{"id":2148,"date":"2017-04-23T08:35:04","date_gmt":"2017-04-23T07:35:04","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=2148"},"modified":"2017-05-19T08:16:23","modified_gmt":"2017-05-19T07:16:23","slug":"wieder-in-afrika-tag-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wieder-in-afrika-tag-16\/","title":{"rendered":"Wieder in Afrika &#8211; Tag 16"},"content":{"rendered":"<p>Der vorletzte Tag bricht an. Die Luftfeuchtigkeit ist ziemlich hoch, irgendwie klebt alles, das Gewand und das Bett und heute Nacht gab es auch wieder vermehrt Moskitos, von denen einige einen Weg unter das Moskitonetz fanden.<br \/>\nDas Fr\u00fchst\u00fcck ist wie immer exzellent und Pandu versp\u00e4tet sich ein wenig. Thomy m\u00f6chte gerne einen kleinen Ausflug an die S\u00fcdspitze von Sansibar machen. Das ist nicht weit und Pandu macht uns einen guten Preis, somit kommt es uns auch nicht teurer als wenn wir zwei oder drei Motorroller mieten und wir m\u00fcssen uns nicht um die Strecke oder sonstwas k\u00fcmmern.<br \/>\nW\u00e4hrend wir auf Pandu warten unterhalten wir uns mit Asye und ich frage sie, wie das hier auf Sansibar mit den Muslimen so ist. Schlie\u00dflich ist das die dominierende Religion auf der Insel.<br \/>\nIhre Antworten und Ansichten sind f\u00fcr mich sehr interessant, weil sie das Bild, das wir von Muslimen haben, doch etwas modifiziert.<br \/>\nKurz zusammengefasst:<br \/>\n1.) Mohammed hat gepredigt, dass die Kommunikation zwischen Menschen das wichtigste \u00fcberhaupt ist. Daf\u00fcr braucht man das Gesicht und die H\u00e4nde. Deswegen ist es streng verboten diese zu verh\u00fcllen.<br \/>\n2.) Den Ramadan als Fastenmonat einzuhalten ist f\u00fcr sie ca. so wichtig wie es das Fasten bei uns ist. Wer es tun will &#8211; wunderbar, und wer nicht &#8211; auch kein gro\u00dfes Problem. Au\u00dferdem sei es jederzeit m\u00f6glich das Fasten zu unterbrechen wenn man a.) krank oder b.) auf Reisen oder c.) schwanger oder d.) stillend ist oder sonst einen wichtigen Grund hat.<br \/>\n3.) Es ist vollkommen schwachsinnig Frauen das Autofahren zu verbieten, denn es gibt gen\u00fcgend Gelegenheiten, bei denen es notwendig ist, dass eine Frau das Autofahren beherrscht, etwa wenn der Mann einen Unfall hat und verletzt ist oder krank oder aus sonst einem wichtigen Grund. Dass Frauen das in Saudiarabien nicht d\u00fcrfen, wusste sie nicht, findet es aber absolut daneben.<br \/>\n4.) Koran und Bibel sind f\u00fcr sie urspr\u00fcnglich fast ident. Daher gibt es eigentlich keinen Grund Christen irgendwie abzulehnen oder abzuwerten.<br \/>\n5.) Im Koran steht, dass jeder Mensch die Pflicht hat seinem Nachbarn zu helfen, wenn dieser Hilfe n\u00f6tig hat. Welchen Glauben der Nachbar hat, ist absolut egal.<\/p>\n<p>Das klingt f\u00fcr mich alles recht vern\u00fcnftig. Ich frage Asye dann noch, warum es auch in Sansibar Frauen gibt, die sich das Gesicht verh\u00fcllen (\u00fcbrigens \u00e4hnlich viele wie bei uns, vielleicht einen Hauch mehr).<br \/>\nSie meint, dass diese Frauen entweder leicht irre w\u00e4ren oder etwas B\u00f6ses im Schilde f\u00fchren und daher nicht erkannt werden wollen. Sonst gibt es f\u00fcr sie keinen Grund das zu tun.<br \/>\nDie Haare hat Asye allerdings auch bedeckt, das ist hier einfach Tradition und daher mache sie es. Junge M\u00e4dchen unterliegen keinerlei Bekleidungsvorschriften, erst ab der Geschlechtsreife.