{"id":1730,"date":"2014-09-02T17:02:49","date_gmt":"2014-09-02T16:02:49","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=1730"},"modified":"2014-09-02T17:02:49","modified_gmt":"2014-09-02T16:02:49","slug":"buben-in-dublin-ein-reisebericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/buben-in-dublin-ein-reisebericht\/","title":{"rendered":"Buben in Dublin &#8211; ein Reisebericht"},"content":{"rendered":"<p>Donnerstag, 28. August 2014<\/p>\n<p>Es braucht nicht viel Gep\u00e4ck f\u00fcr so ein Wochenende: Jeans, Sweater, feste Schuhe, eine Regenjacke und einen Kulturbeutel &#8211; mit wenig Inhalt, nicht einmal Rasierzeug nehme ich mit. Das alles passt in den famosen englischen Hedgren-Rucksack, einer der besten K\u00e4ufe meines Lebens und stets handgep\u00e4cktauglich.<br \/>\nLaut \u00d6AMTC-Website gibt es diesen kleinen Zweirad-Parkplatz noch, den ich vor Jahren am Flughafen entdeckt habe und bei dem es sich immer noch um einen Geheimtipp handeln d\u00fcrfte. Er befindet sich gleich neben der Abflughalle, ist unbewacht, \u00fcberdacht und kostenlos. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/parkplatzschwechat.jpg\" title=\"parkplatzschwechat\" alt=\"parkplatzschwechat\" \/><\/center><\/p>\n<p>Mit dem Motorroller f\u00e4llt jedes Staurisiko weg, ich gebe den Helm, die Handschuhe, den Nierengurt und die Protektorenjacke ins Topcase, nehme meinen Rucksack und marschiere zum Abflug, wo ich die Buben treffe: Rupert, Knochi, die Steiner-Brothers, Schnick, Roschl, Killer, Andi C., G\u00f6sser, Stefan, Fifi, Wiesi, Martin, Thomas F. und Andi H. &#8211; einige haben sich bereits mit einem Aufw\u00e4rmbier die Wartezeit verk\u00fcrzt.<br \/>\nAir Lingus fliegt in 2,5 Stunden direkt nach Dublin, dem G\u00f6sser haben sie sein Roll-On und sein Duschgel bei der Sicherheitsschleuse abgenommen, sonst ist alles im gr\u00fcnen Bereich. Bei Air Lingus muss man f\u00fcr jedes Gep\u00e4ckst\u00fcck zahlen (saftige Euro 63,-), wir haben aber alle nur Handgep\u00e4ck und da zeigen sie sich einigerma\u00dfen gro\u00dfz\u00fcgig, entsprechend eng geht es in den Overhead-Bins zu.<br \/>\nIm Flugzeug k\u00f6nnen wir es irgendwie nicht lassen etwas zu laut und etwas zu auff\u00e4llig zu sein, etwa wenn wir Andi H. mit tosendem Applaus begr\u00fc\u00dfen, als er das Flugzeug betritt. Der Pilot schafft es dann jedoch tadellos den Kurs zu halten, obwohl Andi H. Fifi und Wiesi alle rechts sitzen und wir demgem\u00e4\u00df eigentlich in Dubai landen m\u00fcssten und nicht in Dublin.<br \/>\nAndi H. kauft sich noch am Flughafen einen Football-Sweater, den er dann auch braucht, weil er beim Anprobieren (oder davor oder danach) seinen eigenen lie\u00dfen l\u00e4sst und erst im Taxi drauf kommt.<br \/>\nDas Taxi ist bei geteilter Rechnung billiger als der Bus und wir landen gut im Ripley Court Hotel. Das stellt sich als alter, unglaublich d\u00fcsterer Kasten heraus, dem ich trotzdem eine Empfehlung geben m\u00f6chte, schlie\u00dflich habe ich nichts anderes erwartet und es hat uns eigentlich an nichts gefehlt.  <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/ripley.jpg\" title=\"ripley\" alt=\"ripley\" \/><\/center><\/p>\n<p>Wir zahlen 70,- Euro pro Nacht im Dreibettzimmer, was zu der spannenden Frage f\u00fchrt, wer schnarcht und wer nicht. Ich erwische mit G\u00f6sser und Killer zwei Gelegenheitsschnarcher, die nur in bestimmten Schlafpositionen so richtig loslegen, wobei sich auch der Alkoholisierungsgrad als Einflussfaktor erweist.<br \/>\nKurz gesagt, bis auf ein kleines W\u00e4ldchen wurde nichts ges\u00e4gt.<\/p>\n<p>Damit sind wir auch schon beim eigentlichen Sinn der Reise, denn es handelt sich um ein echtes Buben-Wochenende, an dem beruflich und privat vielbesch\u00e4ftigte Familienv\u00e4ter in den besten Mannesjahren einmal im Jahr unbeaufsichtigt Schabernack treiben d\u00fcrfen. Die Grenzen stecken die Iren, wir selbst und eine gewisse moralische L\u00e4ssigkeit, am Rande flankiert von Budget und Alterserscheinungen &#8211; mehr dazu sp\u00e4ter.