{"id":2151,"date":"2017-04-23T08:42:00","date_gmt":"2017-04-23T07:42:00","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=2151"},"modified":"2017-05-19T08:20:21","modified_gmt":"2017-05-19T07:20:21","slug":"wieder-in-afrika-tag-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wieder-in-afrika-tag-17\/","title":{"rendered":"Wieder in Afrika &#8211; Tag 17"},"content":{"rendered":"<p>Die Nacht war wieder hei\u00df und ohne k\u00fchlende Brise.<br \/>\nDer letzte Tag bricht an, heute Nachmittag geht es zur\u00fcck. Einerseits war der Urlaub ausreichend lang, andererseits gilt es jetzt Abschied vom Paradies zu nehmen.<br \/>\nIch gehe noch einmal zum Strand &#8211; wobei, eigentlich gehe ich noch \u00f6fter zum Strand, weil erstens sind wir ja eh direkt am Strand und zweitens haben wir noch bis 16 Uhr Zeit, also fast den ganzen Tag.<br \/>\nDann doch zuerst die H\u00e4ngematte, noch einmal gut abh\u00e4ngen, den Wellen beim Rauschen zuh\u00f6ren, Sonne und ein wenig Regen genie\u00dfen, der auf das Makuti-Dach prasselt. Es lebt sich echt nicht schlecht hier, irgendwie ist immer Sommer und die Menschen sind daher das ganze Jahr \u00fcber freundlich.<br \/>\nNach dem Fr\u00fchst\u00fcck versuche ich noch einmal eine R\u00fcckbest\u00e4tigung f\u00fcr das Ticket zu bekommen. Das braucht man eigentlich nicht mehr, aber mein Bruder hat mir den Tipp gegeben, das trotzdem zu tun.<br \/>\nE-Mails an Precision Air bringen genau gar nichts, die Zeit kann man sich sparen. Zum Gl\u00fcck finde ich eine Telefonnummer und borge mir Pandus Handy aus. Ich erreiche auch tats\u00e4chlich eine Mitarbeiterin und kann unsere Fl\u00fcge r\u00fcckbest\u00e4tigen.<br \/>\nJetzt ist mir wohler und ich kann den letzten Tag besser genie\u00dfen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.18_Afrika\/makuti.jpg\" title=\"makuti.jpg\" alt=\"makuti.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Die Ferienh\u00e4user mit ihren Makuti-D\u00e4chern<\/p>\n<p>Unser Haus ist das mit dem geflickten Dach. Wie schon beschrieben stehen in der ersten Reihe nur Makuti-gedeckte H\u00e4user von Ausl\u00e4ndern, die hier aus Italien, England, Deutschland, S\u00fcdafrika und D\u00e4nemark stammen. Sie wohnen nur eine gewisse Zeit im Jahr hier und viele der H\u00e4user stehen dann monatelang leer, wenn sie nicht &#8211; so wie unseres &#8211; vermietet werden.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.18_Afrika\/mauer.jpg\" title=\"mauer.jpg\" alt=\"mauers.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Die Mauern als Schutz vor der K\u00fcstenerosion sind gut zu erkennen.<\/p>\n<p>Noch einmal ins warme Meer baden gehen und ein wenig am Strand auf und ab marschieren. Ich schaue gerne den Krabben zu, die sich ihre L\u00f6cher buddeln. Sie sind extrem scheu und verschwinden bei der kleinsten Bewegung sofort in ihrem Loch. Wenn man eines zusch\u00fcttet, ist die Krabbe ohne Deckung und rennt irgendwie davon. Sie rennen ja seitlich und sind sehr flink, lustig zu beobachten.<br \/>\nSo vergeht der Tag und als es Mittag wird kaufen sich Thomy und Philipp eine Pizza. Sie schmeckt ungef\u00e4hr so wie man sich eine Pizza auf Sansibar vorstellt. Wie Lasagne in Schweden. Oder Matjes auf Kreta.