{"id":1492,"date":"2014-02-18T23:26:48","date_gmt":"2014-02-18T22:26:48","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=1492"},"modified":"2014-02-18T23:26:48","modified_gmt":"2014-02-18T22:26:48","slug":"mein-dutzend-gruende-fuer-politisches-engagement-12-eigentum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/mein-dutzend-gruende-fuer-politisches-engagement-12-eigentum\/","title":{"rendered":"Mein Dutzend Gr\u00fcnde f\u00fcr politisches Engagement: 12 &#8211; Eigentum"},"content":{"rendered":"<p>Politik ist die Kunst der Gesellschaft. Menschen leben nur dann friedlich in Gemeinschaften, wenn ihre unterschiedlichen Interessen ausbalanciert werden. Diese Vermittlungst\u00e4tigkeit nennt man meinem Verst\u00e4ndnis nach &#8222;Politik&#8220;. Sie regelt das Zusammenleben der Menschen.<br \/>\nIch habe ein Dutzend Gr\u00fcnde gefunden um mich politisch zu engagieren. Heute ist der zw\u00f6lfte Grund an der Reihe, es geht um das Eigentum.<\/p>\n<p>Almenden haben deutliche l\u00e4ngere Haltbarkeit als Staaten, das zumindest zeigt ein Blick in die Vergangenheit. Auf Englisch hei\u00dfen sie &#8222;Commons&#8220; und bei uns &#8222;Gemeing\u00fcter&#8220;, und gemeint ist immer das Gleiche: Was uns die Natur zum Leben zur Verf\u00fcgung stellt, soll nicht einzelnen Menschen oder Organisationen geh\u00f6ren, die es anderen vorenthalten k\u00f6nnen.<br \/>\nAuf der ganzen Welt wurden sie erfunden und funktionieren bis heute gut, die Genossenschaftsmodelle verschiedenster Art. Sie k\u00f6nnen keinen Staat ersetzen und auch nicht den Markt, aber sie bilden eine dritte wirtschaftliche Organisationsform, die Schw\u00e4chen der beiden anderen ausgleichen kann.<\/p>\n<p>Ich bleibe zuerst einmal bei der Idee, dass jeder Mensch durch seine Geburt aus und in der Mutter Natur das Recht hat, ihre Ressourcen zu seinem \u00dcberleben zu n\u00fctzen. Dazu geh\u00f6ren vor allem:<\/p>\n<p>Luft<br \/>\nWasser<br \/>\nSchutz vor Witterungseinfl\u00fcssen<br \/>\nGrundnahrungsmittel (Getreide, Salz und je nach Kultur Reis, Bohnen, Erd\u00e4pfel etc.)<\/p>\n<p>Derzeit geh\u00f6rt fast das gesamte Getreide der Welt einigen wenigen Firmen, die ihrerseits wiederum ausschlie\u00dflich profitorientiert sind. In den letzten 100 Jahren wurden ca. 75% aller Kulturpflanzen ausgerottet und die Vielfalt dadurch entsprechend dramatisch eingeschr\u00e4nkt. Das r\u00e4cht sich bei Naturkatastrophen, weil durch die Ausd\u00fcnnung der Vielfalt keine Resistenz mehr m\u00f6glich ist.<br \/>\nMonopolisten sind an Vielfalt nicht interessiert, denn diese ist quasi eine nat\u00fcrliche Konkurrenz und schm\u00e4lert den eigenen Gewinn.<br \/>\nIm Klimawandel garantiert nur die Vielfalt die Ern\u00e4hrung der Menschheit. Monopolbasierte Agrarkonzerne gef\u00e4hrden somit das \u00dcberleben unserer Art und sollten daher verboten werden.<br \/>\nDas Argument, dass nur Monokulturen entsprechende Ertr\u00e4ge bringen, hat sich als falsch herausgestellt und wird daher von den entsprechenden Lobbys als L\u00fcge verbreitet. Sie bringen vor allem nur bei optimalen Bedingungen gute Ertr\u00e4ge und sind somit gerade in Zeiten der Klima\u00e4nderung keine Alternative und schon gar keine L\u00f6sung.