{"id":2582,"date":"2019-02-25T21:26:06","date_gmt":"2019-02-25T20:26:06","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=2582"},"modified":"2019-03-01T17:09:20","modified_gmt":"2019-03-01T16:09:20","slug":"malediven-ein-paradies-in-not","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/malediven-ein-paradies-in-not\/","title":{"rendered":"Malediven &#8211; ein Paradies in Not"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;I schimpf ned auf die Primitiven &#8211; und leb a ohne Malediven&#8220; &#8211; so die Textstrophe, von der ich vergessen habe, aus welchem Lied sie stammt.<\/p>\n<p>Seit ich Taucher bin tr\u00e4ume ich von den Malediven, einst gemeinsam mit dem Roten Meer, dem australischen Barriere-Riff und der Karibik bekannt als sch\u00f6nstes Tauchrevier weltweit.<br \/>\nT\u00fcrkisblaue Lagunen mit farbenfrohen Korallenriffen, flache Tauchg\u00e4nge mit vielen Fischen &#8211; so in etwa habe ich die Beschreibung in Erinnerung.<\/p>\n<p>Jetzt sollte sich das \u00e4ndern. Schon im Dezember 2017 k\u00fcndigte Werner einen Tauchurlaub an und ich beschloss mir den Traum nach mehr als 25 Jahren zu erf\u00fcllen. Mir war aber bewusst, dass sich viel ge\u00e4ndert hat: Das Thema Umwelt war damals noch nicht in meinem Bewusstsein, vom Klimawandel hat noch niemand gesprochen und der CO2-Fu\u00dfabdruck war noch nicht erfunden. Und auch die Malediven haben sich ver\u00e4ndert, wie ich feststellen musste.<\/p>\n<p>Daher ist dies ein kritischer Reisebericht, der f\u00fcr mich bedeutet, dass es wahrscheinlich meine einzige Reise dorthin bleiben wird.<\/p>\n<p>Es beginnt mit einer harten Woche: Am Montag in die Steiermark zu einem schwierigen Workshop, am Dienstag in der Fr\u00fch nach Deutschland zu einem dreit\u00e4gigen Seminar, das ich kurzfristig alleine machen muss, weil meine Kollegin krankheitsbedingt ausgefallen ist. Donnerstag Abend der R\u00fcckflug nach Wien, am Freitag Mittag steht das Taxi vor der T\u00fcr.<br \/>\nIch hasse das Fliegen. Das Trara an den Flugh\u00e4fen dieser Welt, die Farce mit den Sicherheitskontrollen, vor allem aber die oft endlosen Wartezeiten, gew\u00fcrzt durch die eigentlich menschenunw\u00fcrdige Quetscherei im Flugzeug.<br \/>\nGl\u00fccklicherweise verl\u00e4uft der Check-in einfach, die nette Dame am Schalter hat Mitleid mit meiner Gr\u00f6\u00dfe und verspricht mir einen Gangsitz mit einem wahrscheinlich leeren Platz daneben von Wien bis Dubai. Leider kann sie mir beim Anschlussflug nur mehr einen Mittelsitz geben, was ich schaudernd zu Kenntnis nehme. Daf\u00fcr gibt es auf der ersten Strecke einen Airbus A 380, mit dem ich noch nie geflogen bin.<\/p>\n<p>Die Wartezeit von knapp zwei Stunden zieht sich wie immer, vor allem, weil ich alleine bin und niemanden zur Unterhaltung habe. Der Grund daf\u00fcr ist das Deutschland-Seminar, denn die anderen F\u00fcnf sind schon zwei Tage fr\u00fcher geflogen. Ich kenne sie schon viele Jahre und wir haben schon etliche Tauchsafaris gemeinsam gemacht. Ich freue mich darauf, sie nach mehr als zwei Jahren wieder zu treffen und eine sch\u00f6ne Zeit gemeinsam verbringen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Die Atmosph\u00e4re am Gate ist ruhig und diszipliniert, das Einsteigen stressfrei, man wird in Gruppen aufgerufen. Die Leute haben aber nicht so viel Handgep\u00e4ck dabei wie bei den inneneurop\u00e4ischen Fl\u00fcgen und so f\u00e4llt das Hauen und Stechen um die Pl\u00e4tze in den Gep\u00e4ckf\u00e4chern weg.<br \/>\nDer Airbus ist in der Economy-Class de facto auch nicht gr\u00f6\u00dfer als eine alte 747, hat 10 Sitze in einer Reihe, alle schm\u00e4ler als meine Schultern. Das Raumgef\u00fchl w\u00e4re ansonsten ja ganz gut, aber das, worauf es ankommt, kann der A 380 um nichts besser.<br \/>\nAuf der anderen Seite sind die Flugpreise in den letzten zwanzig Jahren auch deutlich gesunken, unser Flug kostet z.B. 900 Euro.<br \/>\nDer Flieger ist tats\u00e4chlich nicht voll, mein Nebensitz bleibt frei und ich bin zufrieden. Die Crew ist bunt gemischt, wir haben einen \u00f6sterreichischen Pilot, einen russischen Co-Pilot, einen serbischen Chef de Cabin und auch der Rest kommt aus aller Herren und Damen L\u00e4nder. Die Crew ist ausgesprochen freundlich.<br \/>\nAuch die Passagiere sind bunt gemischt, es gibt Asiaten mit Chirurgen-Mundschutz, Wiener Proleten mit spontaner Tomatensaftleidenschaft und nachdem jemand irgendwo vor mir Sauvignon Blanc gew\u00e4hlt hat, tun es die andere G\u00e4ste ebenso. Beim Essen hat man die \u00fcbliche Auswahl zwischen Chicken und Beef und die Nachspeise stammt aus UK.<br \/>\nWas sich im Vergleich mit einer Boeing 747 von vor 40 Jahren massiv ge\u00e4ndert hat, ist das Medienprogramm. Ich erinnere mich noch an die Leinw\u00e4nde, die heruntergelassen wurden und manchmal gestreikt haben. Die Bildqualit\u00e4t war erb\u00e4rmlich und die Kopfh\u00f6rer waren nicht anderes als Plastik-Stethoskope, die den Ton aus einem kleinen Lautsprecher in der Armlehne bekommen haben. Es gab einen Film und wer den nicht sehen oder gar schlafen wollte, hatte ein Problem.<br \/>\nDer A 380 hat in jeder Lehne einen ausreichend gro\u00dfen Bildschirm und es gibt mehrere hundert Filme zur Auswahl &#8211; amerikanische, europ\u00e4ische, indische, chinesische, arabische und noch viele andere. Man kann die Sprache w\u00e4hlen und den Film jederzeit pausieren, vor- oder zur\u00fcckspulen. Das ist wirklich bequem und ich sehe mir den Han Solo Film an, den ich \u00fcbrigens durchaus gelungen finde. Vor allem hilft er mir die Zeit zu vertreiben, denn der Flug dauert f\u00fcnf Stunden (mit R\u00fcckenwind, 5:40 ohne).<br \/>\nEs gibt eine 220-V-Dose um Computer zu betreiben und einen USB-Anschluss, um etwa das Handy aufzuladen. Und es gibt ausreichend WCs in diesem Flugzeug.<\/p>\n<p>Dubai ist riesig, eigentlich gigantomanisch und ich finde die goldene Palme, die mir schon 2005 aufgefallen ist, wenngleich der Flughafen seitdem enorm gewachsen ist. Die Servicequalit\u00e4t ist mit europ\u00e4ischen Flugh\u00e4fen nicht zu vergleichen. Meine Freunde hatten eine enorme Versp\u00e4tung und wurden zu ihrer \u00dcberraschung am Ausstieg in Empfang genommen und mit einem eigenen Bus in gro\u00dfer Eile zum anderen Terminal zu ihrem Anschlussflug gebracht. Sogar das Gep\u00e4ck konnte noch mitfliegen. Die Emirate geben da dem Rest der Welt die Schlagzahl vor.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/golden.jpg\" title=\"golden.jpg\" alt=\"golden.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 1: Die goldene Palme<\/p>\n<p>Meine Busfahrt ist irgendwie entrisch, sie f\u00fchrt durch endlose unterirdische G\u00e4nge, die Fliesen an der Wand haben und mich erinnert alles irgendwie an Blade Runner, mit einem Hauch von Yellow Submarine.