<\/p>\n<p>Pandu kommt p\u00fcnktlich und ist somit sein Geld wert. Wir brauchen nur 57 Minuten bis zum Flughafen und sind dann doch ein wenig traurig, dass wir Abschied nehmen m\u00fcssen.<br \/>\nDer Flughafen ist winzig und wir m\u00fcssen hier auch nicht so viele Kontrollen \u00fcber uns ergehen lassen. Eine genaue gibt es aber schon, und da holen sie die Muschelsammlung von Philipp aus seiner Tasche. Er hat \u00fcber die Tage leere Schneckenh\u00e4user und Muscheln gesammelt, um sie dann in Wien in ein Gurkenglasl zu geben, einfach als nette Dekoration und Erinnerung.<br \/>\nDas kommt der Dame von der Flughafensecurity seltsam vor und sie bespricht sich mit ihrem Chef. Dann wird entschieden, dass Philipp seine Muscheln mitnehmen darf.<\/p>\n<p>Wir setzen uns in die Abflughalle, die dezent klimatisiert ist. Pl\u00f6tzlich hupft vor uns ein Spatz auf und ab. Er kommt \u00fcber ein Loch in der Decke in die Halle und fliegt dort nach einiger Zeit auch wieder hinaus. Durch das Loch sieht man verschiedene offene Leitungen, witzigerweise wirkt der Flughafen trotzdem recht gem\u00fctlich, vielleicht gerade weil er so heruntergekommen ist.<br \/>\nEs gibt sogar Free Wifi, das aber nur sporadisch funktioniert. Immerhin, besser als gar nicht.<br \/>\nSo vertreiben wir uns die Zeit und sind durchaus erstaunt, dass der Abflug fast p\u00fcnktlich stattfindet. Wir haben nicht die letztm\u00f6gliche Maschine genommen, damit bei Ausfall (das ist meinem Bruder passiert) immer noch die Option auf die n\u00e4chste Maschine besteht.<br \/>\nUnsere f\u00e4llt aber nicht aus und so sind wir nach kurzer Zeit und dem k\u00fcrzesten Flug meines Lebens (20 min) in Dar es Salaam. Die Turboprop war \u00fcbrigens von tadelloser Qualit\u00e4t, was man vom Flughafen in Dar es Salaam nicht gerade behaupten kann. So ein Drecksloch habe ich selten gesehen. Zuerst einmal bin ich nur m\u00e4\u00dfig erfreut, weil mir die Gep\u00e4ckarbeiter den Leatherman aus dem Rucksack gestohlen haben. Er war zwar nicht ganz neu, aber ich mochte ihn, weil er sehr praktisch war.<br \/>\nDann wird unser Gep\u00e4ck beim Verlassen des Flughafens durchleuchtet, was in mir die Sinnhaftigkeitsfrage ausl\u00f6st. Die verschwindet aber gleich wieder, denn man darf sie in Afrika genau genommen gar nicht stellen.<br \/>\nWir erfahren, dass es in der Checkin-Halle keinerlei Gastronomie gibt und wir au\u00dferdem noch nicht einchecken k\u00f6nnen, da der Swiss-Schalter noch nicht offen hat.<br \/>\nAlso schnappen wir unser Gep\u00e4ck und betreten die Eishalle einer Fastfood-Kette (&#8222;Tasty Life&#8220;). Das ist irgendwie schl\u00fcssig, vor allem f\u00fcr Philipp und Thomy, die ja heute schon mit Pizza begonnen haben. Jetzt gibt es Burger f\u00fcr Thomy und mich und Fried Chicken f\u00fcr Philipp. Das folgende Bild kann zu Recht nicht als Appetizer durchgehen:<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2017.03.18_Afrika\/fastfood.jpg\" title=\"fastfood.jpg\" alt=\"fastfood.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Fast food ist nirgends toll, auch hier nicht.