<br \/>\nIch darf noch erw\u00e4hnen, dass ich das erste Mal auf der gr\u00fcnen Insel bin und entsprechend voller Erwartungen und Klischees, sie sich so ziemlich alle als Volltreffer erweisen.<br \/>\nDa w\u00e4re etwa die skurril-britische Zimmereinrichtung mit B\u00fcgelbrett und Mini-Teebar &#8211; beides lie\u00dfen wir unbenutzt. Die unpassenden Stecker (Irland-Profi Killer hat einen Adapter mit) passen zur uns\u00e4glichen Erfindung getrennter Wasserh\u00e4hne und der Duschkopf ist fix an der Wand befestigt und h\u00f6henm\u00e4\u00dfig eher f\u00fcr Zwerge konzipiert, was f\u00fcr mich eine stets devote Duschhaltung bedeutet.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/becken.jpg\" title=\"becken\" alt=\"becken\" \/><\/center><\/p>\n<p>Auf den Betten liegen jeden Tag auf\u00b4s Neue seltsame rote Stoffbahnen und Zierkissen und die Fenster kann man nur kippen und auch da nur die H\u00e4lfte.<br \/>\n\u00dcberall befindet sich watteweicher Teppichboden und der Iren liebste Chemikalie d\u00fcrfte Chlor sein, auf jeden Fall riecht es im ganzen Hotel immer nach J\u00f6rgerbad.<\/p>\n<p>Wir treffen uns nach dem Einchecken, um irgendwas gegen den Hunger zu tun &#8211; die Air Lingus Snacks waren mies und teuer &#8211; und marschieren zum Pub gegen\u00fcber und auch gleich wieder hinaus, weil uns Markus mit den Worten &#8222;do brunzelts&#8220; davon \u00fcberzeugt eine andere Lokalwahl zu treffen.<br \/>\nAn dieser Stelle sind ein paar Worte zur Gruppendynamik f\u00e4llig. Wir sind jetzt eben 8 Leute, die alle die Stra\u00dfe hinunterschlendern. Die anderen kommen nach oder gehen woanders hin, wobei 2 gerade in ein Gesch\u00e4ft hinein gehen und von den restlichen 6 nur mehr 4 zu sehen sind, von denen 2 eher nach links tendieren und die anderen zwei geradeaus gehen wollen oder vielleicht auch nach links. Oder nach rechts.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/walk.jpg\" title=\"walk\" alt=\"walk\" \/><\/center><\/p>\n<p>Kurz und gut, nach wenigen Augenblicken hat man sich aus den Augen verloren. Wenn man sich nicht immer an Andi (deutlich \u00fcber zwei Meter gro\u00df) anh\u00e4ngt, ist man sofort allein. Da hilft die Erfindung des Handys, denn sonst l\u00e4uft man den anderen nur per Zufall \u00fcber den Weg (das hat bei mir zwei Mal geklappt, ich hatte mein Handy n\u00e4mlich ausgeschaltet) oder das ganze Wochenende gar nicht.<br \/>\nJedenfalls landen wir an einer Ecke im O\u00b4Sheas, einem Hotel mit Restaurant und Bar, das aussieht wie ein Pub und sich auch so anf\u00fchlt. In einem Hinterzimmer ergattern wir einen Tisch f\u00fcr uns 9. Eigentlich sollte man Servierpersonal ja nur nach eingehender Spezialschulung auf uns loslassen, die kleine Irin ist jedoch recht robust und h\u00e4lt uns aus, vor allem, weil sie noch nicht wei\u00df, dass wir die n\u00e4chsten Tage noch \u00f6fter hier antanzen werden, allerdings nie mehr in Vollbesetzung.<br \/>\nIch lerne schnell, dass Getr\u00e4nke in Dublin teuer sind und sich gut auf Guinness (Bier), Bulmers (Cider) und Jameson (Whiskey) zusammenfassen lassen. Als Unterlage eignet sich so ziemlich alles, was man hier zu essen bekommt, weil die notwendige Fettration \u00fcberall reichlich enthalten ist.<br \/>\nIch will es klassisch und entscheide mich f\u00fcr Fish &#038; Chips, was sich als gute Wahl herausstellt. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/fishandchips.jpg\" title=\"fishandchips\" alt=\"fishandchips\" \/><\/center><\/p>\n<p>Auch die restlichen 5 sind inzwischen eingetroffen und unterziehen den Guinness-Zapfhahn einem ersten Stresstest, den dieser jedoch ohne Punkteabz\u00fcge besteht.