{"id":2064,"date":"2017-04-10T08:01:27","date_gmt":"2017-04-10T07:01:27","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=2064"},"modified":"2017-04-10T08:01:27","modified_gmt":"2017-04-10T07:01:27","slug":"wieder-in-afrika-tag-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wieder-in-afrika-tag-4\/","title":{"rendered":"Wieder in Afrika &#8211; Tag 4"},"content":{"rendered":"<p>Philipp behauptet, dass ich schnarchen w\u00fcrde. Ich wiederum behaupte, dass er schnarcht. Wahrscheinlich schnarchen wir um die Wette, zumindest manchmal. Er jedenfalls hat seine erste Nacht im Busch gut \u00fcberstanden, es war so hei\u00df, dass die d\u00fcnnen Innenschlafs\u00e4cke fast zu viel waren. Ich darf anmerken, dass wir uns zwar in der Wildnis befinden, die wahre Herausforderung jedoch erst in der Maasai Mara auf Philipp wartet, da dort neben den \u00fcblichen Nachtger\u00e4uschen (Fr\u00f6sche, Grillen, Affen und jede Menge Ger\u00e4usche, die sich bei bestem Willen nicht zuordnen lassen) noch viele Wildtiere (L\u00f6wen, Hy\u00e4nen, Nilpferde etc.) dazu kommen. Wir werden sehen, wie es ihm dann geht.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.07_Afrika\/philipp.jpg\" title=\"philipp.jpg\" alt=\"philipp.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Philipp taucht aus dem Zelt auf<\/p>\n<p>Thomy zaubert ein \u00fcppiges Fr\u00fchst\u00fcck mit gef\u00fchlten zehn Eiern pro Person plus reichlich Paradeiser, Zwiebel und Paprika. Ich esse zus\u00e4tzlich in guter alter Tradition und der l\u00e4ngst vergangenen britischen Kolonialherrschaft geschuldet Toast mit Orangenmarmelade, dazu Tee.<br \/>\nDas ist jetzt nicht rasend originell, taugt mir aber sehr. Thomy macht das hingegen wahnsinnig, weil ich in Ermangelung eines Toasters die Toastscheiben in der Pfanne r\u00f6ste. Das funktioniert nur mittelpr\u00e4chtig gut und es bleibt stets ein wenig Angebranntes, das ich dann m\u00fchsam aus der Pfanne kratzen muss. Aber f\u00fcr einen englischen Toast tu ich fast alles.<\/p>\n<p>Wir h\u00e4ngen noch ein wenig im Camp herum und warten auf den Game Ranger, der uns das Retourgeld bringen soll. In Afrika darf man &#8222;in der Fr\u00fch&#8220; jetzt nicht so genau nehmen, hier geht man mit Zeit und Terminen recht entspannt um.<br \/>\nIrgendwann taucht er dann auf und wir k\u00f6nnen ein wenig mit ihm plaudern. Ich erz\u00e4hle ihm von unserem Plan eine kleine Wanderung zum alten FigTree Camp zu machen. Er meint, dass die alte Stra\u00dfe recht bald verschwinden w\u00fcrde und wir in den Busch ausweichen m\u00fcssten. Dort w\u00e4re ein Pfad, der uns hin bringt. Auf die Frage, ob wir einen F\u00fchrer br\u00e4uchten, lehne ich dankend ab &#8211; schlie\u00dflich kenne ich den Weg gut und es gibt auch keine mir bekannte M\u00f6glichkeit sich da zu verirren. Einfach oberhalb des ehemaligen Ufers so lange dahin spazieren, bis man bei dem kleinen W\u00e4ldchen angelangt ist. Nichts leichter als das.<\/p>\n<p>Also packen wir ein wenig Wasser in meinen Rucksack und machen uns auf den Weg. Ich habe vor, den Bach vom alten Camp aus hinauf bis zu seiner Quelle zu folgen &#8211; das war schon bei meinem letzten Besuch ein sehr lohnendes Abenteuer.