<\/p>\n<p>Nach einer ziemlichen Tortour beim Bezahlen (mit Kreditkarte, die von Thomy funktioniert, meine und die von Philipp nicht) und einer l\u00e4ngeren Wartezeit, die von ziemlichem Frieren aufgrund der Klimaanlage gekennzeichnet ist, bekommen wir unser Essen. Der Burger ist gar nicht schlecht, wobei meine Erwartungen eher unterirdisch daher kamen.<\/p>\n<p>Wir marschieren wieder \u00fcber die Stra\u00dfe zur Checkin-Halle und durchwandern ein halbes Dutzend Kontrollen. Auch hier m\u00fcssen wir unsere Fingerabdr\u00fccke hergeben und sind froh, dass wir nicht nach der Anzahl der Goldkronen im Mund oder \u00e4hnlichem gefragt werden.<br \/>\nLeider ist das Flugzeug vollkommen ausgebucht und ich schaffe es gerade noch einen Gangplatz zu bekommen. Vor dem Langstreckenflug graut mir jetzt schon.<br \/>\nDann hei\u00dft es wieder warten, warten und weiter warten. Irgendwann ist dann Boarding und wir entern die Swiss, die uns nach Z\u00fcrich bringen soll. Sie startet auch p\u00fcnktlich um 23:40 Uhr und nach einiger Zeit meldet sich der Kapit\u00e4n und meint, dass es ein ruhiger Flug wird, allerdings h\u00e4tten wir starken Gegenwind und er rechnet mit einer Flugzeit von acht Stunden und f\u00fcnfzig Minuten.<br \/>\nMich trifft fast der Schlag, ich hatte mit einer Stunde weniger gerechnet. Fast neun Stunden in der Nacht und ich kann im Flugzeug aufgrund der extrem engen Platzverh\u00e4ltnisse eh nicht schlafen, selbst wenn ich hundem\u00fcde bin. Na das wird lustig!<br \/>\nPhilipp hilft mir mit dem Angebot einer Schlaftablette. Ich habe so etwas noch nie genommen, aber heute ist ein guter Tag um damit anzufangen. Er gibt mir die kleine, blaue Tablette mit den Worten &#8222;Hoffentlich hab ich nicht das Viagra erwischt, sonst hast noch weniger Platz.&#8220;<br \/>\nErstaunlicherweise wirkt die Tablette und ich kann sogar mehrere Stunden schlafen, auch wenn es sich nicht gerade um Tiefschlaf handelt. <\/p>\n<p>Bei der Landung geht es mir gut und ich freue mich jetzt schon auf den letzten, kurzen Teil der R\u00fcckreise. Auch die Wartezeit in Z\u00fcrich (2 Stunden) geht vorbei und \u00fcber den Flug nach Wien gibt es nichts zu berichten.<\/p>\n<p>Als wir ankommen, beschlie\u00dfe ich wieder ein Car2Go zu nehmen, das reicht v\u00f6llig f\u00fcr Philipp und mich samt unserem Gep\u00e4ck. Auch das funktioniert hervorragend und so beenden wir den Urlaub gesund und mit einer Vielzahl an tollen Erlebnissen und Eindr\u00fccken. F\u00fcr Philipp waren die Farben am faszinierendsten und ich bin sehr zufrieden, vor allem mit dem Ausflug nach Sansibar, wo ich selbst noch nie war.<\/p>\n<p>NACHTRAG<\/p>\n<p>Precision Air hat bezahlt. Sie haben mir tats\u00e4chlich den doppelt gebuchten Flug r\u00fcck\u00fcberwiesen. Die Variante, vor Ort mit den Leuten dort zu sprechen, war scheinbar erfolgreich. Das Geld ist schon eine Woche nach unserer R\u00fcckkehr auf meinem VISA-Konto eingetroffen. Precision Air hat uns somit sehr positiv \u00fcberrascht und genau genommen k\u00f6nnen wir nichts Negatives \u00fcber diese Fluglinie sagen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nacht war wieder hei\u00df und ohne k\u00fchlende Brise. Der letzte Tag bricht an, heute Nachmittag geht es zur\u00fcck. Einerseits war der Urlaub ausreichend lang, andererseits gilt es jetzt Abschied vom Paradies zu nehmen. 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