>\nEine Kette. Versucht originell zu sein &#8211; den Saft bekommst du in einer Art Karaffe mit zwei Plastikstrohhalmen. Umweltbewusstsein: Null. Ist im Konzept der Kette nicht vorgesehen. Der Kellner entschuldigt sich gleich vorweg, dass die Pizza nicht sehr geschmackvoll sein wird (ohne dass ich ihn gefragt habe), weil man eine Filiale einer Kette ist und die Kette gibt den Geschmack vor. Und der sei halt nicht italienisch.<br \/>\nSehr beruhigend. Ich bin trotzdem zuversichtlich und auch hungrig.<br \/>\nAls die Pizza kommt, \u00fcberrascht zuerst einmal die Gr\u00f6\u00dfe &#8211; sie ist riesig und fast doppelt so gro\u00df wie der Teller. Das bedeutet allerdings, dass man am Tisch isst, nicht am Teller, weil sich das genau gar nicht ausgeht.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/Pizzatest\/pizza33.jpg\" title=\"pizza33.jpg\" alt=\"pizza33.jpg\" \/><\/center><\/p>\n<p>Belagst\u00e4rke ist gut, Teig okay, wenngleich eher ein wenig z\u00e4h, was sich mit dem sukzessiven Ausk\u00fchlen der Pizza noch verst\u00e4rkt. Ordentlich Muskeln zum S\u00e4beln des Teiges ab ca. der H\u00e4lfte der Pizza schaden jedenfalls nicht. Sie so schnell zu essen, dass sie nicht ausk\u00fchlt, verlangt Fertigkeiten, die ich nicht habe.<br \/>\nDer Geschmack ist Kette, also dezent, wenig gew\u00fcrzt, damit man niemand abschreckt, aber auch nicht so schlecht wie ich das von manchen Lokalen schon erlebt habe.<br \/>\nMein Vater hat Pizzastangerl bestellt. Die kommen in Form einer Art kleiner Pizza, die man wie einen Kaffeefilter geformt und in eine Sch\u00fcssel gesteckt hat. Eine gro\u00dfe Menge Teig, nackter Teig. Ganz unten beim Loch des Filters ein wenig Knoblauch und \u00d6l und Kr\u00e4uter. Auf unsere Nachfrage bringt der Kellner noch Knoblauch, den wir dann auf die restlichen 90% des Trichters schmieren. Das w\u00e4re halt so, man sei eine Kette, meint der Kellner.<br \/>\nBeworben wird die Pizza \u00fcbrigens als &#8222;beste beste Pizza&#8220;. Streichen wir einfach zwei Mal das &#8222;beste&#8220;, dann stimmt es. Es gibt dort eine gro\u00dfe Pizza. Das w\u00e4r\u00b4s.<\/p>\n<p><strong>44.) Pizzeria Primo Piano<\/strong>, www.primopiano.at, 1180 Wien, Gersthofer Stra\u00dfe 21<br \/>\nVor einem halben Jahr erst er\u00f6ffnet, noch dazu in meinem Bezirk &#8211; da muss ich hin. Der Chef hat ordentlich investiert, das Lokal ist in warmen Braun- und Goldt\u00f6nen gehalten, ziemlich dunkel, aber durch die Spotbeleuchtung der Tische sieht man zumindest drei Viertel seiner Pizza. Offiziell hei\u00dft es \u00fcbrigens &#8222;Osteria Pizza Bar&#8220; und ist gut besucht, Reservierung empfohlen.<br \/>\nDas Besondere ist der Pizzaofen aus Neapel &#8211; leuchtend wie eine Goldkuppel, blitzsauber, gasbetrieben und mit Thermostat, der die Temperatur (290 Grad) exakt so h\u00e4lt, dass die Pizzae nicht verbrennen und trotzdem schnell fertig sind. Beste Voraussetzungen, auch weil das Bier k\u00fchl und spritzig ist.<br \/>\nDie Pizza selbst hat die perfekte Gr\u00f6\u00dfe und ist auf die &#8222;r\u00f6mische&#8220; Art zubereitet, also d\u00fcnner Teig, eher knusprig. Ziemlich knusprig am Rand, genauer gesagt nicht zu schneiden mit den Spezialmessern, die man dazu bekommt. Die haben eine zu starke Wellung, sind eher S\u00e4ge als Messer und wo man ansetzt, bleibt man auch. Das f\u00fchrt dazu, dass viele der G\u00e4ste sich gr\u00f6\u00dfere St\u00fccke abreissen und mit der Hand essen. Der sehr nette Kellner hat leider nicht wirklich verstanden, was ich ihm sagen wollte und meinte, das n\u00e4chste Mal w\u00fcrde mir der Koch die Pizza gerne vorschneiden, wenn das Messer nicht gut funktioniert.