<br \/>\nNach dem Essen geht es weiter Richtung Stadtzentrum, wobei sich hier alles in Gehdistanz abspielt &#8211; zumindest die f\u00fcr uns wichtigen Orte wie Hotel, Stadion und Temple Bar District. Letzterer ist ein Stadtviertel, in dem sich sozusagen alles abspielt, vergleichbar mit dem fr\u00fcheren Bermuda-Dreieck in Wien, der Khaosan-Road in Bangkok oder der Bahnhofstra\u00dfe in Z\u00fcrich.<br \/>\nDublin sieht gro\u00dfteils so aus, wie ich es mir vorgestellt habe: Backsteingeb\u00e4ude, an jedem Eck ein Pub oder auch vier, rothaarige Menschen mit Irland-Teint (dauerregen-bleich) und Autobusse, Autobusse, \u00fcberall Autobusse, die meisten davon doppelst\u00f6ckig. Der Lokal-Mix ist bunt, die Pubs sind absolut vorherrschend und wirken von au\u00dfen meist recht einladend und gem\u00fctlich. Dicht auf den Fersen sind ihnen die Pizza-Fastfood-L\u00e4den, die meist von Pakistanis betrieben werden und meist auch Burger, Kebab oder Fish &#038; Chips anbieten.<br \/>\nChina-Restaurants sowie die gro\u00dfen amerikanischen Burger-Ketten runden das Bild ab, wobei nicht nur McDonalds architektonisch heraussticht, weil sich die Filialen erstaunlich gut an das Stadtbild anpassen &#8211; bis auf einen Schriftzug ist meist gar kein CD zu erkennen, \u00fcbrigens auch nicht bei Starbucks, von denen es ebenfalls jede Menge gibt.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/mcdonalds.jpg\" title=\"mcdonalds\" alt=\"mcdonalds\" \/><\/center><\/p>\n<p>Die Preise sind etwas h\u00f6her als bei uns, wobei wir an einem ganz besonderen Wochenende hier sind, es spielen n\u00e4mlich am Samstag die Penn State Lions gegen die UCF Knights &#8211; zwei US-Collegeteams, die mit Sack und Pack angereist sind und einmal im Jahr ein Meisterschaftsspiel in Irland austragen. Deswegen ist Dublin mit Amis quasi abgef\u00fcllt und bem\u00fcht sich sehr diese Amis wiederum mit Guinness abzuf\u00fcllen &#8211; die Stadt hat ca. 200.000 Einwohner und es sind etwa 40.000 Amis da. Zum Spiel kamen \u00fcbrigens 53.000 Zuseher.<br \/>\nDie Amis sind \u00fcberall auf der Welt leicht zu erkennen, diesmal besonders gut durch die Fan-Kluft, die sie fast alle tragen.<br \/>\nEin Pint Bulmers Cider kostet in der Temple-Bar im Herzen des gleichnamigen Districts 6,85- Euro. Das Guinness ist ein wenig g\u00fcnstiger und am Stadtrand schon um 4,50 zu haben.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/templebar1.jpg\" title=\"templebar1\" alt=\"templebar1\" \/><\/center><\/p>\n<p>Wir finden in der Temple-Bar einen erstklassigen Platz im \u00fcberdachten Freien, was vor allem die Raucher freut. Generell herrscht hier schon seit vielen Jahren in allen Lokalen Rauchverbot, was aber niemand wirklich zu st\u00f6ren scheint und der Gem\u00fctlichkeit keinerlei Abbruch tut. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier und bei uns wird auch in ein paar Jahren kein Hahn mehr danach kr\u00e4hen.<br \/>\nExtrem auff\u00e4llig ist auch die hohe Dichte an SPAR-M\u00e4rkten. Ich sch\u00e4tze, der d\u00e4nische Konzern hat irgendwann eine gro\u00dfe lokale Supermarktkette \u00fcbernommen. Die Superm\u00e4rkte haben oft bis Mitternacht offen und daf\u00fcr auch eine &#8222;special license&#8220;, was sehr praktisch ist, wenn man am Heimweg noch eine Wasserflasche gegen den morgendlichen Brand kaufen m\u00f6chte, das Leitungswasser ist doch recht chloriert.<br \/>\nDie Temple-Bar ist riesig, es gibt Live-Musik, an diesem Wochenende allerdings leider nicht irisch, sondern amerikanisch &#8211; an jeder Ecke kannst Du dich an &#8222;Brown Eyed Girl&#8220; toth\u00f6ren.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/templebar2.jpg\" title=\"templebar2\" alt=\"templebar2\" \/><\/center><\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns gute Pl\u00e4tze und die Aufmerksamkeit des Servierpersonals besorgen. Andi bestellt um 14 Euro ein Sixpack Austern und erntet Hohn und Spott, weil es in der Karte um 12 Euro ebenfalls ein Sixpack Austern plus ein Pint Guinness gibt &#8211; so ganz ist die Preisgestaltung hier nicht zu durchschauen.