<br \/>\nWeniger gut gef\u00e4llt mir die Aircondition-Geiselhaft, der man auch hier oder gerade hier nicht entkommt. Mir ist sowohl im Flugzeug als auch am Flughafen immer kalt. Genauso kalt lassen mich auch die Duty-Free-Shops, die auf der ganzen Welt inzwischen gleich aussehen und das Gleiche anbieten, nur der Ramsch unterscheidet sich. Alkohol, Tschik, Parfum und Schmuck &#8211; das ist es scheinbar, was die Leute wollen und hier auch bekommen. Und es gibt den Sportwagen, der am Flughafen verlost wird. Fr\u00fcher war das ein Ferrari, heute ist es ein McLaren. Ich spiele nicht mit.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr habe ich wieder 3,5 Stunden Wartezeit, die ich auf einer Bank in einer Alle von Plastikpalmen verbringe. Sehr skurril finde ich, dass alle paar Minuten jemand vorbei geht und auf den Stamm klopft. So wollen die Leute feststellen, ob die Palme wirklich aus Plastik ist.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/plastik.jpg\" title=\"plastik.jpg\" alt=\"plastik.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 2: Plastikpalmen<\/p>\n<p>Irgendwann ist die elende Warterei vorbei und das Boarding verl\u00e4uft ebenso diszipliniert wie das in Wien. Wir fliegen mit einer Boeing 777, die sich innen als fast exakte Kopie der Airbus herausstellt. Dass die Sitze auch hier um keinen Zentimeter breiter sind, darf noch am Rande erw\u00e4hnt werden. Der Flug ist diesmal etwas k\u00fcrzer, daf\u00fcr reissen wir eine knappe Stunde Versp\u00e4tung auf, was f\u00fcr mich besonders bitter ist, weil ich das erstens hasse, zweitens vor zwei Tagen gleich zweimal erleben durfte und drittens die Knechterei auf einem Mittelsitz noch l\u00e4nger andauert.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/380.jpg\" title=\"380.jpg\" alt=\"380.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 3: Die Holzklasse in der 777 &#8211; oder war es der 380?<\/p>\n<p>Daf\u00fcr schalten sie st\u00e4ndig zwischen K\u00fchlung und Heizung hin und her. Nach dem Start um 03:30 Uhr wird ein Fr\u00fchst\u00fcck serviert, es gibt Chicken oder Beef zur Auswahl und ich esse noch etwas, da an Schlafen sowieso nicht zu denken ist. Das wird allein schon durch die Vielzahl an Bildschirmen rundherum verhindert, mehr noch durch die Sitzposition. Ich habe gen\u00fcgend Zeit um die langsamste Stewardess aller Zeiten zu bewundern, ihre KollegInnen sind etwa doppelt so schnell bei der Essens- und Getr\u00e4nkeausgabe.<\/p>\n<p>Die Einreise auf die Malediven ist einfach &#8211; ein Formular ausf\u00fcllen, das niemand interessiert, die Passkontrolle geht flink, ganz im Gegensatz zur Warterei auf das Gep\u00e4ck. Bevor ich jedoch als einer der letzten verbleibenden Passagiere am F\u00f6rderband die Krise bekomme, taucht mein Tauchtrolley auf und ich marschiere hinaus in die Hitze. Dort empf\u00e4ngt mich ein netter Mann, der aus irgend einem Grund geahnt hat, dass ich der Mr. Schwarz bin, auf den er wartet. Sp\u00e4ter erfahre ich, dass die Jungs tats\u00e4chlich eine recht hohe Trefferquote haben.<br \/>\nIch bekomme eine Plastik-Wasserflasche in die Hand gedr\u00fcckt und werde gebeten, noch etwas zu warten, andere G\u00e4ste werden noch erwartet, dann geht es mit dem Speedboot auf die Insel.<br \/>\nIch bin gespannt, ob es sich tats\u00e4chlich um ein Speedboot handelt, es w\u00e4re nicht das erste Mal, dass sich ein solches dann als alter Fischkutter mit einem 10 PS Dieselmotor herausstellt.<br \/>\nDiesmal ist es aber anders, bei den Speedbooten handelt es sich um Plastikboote, die ca. 15 G\u00e4ste fassen. Jede(r) bekommt eine Art Schwimmweste, das Gep\u00e4ck verstauen diensthafte Geister. Hinten haben sie zwei oder drei Au\u00dfenbordmotore mit je 200 bis 300 PS. Werner hat unsere Insel so ausgew\u00e4hlt, dass der Transfer nicht allzu lange dauert, denn die Inseln sehen mehr oder weniger alle gleich aus und so ist es egal, wo man landet.<br \/>\nWir fahren aus dem Hafen hinaus und das Boot rei\u00dft auf einmal wirklich gut an. Mit ca. 55 km\/h fahren wir gute zwanzig Minuten, dann sind wir auf Hudhuran Fushi, einer kleinen Insel im Nordmale-Atoll.<\/p>\n<p>Am Empfang nette Leute, ich bekomme sofort ein gek\u00fchltes, feuchtes Handtuch und einen warmen H\u00e4ndedruck von Werner, der zum Pier gekommen ist, um mich zu empfangen.<br \/>\nBillig sind diese Ressorts nicht, unseres kostet ca. 400,- pro Nacht im Doppelzimmer, Transfer und Vollpension inklusive. Selbst die meisten Getr\u00e4nke sind inklusive, Bier und der Hauswein auch, die guten Cocktails kosten allerdings extra.<br \/>\nIch habe aber ohnehin nicht vor mich dem Alkohol hinzugeben und au\u00dferdem haben wir nur einen Tag mehr, dann geht es auf das Schiff.<\/p>\n<p>Das Zimmer ist nett, das Bad gro\u00df und in der Dusche gibt es einen der gerade modernen Regenwaldduschk\u00f6pfe.<br \/>\nWomit wir schon beim Thema Umwelt w\u00e4ren. Die Malediven bestehen aus mehreren gro\u00dfen Atollen, diese wiederum aus einer Unzahl Inseln \u2013 \u00fcber 1.000 sind es, davon 200 bewohnt.<br \/>\nEs gibt eine Hauptinsel mit der Hauptstadt Male und daneben einen Flughafeninsel mit dem kleinen, aber gut besuchten Airport samt Domestical Bereich, von dem aus die Wasserflugzeuge starten.<br \/>\nIn der Hauptstadt leben ca. 200.000 Menschen auf engstem Raum, daher sch\u00fcttet man auf wo m\u00f6glich. Derzeit entsteht sogar eine neue Insel und neben Male wird ein Haufen Hochh\u00e4user gebaut.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Bild sieht man die Hauptinsel mit dem Hochhaus. Mehrere andere Hochh\u00e4user sind in Bau:<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/male.jpg\" title=\"male.jpg\" alt=\"male.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 4: Male<\/p>\n<p>Auf den kleineren Inseln verstreut auf die Atolle finden sich die Touristen-Ressorts. Die anderen bewohnten Inseln geh\u00f6ren den Einheimischen, die dort seit langen Zeiten vom Fischfang und den Kokosn\u00fcssen leben. Sonst gibt es nicht viel, da es sich um Korallen-Atolle handelt und nicht um Bergspitzen.<br \/>\nAuf den meisten Inseln gibt es kein Wasser, daher muss dieses aus Meerwasser erzeugt werden. Die Maschinen dazu sind meist in der Mitte der Inseln gut versteckt und sie werden mit Diesel betrieben, ebenso wie die Generatoren, die den Strom erzeugen.<br \/>\nAuf den Inseln wird aber nicht nur konsumiert, sondern auch produziert, n\u00e4mlich Abfall. Dieser kann nicht auf den kleinen Inseln bleiben und wird gesammelt auf eine eigene M\u00fcllinsel gebracht, die aber bereits am Rande ihrer Kapazit\u00e4t angelangt ist.<\/p>\n<p>Es werden st\u00e4ndig neue Ressorts gebaut, auch auf die winzigsten Inseln. Die h\u00f6chste nat\u00fcrliche Erhebung der Malediven ist 1,5 Meter hoch. Was das bedeutet, beschreibe ich sp\u00e4ter noch.