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/Pizzatest\/ciccio.jpg\" title=\"ciccio.jpg\" alt=\"ciccio.jpg\" \/><\/center><\/p>\n<p>Die Pizza hat die richtige Belagst\u00e4rke und der sch\u00f6n zerronnene K\u00e4se l\u00e4sst Hoffnung aufkeimen, genauso wie die Tatsache, dass man hier nur Pizza, Antipasti und Nachspeisen bekommt. Diese wird ab dem ersten Bissen leider wieder erstickt, denn die fast nicht sichtbare Paradeissauce d\u00fcrfte komplett ungew\u00fcrzt sein, ich tippe auf die \u00fcbliche Industrieware. Irgendwo muss der fehlende Geschmack ja herkommen. Diese Pizza ist absolut essbar, hat nur leider wieder einmal nichts mit dem zu tun, was man in Italien bekommen kann. Daran kann der beste Pizzaofen nichts \u00e4ndern. Ich t\u00e4te gerne einen Euro oder zwei mehr zahlen (die Preise bewegen sich zwischen 8 und 17 Euro) und daf\u00fcr Geschmack bekommen. <\/p>\n<p><strong>45.) Francobollo Restaurant + Pizza,<\/strong> 9184 St. Jakob 59<br \/>\nDie beste Pizza K\u00e4rntens &#8211; in St. Jakob im Rosental. Da muss ich nat\u00fcrlich hinein und Pizza essen. An das Lokal ist noch dazu ein Bereich angeschlossen, in dem der Besitzer seine Vespa-Sammlung ausstellt. Gleich das Fazit vorweg: Die Vespas sind besser.<br \/>\nDas Lokal ist nett gemacht und die Auswahl an Pizzae ist riesig. Das Bier ist frisch und gut und ich bin sehr gespannt auf die Pizza. Leider werde ich &#8211; wieder einmal &#8211; entt\u00e4uscht. Es fehlt die Raffinesse. Wie so oft ist es wahrscheinlich die Paradeissauce.<\/p>\n<p><strong>46.) Spumante &#8211; Ristorante &#038; Pizzeria<\/strong>, 1180 Wien, Gersthofer Stra\u00dfe 71, ristorante-spumante.at<br \/>\nWir haben gerade die Corona-Krise und Essen gibt es nur in Form von Abholung oder Zustellung. Die Bestellung erfolgt telefonisch und \u00e4u\u00dferst unkompliziert. Einfach anrufen, wir wollen eine Quattro Stagione und eine Calabrese, Telefonnummer, Adresse, in einer halben Stunde kommt die Lieferung, Danke.<br \/>\nDie Pizze waren schon nach ca. 20 Minuten da, transportiert in einer Styroporkiste und so warm, wie das halt bei einer Zustellung m\u00f6glich ist.<br \/>\nDer Teig geh\u00f6rt eher zur weichen Sorte, die Teigst\u00e4rke angenehm, die Menge des Belags auch gerade richtig, der Preis mit 10 bis 11 Euro angemessen.<br \/>\nDas Problem bei Lieferpizza besteht darin, dass Pizza kein Liefergericht ist, sondern nur dann gut, wenn sie frisch aus dem Ofen kommt, sprich: ein bis zwei Minuten sp\u00e4ter beim Gast am Tisch liegt. Daher ist die Qualit\u00e4t schwer zu messen, eine gewisse Grundw\u00fcrze war aber vorhanden und somit war die Pizza besser als das meiste, was ich sonst bisher bekommen habe. Aber ich kann nat\u00fcrlich nicht sagen, wie die Pizze der anderen Lokale geschmeckt h\u00e4tten, wenn sie 10 bis 15 Minuten in einer Styroporbox gelegen w\u00e4ren.<br \/>\nIch werde die Pizza vom Spumante vielleicht noch einmal im Lokal testen.<\/p>\n<p>Update: 19. Dezember 2023 &#8211; der Test im Lokal. Es ist einfach eingerichtet, die Preise sind immer noch sehr fair, angesichts der gestiegenen Kosten, vor allem Energie, eigentlich sogar g\u00fcnstig. Meine Pizza kostete 12,50 Euro.<br \/>\nLeider ist die Pizza nicht besser als die von der Lieferung. Schon das Schild &#8222;Lieferando&#8220; deutet darauf hin, dass man (wenn Pizza am Plan steht) besser umkehren sollte, auch wenn die Kellnerin wirklich nett war. Es gab sogar Pizzastangerl mit hausgemachtem Pesto gratis als Vorspeise und einen Limoncello zum Schluss.