<br \/>\nEines wurde mir \u00fcbrigens schnell klar: Half-Pint geht gar nicht, denn das bedeutet ersten erheblichen Reputationsverlust in der zunehmend lauter gr\u00f6hlenden Runde (&#8222;Jo wos is\u00b4n des?&#8220;) und zweitens kostet es unerheblich weniger als das doppelt so gro\u00dfe Pint, das hier \u00fcbrigens immer und \u00fcberall sehr gut eingeschenkt wird, randvoll quasi.<br \/>\nGerade recht kommt uns jetzt auch das nette Angebot eines Bloody-Mary-Oyster-Shots, die sie hier wohlfeil um 12 Euro im Sixpack anbieten, inklusive Zitrone und Tabasco. Nach drei bis vier Runden ist jedoch bei allen eine gewisse S\u00e4ttigung mit den kleinen Schleimbatzen zu erkennen und es wird ordentlich nachgesp\u00fclt, meist mit einem Guinness oder zwei.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/knochitabasco.jpg\" title=\"knochitabasco\" alt=\"knochitabasco\" \/><\/center><\/p>\n<p>Flotter als das Bier macht nur der Schm\u00e4h die Runde, vor allem als wir noch die Herren Sascha, Sladi, Peter und Blockmalz-Harry begr\u00fc\u00dfen d\u00fcrfen, die mit einer anderen Fluglinie und daher anderem Zeitplan nach Dublin gekommen sind &#8211; es warat wegen dem Ausschlafen am Sonntag, wie sie meinen.<br \/>\nHeute geh\u00f6rt die H\u00fctte uns, so viel ist schnell klar, wenngleich wir sp\u00e4ter noch einen Wechsel ins Quays gegen\u00fcber machen, weil auch dort ordentlich was los ist und gepflegtes Bier ausgeschenkt wird.<br \/>\nFifi beschlie\u00dft uns in dem \u00fcberf\u00fcllten Lokal etwas Platz zu verschaffen und stellt einen ab. Dieser ist so gewaltig, dass nicht nur rundherum pl\u00f6tzlich alles frei ist, sondern auch eine unmissverst\u00e4ndliche Mitteilung vom Kellner an ihn ergeht, dass bei einer Wiederholung der Untat ein sofortiger Hinauswurf bevorst\u00fcnde.<br \/>\nVor der T\u00fcre ist es \u00fcbrigens auch nicht gerade menschenleer, wenngleich hier immer wieder zarte Schauer hernieder gehen. Mit Bierglas darf man \u00fcbrigens nicht hinaus, die T\u00fcrsteher haben allerdings stets einen Plastikbecher zum Umf\u00fcllen bei der Hand.<br \/>\nDas Wetter ist \u00fcbrigens das ganze Wochenende irisch, d.h. es wechseln sich Sonne und Regen im Stundentakt ab. Alles in allem bleiben wir jedoch \u00e4u\u00dferlich weitgehend trocken.<br \/>\nIrgendwann gegen 23 Uhr beschlie\u00dfen G\u00f6sser und ich ins Hotel zu gehen, unterbrochen nur durch die eine oder andere Hei\u00dfhungerattacke, die ihn immer dann bef\u00e4llt, wenn wir an einem der noch offenen Fastfood-L\u00e4den vorbei gehen. Das f\u00fchrt dazu, dass er sich letscherte Hot Dogs und kalte Pizza (&#8222;bevor die mir das in die Mikrowelle hauen, ess ich es lieber so&#8220;) einwirft und noch bis Samstag eine Art Klumpen im Magen mit sich herum schleppt.<\/p>\n<p>Freitag, 29. August<\/p>\n<p>Die Gruppendynamik bleibt spannend, weil trotz \u00e4u\u00dferst verschiedener Hotelr\u00fcckkunftszeiten irgendwie alle rechtzeitig zum Fr\u00fchst\u00fcck erscheinen, wenn auch in sehr unterschiedlicher Verfassung.<br \/>\nDas English Breakfast hei\u00dft hier Irish Breakfast und ist genau das gleiche. Fifi magaziniert mit einem Teller Baked Beans mit Tomatensauce f\u00fcr den heutigen Tag auf, alle anderen genehmigen sich die \u00fcbliche leichte Kost: Ham &#038; Eggs, gebratene W\u00fcrstel und &#8222;Black Pudding&#8220; &#8211; so hei\u00dft hier die Blutwurst. Toast, Tee und ein unbestimmbares Getr\u00e4nk, das offiziell als &#8222;Kaffee&#8220; angeboten wird, runden das nicht ganz fettfreie Fr\u00fchst\u00fcck ab, wohlfeil um 5 Euro und vom Wiesi auch nach dem dritten Teller f\u00fcr erledigt erkl\u00e4rt. (&#8222;Jetzt geh i schlofn&#8220;.)<\/p>\n<p>Jetzt zeichnet sich wieder eine Aufsplittung der Gruppe ab: G\u00f6sser m\u00f6chte eine Landpartie zu den Klippen einer nicht weit entfernten Insel machen, Killer will zur Jameson Destillerie, einige bevorzugen eine Stadtrundfahrt und andere wissen nicht, was sie wollen. Die Vorerfahrungen k\u00f6nnten unterschiedlicher nicht sein, vom Dublin-Profi Knochi und Markus bis zum blutigen Anf\u00e4nger (ich).