<\/p>\n<p>In unserem Zimmer l\u00e4uft die Klimaanlage. Werner und ich einigen uns darauf, sie nur unter Tags laufen zu lassen und vor dem Schlafengehen abzudrehen. Ansonsten k\u00f6nnten wir das Tauchen vergessen.<br \/>\nDie meisten Menschen kommen \u00fcbrigens nicht zum Tauchen, was man am Gep\u00e4ck sehen kann, das aus den Flugzeugen ausgeladen wird. Sehr beliebt sind Hochzeitsreisen, es gibt daf\u00fcr eigene Honeymoon-Inseln (neben unserer Insel ist so eine). Die meisten Menschen machen einfach Urlaub mit t\u00fcrkisblauem Meer, wei\u00dfem Sandstrand und Palmen.<br \/>\nLetztere werden extra gepflanzt, da sie vor allem auf den kleinen Inseln, die noch f\u00fcr neue Ressorts zur Verf\u00fcgung stehen, nicht wachsen. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/hudhuran.jpg\" title=\"hudhuran.jpg\" alt=\"hudhuran.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 5: Gehweg in unserem Ressort. <\/p>\n<p>Unsere Insel ist sehr gr\u00fcn und nett anzusehen. Ich marschiere mit Werner zum Strand, wo sich schon Ulli, Andrea, Roswitha und Hannes einem guten Drink unter Palmen hingeben.<br \/>\nWir befinden uns an der Innenseite der Lagune, das Wasser ist blau, der Himmel auch und einige G\u00e4ste ebenfalls \u2013 die Gratis-Drinks tun ihre Wirkung hier schon am Vormittag.<br \/>\nMan pl\u00e4tschert im seichten Wasser, P\u00e4rchen schaukeln auf einer Schaukel, \u00fcberall wird eifrig der Selfie-Stick ben\u00fctzt und das Ergebnis sofort ins Internet gepostet. Es m\u00fcssen mehrere Millionen Bilder sein, die auf den Malediven jeden Tag gemacht und dann gepostet werden. Das Gratis-Wifi funktioniert aber nur selten im Zimmer, sondern in den \u00f6ffentlichen Bereichen wie am Strand, bei der Bar und im Restaurant. Vielleicht w\u00e4re es umgekehrt sinnvoller.<br \/>\nEin Gast hat sogar eine Drohne mit und l\u00e4sst sie voller Stolz \u00fcber seiner Frau fliegen. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/strand.jpg\" title=\"strand.jpg\" alt=\"strand.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 6: Strand <\/p>\n<p>Irgendetwas wirkt seltsam an dieser pittoresken Szenerie und ich beschlie\u00dfe, das genauer zu eruieren.<br \/>\nEin wenig hinter unserem Strand geht ein langer Steg ins Meer hinaus und dahinter befinden sich H\u00fctten, die auf Pf\u00e4hlen gebaut sind. Das ist typisch f\u00fcr die Malediven und nahezu jedes Ressort hat solche H\u00fctten. Sie sind teurer als H\u00fctten am Strand, die wiederum teurer sind als H\u00fctten in der zweiten Reihe. Damit die billigen G\u00e4ste nicht auf die Idee kommen die teuren G\u00e4ste zu st\u00f6ren, gibt es eine Wache am Anfang des Stegs. Um da durch zu d\u00fcrfen, braucht man ein Armband mit einer speziellen Farbe. Die meisten G\u00e4ste gehen aber nicht \u00fcber den Steg, sondern werden mit elektrisch betriebenen Golfwagerln gefahren.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/stelzen.jpg\" title=\"stelzen.jpg\" alt=\"stelzen.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 7: Luxush\u00e4user auf Stelzen<\/p>\n<p>Wir geh\u00f6ren zu den ganz billigen G\u00e4sten und haben eine H\u00fctte in der zweiten Reihe, was aber auch ganz nett ist und insofern egal, als wir uns dort sowieso nur zum Schlafen aufhalten.<br \/>\nMan kann auf der ganzen Insel barfu\u00df gehen, was meine vom langen Winter nicht gerade abgeh\u00e4rteten F\u00fc\u00dfe aber nicht so toll finden. Die Insel selbst ist nicht gro\u00df und man kann sie in ca. 45 Minuten umrunden, allerdings nicht ganz, weil der Strand an der Atoll-Au\u00dfenseite an einigen Teilen nicht begehbar ist (Quartiere des Personals, Generator etc.) und man nach innen ausweichen muss.<br \/>\nDort gibt es eine Steinbarriere, die zum Schutz der Insel aufgebaut wurde und an der sich die h\u00f6heren Wellen brechen. Hier ist auch kein Sandstrand und die Bar dort sowie die H\u00fctten erscheinen eher verwaist, obwohl wir uns in der Hochsaison befinden.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/mauer.jpg\" title=\"mauer.jpg\" alt=\"mauer.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 8: Nordostseite mit Barriere und Mauer &#8211; und Wellen<\/p>\n<p>Die Angestellten auf der Insel kommen vor allem aus Sri Lanka, Indien und nat\u00fcrlich von den Malediven. Sie sind extrem freundlich, gr\u00fc\u00dfen st\u00e4ndig und kehren die Gehwege. Alles ist sehr gut organisiert und wirkt professionell. Schlie\u00dflich befinden wir uns im Paradies oder zumindest an einem Ort, der so aussehen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Warum sind die Menschen so fasziniert von diesem Ort?<br \/>\nWahrscheinlich ist es nicht speziell dieser Ort, sondern die Kombination verschiedener Anreize, die dazu f\u00fchrt, dass Menschen aus der ganzen Welt auf die Malediven fliegen.<br \/>\nWenn wir uns die soziologischen Analysen ansehen, dann finden wir in fast allen Kulturen dieser Welt eine Art Ur-Geschichte eines Paradieses. Es sieht allerdings anders aus als die Malediven. In diesen Geschichten finden wir stets gr\u00fcne, sanfte H\u00fcgel mit kleinen B\u00e4chen und Fl\u00fcssen und W\u00e4ldern. Die stets fast gleich beschriebene Landschaft gibt es auch wirklich, sie befindet sich in Ostafrika, genauer gesagt in der Savanne Kenias und Tansanias. Das ist kein Zufall, denn hier ist die Menschheit entstanden, an der Grenze zwischen Urwald und Graslandschaft. Hier sind unsere Vorfahren von den B\u00e4umen gestiegen und haben sich aufgerichtet. Dadurch ist die Wirbels\u00e4ule unter den Kopf gewandert (bei allen Primaten geht sie von hinten in den Kopf hinein) und somit wurde der Mund- und Kehlenbereich frei f\u00fcr die Entwicklung von Sprache. Die frei gewordenen H\u00e4nde entwickelten sich zu geschickten Greifwerkzeugen, es entstand der &#8222;Homo Habilis&#8220;, der &#8222;geschickte Mensch&#8220;. Affen besitzen keine Feinmotorik.<br \/>\nEs ist kein Wunder, wenn die Gegend, in der die Menschen den Gro\u00dfteil ihrer Entwicklungsgeschichte verbracht haben, uns bis heute paradiesisch erscheint. Dort ist es immer warm, rund um\u00b4s Jahr w\u00e4chst alles und die klimatischen Bedingungen sind moderat. Diese Art von Landschaft beruhigt und und wenn man Menschen das erste Mal in ihrem Leben dorthin bringt, berichten einige von ihnen, dass sie das Gef\u00fchl haben, schon einmal da gewesen zu sein &#8211; auch wenn ganz klar ist, dass das nicht stimmt.<br \/>\nVielleicht gibt es tief in uns eine Art Ur-Ged\u00e4chtnis, wer wei\u00df das schon?