{"id":2111,"date":"2017-04-18T22:23:30","date_gmt":"2017-04-18T21:23:30","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=2111"},"modified":"2017-04-18T22:23:30","modified_gmt":"2017-04-18T21:23:30","slug":"wieder-in-afrika-tag-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wieder-in-afrika-tag-11\/","title":{"rendered":"Wieder in Afrika &#8211; Tag 11"},"content":{"rendered":"<p>Heute ist ein fotofreier Tag, \u00fcber den es generell nicht allzu viel zu berichten gibt.<\/p>\n<p>Putzen ist angesagt. Also fahren wir nach dem Fr\u00fchst\u00fcck zu Louis, denn der hat einen K\u00e4rcher um den Toyota vom Schlamm zu befreien. Innen befindet sich zwar kein Schlamm, daf\u00fcr ist alles mit einer dicken Staubschicht \u00fcberzogen. Wir m\u00fcssen das nass eingepackte Zelt aufstellen, putzen, trocknen und wieder zusammenpacken. Das Gleiche gilt f\u00fcr die gesamte Campingausr\u00fcstung und das ist eine Menge Arbeit. Wir wollen das Zeug f\u00fcr die n\u00e4chsten Safarig\u00e4ste in ordentlichem Zustand zur\u00fcck lassen.<br \/>\nEs ist wieder sehr hei\u00df und wir kommen ordentlich ins Schwitzen. Thomy und Philipp k\u00fcmmern sich um das Zelt und das Geschirr, w\u00e4hrend ich mit dem G\u00e4rtner von Louis zur n\u00e4chsten Tankstelle fahre um den Toyota voll zu tanken. Dort gibt es bl\u00f6derweise gerade keinen Diesel, also fahren wir an den Stadtrand zur n\u00e4chsten, wo wir auch f\u00fcndig werden. Zus\u00e4tzlich holen wir Benzin f\u00fcr den Generator, den wir brauchen um den K\u00e4rcher betreiben zu k\u00f6nnen.<br \/>\nEigentlich ist das alles nicht so kompliziert, dauert in Summe aber doch einen ganzen Tag, denn der K\u00e4rcher ist aufgrund des schwachen Wasserdrucks brustschwach und Marion w\u00e4scht zuerst die d\u00fcnnen Sachen und erst sp\u00e4ter die dicke Safarihose, die viel l\u00e4nger zum Trocknen braucht. Dazwischen gibt es einen Power-Cut und die Waschmaschine tut drei Stunden lang gar nichts.<br \/>\nDas ist insofern nicht tragisch, weil die afrikanische \u00c4quatorsonne auf 1.700 Metern Seeh\u00f6he ordentlich anreisst und au\u00dferdem noch etwas Wind weht. Der W\u00e4sche kannst du da beim Trocknen zuschauen.<br \/>\nAm Nachmittag kocht uns Marion noch ein fantastisches afrikanisches Essen und enthebt uns somit der Frage, ob wir am Abend noch gro\u00df essen gehen m\u00fcssen. Wir m\u00fcssen den Toyota noch an Helge abliefern, unserem ehemaligen Mieter in Lake View, der zwar unser Haus nicht mehr gemietet hat, daf\u00fcr aber noch den Toyota. Er hat die letzten drei Tage einen alten Pajero von Louis bekommen, m\u00f6chte jetzt aber noch f\u00fcr die restlichen Wochen, bis er nach Deutschland zur\u00fcck geht, den Toyota haben.<br \/>\nWir treffen uns mit ihm auf einen netten Drink und tauschen die Autos. Mit dem Toyota sind wir insgesamt 1.300 Kilometer gefahren, ohne eine einzige Panne.<br \/>\nDann fahren wir mit dem Pajero ins Sarit Center, um im daneben gelegenen Blue Market Philipp die M\u00f6glichkeit zu geben Souvenirs einzukaufen.<br \/>\nAu\u00dferdem brauchen wir noch Kenia-Shilling um die h\u00f6here Quartiermiete bezahlen zu k\u00f6nnen, denn die nehmen keine Dollar.<br \/>\nDer Blue Market ist eine spannende Sache. Es gab ihn bis ca. 1996 im Stadtzentrum und dort habe ich 1992 meine erste Makonde (ostafrikanische Ebenholz-Schnitzerei) gekauft. Sp\u00e4ter wurde er dann warm abgetragen, weil Spekulanten den wertvollen Platz mitten in der City haben wollten und auch bekamen. Der Markt ist nach Westlands \u00fcbersiedelt und befindet sich immer noch dort. Er besteht aus lauter keinen Buden, in denen mehr oder weniger das Gleiche verkauft wird: Seifenstein-Schnitzereien, Drahtspielzeug, mehr oder weniger antike Masken, jede Menge Holztiere, T-Shirts, Stoffe und jede Art von Touristenklumpert, die man sich vorstellen kann.<br \/>\nIch habe dort viele Jahre lang Makonde eingekauft, heute gibt es aber keine echten Schnitzereien mehr, sondern nur billige Kopien. Lustigerweise hat sich eine der Verk\u00e4uferinnen an mich erinnert, was ich nicht erwartet h\u00e4tte, meine letzte sch\u00f6ne Makonde habe ich vor \u00fcber zehn Jahren dort gekauft.<\/p>\n<p>Ich schaffe es gerade noch rechtzeitig meine Gep\u00e4ckkiste fertig zu packen, denn der amerikanische Mieter bei uns im Haus m\u00f6chte um 17 Uhr wegfahren. Das ist f\u00fcr mich sehr wichtig, denn ich habe mein gesamtes Safarigep\u00e4ck in einer Kiste und da jedes Mal neue Sachen dazu kommen und andere weg, muss ich eine genaue Liste f\u00fchren. Wenn ich in ein oder zwei Jahren wieder komme, soll alles sauber und trocken \u00fcberdauert haben.<br \/>\nIch freue mich, dass wir ab jetzt nur mehr leichtes Gep\u00e4ck haben, denn in Sansibar brauchen wir nicht viel mehr als eine Badehose und ein T-Shirt.<\/p>\n<p>Dann ist der Tag auch schon wieder vergangen und wir gehen noch auf ein Gin Tonic oder zwei ins Zen Garden. Das ist ein Luxusrestaurant gleich um\u00b4s Eck, wo sich die NGO-High-Society und sonst noch Business-Leute aus aller Welt treffen.<br \/>\nIch habe mit dem Taxifahrer, der uns vom Flughafen nach Lake View gefahren hat, ausgemacht, dass er uns morgen um 04:30 abholt, weil wir rechtzeitig am Flughafen sein m\u00fcssen. Die Nacht wird also eher kurz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ist ein fotofreier Tag, \u00fcber den es generell nicht allzu viel zu berichten gibt. Putzen ist angesagt. 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