<br \/>\nExtrem wenig Paradeissauce, daf\u00fcr etwas zu viel vom geschmacksfreien K\u00e4se, die ganze Pizza sehr \u00fcppig und vor allem mit ausgesprochen wenig Geschmack. Ich werde es nie verstehen, muss es aber akzeptieren. <\/p>\n<p><strong>47.) Nino\u00b4s Caf\u00e9 Ristorante Pizzeria,<\/strong> 1190 Wien, Himmelstra\u00dfe 2, http:\/\/ninos.at<br \/>\nAbgesehen davon, dass dort einmal die Apostrophenpolizei vorbeischauen sollte, finden wir mitten in Grinzing ein nettes Lokal in einem uralten Geb\u00e4ude. Auch die Website sieht sehr appetitlich aus, die Bedienung hat den in der Gastro inzwischen \u00fcblichen Osteuropa-Migrationshintergrund und wir wurden brav nach unserem 3G-Nachweis gefragt.<br \/>\nMein Vater bestellte Spaghetti mit Meeresfr\u00fcchten und ich eine Pizza Nino\u00b4s (auch hier mit falsch gesetztem Apostroph) mit Mozzarella, Ruccola, Rohschinken und Grana (dem Billig-Parmesan).<br \/>\nDie wie fast \u00fcberall fehlende W\u00fcrze bin ich schon gewohnt und war gespannt, was beim Experiment (&#8222;bitte etwas zum w\u00fcrzen) diesmal auf den Tisch kommen w\u00fcrde. Es war eine Flasche Essig und eine Flasche \u00d6l.<br \/>\nDa ich mir keinen Essig \u00fcber die Pizza leere, gab ich ein paar Tropfen \u00d6l drauf und verspeiste sie. Der Rohschinken d\u00fcrfte von guter Qualit\u00e4t sein und verlieh der Pizza eine wohltuende Portion Salz, Ruccola und Grana waren halt Ruccola und Grana, der Teig war gut und die Belagst\u00e4rke tadellos.<br \/>\nWas ich auch immer \u00f6fter beobachte: Die K\u00f6che sparen bei der Paradeissauce, was ich schade finde. Ein wenig mehr w\u00e4re in diesem Fall durchaus angebracht gewesen.<br \/>\nFazit: Nicht die schlechteste Pizza und mit 11,90 Euro f\u00fcr Grinzing zu einem sehr fairen Preis. <\/p>\n<p><strong>48.) Il Padrino<\/strong>, 5020 Salzburg, Janstra\u00dfe 8<br \/>\nAuf der Suche nach einer Website landet man stets bei Lieferando &#8211; das ist leider kein guter Start. Das Motto &#8222;wer liefert, muss billig sein und daher bei den Zutaten sparen&#8220; gilt leider uneingeschr\u00e4nkt. Als ich vor dem Lokal stehe, wartet auch schon eine Gruppe Lieferanten auf die Lieferpizza. Ich bekomme drinnen einen Platz und finde mich in einem sehr ansprechenden Lokal wieder, mit einem engagierten Chef, der wahrscheinlich auch lieber nette G\u00e4sterunden betreuen w\u00fcrde als Pizzakartons zu schlichten. Da der Hype &#8222;Pizza liefern lassen&#8220; im Sinne einer Rundum-Convenience aber ungebrochen ist und durch die Pandemie nat\u00fcrlich noch angeheizt wurde, bleibt vielen Gastronomen leider nichts anderes \u00fcbrig. Bequemlichkeit siegt immer.<br \/>\nDas Bier ist gut, die Pizza kommt schnell und ist vergleichsweise gut, aber auch nicht auff\u00e4llig. Ich h\u00e4tte gerne mehr dar\u00fcber geschrieben.<\/p>\n<p><strong>49.) Pizzeria Di Sara<\/strong>, 3400 Klosterneuburg-Weidling, Hauptstra\u00dfe 9, www.pizzeriadisara.at<br \/>\nHei\u00dfhunger ist kein Gourmetfreund. Aber es musste dringend etwas Magenf\u00fcllendes her und so fiel die Wahl auf diese Pizzeria. Die Bestellung war unkompliziert per Telefon m\u00f6glich, erst sp\u00e4ter entdeckte ich das Lokal auch auf Lieferando. Genau genommen d\u00fcrfte es in erster Linie ein Lieferando-Lokal sein, es gibt zwar eine Postadresse, aber ich kann mir nach Besuch der Website nicht vorstellen, dass man dorthin essen gehen kann.