<br \/>\nAuf jeden Fall wissen es Marketing-Experten und so finden sich in Werbeprospekten extrem viele Abbildungen mit Wasser, und zwar mit &#8222;ungef\u00e4hrlichem&#8220; Wasser. Fl\u00fcsse und Seen in Ostafrika geh\u00f6ren nicht dazu, die k\u00f6nnen lebensgef\u00e4hrlich sein, weil man die darin lebenden Krokodile nicht bzw. zu sp\u00e4t sieht. Klares Wasser bedeutet Sicherheit, vor allem, wenn es in seiner Gesamtheit \u00fcberblickbar ist. Das ist m\u00f6glicherweise einer der Reize an Swimmingpools. Wir konnten das auf der Insel gut beobachten, wo nicht nur die Menschen die N\u00e4he des Pools suchen, sondern auch die Libellen. Sie wissen, dass da keine Fische drin schwimmen.<br \/>\nHellblaues, klares Wasser ist attraktiv, denn es symbolisiert seichtes Terrain, wo man nicht untergehen, daf\u00fcr aber gut fischen und baden kann.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/tuerkis.jpg\" title=\"tuerkis.jpg\" alt=\"tuerkis.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 9: Eine typische Insel auf den Malediven<\/p>\n<p>So sieht quasi das &#8222;nat\u00fcrliche&#8220; Paradies aus. Die tropischen K\u00fcsten wurden erst sp\u00e4ter besiedelt, wenngleich es auch hier Theorien gibt, dass die Menschen immer am Wasser gelebt und sich bei Gefahr auch dorthin gefl\u00fcchtet haben. Das kann wiederum f\u00fcr Seen, Fl\u00fcsse und das Meer zutreffen. Die ostafrikanische K\u00fcste sieht \u00fcbrigens \u00e4hnlich aus wie die Malediven: Palmen, wei\u00dfer Sandstrand, t\u00fcrkisblaues Meer (beide liegen am indischen Ozean).<br \/>\nIch glaube aber, dass die heutige Vorstellung erst viel sp\u00e4ter entstanden ist, mit den spanischen und portugiesischen Eroberern und Weltumseglern, mit den Bildern von Paul Gauguin und den ersten romantischen Vorstellungen von einem immer einfachen und gl\u00fccklichen Leben auf einer tropischen Insel.<br \/>\nWenn man dort Frauen findet und kein Hungerproblem hat, l\u00e4sst es sich schon gut leben. Wikipedia: &#8222;In Gauguins Vorstellung war Tahiti ein exotisches Paradies, wo er, ohne arbeiten zu m\u00fcssen, ein urspr\u00fcngliches, gl\u00fcckliches und ann\u00e4hernd kostenfreies Leben w\u00fcrde f\u00fchren k\u00f6nnen. Die \u201egl\u00fccklichen Bewohner eines unbeachteten Paradieses in Ozeanien kennen vom Leben nichts anderes als seine S\u00fc\u00dfe. F\u00fcr sie hei\u00dft Leben Singen und Lieben\u201c, schrieb er Ende 1890 dem d\u00e4nischen Maler Jens-Ferdinand Willumsen.&#8220;<\/p>\n<p>De facto erlebte Gauguin jedoch die romantikfreie Kolonialwelt mit all ihren schlimmen Seiten. Er starb arm und krank und hatte jede Illusion vom Paradies verloren. Ich empfehle dazu seine Geschichte auf Wikipedia zu lesen.<\/p>\n<p>Uns ist nur der romantische Teil \u00fcberliefert und hat in unsere moderne Konsumgesellschaft Einzug gehalten. Wer es sich leisten kann, poliert seinen gesellschaftlichen Status auf und fliegt auf eine tropische Insel, um dort umsorgter Reicher zu sein. Es ist aber ein k\u00fcnstliches Paradies, f\u00fcr das die Umwelt (und damit auch wir) einen hohen Preis zahlen muss.<br \/>\nDazu ein Beispiel:<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/wasser.JPG\" title=\"wasser.JPG\" alt=\"wasser.JPG\" \/><\/center><br \/>\nBild 10: Plastik-Wasserbecher mit einem Schluck<\/p>\n<p>Das erste ist der Becher mit Wasser, den ich bei jedem Essen im Flugzeug automatisch mit dazu bekomme. Ich erhalte von der Stewardess gleichzeitig auch noch Wasser in einem Plastikbecher, der auch nach wenigen Sekunden Gebrauch entsorgt wird. Aber der kleine Becher ist der pure Wahnsinn. Er enth\u00e4lt vielleicht ein achtel Liter Wasser und ist mit einer Alufolie verschlossen. Der Herstellungsaufwand an Ressourcen und Energie ist enorm, und das alles f\u00fcr einen kleinen Schluck Wasser, den ich \u00fcberhaupt nicht brauche. Es gibt im Flugzeug einen Wasserspender, zu dem man zu jeder Zeit (wenn das Anschnallzeichen nicht leuchtet) hingehen und sich einen Pappbecher Wasser nehmen kann. Das ist ebenfalls nicht gerade umweltfreundlich, denn auch der Pappbecher ist umwelttechnisch ein Irrsinn, doch der Alu-Plastikbecher ist der Gipfel. Daran kann man erkennen, wie unglaublich egal jeder Umweltschutzgedanke den Fluglinien ist. Weniger geht quasi nicht mehr.<br \/>\nDas zweite Beispiel ist die Nachspeise. Dass mir das nicht besonders geschmeckt hat, ist die eine Sache. Das muss es nicht, anderen Flugg\u00e4sten schmeckt es vielleicht hervorragend. Aber als ich mir nachher angesehen habe, was da alles drin ist, verging mir endg\u00fcltig der Appetit auf die pure Chemie. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/crumble.JPG\" title=\"crumble.JPG\" alt=\"crumble.JPG\" \/><\/center><br \/>\nBild 11: Jessas, so viele Inhaltsstoffe!<\/p>\n<p>Muss das wirklich so sein? L\u00e4sst sich Essen im Flugzeug nur so und nicht anders herstellen und transportieren? Ich kann das einfach nicht glauben. Es zeigt jedenfalls die K\u00fcnstlichkeit der von uns aufgebauten Freizeitwelt.<\/p>\n<p>Bleiben wir noch ein wenig bei der Analyse des Paradieses moderner Auspr\u00e4gung: Palmen haben ihren eigenen Reiz, wo ich nicht nicht ganz dahinter gekommen bin, worin er besteht. Vielleicht geh\u00f6ren sie einfach dazu, ausgel\u00f6st durch die romantische Geschichte von Robinson Crusoe und die entsprechenden Verfilmungen, die in den 1950er und 1960er Jahren die Sehnsucht nach einer einsamen Insel erst so richtig angeheizt haben. Wenn du es an einem nebligen, kalten Wintertag ununterbrochen nur mit Arschl\u00f6chern zu tun hast, kann so eine Sehnsucht schon aufkommen.<br \/>\nSchiefe Palmen haben noch ein bisschen mehr Reiz, weil sich auch unsportliche Naturen hinaufwuchten k\u00f6nnen. Leider gibt es diese Palmen immer seltener und so entstand auch folgendes Hinweisschild:<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/palmennot.jpg\" title=\"palmennot.jpg\" alt=\"palmennot.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 12: Eine Palme in Not<\/p>\n<p>Palmen spenden Kokosn\u00fcsse. Die gibt es dort an der Bar auch zu kaufen (kostet extra), sie werden mit Alkohol-Cocktails gef\u00fcllt und bekommen einen Strohhalm und eine bunte Plastik-Verzierung. Das verst\u00e4rkt das Paradiesgef\u00fchl und f\u00fcttert die Klischee-Bilder, die in uns den Drang ausl\u00f6sen, sie Wirklichkeit werden zu lassen.<br \/>\nIn einem Ressort funktioniert das einigerma\u00dfen gut und so schl\u00fcrfen tausende Touristen und Touristinnen t\u00e4glich ihr alkoholisches Zuckerwasser aus einer Kokosnuss.<br \/>\nDie Bilder aus den Robinson-Filmen haben sich tief in unser gesellschaftliches Herz eingegraben. Dort waren die Kokosn\u00fcsse Spender von Nahrung und Wasser, also f\u00fcr das \u00dcberleben notwendig. In einigen Gegenden dieser Welt sind sie das bis heute &#8211; wer 2-3 Kokospalmen besitzt, kann von dem, was sie spenden, \u00fcberleben.<br \/>\nAm folgenden Bild genie\u00dft meine Partie die Abendsonne am Strand an der Bar &#8211; allerdings ohne Kokosn\u00fcsse, daf\u00fcr mit Bier.