<br \/>\nLetztlich w\u00e4hlen wir die Hop-on-hop-off-Tour, f\u00fcr die es zwei Anbieter gibt. Wir entscheiden uns f\u00fcr die gr\u00fcne Tour, weil da im Preis auch eine Dock-Tour inkludiert ist. Bei der Guinness-Brauerei sowie bei der Jameson-Destillery halten alle, daher f\u00e4llt die Wahl letztlich leicht und auch der Killer ist zufrieden, zumindest bis zu dem Zeitpunkt des Einsteigens in den Bus, als er entdeckt, dass er die Fahrkarte (17 Euro) nicht mehr findet und noch ein zweites Mal kaufen muss.<br \/>\nDie Busse sind doppelst\u00f6ckig, wobei der obere Stock zu einem Drittel \u00fcberdacht ist. Da es nieselt wollen wir einen Bus mit freiem Dachabteil und m\u00fcssen daher etwas warten, weil der gerade f\u00fcr die Abfahrt bereite Bus oben schon besetzt ist. Also raucht man eine. Dann kommt der n\u00e4chste Bus, Leute steigen ein und besetzen einen Teil des oberen Stocks, was wiederum dazu f\u00fchrt, dass wir auf den n\u00e4chsten warten m\u00fcssten und die Burschen dazwischen eine rauchen k\u00f6nnen.<br \/>\nDann wird es mir zu bl\u00f6d und ich gewinne eine Mehrheit f\u00fcr eine Einsteigaktion.<br \/>\nLetztlich haben wir das ganze Dachabteil f\u00fcr uns, irgendwie und aus irgendwelchen Gr\u00fcnden haben uns die anderen Touristen Platz gemacht, Fifi ist aber unschuldig, seine Chemiewaffe kam diesmal nicht zum Einsatz.<br \/>\nDie Fahrt wird zu einem der H\u00f6hepunkte dieses Wochenendes, weil jeder von uns allein schon eine Dreckschleuder ist, gemeinsam jedoch k\u00f6nnen wir ungeahnte Momente aus dem Nichts erschaffen, bis sogar dem Schm\u00e4h selbst schwindlig wurde und der Tourleiter am Mikrophon einen Stock tiefer anmerkt, dass er sein eigenes Wort nicht mehr versteht.<br \/>\nWir zeigen uns eher unbeeindruckt und starren um die Wette auf h\u00fcbsche M\u00e4dchen unten auf der Stra\u00dfe, wodurch uns nat\u00fcrlich wichtige Sehensw\u00fcrdigkeiten entgehen &#8211; nicht jedoch die Tatsache, dass ganz Dublin voll von Kirchen ist. Von einer gr\u00fc\u00dft sogar ein Priester und winkt uns zu.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/pfaffe.jpg\" title=\"pfaffe\" alt=\"pfaffe\" \/><\/center><\/p>\n<p>Bei der riesigen und weitl\u00e4ufigen Guinness-Brauerei beschlie\u00dfen wir nicht auszusteigen, sehr wohl jedoch bei der Jameson-Distillery. Der Busfahrer gibt noch per Funk an all seine Kollegen durch, dass sie bei unserem Anblick an der Haltestelle unverz\u00fcglich durchstarten sollen und entschwindet dann in der Ferne.<br \/>\nWir marschieren um\u00b4s Eck und entdecken eine unglaublich lange Schlange an Touristen, die alle auf eine F\u00fchrung warten. Da die prognostiziert-gesch\u00e4tzte Wartezeit etwa drei Stunden betragen d\u00fcrfte, beschlie\u00dfen wir nur auf die Toilette und in den Gift-Shop zu gehen. Ab jetzt werden uns kleine Jameson-Flaschen in der Brown Bag durch den Tag helfen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/brownbag.jpg\" title=\"brownbag\" alt=\"brownbag\" \/><\/center><\/p>\n<p>Die Diaspora unserer Gruppe ist wieder einmal komplett vollzogen, der gemeinsame Treffpunkt k\u00f6nnte am Nachmittag die Cheerleader- und Marchingband-Parade im Temple-Bar District sein, was jedoch misslingt. Ich fahre mit einer kleinen Restmannschaft zur\u00fcck ins Zentrum und mache noch die Dock-Tour, die man sich allerdings getrost schenken kann. Einziges Highlight ist eine Br\u00fccke in Form einer Harfe, irgend einem irischen Schriftsteller oder Dichter gewidmet. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/docktour2.jpg\" title=\"docktour2\" alt=\"docktour2\" \/><\/center><\/p>\n<p>Einer der Steuerungsmechanismen unserer Gruppe sind Durst und Hunger. Jetzt etwa betrifft es mich, ich brauche dringend eine St\u00e4rkung in Form von Fish &#038; Chips, aber die Herren Schnick und Roschl werden zu M\u00e4dchen und m\u00fcssen jedes Schuhgesch\u00e4ft von innen ausgiebig bestaunen. Da es jede Menge Schuhgesch\u00e4fte gibt, dauert das ewig und mein Hunger wird nicht kleiner. Dann ist auch noch die Zeit f\u00fcr die Parade, aber bei der Temple Bar erfahren wir von Penn-State-Fans, dass ihre Parade erst um 16.30 beginnen wird, aber die von UCF soll angeblich irgendwo dort dr\u00fcben schon fr\u00fcher sein.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/bruecke.jpg\" title=\"bruecke\" alt=\"bruecke\" \/><\/center><\/p>\n<p>Wir marschieren irgendwo dort hin\u00fcber und finden einen Platz, wo ein paar gelangweilte Musiker \u00fcben und eine Handvoll Cheerleader herum stehen. Etwas entt\u00e4uscht ziehen wir wieder ab und marschieren \u00fcber die Br\u00fccke, wo wir einige der Buben treffen, die uns in die &#8222;Church&#8220; schicken, einer zur Bar umgebauten Kirche.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/church1.jpg\" title=\"church1\" alt=\"church1\" \/><\/center><\/p>\n<p>Dort warten Sascha, Blockmalz-Harry und Andi H. bei einem Getr\u00e4nk auf bessere Zeiten. Ich n\u00fctze die Chance um das erste Mal in meinem Leben Stoffwechselprodukte in einer Kirche zu hinterlassen und kenne jetzt das Designer-H\u00e4usl der Church.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/church2.jpg\" title=\"church2\" alt=\"church2\" \/><\/center><\/p>\n<p>Dann marschieren wir endlich in Richtung Fish &#038; Chips, doch dem Roschl gef\u00e4llt die Bude nicht. Mir eigentlich auch nicht, aber ich habe schon richtig Hunger und eile daher zu einem anderen Lokal, das mir schon fr\u00fcher aufgefallen ist. Die anderen gehen weitere Schuhgesch\u00e4fte anschauen, w\u00e4hrend ich das zu teure und nicht wirklich gute Essen runterw\u00fcrge.<br \/>\nDie anderen gehen einstweilen ins O\u00b4Sheas und speisen k\u00f6stlich, ich marschiere ins Hotel zwecks einer kleinen Ruhepause. Am Abend k\u00f6nnte es ja noch intensiv werden. Beim Hotel treffe ich den G\u00f6sser, der gerade von seiner Inseltour zur\u00fcck kommt und auch entsprechend m\u00fcde ist, jedoch noch f\u00fcr seinen kleinen Sohn shoppen gehen m\u00f6chte.<br \/>\nEin wenig ausruhen, dann geht es ins &#8222;Quays&#8220;, das wir schon vom Vorabend kennen. Diesmal ist fast die ganze Runde vollst\u00e4ndig und wir haben jede Menge Gaudi mit jeder Menge netter Menschen, etwa mit Tanja von der Isle of Man. Noch jemand ohne Foto mit ihr? Nein? Gut!<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/tanja2.jpg\" title=\"tanja2\" alt=\"tanja2\" \/><\/center><\/p>\n<p>Auch die seltsamen Leutchen mit ihrem noch seltsameren Schild werden von uns befragt. Es stellt sich heraus, dass sie von einer Sekte sind und was auch immer predigen. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/sekte.jpg\" title=\"sekte\" alt=\"sekte\" \/><\/center><\/p>\n<p>Wir predigen Guinness in Theorie und Praxis und sind damit wesentlich erfolgreicher. die Zweimann-Band holt das letzte aus den feiernden Amis heraus und die Stimmung ist \u00fcberall wirklich gut, vor allem weil es nur hin und wieder tr\u00f6pfelt, also vom Himmel.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/quaysband.jpg\" title=\"quaysband\" alt=\"quaysband\" \/><\/center><\/p>\n<p>Irgendwann ist auch dieser Abend zu Ende und ich marschiere alleine zur\u00fcck zum Hotel. G\u00f6sser ist bereits da und Thomas wird auch nicht allzu sp\u00e4t eintreffen. Auch der zweite Tag war ein voller Erfolg.