<\/p>\n<p>Auch Juma ist schon aktiv und plant f\u00fcr heute eine Radtour mit einem Haufen Buben aus dem Dorf, die allesamt sehr motiviert erscheinen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.18_Afrika\/jumakids.jpg\" title=\"jumakids.jpg\" alt=\"jumakids.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Die Bubenpartie, die von Juma mit Helmen und anderer Ausr\u00fcstung ausgestatten werden.<\/p>\n<p>Pandu taucht auf und wir starten unsere Tour. Sie f\u00fchrt uns an der Hauptstra\u00dfe an dem mehrere Kilometer langen Ort Jambiani vorbei in den S\u00fcden. Pandu berichtet, dass jetzt immer mehr Plots verkauft werden, es entstehen neue Hotels und Ferienanlagen, aber auch Politiker aus der Hauptstadt w\u00fcrden sich hier das eine oder andere Haus bauen lassen.<br \/>\nWir kommen in ein gr\u00f6\u00dferes Dorf an der S\u00fcdspitze. Hier gibt es auch die ber\u00fchmte &#8222;Dolphin Bay&#8220;, in der man Delphine besichtigen kann. Kaum sind wir aus dem Auto ausgestiegen, kommen auch schon mehrere junge M\u00e4nner auf uns zu und wollen uns eine Delphin-Tour verkaufen. Gerade heute w\u00e4re es g\u00fcnstig und man k\u00f6nnte die Delphine tats\u00e4chlich sehen.<br \/>\nWir lehnen dankend ab und besichtigen die f\u00fcr mich wesentlich interessantere Attraktion, einen riesigen Baobab-Baum.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.18_Afrika\/baobab.jpg\" title=\"baobab.jpg\" alt=\"baobab.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Durchmesser wie ein kleines Haus &#8211; der gr\u00f6\u00dfte Baobab, den ich je gesehen habe.<\/p>\n<p>Er ist unfassbar majest\u00e4tisch und es ist Zeit f\u00fcr einen kleinen Exkurs \u00fcber diesen phantastischen Baum.<\/p>\n<p><em>Exkurs: Baobab &#8211; einer der afrikanischen Wunderb\u00e4ume<br \/>\nDieser Baum ist erstaunlich:<br \/>\n\u2022\tEr w\u00e4chst in verschiedensten Klimaten, meist jedoch tropisch<br \/>\n\u2022\tEr wird bis zu 2.000 Jahre alt<br \/>\n\u2022\tEr beherbergt jede Menge Leben, auf ihm, in ihm und um ihn herum, eine Art Mini-Universum.<br \/>\n\u2022\tEr ern\u00e4hrt seine Umgebung und kann bis zu 140.000 Liter Wasser speichern<br \/>\n\u2022\tEr erholt sich auch von argen Strapazen wie Elefanten-Angriffen<br \/>\nEin paar Einzelheiten: (Quelle: www.safari-afrika.de\/html\/baobab.html)<br \/>\nDer Baobab kommt s\u00fcdlich der Sahara in ganz Afrika vor. Er ist die charakteristische Baumart der Trockensavannen, ist aber auch an der K\u00fcste und in Brackwassergebieten genauso anzutreffen wie in H\u00f6henlagen bis zu 1500 m. Entsprechend seiner geografischen Herkunft kann er unterschiedlich in Form und Aussehen sein. In Regionen, in denen es j\u00e4hrlich kaum zu Niederschl\u00e4gen kommt, kann er problemlos \u00fcberleben, da er im adulten Stadium bis zu 140 000 Liter Wasser in seinem Stamm speichern kann. Somit ist er ein riesiges Wasserreservoir in der Trockenzeit f\u00fcr Mensch und Tier &#8211; quasi Ern\u00e4hrer und Lebensspender f\u00fcr seine Umgebung. Sein Holz ist daher auch als Brennholz v\u00f6llig ungeeignet und sein schier unverw\u00fcstlicher Stamm widersteht sogar die Buschbr\u00e4nde fast unbeschadet. \u00d6kologisch betrachtet ist diese Eigenschaft auch sein Bestandsschutz vor dem Raubbau der Menschen ihn als Brennholz zu verwenden. Bei einem m\u00e4chtigen Stammumfang von bis zu 35 Metern und einer H\u00f6he von bis zu 20 Metern k\u00e4me eine Menge Holz zusammen. Mit diesem Ma\u00dfen geh\u00f6rt der Baobab zu den m\u00e4chtigsten Baumarten Afrikas.