<br \/>\nNach den ersten Bissen der schnell gelieferten und sehr preiswerten Pizza (10 Euro inkl. Lieferung einer einzelnen Pizza) war mir auch klar, dass ich dorthin sowieso nicht essen gehen m\u00f6chte.<br \/>\nDer Standard ist inzwischen leider recht tief unten und ich m\u00f6chte den Lokalen dabei gar nicht die Schuld geben. Die k\u00e4mpfen mit Niedrigstpreisen ums \u00dcberleben und da geht sich halt auch nicht mehr als niedrigste Qualit\u00e4t aus. Ich w\u00fcrde gerne mehr zahlen und was Besseres kriegen, aber woher?<br \/>\nDazu muss ich noch anmerken, dass keine gelieferte Pizza jemals gut schmecken kann, sie ist immer im besten Fall lauwarm und immer z\u00e4h. Eine Pizza geh\u00f6rt aus dem Ofen auf den Teller und muss nach sp\u00e4testens einer Minute am Tisch stehen.<br \/>\nWas bleibt ist ein S\u00e4ttigungserlebnis, diesmal mit einer Pizza mit viel Belag und einer Geschmacksneutralit\u00e4t, die fast schon wieder erw\u00e4hnenswert ist.<\/p>\n<p><strong>50.) Memo Pizza-Grill<\/strong>, Ottakringerstra\u00dfe 153, 1160 Wien, www.onlineessen.at<br \/>\nZugegeben &#8211; f\u00fcr den 50. Test h\u00e4tte ich mir ein wenig mehr erwartet, aber egal. Ein eisiger Winterabend, eine Weihnachtsfeier in einer Hinterhofwerkstatt &#8211; da passt eine Pizza aus der Bude am Eck zum Takeaway im Lockdown.<br \/>\nUnd es ist eine Bude, mit gelangweilten Typen, die &#8222;Casa&#8220; mit &#8222;K&#8220; schreiben und auch Burger, Schnitzel, Pide, Pasta und auch sonst so ziemlich alles Gebackene anbieten. Normalerweise kann man auch drinnen essen und sie haben sogar einen Schanigarten. Ob das Lokal t\u00fcrkisch, arabisch oder was auch immer ist, l\u00e4sst sich nicht feststellen. Aber man bekommt dort auch Tiramisu mit Vanillesauce und Palatschinken mit Nutella.<br \/>\nDie Pizza hat einen tadellosen Teig, die Belagst\u00e4rke ist tadellos, der Rest f\u00e4llt in die Kategorie &#8222;Magenf\u00fcllung&#8220;. Es gilt was meistens gilt: Das Zeug muss m\u00f6glichst billig hergestellt werden, die meisten Hungrigen gehen mehr oder weniger ausschlie\u00dflich auf den Preis. Wem das nicht gef\u00e4llt, der muss dort ja nicht kaufen.<\/p>\n<p><strong>51.) Osteria Ristorante Danieli<\/strong>, Himmelpfortgasse 3, 1010 Wien, www.danieli.at<br \/>\nSehr zentral gelegen und f\u00fcr ein Innenstadtlokal mit fairen Preisen (Pizza zwischen 9 und 16 Euro) &#8211; trotzdem stehen f\u00fcr vier Personen am Ende des Abends 126 Euro auf der Rechnung, ohne teuren Wein und ohne Nachspeise.<br \/>\nDas Lokal ist kitschig ausgestattet, aber durchaus gem\u00fctlich. Die Tische sind so angeordnet, dass ich subjektiv nicht dem Nachbarn ins Essen schaue, die Bedienung ist ausgesprochen zuvorkommend.<br \/>\nDer Wein wird in 0,1-Liter-Portionen verabreicht, das ist eine der Innenstadt-Unsitten, um den Profit zu erh\u00f6hen. Ich bin sehr froh, dass sich 0,4-Litergl\u00e4ser beim Bier nicht durchsetzen konnten. Den gleichen Trick finden wir \u00fcbrigens jetzt auf Weihnachtsm\u00e4rkten, wo die Punsch- und Gl\u00fchweinh\u00e4ferln eine Schrumpfkur erfahren haben. Genau genommen ist es das, was mit dem Wort &#8222;Nepp&#8220; treffend bezeichnet wird &#8211; aushaltbar, aber als solches auch zu benennen.