<\/p>\n<p>Samstag, 30. August 2014<\/p>\n<p>Auch im Ripley Court Hotel gr\u00fc\u00dft t\u00e4glich das Murmeltier und so versammeln sich alle zur Einnahmer fettreicher Speisen, meist noch leicht gezeichnet vom Vorabend. Aber heute ist Game Day und alles steht im Zeichen des American Football. Ich marschiere mit ein paar von den Jungs noch in den Temple-Bar-District um ein wenig Tailgating zu erleben. Es dient aber eher dem Zeitvertreib und ich erspare mir das Bier am Vormittag (ICH, nicht so manche andere&#8230;). Dann geht es Richtung Croke Park Stadium, denn ich m\u00f6chte noch vor dem Kickoff dort sein. Das wollen auch viele andere und die zuerst einzelnen kleinen Gr\u00fcppchen, die dem Stadion zustr\u00f6men, werden mehr und gr\u00f6\u00dfer und dichter, bis wir am Schluss in einer langen, tr\u00e4gen Menschenschlange auf das beeindruckende Geb\u00e4ude hinwandern. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/crokepark.jpg\" title=\"crokepark\" alt=\"crokepark\" \/><\/center><\/p>\n<p>Ich habe mir noch Sandwiches und Wasser gekauft, die sie mir aber beim Eingang sicher abnehmen werden &#8211; gerade bei so einem Match wird die Sicherheitslage gespannt und die Kontrolle entsprechend scharf sein.<br \/>\nDachte ich bis jetzt. Es gibt de facto genau \u00fcberhaupt keine Security, ich marschiere durch ein Drehgitter, zeige meine Karte und bin drin. Es gibt keine lange Schlange und keine Abtastungen, ich h\u00e4tte wei\u00df Gott was hineinschmuggeln k\u00f6nnen.<br \/>\nVielleicht hat das damit zu tun, dass American Football traditionell eine friedliche Sportart ist. So brutal es am Spielfeld aussieht, so friedlich gehen die Fans miteinander um. Es gibt nahezu nie Raufereien und beim Tailgating vor dem Stadion grillt man gemeinsam und trinkt untrinkbare Biersorten, zumindest in USA.<\/p>\n<p>Es ist das erste gro\u00dfe Footballmatch in meinem Leben und damit auch das erste College-Match, das ich live sehe. Da die Teams aus USA angereist sind, haben sie nur einen Bruchteil ihrer Entourage mit, also z.B. nur 7 Cheerleader-Girls und eine winzige Marching Band. Zu Beginn springen zwei Fallschirmspringer ins Stadion, von denen es aber nur einer schafft, der andere knallt au\u00dfen an die Stadionwand und ward nicht mehr gesehen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/parachute.jpg\" title=\"parachute\" alt=\"parachute\" \/><\/center><\/p>\n<p>Dann gibt es ein Fly-Over mit zwei Jets und die \u00fcblichen Rituale vor Spielbeginn. Das Stadion fasst max. 80.000 Personen und wenn man die Sitze sieht, wei\u00df man warum. Sie sind auch f\u00fcr zart gebaute G\u00e4ste winzig, die Herren Wiesi, Fifi, Sascha und Andi H. haben ihre liebe Not und suchen sich zeitweise anderswo eine Reihe, wo mehrere Sitze nebeneinander frei sind.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/jungs.jpg\" title=\"jungs\" alt=\"jungs\" \/><\/center><\/p>\n<p>Wir sitze auf der UCF-Seite und wissen nicht wirklich genau, zu wem wir halten sollen. Penn State hat deutlich mehr Fans, UCF gilt als die eigentlich st\u00e4rkere Mannschaft, die jedoch im ersten Viertel bereits zur\u00fcck liegt und langsam schwappen die Sympathien in Richtung Florida. Die Cheerleader tun ihr Bestes und zeigen sich als wahre Profis: kr\u00e4ftig gebaute junge M\u00e4nner und kleine, auch kr\u00e4ftig gebaute M\u00e4dchen zeigen sensationelle Akrobatik. Ich habe noch nie versucht ein M\u00e4dchen in die H\u00f6he zu halten, die nur auf einer meiner nach oben gestreckten H\u00e4nde steht und ich werde es auch nie tun. Die Cheerleader k\u00f6nnen es und zwar nicht nur einmal. Ihre Show dauert drei Stunden, so lange wie das Spiel.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/cheer2.jpg\" title=\"cheer2\" alt=\"cheer2\" \/><\/center><\/p>\n<p>In der Halbzeit zeigen die Iren eine ihrer Nationalsportarten, von der ich bisher nicht einmal noch geh\u00f6rt habe: Hurling. Das ist eine seltsame Mischung aus Rugby, Cricket, Basketball, Baseball und noch einigen anderen Sportarten. Es wird mit kleinen B\u00e4llen gespielt und jeder hat eine Art Schl\u00e4ger in der Hand, der so lange wie ein Baseballschl\u00e4ger ist, aber flach. Das Spiel ist extrem schnell und sie pracken wie die Irren (Iren) auf den Ball, ohne R\u00fccksicht auf andere Spieler und deren K\u00f6rperteile. Au\u00dferdem spielen sie das alles ohne Handschuhe. Ja, auch der Torwart.