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/bar.jpg\" title=\"bar.jpg\" alt=\"bar.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 13: Sundowner<\/p>\n<p>Was jetzt noch fehlt, ist der wei\u00dfe Sandstrand. Dieser ist auf den Malediven zwar nicht ganz wei\u00df, aber fast. F\u00fcr die Bilder kann er im Photoshop reinwei\u00df gemacht werden, damit der Werbeprospekt auch entsprechend toll aussieht. Ich habe bis heute nicht verstanden, was an feinem Sand so toll ist, aber viele Menschen lieben ihn. Er bleibt \u00fcberall h\u00e4ngen, klebt am K\u00f6rper und man muss st\u00e4ndig alles ausbeuteln und aussch\u00fctteln. Darin gehen ist ganz nett, zugegeben, und aussehen tut er auch gut.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/sand.jpg\" title=\"sand.jpg\" alt=\"sand.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 14: Sand &#8211; hier sieht man gut, wie er weggesp\u00fclt wird.<\/p>\n<p>Leider besteht er heute &#8211; auch auf den Malediven &#8211; zu einem gewissen Teil aus Plastik, Mikroplastik um genau zu sein. Hier wird der Anteil noch nicht sehr hoch sein, woanders auf dieser Welt ist er es aber schon. Und das Plastik kommt auch von den Malediven bzw. ger\u00e4t dort in\u00b4s Meer, vor allem durch die Millionen Plastikflaschen, die hier verteilt werden. An jeder Ecke bekommt man eine, die wenig sp\u00e4ter im M\u00fcll landet. Die Angestellten verbringen einen guten Teil ihrer Zeit damit das Plastik von den Str\u00e4nden zu entfernen, damit es die Touristen nicht sehen.<br \/>\nEs ist aber da und wird immer mehr. Jeden Tag kommen ein paar Milliarden Flaschen weltweit dazu. Der geringste Teil wird gesammelt und wiederverwertet, ein erschreckend hoher Teil landet im Meer, wo er zu Mikroplastik wird.<br \/>\nBei einem unserer Tauchg\u00e4nge haben wir einen Grauen Riffhai gesehen, der eine gro\u00dfe Plastikschlinge um seinen K\u00f6rper hat. Wenn er weiter w\u00e4chst, wird sie ihn umbringen.<br \/>\nDie Touristen am Strand k\u00fcmmert das nicht, wenn sie beim Ober die n\u00e4chste k\u00fchle Wasserflasche bestellen. Lediglich auf unserem Schiff wurde das Problem bereits erkannt. Dort bekommt jeder Taucher zu Beginn der Reise eine Alu-Flasche, die er bei einem von mehreren Wasserspendern jederzeit auff\u00fcllen kann. Das Cola wird zwar immer noch in der Plastikflasche serviert, aber das in Unmengen getrunkene Wasser funktioniert ohne Plastikflaschen oder -becher.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/jungs.jpg\" title=\"jungs.jpg\" alt=\"jungs.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 15: Meine Partie &#8211; Andrea fehlt auf diesem Bild &#8211; daf\u00fcr sind die Wasserflaschen gut zu erkennen.<\/p>\n<p>All das erinnert mich an die Piefke-Saga Teil 4 &#8211; als die deutschen Touristen auf einer Almwiese das Gras anheben und darunter eine M\u00fcllhalde entdecken.<br \/>\nIm Paradies gibt es genug zu essen und zwar nur vom Feinsten. Auch das wird weitgehend erf\u00fcllt, es gibt drei Mal am Tag \u00fcppiges Buffet und von allem reichlich. Dass dabei enorme Mengen an Essen weggeworfen werden, geschieht erstens nicht vor den Augen der Touristen und ist denen wahrscheinlich auch egal. Im Paradies gibt es kein schlechtes Gewissen, denn es ist ja das Paradies und au\u00dferdem ist man im Urlaub.<br \/>\nManche zelebrieren den \u00dcberfluss noch zus\u00e4tzlich damit, dass sie sich Unmengen auf den Teller h\u00e4ufen und dann die H\u00e4lfte stehen lassen. Das geschah an den Tagen, die wir dort waren, jedoch sehr selten.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/essen.jpg\" title=\"essen.jpg\" alt=\"essen.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 16: Nur ein kleiner Teil der stets \u00fcppigen Buffets<\/p>\n<p>Wer Lust hat, kann sich auch die Hucke volllaufen lassen, das Bier ist schlie\u00dflich im Preis mit inbegriffen, wenn auch nur bis 23 Uhr. Als ich schwanke zwischen einem Cocktail mit und einem ohne Alkohol, meint der Kellner: &#8222;Nehmen sie einen mit, Sie sind schlie\u00dflich im Urlaub.&#8220;<\/p>\n<p>Im Urlaub sein hei\u00dft auch tun und lassen, was man will. Neben uns liegt ein Asiate in der H\u00e4ngematte und schaut sich Videos auf seinem Handy an. Das alles mit voller Lautst\u00e4rke und er bemerkt gar nicht, wie sehr er uns damit st\u00f6rt. Auf meine Bitte hin macht er wenigstens den Ton leiser.<br \/>\nManchmal f\u00fchle ich mich wie im Disney-Land, die Szenerie erscheint unwirklich. Direkt vor unseren Augen schwimmen zwei kleine Schwarzspitzen-Riffhaie durch das seichte Wasser. Eine Gruppe Chinesinnen entdeckt sie und wei\u00df nicht, ob sie sich f\u00fcrchten soll oder den Haien nachlaufen. <\/p>\n<p>Es gibt aber auch positive Aspekte. Die Ressort-Betreiber k\u00fcmmern sich um die Pflanzen auf der Insel. Diese werden gegossen und gepflegt, es wirkt alles wie in einem sch\u00f6nen Garten (Eden). Der Zimmerservice f\u00e4hrt mit Christiania-Lastenfahrr\u00e4dern von Bungalow zu Bungalow, das ist umweltschonend, kosteng\u00fcnstig und smart.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/trike.jpg\" title=\"trike.jpg\" alt=\"trike.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 17: Ein Lastenrad zum Putzen<\/p>\n<p>Nach nur einem Tag (die anderen hatten zwei Tage mehr) m\u00fcssen wir uns von dieser netten Insel verabschieden und werden mit dem Speedboot zum Flughafen zur\u00fcck gebracht. Nach einer ertr\u00e4glichen Wartezeit kommt das Dhoni, um uns abzuholen und zum Schiff zu bringen, das etwas au\u00dferhalb auf uns wartet.<br \/>\nEs handelt sich um die &#8222;Emperor Serenity&#8220;, das gr\u00f6\u00dfte Schiff der Emperor-Flotte (https:\/\/www.emperormaldives.com\/emperor-serenity.php) und wird uns eine ganze Woche lang von Atoll zu Atoll f\u00fchren.<br \/>\nEs ist 40 Meter lang und 13 Meter breit und das gr\u00f6\u00dfte Tauchschiff, auf dem ich je war. 13 Kabinen f\u00fcr insgesamt 26 Tauchg\u00e4ste und 17 Mann Crew (inklusive dem Begleitschiff, dem &#8222;Dhoni&#8220;, mit dem getaucht wird). <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/serenity.jpg\" title=\"serenity.jpg\" alt=\"serenity.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 1: Unser Schiff<\/p>\n<p>Das Schiff ist ziemlich neu und sehr gut in Schuss. Es bietet eigentlich allen Luxus, den ich mir f\u00fcr so eine Tour vorstellen kann. Das versprochene &#8222;SPA&#8220; ist allerdings eine kleine Kabine am Oberdeck, in der man sich massieren lassen kann. (Leider musste ich diese Dienste in Anspruch nehmen, mehr dazu weiter unten.)