{"id":1859,"date":"2015-05-13T06:15:42","date_gmt":"2015-05-13T05:15:42","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=1859"},"modified":"2015-05-13T06:15:42","modified_gmt":"2015-05-13T05:15:42","slug":"kenia-von-nord-nach-sued-tag-15-endlich-strand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/kenia-von-nord-nach-sued-tag-15-endlich-strand\/","title":{"rendered":"Kenia von Nord nach S\u00fcd &#8211; Tag 15: Endlich Strand!"},"content":{"rendered":"<p>Das Bofa Beach Resort stellt sich als nicht ganz so super heraus. Erstens gibt es keinen Beach, man muss \u00fcber die Stra\u00dfe, durch einen langen Gang zwischen zwei echten Resorts durch und kommt dann ans Meer. Mehr oder weniger ohne Strand, je nach Tidenhub. Die Zelte sind nett und es gibt den kleinen Pool, aber das Ganze Resort zu nennen, ist irgendwie \u00fcbertrieben.<br \/>\nIm Fr\u00fchst\u00fccksraum l\u00e4uft ein Fernseher, au\u00dfer uns gibt es nur ein P\u00e4rchen und die Kellnerin, die scheinbar daheim keinen Fernseher hat, weil sie \u00e4u\u00dferst interessiert zusieht. Weniger interessiert ist sie an unserem Fr\u00fchst\u00fcck, das sie eher lustlos herbeischafft.<br \/>\nIch pers\u00f6nlich hasse Fernsehen zum Fr\u00fchst\u00fcck und frage sie, ob sie das leiser oder ganz abdrehen kann. Sie will nicht und daher tut sie so, als ob sie mich nicht versteht. Der Gast ist hier viel, aber sicher nicht K\u00f6nig.<br \/>\nDer Toast ist in Ordnung, aber nicht getoastet. Das wiederum finde ich nicht in Ordnung und rufe die Kellnerin, was deren Unmut ausl\u00f6st, weil ich sie dadurch vom Fernseher weghole. Widerwillig tr\u00e4gt sie meinen Toast in die K\u00fcche und bringt ihn mehr oder weniger ungetoastet wieder.<br \/>\nThomy ist immer noch unrund und will hier nur noch weg. Mich selbst h\u00e4lt auch nicht viel und wir \u00fcberlegen, wohin wir fahren k\u00f6nnten.<br \/>\nEin wenig Sorge habe ich wegen der ersten Idee von Thomy, n\u00e4mlich Diani Beach im S\u00fcden von Mombasa. Da gibt es ein Nadel\u00f6hr, n\u00e4mlich die F\u00e4hre von Likoni, \u00fcber die man dr\u00fcber muss, um zum Flughafen zu kommen. Wir haben einen Flug am Sonntag Nachmittag und wenn wir den vers\u00e4umen, dann erwischen wir auch den Flug von Nairobi nach Z\u00fcrich nicht. Das w\u00e4re dann eher nicht so gut.<br \/>\nDrei Tage sp\u00e4ter erfahren wir \u00fcbrigens von einer F\u00e4hrenpanne: zwei der drei Likoni-F\u00e4hren waren ausgefallen, die Staus endlos und viele Stunden lang ging gar nichts mehr. Das h\u00e4tte uns auch passieren k\u00f6nnen.<br \/>\nSo suchen wir uns einen Strand n\u00f6rdlich von Mombasa und die Wahl f\u00e4llt auf Nyali Beach. Eine Bekannte meines Bruders empfiehlt uns das Bahari Beach Hotel und wir nehmen ein Taxi, nachdem wir die Rechnung beglichen haben. Eigentlich hatten wir f\u00fcr drei Tage gebucht, aber unser Auschecken war der Dame an der Rezeption genauso egal wie unser Einchecken.<br \/>\nDas neue Hotel empf\u00e4ngt uns gleich ganz anders. Eine sehr nette Rezeptionistin freut sich sichtlich \u00fcber unser Erscheinen, wir bekommen sofort ein kaltes, wei\u00dfes Tuch zum H\u00e4nde s\u00e4ubern und w\u00e4hrend des Eincheckvorgangs meldet sich eine Dame, die gerade daneben steht, und stellt sich als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin vor. Sie hei\u00dft Katharina und ist Deutsche. Das stimmt mich zugleich froh (sicher sauber, sicher aufger\u00e4umt) und weniger froh (sicher kein Essen jenseits des Mainstreams, wahrscheinlich leicht geriatrisches Publikum). Ich sollte mit beidem Recht behalten.<br \/>\nDie Zimmer sind zwar wesentlich teurer als im Bofa Beach Resort (hier 70 Euro die Nacht im Einzelzimmer mit Halbpension, dort 45 Euro zu zweit mit Fr\u00fchst\u00fcck), aber auch wesentlich besser. Uns geht es aber nicht um die Zimmer, sondern um den Strand und den gibt es hier, wenngleich er bei Flut auch fast zur G\u00e4nze verschwindet. Das ist egal, Thomy ist zufrieden und ich denke, dass ich es hier auch gut aushalten kann. Wir haben vorsorglich nur Halbpension genommen und sollten das die kommenden Tage auch nicht bereuen.