<br \/>\nNomaden in Afrika besitzen keine Landurkunden und daher wird ihr gemeinschaftlich genutztes Land von korrupten Politikern als Niemandsland betrachtet und an internationale Investoren verkauft. Die bisherigen Landbenutzer werden vertrieben und somit enteignet. Die neuen Besitzer haben \u00fcbrigens ausnahmslos kein Interesse an der Erhaltung dieses Landes f\u00fcr zuk\u00fcnftige Generationen, sondern einzig und allein an dessen m\u00f6glichst schneller Ausbeutung. Mit dem erwirtschafteten Geld k\u00f6nnen sie dann, wenn das ausgebeutete Land kaputt ist, weiterziehen und anderen das Land abkaufen &#8211; \u00fcbrigens in der Regel nicht den Besitzern.<br \/>\nIch fordere daher: Boden als Basis f\u00fcr die Ern\u00e4hrung der Menschen darf nicht einzelnen Interessensgruppen geh\u00f6ren, die kein Interesse am \u00dcberleben der Menschen haben.<\/p>\n<p>Schutz vor Witterungseinfl\u00fcssen (&#8222;shelter&#8220;) ist auch eine Notwendigkeit f\u00fcr das \u00dcberleben, zumindest au\u00dferhalb tropischer Regionen. Es braucht kein Menschenrecht auf Luxuswohnungen, keine Frage, aber das unbedingt notwendige Minimum sollte f\u00fcr jeden Menschen zur Verf\u00fcgung stehen, unabh\u00e4ngig von seinen finanziellen Ressourcen. Das ist auch eine meiner Forderungen.<\/p>\n<p>Wasser ist ein noch dramatischerer Fall. Jeder Mensch braucht es. Seine Kommerzialisierung erachte ich als Verbrechen gegen die Menschheit und bin der Meinung, dass es rechtlich auch so behandelt werden soll. Nestl\u00e9 als gr\u00f6\u00dfter Nahrungsmittelkonzern versucht die Privatisierung des Wassers weltweit durchzusetzen. Sie kaufen den \u00f6rtlichen Verwaltungen bzw. Regierungen die lokalen Quellen ab, f\u00fcllen das Wasser in Flaschen und verkaufen genau das Wasser, das bisher allen Menschen frei zug\u00e4nglich war, um viel Geld an eben diese Menschen.<br \/>\nIch halte auch das f\u00fcr kriminell und fordere: Wasser muss Allgemeingut sein und jeder Mensch muss Zugang zu sauberem Wasser haben, und zwar auf der ganzen Welt. <\/p>\n<p>Luft ist jedoch die heikelste Ressource. Jeder Mensch braucht sie in jeder Sekunde seines Lebens. Einen Menschen gewaltsam zu erdrosseln oder ihn in einen Raum einzusperren, in dem sich keine Luft oder Luft, die man nicht atmen kann, befindet, macht keinen Unterschied.<br \/>\nLuft so zu verschmutzen, dass die Menschen sie nicht mehr atmen k\u00f6nnen ohne krank zu werden oder zu sterben, halte ich f\u00fcr ein Verbrechen. Das ist vor allem dann entsprechend zu werten, wenn es mit Absicht geschieht, etwa um Profit zu machen.<br \/>\nIch fordere daher das Recht auf gesunde Luft f\u00fcr alle Menschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Politik ist die Kunst der Gesellschaft. Menschen leben nur dann friedlich in Gemeinschaften, wenn ihre unterschiedlichen Interessen ausbalanciert werden. Diese Vermittlungst\u00e4tigkeit nennt man meinem Verst\u00e4ndnis nach &#8222;Politik&#8220;. Sie regelt das Zusammenleben der Menschen. 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