<br \/>\nDer sagenumwobene Baobab ist Afrikas Lebensbaum und Mythos zu gleich. Im Senegal ist er deshalb nicht ohne Grund auch im Wappen vertreten. In Kenia, Gambia und Senegal stehen noch viele Baobabs, die als Keimling heranwuchsen, als das R\u00f6mische Reich in der Antike noch die Welt beherrschte. (der Baobab hat somit ein sehr langes Leben, geht also mit sich selbst sorgf\u00e4ltig um und hat die Langfristigkeit quasi in seiner Struktur).<br \/>\nIn vielen Regionen ist er ein wichtiger Wasserspender und Rohstofflieferant f\u00fcr den t\u00e4glichen Gebrauch. Seine zarte Rinde kann genutzt werden und w\u00e4chst schon in kurzer Zeit wieder nach. Aus seinen Fr\u00fcchten kann man Heilmittel erzeugen und f\u00fcr die einheimischen Kinder ist die Baobabfrucht auch der Bonbon-Lieferant. Auf den M\u00e4rkten in Dakar, Banjul und Mombasa kann man diese erwerben. Als Holz zum Kochen ist er durch seinen hohen Wassergehalt nicht geeignet. Die Rinde wird verwendet um Schn\u00fcre und Seile zu machen. Dar\u00fcber hinaus werden daraus Netze, Matten, Gewebe, H\u00fcte, Kanus, Tabletts, Kisten, K\u00f6rbe und Papier gemacht. Die Asche der Rinde kann man noch als D\u00fcnger benutzen, und manche machen sogar noch Seife daraus. Die jungen Triebe und Bl\u00e4tter werden gegessen. Aus den ger\u00f6steten Samen und wird Kaffee gemacht und aus dem fleischigen Teil des Samens Bier, und man kann daraus auch \u00d6l gewinnen.<br \/>\nWie schon erw\u00e4hnt, ist der Baobab von der Sahelzone in Westafrika \u00fcber Zentral-, Ost- und S\u00fcdafrika verbreitet, doch so viele Baobabs wie in Senegal gibt es fast nirgends. Ganze Baobab-W\u00e4lder befinden sich im senegalesischen Hinterland der Petite C\u00f4te, in der Region Kaolack sowie an der Strecke Kaolack &#8211; Tambacounda. F\u00fcr jeden Senegalreisenden sind diese Regionen von besonderer Bedeutung, wenn man den Mythos Baobab erleben will. Auch in Kenia kann man in der Region um Mombasa stattliche Baobab-Exemplare sehen. So zum Beispiel den Kenyatta-Baobab bei Ukunda. Er ist ein m\u00e4chtiger Baum von dem man fast annehmen k\u00f6nnte, dass er aus mehreren zusammengewachsenen Baobabs besteht. Doch der Schein tr\u00fcgt, der Kenyatta-Baobab ist nur ein Baum, benannt nach dem Staatsgr\u00fcnder der Republik Kenia. Wer also seinen Urlaub an der sch\u00f6nen S\u00fcdk\u00fcste Kenias verbringt, sollte unbedingt den Baobab bei Ukunda besuchen.<\/p>\n<p>Mythen, Sagen und Legenden<br \/>\nDa die Menschen in Afrika den Baobab so vielseitig nutzen, ist es nicht verwunderlich, dass man sich vieles erz\u00e4hlt. Auch durch seine Heilkr\u00e4fte und dem eigent\u00fcmlichen Wuchs des Baumes gibt es viele Geschichten und abergl\u00e4ubische Weisheiten, die auf dem ganzen afrikanischen Kontinent berichtet werden.<br \/>\nNach einer senegalesischen Redensart ist der Baobab unzerst\u00f6rbar, je mehr man ihn auch verletzt und verst\u00fcmmelt, er gr\u00e4bt seine Wurzeln noch tiefer und fester in die Erde ein. Auf dem Lande erz\u00e4hlt man sich, dass man kein Land verkaufen darf, wo ein Baobab w\u00e4chst. Er sei ein gutes Omen. Eine Legende berichtet, dass man von einem L\u00f6wen verschlungen wird, wenn man unvorsichtig ist und eine Bl\u00fcte vom Baum pfl\u00fcckt. Eine Weisheit besagt, dass das Wasser, in dem die Samen des Baumes eingeweicht und umger\u00fchrt werden, als Schutz gegen Angriffe von Krokodilen wirken. Eine andere Weisheit besagt, wer einen Aufguss der Rinde trinkt, wird gro\u00df, stark und m\u00e4chtig.