<\/p>\n<p>Bis wir unsere Zimmer beziehen k\u00f6nnen dauert es noch eine Weile und wir setzen uns in der N\u00e4he des Pools nieder. Internet funktioniert, es gibt freies W-Lan und wir h\u00e4ngen gleich eine halbe Stunde in Facebook. Schnell ist es nicht, aber es funktioniert und wir sind zufrieden. Im Hintergrund d\u00fcmpeln \u00e4ltere Damen mit beachtlichem Leibesumfang im Pool, der sehr sauber wirkt. <\/p>\n<p> <center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2015.03.08_Kenia\/dicke.jpg\" title=\"dicke.jpg\" alt=\"dicke.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 103: Dicke Damen<\/p>\n<p>Hineinspringen ist verboten, Wellen schlagen auch, aber das macht mir nichts aus, mit Swimmingpools kann man mich sowieso jagen, ich halte Chlorwasser nicht aus.<br \/>\nDoch es gibt ja noch das Meer und das ist hier so wie es \u00fcberall in den Tropen ist: blau und warm.<br \/>\nDas Hotel hat einen direkten Strandzugang und liegt auf einer Klippe, zum Meer geht man \u00fcber zwei k\u00fcnstlich angelegte Terrassen hinunter, es gibt auf Wunsch schattige Pl\u00e4tze mit Sand und Liegestuhl auf den Terrassen, die man jedoch bitte in der Fr\u00fch rechtzeitig samt Handtuch buchen soll. Hier merkt man sofort den deutschen Einschlag,<br \/>\nHandtuchplatzreservierungen sind eine Art deutscher Volkssport. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2015.03.08_Kenia\/liegen.jpg\" title=\"liegen.jpg\" alt=\"liegen.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 104: Liegen<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter erfahren wir, dass hier sehr viele deutsche PensionistInnen ihren Winter verbringen, es wimmelt nur so von Stammg\u00e4sten, allerdings sind wir schon ein wenig sp\u00e4t f\u00fcr dieses Ereignis.<br \/>\nDann k\u00f6nnen wir unsere Zimmer beziehen und ich ruhe mich aus. Die letzte Nacht war angenehm und ich konnte lang schlafen, trotzdem bin ich sehr m\u00fcde. Die letzten Tage und vor allem die anstrengende gestrige Fahrt nach Mombasa fordern ihren Tribut. Da das Hotel f\u00fcr mich sowieso keine wirklich interessanten Aspekte bereit h\u00e4lt und ich mich nicht l\u00e4nger als f\u00fcnf Minuten an einen Pool setzen kann, bleibe ich halt im Zimmer \u2013 nicht die ganze Zeit, aber l\u00e4nger als sonst \u00fcblich.<br \/>\nAls es Abend wird meldet sich der Hunger. Wir treffen an der Klippe und der dort befindlichen Bar einen braungebrannten Steirer, der Jahrzehnte in der Schweiz gelebt und gearbeitet hat und daher mit einem witzigen Mischdialekt spricht. Er ist einer der Dauerg\u00e4ste und erz\u00e4hlt einiges \u00fcber die letzten Abenteuer, die er bis vor ein paar Jahren mit und ohne Fahrrad hier erlebt hat. Wir trinken ein Bier und werden immer hungriger, bis es dann um 19.30 soweit ist.<br \/>\nDer nette Steirer verr\u00e4t uns noch, dass man zum Abendessen lange Hosen anziehen muss, was uns etwas erstaunt, aber so ist.<br \/>\nDas Essen ist so wie erwartet: Schnitzel und gemischter Salat, Nudeln, Bratkartoffeln, Gem\u00fcse, Fisch \u2013 alles vom Buffet und in durchaus annehmbarer Qualit\u00e4t. Die dicken Damen schaufeln Mengen in sich hinein, die uns den Mund offen stehen lassen. Sie tun das \u00fcbrigens auch zu Mittag, denn sie haben alle Vollpension. Der sportliche Teil des Tages besteht dann in Herumd\u00fcmpeln im Pool \u2013 so ist das Leben hier im Hotel und ich wei\u00df, dass mir drei Tage reichen werden.<br \/>\nDanach gibt es Entertainment. Das ist nicht nur in Clubs so, sondern auch hier. Jeden Abend ein anderes Programm, wobei ich mir sicher bin, dass sich das wiederholt. Wer mehrere Monate oder Wochen da ist, wird es sicher auswendig k\u00f6nnen.<br \/>\nHeute ist eine Akrobatengruppe da und zeigt uns Verrenkungen. Thomy ist gl\u00fccklich, allerdings nicht wegen der Akrobaten oder der dicken Pensionistinnen, sondern weil er endlich sein Gin Tonic bekommt. Ich folge dem Beispiel und gemeinsam trinken wir das eine oder andere Glas.<br \/>\nDie Vorf\u00fchrung ist bem\u00fcht, es interessieren sich aber nur wenige G\u00e4ste daf\u00fcr. Alles ist eher ged\u00e4mpft, ein braun gebrannter Vokuhila-Typ flirtet mit einer langbeinigen Afrikanerin, die Musik ist auch bem\u00fcht und der Kellner bringt weitere Gin Tonics.<br \/>\nDann geht auch dieser Tag zu Ende, durchaus nicht unangenehm, denn nach dem Safaristress tut ein wenig Entspannung und Nichtstun gut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bofa Beach Resort stellt sich als nicht ganz so super heraus. 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