{"id":1892,"date":"2016-02-16T23:02:57","date_gmt":"2016-02-16T22:02:57","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=1892"},"modified":"2016-02-16T23:02:57","modified_gmt":"2016-02-16T22:02:57","slug":"die-grossen-luegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/die-grossen-luegen\/","title":{"rendered":"Die gro\u00dfen L\u00fcgen"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin der Ansicht, dass die Bev\u00f6lkerung zumindest in \u00d6sterreich \u00fcber einige Dinge belogen wird. Warum dies passiert, dar\u00fcber m\u00fcsste man diskutieren und k\u00f6nnte mit der Frage &#8222;Cui bono?&#8220; beginnen.<\/p>\n<p>1.) Die Wachstums-L\u00fcge<br \/>\nAus allen Medien t\u00f6nt der Chor: Wir brauchen mehr Wachstum! Gemeint ist damit Wirtschaftswachstum im Sinne gesteigerter Produktion von Konsumartikeln. Das verlangt nat\u00fcrlich eine gesteigerte Ressourcenausbeutung von Material und Mensch plus eine Steigerung des Konsums.<br \/>\nDas wird aber nicht funktionieren und daher wird es nicht passieren. Und das wissen die Leute, die uns das verkaufen wollen. Also bel\u00fcgen sie uns.<\/p>\n<p>2.) Die Trickle-down-L\u00fcge<br \/>\nIn den 1980ern wurde sie von Margret Thatcher und Ronald Reagan verbreitet, als diese einen neoliberalen Wirtschaftskurs einschlugen: Mehr reiche und mehr superreiche Menschen bringen Wohlstand f\u00fcr alle, weil der Reichtum sich quasi automatisch auch nach unten verteilt.<br \/>\nDas ist falsch.<\/p>\n<p>3.) Die Mittelstands-L\u00fcge<br \/>\nWer hart arbeitet, wird einmal zur Elite geh\u00f6ren, zumindest zur finanziellen Elite.<br \/>\nDas ist aus mehreren Gr\u00fcnden falsch: Erstens ist harte Arbeit keinerlei Garant, denn es gibt ohne Ende Beispiele f\u00fcr sehr hart arbeitende Menschen, die gerade mal ihr Existenzminimum erwirtschaften k\u00f6nnen. Zweitens k\u00f6nnen es immer nur einige wenige schaffen. Und das gleicht einem Lotteriespiel.<\/p>\n<p>4.) Die Green Economy-L\u00fcge<br \/>\nDas ist eine ganz besonders perfide L\u00fcge, denn sie schmeckt nach Wahrheit. Leider baut man auch hier auf Produktionswachstum und somit auf Ressourcenausbeutung und das ist um fast nichts besser als die Wachstumsl\u00fcge. Green Economy ist gut, \u00e4ndert aber nichts daran, dass das Produktionswachstum nicht mehr funktioniert. Und auch nicht funktionieren wird.<\/p>\n<p>5.) Die New-Technology-L\u00fcge<br \/>\nDie Menschen werden einfach neue, ganz tolle Technologien erfinden und die werden unsere Probleme alle l\u00f6sen, denn das haben die Menschen in Krisen immer schon getan. Das ist gelogen &#8211; erstens haben sie oft keine neuen Technologien erfunden, zweitens sind sie gar nicht selten trotzdem untergegangen und drittens ist die Extrapolation in die Zukunft einfach unzul\u00e4ssig.<\/p>\n<p>6.) Die Klimawandel-L\u00fcge<br \/>\nSelbst die Skeptiker k\u00f6nnen nicht mehr leugnen, dass es Klimaver\u00e4nderungen gibt. Aber sie l\u00fcgen uns vor, das das ganz normal sei, somit auch nicht &#8222;man-made&#8220; und somit auch kein Problem. Wenn es eh nat\u00fcrlich ist, brauchen wir an unserem Lebenswandel nichts ver\u00e4ndern, denn er hat den Klimawandel ja gar nicht erzeugt. Eine \u00e4u\u00dferst dreiste L\u00fcge, die aber der spontanen Bequemlichkeit n\u00fctzt und daher gerne geglaubt wird.<\/p>\n<p>7.) Die Migrations-L\u00fcge<br \/>\nWenn sich Lebensbedingungen verschlechtern, werden Menschen mobil &#8211; das ist seit Jahrhunderttausenden so und wird auch nicht aufh\u00f6ren. Der Grund daf\u00fcr ist egal &#8211; Krieg, Erdbeben, D\u00fcrre. Migration war noch nie aufzuhalten, wenngleich wir mit der Atombombe oder chemischen Waffen heute die technische M\u00f6glichkeit dazu h\u00e4tten. Sie kommen und wir werden mit ihnen leben m\u00fcssen. Zu behaupten, dass dem nicht so sei &#8211; das ist eine L\u00fcge.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin der Ansicht, dass die Bev\u00f6lkerung zumindest in \u00d6sterreich \u00fcber einige Dinge belogen wird. Warum dies passiert, dar\u00fcber m\u00fcsste man diskutieren und k\u00f6nnte mit der Frage &#8222;Cui bono?&#8220; beginnen. 1.) 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