<br \/>\nDie Pizza ist, sagen wir mal, ganz gut. Der K\u00e4se war echt, der Boden guter Standard, die Paradeissauce leider wie \u00fcblich ohne Geschmack &#8211; oder korrekter: mit wenig Geschmack. Gut zu erkennen ist das am komplett fehlenden Geruch. Da ich keine Covid19-Infektion hatte und auch keinen Schnupfen, konnte ich das zweifelsfrei feststellen. Ich finde das schade, weil zu diesem Lokal w\u00fcrde eine sehr gute Pizza sehr gut passen. <\/p>\n<p><strong>52.) Pizzeria Margareta<\/strong>, Margaretenplatz 2, 1050 Wien, https:\/\/margareta.at<br \/>\nDer Margaretenplatz ist scheinbar eine gute Ecke f\u00fcr gute Pizza. Schon im &#8222;Peppones Little Italy&#8220; bekam ich eine ganz gute, es wurde leider schon vor Jahren geschlossen (siehe Test Nr. 10), aber mein ehemaliger Nachbar David hat mich auf die Margareta aufmerksam gemacht. Die Einrichtung ist anders als gewohnt, erinnert ein wenig an 1970er-Style, dann aber doch wieder nicht.<br \/>\nDie Bedienung angenehm und freundlich, vor allem aber entspannt, weil wir am ersten Tag nach Ende der Maskenpflicht dort waren. Durch die Masken war die gute Kommunikation mit den G\u00e4sten doch erheblich gest\u00f6rt, was sich in der Gastro dann z.B. beim Trinkgeld ausgewirkt hat. Nicht jeder Gast kompensiert das bewusst.<br \/>\nAber jetzt zur Pizza. Ich habe mir die gerade aktuelle Spargelpizza bestellt, mit B\u00fcffelmozarella, Salami und Pesto, also einen Ausreisser aus der sonst \u00fcblichen Standardbestellung wie Cardinale.<br \/>\nUnd ich muss sagen, ich war positiv \u00fcberrascht. Der Boden ist d\u00fcnn, aber nicht zu d\u00fcnn, wenngleich schon einen Hauch angebrannt, aber alles im Bereich des Akzeptablen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/Pizzatest\/margareta.jpg\" title=\"margareta.jpg\" alt=\"margareta.jpg\" \/><\/center><\/p>\n<p>Belagst\u00e4rke sehr gut, der Geschmack kann durchaus mit der Riva mithalten, wenngleich Salami und Pesto doch sehr kr\u00e4ftige W\u00fcrzung ergaben. Ich vermute aber, dass auch andere Varianten der dortigen Pizza geschmacklich mithalten k\u00f6nnen und werde das noch einmal testen.<br \/>\nDie Margareta reiht sich also f\u00fcr eine \u00f6sterr. Pizzeria ganz oben ein, auf jeden Fall unter die Top 5 aller bisher von mir getesteten.<\/p>\n<p><strong>53.) Trattoria Angolo Nr.22<\/strong>, W\u00e4hringer Stra\u00dfe 22, 1090 Wien, https:\/\/angolo22.com<br \/>\nOkay, diesmal war es mein Fehler, ich hab vielleicht einfach die falsche Pizza bestellt. Das Lokal hat gute Kritiken, war aber leer, nur hin und wieder kam ein Bote f\u00fcr eine Lieferpizza. Kein gutes Zeichen. Offenes Bier: Villacher. Bekomm ich nicht runter, selbst wenn man es mir schenkt. Die Alternative lautete Moretti und roch nach WC. Dummerweise hat es auch nach WC geschmeckt und ich hatte einfach keine Lust zur reklamieren.<br \/>\nDer Fehler war die Pizza, eine &#8222;Salsiccia e Friarelli&#8220; und ich hab \u00fcbersehen, dass das eine &#8222;wei\u00dfe&#8220; Pizza war, also ohne Paradeissauce. Der Teig wie meistens okay, das Ding war aber so unfassbar geruchlos, dass es kaum zu glauben war. Und wo kein Geruch ist, findet sich selten Geschmack. Das war leider auch der Fall, der angeblich ger\u00e4ucherte K\u00e4se konnte dies perfekt verbergen, selbst die italienische Wurst war komplett ungew\u00fcrzt, das georderte scharfe \u00d6l hatte 0 Scoville.<br \/>\nIch speichere das einfach unter Pech ab. Die n\u00e4chste getestete Pizzeria kann nur besser sein.<\/p>\n<p><strong>54.) Buffalino Ristorante Italiano<\/strong>, Gersthofer Stra\u00dfe 21, 1180 Wien<\/p>\n<p>Wem die Adresse bekannt vorkommt: Das ist das ehemalige Primo Piano, das an einen neuen Besitzer verkauft wurde. Die Bedienung und die Atmosph\u00e4re sind irgendwie eigenartig, das Lokal war auch in letzter Zeit \u00f6fter in den Medien, f\u00fcr einen Pizzatest ist das aber egal. Die Pizza ist neapolitanisch und tats\u00e4chlich etwas besser als die des Vorg\u00e4ngers. Leider weit entfernt von gut. Vielleicht \u00e4ndert sich das ja noch.