<br \/>\nDie Kabinen sind eigentlich Zimmer und das Bad ist gr\u00f6\u00dfer als meines zuhause. Es gibt auch hier die Regenwald-Dusche mit tats\u00e4chlich sehr ordentlichem Wasserstrahl und wenn man die Aircondition abdreht, ist es gut auszuhalten. Nur das mit dem WC haben sie immer noch nicht geschafft, das ist wie am Roten Meer: Das H\u00e4uslpapier muss in eine Tonne, weil angeblich die Leitungen zu schmal sind, um es ins Klo zu werfen. Ich sch\u00e4tze, dass da was anderes dahinter steckt, weil Bootsbauer das nach 30 Jahren Erfahrung eigentlich schon wissen m\u00fcssten.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/kabine.jpg\" title=\"Kabine.jpg\" alt=\"Kabine.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 18: Das Zimmer hat gesch\u00e4tzte 15 m2 oder mehr<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/bad.jpg\" title=\"bad.jpg\" alt=\"bad.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 19: Das Bad ist schwer zu fotografieren. Aber es war toll.<\/p>\n<p>Der Speisesaal ist riesig und es gibt dort auch eine Menge Sofas, auf die man sich hinknotzen kann, um zu lesen, Logbuch zu schreiben oder sich zu unterhalten. Wobei letzteres nur sehr eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich ist, weil die Sofas eher asozial angeordnet sind. Das ist aus meiner Sicht auch der einzige echte Schwachpunkt am Schiff: Es gibt keinen Bereich, wo man sich hinsetzen und gem\u00fctlich miteinander plaudern kann. Auf den \u00e4gyptischen Schiffen dient dazu das Oberdeck, wo mehrere Sitzgruppen einen Austausch erm\u00f6glichen. Hier habe ich nur kleine Ecken mit maximal 5 Personen und von denen gibt es nur zwei, eine am Hauptdeck und eine am Oberdeck.<br \/>\nDas hat auch dazu gef\u00fchrt, dass sich fixe Gr\u00fcppchen gebildet haben, die aus den Essensgruppen bestanden, obwohl eigentlich alle einander kennenlernen wollten.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/salon.jpg\" title=\"salon.jpg\" alt=\"salon.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 20: Vier gro\u00dfe Tische f\u00fcr je sieben Personen, eine Bar, das Buffet, ein kleines B\u00fcro und noch einiges mehr<\/p>\n<p>An Bord sind 6 \u00d6sterreicherInnen (also wir), ein deutsches P\u00e4rchen, Hans aus M\u00fcnchen, ein Schweizer P\u00e4rchen, zwei kanadische Ehepaare, ein brasilianisches Paar, ein englisches, drei Amerikanerinnen, zwei Koreanerinnen und ein Koreaner.<br \/>\nDazu kommen noch Gabriel und Maria, zwei argentinische Tauchguides, die Italienerin Martina und Rauf von den Malediven. Alex von den Philippinen k\u00fcmmert sich mit einem lokalen Kollegen um Essen und Bar, sie ist auch die Masseuse an Bord. Der Rest der Crew stammt von den Malediven.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/salon2.jpg\" title=\"salon2.jpg\" alt=\"salon2.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 21: Im Bild die kanadischen P\u00e4rchen und Andi, der Schweizer<\/p>\n<p>Das einzige Problem im Speisesaal ist die Aircondition, die man dort nicht abdrehen kann. Das f\u00fchrt dazu, dass man st\u00e4ndig zwischen hei\u00df und kalt wechselt und im Saal ein T-Shirt braucht, damit einem nicht kalt wird. Aus meiner Sicht vollkommen idiotisch.<br \/>\nDaf\u00fcr ist es praktisch, dass man eine ganze Woche keine Schuhe braucht, die sind an Bord verboten.<br \/>\nRauchen darf man nur am Oberdeck im Freien, was aber nur von wenigen in Anspruch genommen wird.<\/p>\n<p>Es ist mehr oder weniger alles inklusive, nur Cocktails und das Bier sind extra zu bezahlen &#8211; 5 Doller f\u00fcr ein Seiterl, von 17 bis 19 Uhr ist Happy Hour. Der Wein ist gratis, aber aus meiner Sicht nicht wirklich trinkbar. Er wird aus Alu-Beuteln ausgeschenkt.<\/p>\n<p>Das Tauchen l\u00e4uft hier tw. anders ab als auf den Schiffen in \u00c4gypten. Es gibt hier kein Tauchdeck, sondern das Dhoni, das vom ankernden Schiff zu den Tauchpl\u00e4tzen f\u00e4hrt. Es ist von der Gr\u00f6\u00dfe mehr als ausreichend und bietet ein WC, zwei Duschen und auch sonst alles, was man braucht. Mit einem 250 PS 4-Zylinder Schiffsdiesel ist es ausreichend motorisiert, um hinter der Serenity herfahren zu k\u00f6nnen. Die hat auch nur einen Motor mit ca. 600 PS (in \u00c4gypten haben die gro\u00dfen Schiffe zwei Motore und sind st\u00e4rker), was aber v\u00f6llig ausreicht.<br \/>\nEin Nachteil beim Dhoni ist die Leiter, mit der man nach dem Tauchgang an Bord kommt. In \u00c4gypten sind die Sprossen links und rechts offen, so dass man mit Flossen hinaufsteigen kann. Das ist vor allem bei hohem Seegang sehr praktisch. Hier muss man sich an einer Leine festhalten, die Flossen m\u00fchsam ausziehen und einem Matrosen hinaufreichen. Dann kann man erst \u00fcber die Leiter hinauf. Das hat auch dazu gef\u00fchrt, dass ich (gl\u00fccklicherweise erst beim letzten Tauchgang) eine Flossenschnalle verloren habe.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/explorer.jpg\" title=\"explorer.jpg\" alt=\"explorer.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 22: Am Bild das neueste Schiff der Emperor-Flotte, die &#8222;Explorer&#8220; mit unserem Dhoni, das dort gerade auf Besuch war.<\/p>\n<p>Ansonsten ist alles sehr gut durchorganisiert, nach jedem Tauchgang steht ein frisches Badetuch zur Verf\u00fcgung sowie eine Flasche mit einer Essig-Wassermischung, die man sich in die Ohren spr\u00fchen kann &#8211; eine tolle Idee, die wirklich gut funktioniert und mehr oder weniger alle in Anspruch nehmen. Dazu gibt es eigene Tonnen f\u00fcr das Waschen von Kameras, Masken und Anz\u00fcgen &#8211; wenngleich letztere unter der Woche eigentlich nicht gewaschen werden &#8211; der Abstand zwischen den Tauchg\u00e4ngen macht das eher sinnlos, trocknen tut das Zeug eh nicht. Das macht aber nix, denn es ist so warm, dass einem nicht wirklich kalt wird.<\/p>\n<p>Unser &#8222;Tauchchef&#8220; an Bord ist Gabriel. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/gabriel.jpg\" title=\"gabriel.jpg\" alt=\"gabriel.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 23: Gabriel aus Argentinien. Er taucht manchmal mit Rebreather, dann wieder mit Nitrox und verwendet Freediving-Flossen. <\/p>\n<p>Er redet laut und hat eine Art, die nicht bei allen gut ankommt. Als wir zu Beginn beim &#8222;Paperwork&#8220; waren, ging er locker davon aus, dass wir alle Nitrox tauchen w\u00fcrden. Wir tauchen aber lieber mit Luft und sind auch nicht alle zertifiziert. Ich habe zwar das Zertifikat, aber keinen Nitrox-Computer und wollte auch gar nicht damit tauchen, so wie unsere ganze Gruppe. Das wurde von Gabriel recht harsch kommentiert, obwohl es ihm egal sein konnte, wir bekamen als Guide dann Martina zugewiesen, was sich als absoluter Gl\u00fccksgriff herausgestellt hat.<br \/>\nSie taucht entspannt, hat eine gute \u00dcbersicht und setzt sich am Abend noch gerne zu ihrer Gruppe, um ein Glaserl Wein oder Bier zu trinken.