<br \/>\nDie gr\u00f6\u00dfte und bedeutendste Legende erz\u00e4hlt aber die Geschichte, wie der Baobab zu seinem Aussehen kam. Einst war der Baobab ein Baum wie jeder andere, aber er wollte anders sein und bat die G\u00f6tter um mehr Platz zum wachsen. Der Wunsch wurde ihm erf\u00fcllt und er bekam seinen Platz in der Savanne. Wenige Zeit sp\u00e4ter hatte der Baobab erneut einen Wunsch. Jetzt wollte er einen m\u00e4chtigeren Stamm haben um sich von jedem anderen Baum zu unterscheiden. Auch dieser Wunsch wurde erf\u00fcllt. Aber auch das reichte noch lange nicht aus und seine W\u00fcnsche wurden gr\u00f6\u00dfer. Jetzt wollte er eine weiche und zartere Rinde haben und samtartige Fr\u00fcchte tragen. Auch dieser Wunsch wurde von den G\u00f6ttern erf\u00fcllt. Doch die W\u00fcnsche nahmen kein Ende und der Baobab \u00fcberspitzte jetzt seine Forderungen nach goldenen Bl\u00fcten, um sich von allen B\u00e4umen in der Savanne hervorzuheben. Jetzt zog sich der Baobab den Zorn der G\u00f6tter zu sich und sie rissen ihn aus der Erde und setzten ihn verkehrt herum wieder ein. Von nun an schwieg der Baobab und hatte keine W\u00fcnsche mehr. Bis zum heutigen Tage k\u00f6nnen wir den Baobab beobachten, wie er sein bizarres Wurzelwerk in die Luft streckt.<\/em><\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.18_Afrika\/baobab2.jpg\" title=\"baobab2.jpg\" alt=\"baobab2.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Hier der Baum in seiner ganzen Pracht. Leider gibt es davon nur ganz wenige. Und wir erleben ihn mit Bl\u00e4ttern, was ich vorher noch nie gesehen habe.<\/p>\n<p>Wir fahren weiter, durch eines der wichtigsten D\u00f6rfer der S\u00fcdk\u00fcste und Pandu ger\u00e4t ins Schw\u00e4rmen. Er berichtet wie enorm fruchtbar es hier ist und dass die Menschen ihr Dorf st\u00e4ndig weiterentwickeln w\u00fcrden. Viele Politiker k\u00e4men von hier, denn vor drei\u00dfig Jahren wurde an dieser Stelle eine Schule gebaut und das wirkt sich jetzt aus.<br \/>\nDie Insel ist \u00fcbrigens punkto Nahrung Selbstversorger, Exportschlager sind vor allem Maniok-Knollen und Nelken. Leider gibt es wie \u00fcberall so auch hier Korruption und Vetternwirtschaft.<\/p>\n<p>Wir halten bei einer Frau, die aus zwei Bottichen Fische verkauft. Pandu kauft ein paar Thunfische f\u00fcr seine Familie und ein paar Freunde, die ihn darum gebeten haben. In Jambiani w\u00fcrden derzeit keine verkauft werden und deswegen w\u00fcrde er die Chance gleich n\u00fctzen, meint Pandu.<br \/>\nUns kommt eine Idee. Wir w\u00fcnschen uns seit Tagen einen ganzen, gro\u00dfen, sch\u00f6nen Fisch, aber kein Restaurant konnte oder wollte uns das anbieten. Und hier gibt es auf einmal die Gelegenheit genau so einen zu kaufen.<br \/>\nWir fragen Pandu ob uns Asye am Abend kochen w\u00fcrde &#8211; schlie\u00dflich hat sie ja einen kleinen Sohn und es ist nicht sicher, dass sie eine Abendschicht einlegen m\u00f6chte.<br \/>\nPandu ruft sie an und sie ist einverstanden: ein ganzer Thunfisch mit einheimischem Gem\u00fcse bis wir platzen. Der Deal steht und Pandu kauft einen wundersch\u00f6nen Thunfisch, der genau die richtige Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr uns drei hat. Er kostet umgerechnet 2,80- Euro. Unglaublich, wenngleich Pandu diesen Preis bekommen hat, aber selbst etwas teurer w\u00e4re das noch spottbillig.