<\/p>\n<p><strong>55.) Bio-Pizzeria Vero<\/strong>, P\u00f6tzleinsdorfer Stra\u00dfe 67, 1180 Wien, biopizzeriavero.at<\/p>\n<p>Ein Lokal, das in den letzten Jahren \u00f6fter den Besitzer gewechselt hat. Bis vor einiger Zeit war ein franz\u00f6sisches Caf\u00e9 drin, dass sich aber auch nicht gehalten hat. Jetzt wird das Vero von einem Sizilianer betrieben, ist innen nett wie immer schon, durchaus gem\u00fctlich. Man kann die Pizza in verschiedenen Varianten bestellen, ich bleibe zwecks Vergleichbarkeit bei der normalen Variante. Da es ein Men\u00fc gibt, bekomme ich als Vorspeise eine Minestrone. Sie sieht fantastisch aus, leider entt\u00e4uscht sie beim Geschmack &#8211; so eine fade Suppe habe ich schon lange nicht mehr gegessen, sie ist vollkommen ungew\u00fcrzt und interessanterweise schmeckt auch das Gem\u00fcse nicht wirklich. Ich zweifle an meinen Geschmacksnerven, wobei: in der Fr\u00fch waren sie noch da.<br \/>\nBei der Pizza setzt sich das fort. Teig okay, Belagst\u00e4rke okay, ich habe eine Margherita mit Zwiebel bestellt, letzterer ist in eher geringer Dosis vorhanden. Schade, dass auch diesmal die W\u00fcrze fehlt, die Pizza ist fast so fad wie die Minestrone. Daf\u00fcr ist der Espresso danach wirklich erste Wahl, ganz ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Jetzt ist mein Blog fast zehn Jahre alt und nach 55 getesteten Pizzalokalen ist das Fazit durchwachsen: Ich habe noch immer keins gefunden, dass eine Pizza wie in Italien zusammenbringt. Ich finde das zwar schade, werde aber nicht aufgeben, es gibt ja noch sehr viele, die ich testen kann.<\/p>\n<p><strong>56.) Pizzeria Restaurant zum Spitz<\/strong>, Bahnstra\u00dfe 23, 2824 Seebenstein; zumspitz.co.at<\/p>\n<p>Nach einer Wanderung zum T\u00fcrkensturz war der entsprechende Hunger auf eine gute Pizza da. Obwohl erst der 7. April bereits ein Hochsommertag mit 27 Grad hier in Seebenstein, woanders bereits 30.<br \/>\nDer Gastgarten ist aus Beton, aber wintergartenartig ausgebaut. Die Bedienung freundlich, die Preise fair, die Pizza schnell da. Sie ist sehr gro\u00df, der Teig wirklich gut, die Belagst\u00e4rke ebenfalls und sie wird auch hei\u00df gebracht.<br \/>\nWeniger toll die komplette Geruchsbefreiung. Das ist nie ein gutes Zeichen und auch diesmal folgt die komplette Gew\u00fcrzbefreiung. Mit Tabasco und Pfeffer l\u00e4sst sich das nicht kompensieren, aber irgendwie essbar machen. Mein Feedback ist freundlich, die Kellnerin bedauert, dass es heute in der K\u00fcche stressig w\u00e4re und der Koch ev. auf die W\u00fcrze vergessen h\u00e4tte. Wir waren \u00fcbrigens nicht die einzigen, die nach W\u00fcrze gefragt haben.<br \/>\nIch finde mich langsam mit der Verheinekenisierung unseres Essens ab. Essen ohne Geschmack passt immerhin zu Autos ohne Farbe, auch das ein Megatrend unserer Gesellschaft. Keine Ahnung, woher das kommt und warum das den Leuten taugt.<\/p>\n<p><strong>57.) Pizzeria Amici<\/strong>, Gersthofer Stra\u00dfe 14-16, 1180 Wien; www.amici.pizza<\/p>\n<p>Geh\u00f6rt irgendwie zum Hollerkoch, der wiederum neu auferstanden ist. Jedenfalls ist die Pizzeria klein, durchaus gem\u00fctlich und hat eine sehr engagierte und nette Bedienung. Der Pizzaofen ist gleich links hinten und die Pizza war schnell da. Die Preise sind auch bei Pizza angestiegen, mit einem kleinen Obi gspritzt und ein wenig Trinkgeld waren es 20 Euro f\u00fcr eine Cardinale.