<\/p>\n<p>Die zweite Spielh\u00e4lfte wird richtig spannend, nach ein paar Big Plays liegt UCF kurz vor Schluss zwei Punkte vorne. Wenn sie jetzt den letzten Angriff von Penn State abwehren k\u00f6nnen, gewinnen sie das wichtige Spiel. Jetzt h\u00e4lt es niemand mehr auf den Sitzen, es entwickelt sich zu einem richtig guten Spiel, bei dem letztendlich Penn State die Nase vorn hat und noch ein Fieldgoal erzielen kann. Es endet 24:23 und man sieht, wie gro\u00df die Entt\u00e4uschung bei UCF ist.<br \/>\nIch bekomme noch die Gelegenheit die Cheerleader zu fotografieren, dann geht es auch schon wieder zur\u00fcck in die Stadt.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/cheerchefin.jpg\" title=\"cheerchefin\" alt=\"cheerchefin\" \/><\/center><br \/>\n<center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/cheer3.jpg\" title=\"cheer3\" alt=\"cheer3\" \/><\/center><\/p>\n<p>Wie \u00fcblich f\u00e4llt die Wahl auf das O\u00b4Sheas, in dem heute ebenfalls Sport angesagt ist. In dem proppenvollen Lokal bekommen wir tats\u00e4chlich noch einen Tisch und k\u00f6nnen ein fr\u00fches Abendessen genie\u00dfen. Meine Wahl f\u00e4llt diesmal auf Lamb Stew, traditionell und durchaus empfehlenswert. Dazu sehen wir noch eine \u00dcbertragung eines Gaelic-Football-Matches und lernen die zweite v\u00f6llig unbekannte Sportart kennen. Jetzt ist es eine Mischung aus Rugby und Handball, mit unten einem Fu\u00dfballtor und oben einem American-Football-Tor. Das Spiel ist auch extrem k\u00f6rperbetont und wir sp\u00fclen die Eindr\u00fccke mit einem Guinness runter.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2014.08.31_dublin\/stew.jpg\" title=\"stew\" alt=\"stew\" \/><\/center><\/p>\n<p>Bei mir geht dann die Energie auf Reserve und ich mache die letzte Tour zur Temple Bar nicht mehr mit. Wir m\u00fcssen morgen am Sonntag um 05.30 raus, weil um 07.30 die Maschine zur\u00fcck nach Wien geht. Ein ruhiger Abend im Hotel ist auch okay.<\/p>\n<p>Sonntag, 31. August<\/p>\n<p>Der Taxifahrer ist extrem gespr\u00e4chig und gut aufgelegt, seine Schm\u00e4hs sind gut und so sind wir im Nu am Flughafen. Da wir am Vorabend bereits online eingecheckt haben und die Security hier in Dublin sehr flink arbeitet, sind wir bald am Gate und warten auf den Heimflug. Auch dieser verl\u00e4uft unspektakul\u00e4r, die Mitreisenden m\u00fcssen mit der einen oder anderen Fahne leben und auch mit dem dazu passenden Schm\u00e4h. Immerhin &#8211; es hat keiner geklatscht bei der Landung.<br \/>\nAuch meine brave Honda steht noch da und ich komme ohne weiteren Regenschauer nach Hause.<br \/>\nAls ich das Handy aufdrehe, sehe ich die Nachricht vom Tod meines lieben Freundes Oliver. Irgendwie bin ich froh, dass ich sie nicht in Irland bekommen habe. So war es ein wirklich sch\u00f6nes Wochenende mit den Buben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donnerstag, 28. August 2014 Es braucht nicht viel Gep\u00e4ck f\u00fcr so ein Wochenende: Jeans, Sweater, feste Schuhe, eine Regenjacke und einen Kulturbeutel &#8211; mit wenig Inhalt, nicht einmal Rasierzeug nehme ich mit. Das alles passt in den famosen englischen Hedgren-Rucksack,<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-1730","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-reiseberichte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1730","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1730"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1730\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1738,"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1730\/revisions\/1738"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1730"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1730"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1730"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}