<br \/>\nEs ist schon ziemlich hei\u00df, aber die gesch\u00e4tzte Gehdauer von einer halben Stunde, vielleicht 45 Minuten, ist locker zu bew\u00e4ltigen und es wartet ja ein k\u00fchles Bad als Belohnung auf uns. Am fr\u00fchen Nachmittag sind wir wieder zur\u00fcck.<br \/>\nDer Weg f\u00fchrt die alte Stra\u00dfe entlang und wir kommen zum See, der das erwartete ziemlich schreckliche Bild abgibt: Tote B\u00e4ume, der See selbst eine stinkende Kloake, ein totes Alkali-Gew\u00e4sser. Flamingos gibt es hier allerdings keine, auch keine toten.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.07_Afrika\/totwald.jpg\" title=\"totwald.jpg\" alt=\"totwald.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Abgestorbene B\u00e4ume im See<\/p>\n<p>Nach einiger Zeit kommen wir an die Stelle, an der die Stra\u00dfe im See versinkt. An ein Weitergehen ist hier unten nicht zu denken und ich bef\u00fcrchte, dass auch wenn der Wasserspiegel wieder sinkt, die Stra\u00dfe noch eine Zeit lang nicht befahrbar sein wird. Somit ist unklar, ob wir jemals wieder an diesem unglaublich sch\u00f6nen Platz campen werden und das best\u00e4tigt mich in meinem Wunsch das Camp noch einmal zu sehen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.07_Afrika\/strasse.jpg\" title=\"strasse.jpg\" alt=\"strasse.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Ende der Ausbaustrecke<\/p>\n<p>Ein kleiner Pfad f\u00fchrt steil nach oben in den Busch. Wir marschieren munter drauf los und freuen uns schon auf das k\u00fchle Bad im Bach. Thomy war ja auch schon vor vielen Jahren im alten FigTree-Camp, ist allerdings nicht ganz so scharf darauf in der Mittagshitze zu wandern. F\u00fcr Philipp ist sowieso alles komplett neu und er folgt uns einfach.<br \/>\nNach einiger Zeit stellt sich der Weg als doch nicht so bequem heraus. Es gibt st\u00e4ndig kleine Abzweigungen, die nach oben und nach unten f\u00fchren und meist ist nicht klar, welches der Hauptpfad sein soll. Wir m\u00fcssen immer wieder umkehren, weil uns mehr oder weniger dichte Dornenb\u00fcsche den Weg versperren. Dazu befinden wir uns auf einem Berghang und der Untergrund besteht aus Felsen, losem Ger\u00f6ll und Sand. Man muss sich ziemlich konzentrieren um nicht zu verkn\u00f6cheln.<br \/>\nWeil manchmal kein echter Weg sichtbar ist, m\u00fcssen wir auf die Knie oder ein St\u00fcck am Hosenboden hinunter rutschen, uns immer wieder durch Dornenb\u00fcsche qu\u00e4len und uns vor allem alle paar Meter b\u00fccken, weil die Pfade sonst scheinbar nur von niedrigen Tieren (Ziegen wahrscheinlich, vielleicht auch Antilopen) ben\u00fctzt werden.<br \/>\nEs wird langsam beschwerlich und zunehmend immer hei\u00dfer. Ein Liter Wasser pro Person stellt sich als nicht allzu \u00fcppig dimensioniert heraus, aber wir marschieren tapfer weiter, st\u00e4ndig auf der Suche nach einem etwas besseren Pfad.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.07_Afrika\/busch.jpg\" title=\"busch.jpg\" alt=\"busch.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Noch ist der Weg gut<\/p>\n<p>Nach einiger Zeit kommen wir zu einem kleinen Tal und versuchen hinunter zum See zu gelangen. Das funktioniert auch und wir k\u00f6nnen ein paar Meter auf der alten Stra\u00dfe gehen, die dort gerade wieder etwas h\u00f6her liegt und somit nicht \u00fcberflutet ist. Dann m\u00fcssen wir wieder in die B\u00fcsche, die immer dichter werden.