<br \/>\nIch war schon gespannt auf die Pizza &#8211; und wurde nicht entt\u00e4uscht. Neapolitanischer Stil, luftiger Rand, weicher Teig &#8211; ich mag ja beide Varianten und somit auch diese. Belagst\u00e4rke perfekt, ziemlich viel K\u00e4se, dazu noch ein wenig frischer Basilikum. Die Kellnerin fragt, ob ich noch Knoblauch\u00f6l m\u00f6chte und ich tr\u00e4ufle ein wenig auf die Pizza.<br \/>\nDas h\u00e4tte es aber gar nicht gebraucht, diesmal gab es Geschmack. Auf die Nachfrage erfuhr ich, dass sie die Paradeissauce selbst machen, den K\u00e4se zukaufen (eh klar). Auch der Schinken war wirklich gut.<br \/>\nAuch wenn da noch etwas Luft nach oben ist, viel fehlt nicht mehr. Die Pizza reiht sich weit oben in meiner Liste ein (sicher Top 5), das Lokal bekommt eine klare Empfehlung.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/Pizzatest\/Amici.jpg\" title=\"Amici.jpg\" alt=\"Amici.jpg\" \/><\/center><br \/>\nDie neapolitanische Pizza ist fein, Mozzarella und Paradeiser kommen allerdings kalt drauf. Das probiere ich das n\u00e4chste Mal anders aus.<\/p>\n<p><strong>58.) Pizzeria La Signorina<\/strong>, Johann-Nepomuk-Vogel-Platz, 1180 Wien, www.lasignorina.at<\/p>\n<p>Brandneu, hat erst im J\u00e4nner 2025 er\u00f6ffnet. Wird von zwei engagierten Italienern gef\u00fchrt und wirbt mit &#8222;echte neapolitanische Pizza in Wien&#8220;.<br \/>\nDas Lokal ist winzig, es gibt nur eine Handvoll Tische, weil es sich eigentlich um einen Marktstand handelt. Ich war Dienstag um 16 Uhr dort und bekam problemlos einen Platz. Ein wenig st\u00f6rend war die laute Musik, daneben unterhalten war gerade noch m\u00f6glich.<br \/>\nDie Karte ist klein, was aber nicht st\u00f6rt, ich empfinde sie als absolut ausreichend, auch was die Anzahl der Pizzae betrifft.<br \/>\nDie Gr\u00f6\u00dfe der Pizza ist genau richtig, der Teig neapolitanisch, der Belag mehr als ausreichend &#8211; noch mehr sollte es gar nicht sein. Der Preis f\u00fcr eine Cardinale betr\u00e4gt 12,50 &#8211; das ist auch okay.<br \/>\nAngenehm aber selten: ausreichend Paradeissauce. Nicht so gut: auch hier wieder keine W\u00fcrze zu schmecken, auch das k\u00f6stliche Duften vermisse ich. Es ist wie verhext &#8211; verlernen Italiener am Weg \u00fcber den Brenner eine Pizza geschmackvoll zuzubereiten? Ich brauche weder Knoblauchorgien noch Oregano, aber die Sauce sollte definitiv eine Geschmacksbasis darstellen. Kann doch nicht so schwer sein und der Kostenfaktor spielt da auch keine Rolle. Noch dazu essen die beiden Chefs ihre eigene Pizza gerne, wie ich beobachten konnte.<br \/>\nLeute, strengt euch an, nehmt euch ein Beispiel an der &#8222;Amici&#8220;, dort geht das ja auch.<\/p>\n<p>59.) Pizzeria Pummaro, Bendlgasse 8, 1120 Wien, pummaropizza.at<\/p>\n<p>In diversen Foren hatte ich Gutes gelesen &#8211; na dann, nichts wie hin! Auf den ersten Blick wirkt das winzige Lokal wie eine reine Abholstation f\u00fcr Lieferpizza. Das ist kein gutes Zeichen. Es gibt auch nur 3 Tische f\u00fcr insgesamt f\u00fcnf Personen und wir hatten einen der Zweiertische gleich beim gro\u00dfen Getr\u00e4nkek\u00fchlschrank. Das war okay, inklusive alle paar Minuten ein wenig wegr\u00fccken, damit die T\u00fcre ge\u00f6ffnet werden kann.<br \/>\nElektrischer Pizza-Ofen, \u00fcberall stapeln sich die Kartons, st\u00e4ndig kommen Foodora-Pakistani, daf\u00fcr ist der Kellner ein echter Italiener.<br \/>\nJe l\u00e4nger wir dort waren, desto gem\u00fctlicher wurde es. Wie ein kleine St\u00fcck Italien, authentischer als irgendein Nobel-Italiener in der Stadt.