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.18_Afrika\/tuna.jpg\" title=\"tuna.jpg\" alt=\"tuna.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Frische Thunfische, in der Nacht zuvor aus dem Meer gefischt.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.18_Afrika\/papagei.jpg\" title=\"papagei.jpg\" alt=\"papagei.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Leider wird hier auch an den Riffen gefischt, und zwar so, dass Riff-Fische herausgezogen werden. Das ist bei dem ohnehin schon stark gest\u00f6rten \u00f6kologischen Gleichgewicht auf den stark unter Druck stehenden Riffen eine Katastrophe. Hier sehen wir Papageifische, die f\u00fcr den Gro\u00dfteil des Meeressandes verantwortlich sind. Sie brechen mit ihren scharfen Schn\u00e4beln, die wie Papageischn\u00e4bel aussehen (daher ihr Name) Korallenst\u00fccke ab, zermahlen sie, verdauen die N\u00e4hrstoffe und scheiden den Korallensand wieder aus. Als Taucher sieht man oft Papageifische vorbei schwimmen, die gerade eine Font\u00e4ne Sand hinten rauslassen.<br \/>\nOhne Papageifische kein Sand, ohne Sand keine Str\u00e4nde und ohne Str\u00e4nde kein Schutz der K\u00fcsten &#8211; so einfach ist das.<\/p>\n<p>Wir fahren zur\u00fcck nach Jambiani und freuen uns, dass der Ausflug so erfolgreich war. Pandu zeigt uns noch einen sch\u00f6nen Baobab in Jambiani, der auch sehr toll ist, aber nicht vergleichbar mit dem anderen.<br \/>\nAls wir aussteigen, sind sofort ein paar Kinder da. Sie rennen hier den ganzen Tag irgendwo herum und spielen mit allem, was sich zum Spielen anbietet. Und wie alle Kinder dieser Welt sind sie neugierig und fangen sofort an uns anzustaunen, anzul\u00e4cheln und anzugrapschen. Manche von ihnen sind gut angezogen, andere rennen in Lumpen herum, alle aber sind sehr fr\u00f6hlich und freundlich. Sie freuen sich \u00fcber &#8222;Sweets&#8220; wenn wir welche haben und wenn nicht, dann ist es auch gut.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.18_Afrika\/kid.jpg\" title=\"kid.jpg\" alt=\"kid.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Ein kleiner Bub in Jambiani<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.18_Afrika\/kid2.jpg\" title=\"kid2.jpg\" alt=\"kid2.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Drei kleine M\u00e4dchen beim Baobab-Baum in Jambiani. Sie schneiden Grimassen und lachen die ganze Zeit.<\/p>\n<p>Als wir zur\u00fcck sind, macht sich Asye sofort an die Arbeit, und uns rinnt bereits jetzt das Wasser im Mund zusammen. Sie ist eine tolle K\u00f6chin und tats\u00e4chlich zaubert sie uns das hin, was wir in den Restaurants gerne gehabt h\u00e4tten: Gew\u00fcrzreis, Gem\u00fcse und exzellenten Fisch in mehreren Zubereitungsvarianten.<br \/>\nVollkommen satt genehmigen wir uns noch einen guten Drink oder zwei und genie\u00dfen den letzten Abend hier im Paradies.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.18_Afrika\/essen.jpg\" title=\"essen.jpg\" alt=\"essen.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Das k\u00f6stliche Abendessen von Asye<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der vorletzte Tag bricht an. Die Luftfeuchtigkeit ist ziemlich hoch, irgendwie klebt alles, das Gewand und das Bett und heute Nacht gab es auch wieder vermehrt Moskitos, von denen einige einen Weg unter das Moskitonetz fanden. 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