<br \/>\nDie Zeit vergeht, von einer halben oder einer dreiviertel Stunde kann keine Rede mehr sein, wir sind inzwischen 1,5 Stunden unterwegs und es nervt schon ein wenig, dass das Ziel immer noch nicht in Sicht ist.<br \/>\nDann kommen wir zu einem weiteren Tal und m\u00fcssen steil absteigen. Es gibt genau genommen keinen echten Pfad mehr, wir k\u00e4mpfen uns durch die Wildnis, ziemlich zerkratzt von den Dornb\u00fcschen und durstig. Thomy w\u00fcnscht sich eine Machete.<\/p>\n<p>Dann endlich sieht es so aus, als w\u00fcrde der Weg leichter, es ist wieder so etwas wie ein Pfad zu erkennen und in einiger Entfernung h\u00f6rt man schon den Bach rauschen. Eine Horde Paviane verzupft sich kreischend in einen hohen Baum und wir hoffen, dass der Kampf gegen die B\u00fcsche langsam zu Ende geht. Thomy ist schon etwas m\u00fcrrisch und meint, dass das eine Schnapsidee gewesen w\u00e4re dieser Wanderung zu machen.<\/p>\n<p>Egal &#8211; wir sind jetzt hier und m\u00fcssen weiter. Dummerweise meldet sich genau jetzt mein Kreislauf zu Wort. Zuerst sp\u00fcre ich nur einen leichten Zuckersturz, dann gehe ich jedoch ziemlich ein. Genau jetzt ist aber kein gro\u00dfer schattiger Baum in Sicht und ich muss mit dem Halbschatten eines Busches Vorlieb nehmen.<br \/>\nIrgendwie geht es mir nicht wirklich gut, ich bin durstig und frustriert, weil der Bach schon ziemlich nahe rauscht, ein Weg dorthin aber nicht in Sicht ist, der scheinbare Pfad endet einfach hier und jetzt.<br \/>\nIch habe keine Vorstellung, wie wir das schaffen sollen und esse erst mal einen Apfel, den ich im Rucksack habe. Dann entdecke ich pl\u00f6tzlich, dass sich meine Schuhe aufl\u00f6sen. Es sind alte Laufschuhe, die vor der Wanderung ganz in Ordnung waren. Jetzt l\u00f6st sich bei beiden die Sohle, und zwar fast zur G\u00e4nze. Mir ist das aufgrund des Stresses nicht aufgefallen, den unsicheren Tritt der letzten halben Stunde habe ich auf das Terrain und die leichte Schw\u00e4che zur\u00fcck gef\u00fchrt.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.07_Afrika\/asics.jpg\" title=\"asics.jpg\" alt=\"asics.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Schuh, in Aufl\u00f6sung begriffen<\/p>\n<p>Das ist jetzt gar nicht gut, denn ohne Sohlen kann ich den steinigen, teilweise sehr steilen und rutschigen Weg nicht zur\u00fcck gehen. Ich \u00fcberlege Alternativen, aber es gibt keine. Wir sind zwei Stunden oder mehr von jeder Hilfe entfernt, Mobilfunknetz gibt es keines und selbst wenn man beim Gate den Ranger findet &#8211; was soll er tun? Au\u00dferdem w\u00fcrde das Stunden dauern. Wenn mein Kreislauf jetzt zusammenbricht habe ich ein echtes Problem. Ich habe zwar einen Hut auf, aber die Gefahr eines Sonnenstichs ist nicht zu untersch\u00e4tzen. Es hat an die 40 Grad und die \u00c4quatorsonne kann vor allem hier im Rift Valley echt l\u00e4stig sein.<\/p>\n<p>Durch den Apfel und den letzten Schluck Wasser aus meiner Flasche plus der Ruhepause erhole ich mich ein wenig, aber noch ist kein Weg zum Bach in Sicht. Wir m\u00fcssen ihn aber erreichen, denn wir sind auf das Wasser angewiesen, das es dort gibt.<br \/>\nThomy geht weiter und versucht am Seeufer einen Weg \u00fcber riesige umgest\u00fcrzte B\u00e4ume zu finden. Es kann ja nicht weit sein, aber ich wei\u00df, dass ich nicht mehr allzu viel Kraft habe, wenngleich die Krise eher eine psychische ist, sich aber nicht so anf\u00fchlt.