<br \/>\nAuch mein lieber alter Freund Bernhard \u00e4nderte seine Meinung schnell und war angetan von der extremen Funktionalit\u00e4t und Schlichtheit des Lokals.<br \/>\nDie Pizza reiht sich ins obere Drittel ein. Bei mir kam der Gro\u00dfteil des Geschmacks von den gut gew\u00fcrzten Belagbestandteilen, sonst war sie okay, aber nicht ber\u00fchmt. F\u00fcr eine Lieferpizza in jedem Fall sehr gut, zumindest wenn man sie frisch im Lokal isst. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/Pizzatest\/pummaro.jpg\" title=\"pummaro.jpg\" alt=\"pummaro.jpg\" \/><\/center><br \/>\nAm Bild sieht man den Teig f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag und hinten einen der zahlreichen Mehls\u00e4cke.<br \/>\nJa, dort kann man hingehen. Reservieren nicht vergessen.<\/p>\n<p>60.) Pizzaquartier, Karmelitermarkt, 1020 Wien, <\/p>\n<p>Zuerst fiel mir auf, wie gro\u00df der Schanigarten ist. Und wie gut gef\u00fcllt. Dann war da der ausgesprochen freundliche und zuvorkommende Kellner &#8211; ein guter Beginn. Auch die Wartezeit war gering, die Optik der Pizza tadellos. Nur der Geruch fehlte fast komplett &#8211; leider kein gutes Zeichen.<br \/>\nUmso \u00fcberraschter war ich vom feinen Geschmack, der das Pizzaquartier gleich ziemlich weit oben in meiner Testreihe ansiedelt. Ich bestellte das Mittagsmen\u00fc, bei dem auch noch ein halber Liter Limo und ein kleiner Blattsalat dabei war. Somit siedelt sich das Pizzaquartier auch preislich in einer angenehmen Region an.<br \/>\nEmpfehlung? Allemal!<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/Pizzatest\/Pizzaquartier.jpg\" title=\"Pizzaquartier.jpg\" alt=\"Pizzaquartier.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Bereits halb aufgegessen, die Pizza mit ger\u00e4uchertem K\u00e4se und Melanzani. <\/p>\n<p>61.) Pizzeria Santa Maria, Gentzgasse 86-88, 1180 Wien, www.santamaria-1180.at<\/p>\n<p>So nah und trotzdem war ich erst vor kurzem dort. Und doch ist die Erinnerung wie weggeblasen &#8211; also zumindest was die Pizza betrifft. Das Lokal selbst gibt es schon lang und es ist auch schon lang nicht mehr renoviert worden. Das macht aber nichts, es sieht aus wie eine Pizzeria aussieht, wenn man Menschen eine Pizzeria beschreiben l\u00e4sst. Das Personal ist freundlich, wenngleich es nicht allzu viele G\u00e4ste bedienen muss. Das Hauptgesch\u00e4ft wird mit Lieferpizza gemacht.<br \/>\nWie schon ausgef\u00fchrt fehlt mir die Erinnerung an die Pizza. Das bedeutet, dass sie weder besonders schlecht noch besonders gut war. Daher gibt es auch keine Empfehlung dorthin zu gehen, aber auch keine Warnung davor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ausgangssituation Es ist eine tolle Erinnerung aus meiner Jugend: An einer Pizzeria in Italien vorbei zu gehen war fast unm\u00f6glich &#8211; zu verf\u00fchrerisch der Duft, zu verlockend der Geschmack. Auch in \u00d6sterreich bekam man damals da und dort eine<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1249","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1249","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1249"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1249\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3166,"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1249\/revisions\/3166"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1249"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1249"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1249"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}