<\/p>\n<p>Dann mache ich mich auf den Weg und folge Thomy und Philipp einfach in die Richtung, in die sie gegangen sind. Gl\u00fccklicherweise dauert es nicht lange und ich erreiche das offene Gel\u00e4nde unter den Feigenb\u00e4umen. Geschafft! Das Gef\u00fchl der Erleichterung ist unbeschreiblich und ich ziehe mich sofort aus und lege mich in den Bach. Thomy und Philipp sitzen schon drin.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.07_Afrika\/bad.jpg\" title=\"bad.jpg\" alt=\"bad.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Bad im Bach<\/p>\n<p>Nach einiger Zeit k\u00fchlt der \u00fcberhitzte K\u00f6rper ab und ich beginne mich deutlich besser zu f\u00fchlen. Dazu kommt noch die Magie dieses Ortes, die trotz der Verw\u00fcstungen noch vorhanden ist. Der glasklare Wildbach unter den riesigen Feigenb\u00e4umen ist immer wieder faszinierend, trotz der immer noch eher bescheidenen Lage, in der wir uns befinden.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.07_Afrika\/figtreebach.jpg\" title=\"figtreebach.jpg\" alt=\"figtreebach.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Der Wildbach vom alten FigTree-Camp<\/p>\n<p>Thomy schimpft, warum ich nicht andere Schuhe genommen h\u00e4tte. Das bringt mich aber jetzt auch nicht weiter, denn ich muss eine L\u00f6sung finden, wie ich die Sohlen wieder an die Schuhe bringe, sonst ist an einen R\u00fcckmarsch nicht zu denken.<br \/>\nGl\u00fccklicherweise habe ich eine lange Schnur im Rucksack und binde mit ihr die Sohle einfach an den Schuh. Der andere Schuh ist nicht ganz so aufgel\u00f6st und ich verwende die langen Schuhb\u00e4nder um auch hier die Sohle einigerma\u00dfen gut anzubinden. Irgendwie wird das schon halten und mangels Alternative muss es einfach halten. Dass der R\u00fcckweg kein Zuckerschlecken wird ist jedoch sp\u00e4testens jetzt klar.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.07_Afrika\/schuhe.jpg\" title=\"schuhe.jpg\" alt=\"schuhe.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: notd\u00fcrftig reparierter Schuh<\/p>\n<p>Als wir bereit sind f\u00fcr den R\u00fcckweg schl\u00e4gt Thomy vor das Gl\u00fcck weiter oben zu versuchen. Uns allen ist die Vorstellung ein Graus den gleichen Weg noch einmal gehen zu m\u00fcssen.<br \/>\nVielleicht sind die B\u00fcsche weiter oben am Hang nicht so dicht und dornig. Das ist einen Versuch wert. Ich wei\u00df, dass ich mir die Kr\u00e4fte sehr gut einteilen und au\u00dferdem wegen meiner kaputten Schuhe h\u00f6llisch aufpassen muss. Ein kaputter Kn\u00f6chel w\u00e4re hier und jetzt echt nicht lustig.<br \/>\nAlso steigen wir am Rand des Waldes den Hang hinauf und tats\u00e4chlich befindet sich oben eine Art Pfad &#8211; ebenfalls nicht eindeutig, aber einigerma\u00dfen begehbar. Wir m\u00fcssen uns trotzdem st\u00e4ndig hinauf- und hinabsteigend bewegen und das alles in der gr\u00f6\u00dften Mittagshitze. Aus der lockeren Wanderung wurde ein ziemlicher Alptraum.<br \/>\nIch muss zus\u00e4tzlich noch darauf aufpassen jeden Schritt sehr vorsichtig zu setzen, da meine Schuhe mehr oder weniger keinen Halt bieten und von der Performance etwa mit Flip-Flops vergleichbar sind.<br \/>\nNur ein Irrer w\u00fcrde diesen Weg mit Flip-Flops gehen. Wenn es \u00fcberhaupt einen Weg g\u00e4be.<\/p>\n<p>Ich habe mir im Bach die Wasserflasche randvoll angef\u00fcllt und gehe ganz bewusst das Risiko ein verdorbenes Wasser zu trinken. Ich glaube allerdings, dass es absolute Trinkwasserqualit\u00e4t hat, da ich die Quelle kenne, der es entspringt. Es flie\u00dft von dort einfach ein paar hundert Meter den Berghang hinab, ist glasklar und geruchsfrei. Menschen gibt es sowieso keine, die das Wasser verschmutzen k\u00f6nnten.<br \/>\nThomy und Philipp verzichten auf diese Option, was ich nicht verstehe, weil man k\u00f6nnte sich das Wasser ja auch einfach \u00fcber den Kopf leeren, zwecks Abk\u00fchlung etwa.<\/p>\n<p>Wir kommen einigerma\u00dfen gut voran, trotzdem dauert der R\u00fcckweg eine gef\u00fchlte Ewigkeit. Am schwierigsten ist das kleine Tal, denn der Abhang ist wirklich steil und wir rutschen etwas w\u00fcrdelos und teilweise am Hosenboden hinunter.<br \/>\nIrgendwann ist es dann geschafft und wir haben die Stra\u00dfe wieder erreicht. Thomy und Philipp sind auch nicht mehr ganz erntefrisch und haben irgendwann dankbar meine Wasserflasche angenommen. (Das Wasser war wirklich absolut unbedenklich, niemand von uns bekam die Schei\u00dferei.)<\/p>\n<p>Als wir wieder im Camp ankommen sind mehr als vier Stunden vergangen. Wir lassen uns ersch\u00f6pft in unseren Bach fallen (es macht drei Mal &#8222;Zisch!&#8220;) und haben vor dort heute auch nicht mehr rauszukriechen.<br \/>\nNach einer ausf\u00fchrlichen Erholungspause g\u00f6nnen wir uns ein isotonisches Getr\u00e4nk und ich mache eine gro\u00dfe Portion Fruchtsalat. Langsam kehren die Kr\u00e4fte zur\u00fcck und als es Abend wird, geht es uns allen wieder gut.<br \/>\nWir (also Thomy und ich) braten uns ein Filet und es gibt eine riesige Menge Salat, wir haben alle einen B\u00e4renhunger. Dann bricht die Nacht herein und wir gehen nach einem sehr anstrengenden Tag recht fr\u00fch schlafen.<\/p>\n<p>Eine Frage bleibt allerdings noch offen: Wie knapp war es wirklich? Scheinbar habe ich einige Aspekte dieses Ausflugs ziemlich untersch\u00e4tzt, trotz 33 Jahren Afrikaerfahrung. Es macht einen riesigen Unterschied in welchem Terrain man sich bewegt. Wie viel Wasser braucht der K\u00f6rper tats\u00e4chlich? Ich war an diesem Tag kein einziges mal pinkeln &#8211; au\u00dfer am Abend. Was w\u00e4re geschehen, wenn wir den rettenden Bach nicht h\u00e4tten erreichen k\u00f6nnen? Ich glaube nicht, dass ich es ohne Wasser und Abk\u00fchlung zur\u00fcck geschafft h\u00e4tte. Eventuell h\u00e4tten wir bis zur Abendd\u00e4mmerung warten k\u00f6nnen, um der gro\u00dfen Hitze zu entgehen. Ein paar M\u00fcsliriegel hatten wir auch noch mit, die f\u00fcr dringend notwendige St\u00e4rkung gesorgt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Die zerkratzten Arme sorgten an den Tagen danach jedenfalls f\u00fcr reichlich Amusement bei den Einheimischen:<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.07_Afrika\/dornen.jpg\" title=\"dornen.jpg\" alt=\"dornen.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: mein zerkratzter Unterarm<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Philipp behauptet, dass ich schnarchen w\u00fcrde. Ich wiederum behaupte, dass er schnarcht. Wahrscheinlich schnarchen wir um die Wette, zumindest manchmal. 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