<br \/>\nGabriel hat aber auch seine Vorteile: Die Routenwahl und die Wahl des jeweiligen Tauchzeitpunktes war so gut, dass wir bis auf eine Ausnahme nie mit anderen Schiffen tauchen mussten. Das war echt gut.<\/p>\n<p>Da Werner hin und wieder in der Nacht den einen oder anderen Wald zu s\u00e4gen pflegt, schl\u00e4ft er freiwillig auf dem Sonnendeck und hat sich vorsorglich einen Schlafsack mitgenommen. Er hat die frische Luft, ich die Ruhe. Nur in der einen Nacht als es vorher geregnet hat, schlief er auch im Zimmer, was v\u00f6llig entspannt war.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/sonnendeck.jpg\" title=\"sonnendeck.jpg\" alt=\"sonnendeck.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 24: Das Sonnendeck, das auch tw. Schatten bietet<\/p>\n<p>Der erste Tauchgang steht an &#8211; ein Checkdive. Ich gehe mit 6 kg Blei runter und merke, das ist auf jeden Fall zu viel. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/tauchen.jpg\" title=\"tauchen.jpg\" alt=\"tauchen.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 25: Meine Wenigkeit in voller Ausr\u00fcstung kurz vor einem Tauchgang<\/p>\n<p>Letztlich konnte ich bis auf 3 kg reduzieren, der Salzgehalt im indischen Ozean d\u00fcrfte nicht sehr hoch sein. Unten dann die Erkenntnis: Die Riffe sind tot. Manche sogar mausetot, zumindest was die Korallen betrifft. Im Laufe der letzten 20 Jahre sind insgesamt 4 El Ninjos \u00fcber die Malediven gezogen und haben den Korallen den Rest gegeben. Sie haben keine Chance sich einem so schnellen Klimawandel anzupassen. Wer noch immer glaubt, dass wir nicht im Anthropoz\u00e4n sind, soll einmal auf den Malediven tauchen gehen. An dieser Stelle darf ich aber auch anmerken, dass die Tauchsportbegeisterten selbst mithelfen, die Korallen zu zerst\u00f6ren, und zwar nicht nur, wenn sie in Massen \u00fcber die Riffe herfallen und immer wieder St\u00fccke abbrechen, die Jahrzehnte brauchen w\u00fcrden, um zu regenerieren. Durch jeden Flug und jede Tour mit einem Schiff steigt der CO2-Gehalt in der Atmosph\u00e4re. Wir zerst\u00f6ren, was wir eigentlich sch\u00fctzen wollen. Ich habe selbst noch keine L\u00f6sung f\u00fcr das Problem und ziehe insofern die Konsequenz, als ich die Fl\u00fcge entsprechend reduzieren m\u00f6chte und auch schon angefangen habe, das zu tun. Ich werde wahrscheinlich nie wieder auf den Malediven tauchen. Ich bin aber auch froh, mir diesen alten Traum erf\u00fcllt zu haben. Schon Mitte der 1990er Jahre wollte ich dorthin, hatte auch einmal die Gelegenheit, aber &#8211; so ich mich richtig erinnere &#8211; nicht das Geld daf\u00fcr.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/lippe.jpg\" title=\"lippe.jpg\" alt=\"lippe.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 26: Orientalische S\u00fc\u00dflippen<\/p>\n<p>Zwischen den toten Korallenriffen schwimmen allerdings erstaunlich viele Fische. Man merkt hier die exponierte Lage der Malediven mitten im indischen Ozean, die Wasserverschmutzung ist nicht so gro\u00df wie im Roten Meer oder im Mittelmeer. Es gibt sogar Papageienfische, deren Nahrung ausschlie\u00dflich aus Korallen besteht und die f\u00fcr einen guten Teil des sch\u00f6nen Sandes am Strand verantwortlich sind. (Den kacken sie hinten hinaus, das kann man bei jedem Tauchgang beobachten.)<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/papagei.jpg\" title=\"papagei.jpg\" alt=\"papagei.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 27: Ein Papageifisch. Man sieht gut den harten Schnabel, mit dem er die Korallen zerbricht. Diese Fische haben nur eine M\u00f6glichkeit sich in der Nacht vor Fressfeinden zu sch\u00fctzen: Sie spinnen einen Schleim-Kokon rund um sich herum. Wenn man als Taucher in der Nacht einen dieser Fische anleuchtet, wacht er auf und schwimmt aus seinem Kokon heraus. Da er keinen zweiten mehr machen kann, ist das meist sein Todesurteil. Deswegen verwenden gute Taucher keine starken Lampen (&#8222;Fischgriller&#8220;).<\/p>\n<p>Trotzdem sieht es unter Wasser wie in einem Weltuntergangsfilm aus, zumindest was die ehemals vielf\u00e4ltigen und bunten Korallen betrifft. Da und dort k\u00e4mpft noch die eine oder andere Koralle und man sieht, wie sich einige regenerieren &#8211; zumindest bis zum n\u00e4chsten El Ninjo.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/koralle.jpg\" title=\"koralle.jpg\" alt=\"koralle.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 28: Auf dem Bild sehen wir eine kleine Koralle mit zwei Fischen. Ob sie je gro\u00df werden wird, entscheidet die Meereserw\u00e4rmung.<\/p>\n<p>Wir sehen gleich beim ersten Tauchgang ein paar Mantas. Sie sind eines der drei Highlights dieser Tour (&#8222;Best of Maledives&#8220;) und ich habe sie noch nie so nahe gesehen. Im Roten Meer sieht man sie nur in Ausnahmef\u00e4llen, hier gibt es eine ganze Menge. Sie sind fast alle neugierig auf Taucher und schwimmen &#8211; je nach Charakter &#8211; n\u00e4her oder weniger nahe heran. Einige baden sich in den Luftblasen der Taucher, andere schwimmen ganz knapp \u00fcber ihre K\u00f6pfe oder schlagen den einen oder anderen Salto. Es sind die einzigen Fische, die sich selbst im Spiegel erkennen k\u00f6nnen. Hunde oder Katzen k\u00f6nnen das \u00fcbrigens nicht. Wenn dich so ein Manta mit seinen 3,5 Metern Spannweite ansieht, dann ist das ein toller Moment. Was denkt der gerade? Sie werden bis zu 20 Jahre alt und sind sehr freundliche Tiere.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/manta.jpg\" title=\"manta.jpg\" alt=\"manta.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 29: Manta \u00fcber unserm M\u00fcnchner. Ihre Fleckenzeichnung am Bauch ist h\u00f6chst individuell. Wenn man ihn fotografiert und zu einer speziellen Plattform einschickt, pr\u00fcfen die, ob es ihn in der Datenbank schon gibt. Durch viele tausend TaucherInnen k\u00f6nnen sie eine recht vollst\u00e4ndige Sammlung aller Manta-Rochen erstellen. Wenn er das erste Mal fotografiert wird, dann darfst du ihm einen Namen geben.<\/p>\n<p>Das Tauchen auf den Malediven hat sich radikal ge\u00e4ndert. Als ich seinerzeit davon tr\u00e4umte, waren es einfache Tauchg\u00e4nge in flachem Wasser, bunte Korallenriffe mit vielen Fischen, quasi eine warme Badewanne voller \u00fcppigem Leben.<br \/>\nDas ist Vergangenheit. Heute tauchst du auf 25 bis 30 Meter mit langer Grundzeit, weil es weiter oben wenig bis nichts zu sehen gibt. Statt ruhigem Wasser in traumhaften Lagunen brauchst du einen Riffhaken wegen der starken Str\u00f6mung, da du meist am Eingang eines Kanals zwischen zwei Riffen tauchst. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/haken.jpg\" title=\"haken.jpg\" alt=\"haken.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 30: Wir h\u00e4ngen an einer Kante auf ca. 20 Meter Tiefe am Haken und warten, was da so vorbeischwimmt. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/haie.jpg\" title=\"haie.jpg\" alt=\"haie.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 31: Manchmal h\u00e4ngt man am Riff und sieht auf einmal Haie wie sonstwo normale Fische. <\/p>\n<p>Das sind schwierige Tauchg\u00e4nge, denn du musst nahe am Guide bleiben, der die Strecke und den Platz gut kennt. Wer nur ein paar Meter zu weit oben, links oder unten taucht, den zieht die Str\u00f6mung erbarmungslos weg. Sie ist so stark, dass ich manchmal das Gef\u00fchl hatte, ich stehe in einem Sturm, so zog das Wasser am Gesicht vorbei. Gegen so eine Str\u00f6mung anzutauchen ist vollkommen sinnlos, du kommst keinen Meter weit.<br \/>\nAlso: schnell hinunter, dann einen guten Platz f\u00fcr den Riffhaken suchen, Jacket aufblasen und die Kinovorf\u00fchrung genie\u00dfen, die vor dir abl\u00e4uft. Das ist teilweise wirklich beeindruckend: Nutzerstationen mit einem Dutzend Riff-Mantas oder ganzen Schw\u00e4rmen von Haien &#8211; White-Tip, Grey Reef, leider kein Hammerhead, daf\u00fcr jede Menge Tunas, Jackfish und andere Makrelen, Barrakudas, Napoleon-Lippfische, hie und da eine Schildkr\u00f6te und noch vieles Mehr. Beeindruckend vor allem die riesige Menge an Riff-Fischen wie Dr\u00fcckern, Brassen, Lipp- und Pagageienfischen und noch sehr viele mehr. Obwohl die Riffe selbst in katastrophalem Zustand sind, ist die Anzahl der Fische immer noch sehr gro\u00df &#8211; wie auch immer das funktioniert. Du siehst auch bei den Korallen wie sie k\u00e4mpfen, nachwachsen und dann doch wieder zugrunde gehen. Es sieht dort aus wie das Rote Meer in zwanzig Jahren &#8211; zumindest ist das zu bef\u00fcrchten.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/martina.jpg\" title=\"martina.jpg\" alt=\"martina.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 32: Martina (rosa Flossen) hat daf\u00fcr gesorgt, dass wir alle brav an unserem Haken h\u00e4ngen und h\u00e4ngt sich jetzt selbst ein. Die kaputten Korallen auf diesem Bild sind leider nicht von unseren Haken kaputt geworden, so sehen leider fast alle aus, und zwar \u00fcberall.<\/p>\n<p>Das Tauchen ist anstrengend, das merken wir vor allem beim Essen: dreimal am Tag futtern wir wirklich ordentlich, auch wegen des guten Geschmacks der frischen Speisen. Der Koch bem\u00fcht sich sehr um Abwechslung und das gelingt auch perfekt. Zum Fr\u00fchst\u00fcck gibt es Spiegelei, Omelett, Bohnen, W\u00fcrstchen, Toastbrot, Marmeladen, frische Fr\u00fcchte und noch vieles mehr. Nur der Kaffee stammt aus der Filterkanne, Espressokapseln kosten extra.<br \/>\nBesonders toll ist der Fisch, der an Bord gefangen wird. Die Matrosen h\u00e4ngen hinten eine Leine hinaus und nach einiger Zeit beisst ein Hochseefisch an, meistens ein Thunfisch.<br \/>\nEbenso \u00fcppig f\u00e4llt dann die andere Seite aus. \u00c4hnlich wie am Roten Meer muss ich vor und nach jedem Tauchgang pinkeln. Und dazwischen auch noch, das Maximum ist 10x am Tag &#8211; unglaublich, daheim reichen 2x. Das liegt einerseits daran, dass wir sehr viel trinken und andererseits daran, dass der K\u00f6rper unter Wasser zusammengedr\u00fcckt und damit die Blasent\u00e4tigkeit angeregt wird. Wenn du nach einem langen Tauchgang von der Str\u00f6mung abgetrieben wirst und dann noch einige Zeit im Wasser treibst, bis dich das Dhoni abholt, geht es sich manchmal nicht mehr aus. Daher stammt die alte Weisheit &#8222;Es gibt nur zwei Gruppen von Tauchern: die erste pinkelt in den Anzug und die zweite l\u00fcgt.&#8220;<br \/>\nDa es Nass-Tauchanz\u00fcge sind, ist das nicht weiter tragisch.<\/p>\n<p>Meine Maske ist dicht und l\u00e4uft nicht an, der neue Regler funktioniert sehr gut und auch das restliche Equipment passt tadellos. Meist gehen alle tauchen, nur die junge Frau des Brasilianers l\u00e4sst immer wieder mal aus, weil sie seekrank wird, vor allem auf dem Dhoni, wenn wir l\u00e4nger zum Tauchplatz brauchen. Die Taucherinnen und Taucher sind alle auf einem guten Niveau und es gibt keine m\u00fchsamen Zwischenf\u00e4lle. Alle sind entspannt und freuen sich \u00fcber die sch\u00f6nen Tauchg\u00e4nge.<br \/>\nWir tauchen in unserer 6er-Gruppe plus dem M\u00fcnchner Hans, der auch mit Luft taucht. Er braucht ein bisschen mehr als wir, daf\u00fcr brauchen unsere M\u00e4dels extrem wenig Luft, das ist schon beeindruckend. <\/p>\n<p>Die Abende verlaufen sehr unspektakul\u00e4r. Da der schon angesprochene soziale Raum fehlt, treffen sich die kleinen Gr\u00fcppchen verstreut irgendwo am Boot und um 10 Uhr Abends sind fast alle schon in ihren Zimmern, vielleicht bis auf Werner, Uli und Hannes, die noch das eine oder andere Bier vernichten.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/Jen.jpg\" title=\"Jen.jpg\" alt=\"Jen.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 33: Zwei der Amerikanerinnen beim Plaudern<\/p>\n<p>An einem der Tauchtage regnet es am Nachmittag &#8211; das ist f\u00fcr das Tauchen kein Problem, aber das f\u00fcr den Abend angesetzte Picknick auf einer Insel f\u00e4llt aus. Schade, denn das ist eines der Highlights so einer Tour &#8211; mit Grillerei am Strand, Kerzen, Mondlicht und bunten Cocktails. Die zweite Kleinigkeit, die an dieser Woche nicht gepasst hat, war das Fehlen eines Walhaies &#8211; eigentlich w\u00e4re die Saison passend und unser Guide Martina hat auch zwei Tage nach unserer Abreise einen gesehen. Auch Schade, aber das ist nun einmal so beim Tauchen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/regen.jpg\" title=\"regen.jpg\" alt=\"regen.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 34: Regen im Paradies. Wenigstens warmer Regen.<\/p>\n<p>An einem Tag machen wir einen unechten Nachttauchgang, denn er beginnt schon am sp\u00e4teren Abend. Bei einem Ressort werden schon seit Jahren Ammenhaie angef\u00fcttert. Die kann man dort betauchen. Das ist toll, weil ich habe noch nie Ammenhaie gesehen.<br \/>\nSie sind freundlich und spielen mit den Tauchern, indem sie neugierig um sie herumschwimmen, manchmal wirst du als Taucher auch leicht angerempelt.<br \/>\nTrotzdem bleiben sie wilde Tiere. Erst vor ein paar Wochen ist ein Unfall passiert. Am Abend sind die Schiffe beleuchtet und dann kommen hin und wieder die Haie, weil sie vom Licht angelockt werden. Eine Russin ging daraufhin zur Plattform am Heck und steckte die Finger ins Wasser. Das war keine gute Idee, denn die Haie dachten, dass dies ein kleines Leckerli w\u00e4re und schon hatte die Russin zwei Finger weniger. Martina hat uns das Foto mit den blutenden Resten der Hand gezeigt. Die Russin wird sich das wohl merken.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/nurse.jpg\" title=\"nurse.jpg\" alt=\"nurse.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 35: So sieht der &#8222;Nurse Shark&#8220; aus. <\/p>\n<p>Dieser Tauchgang war \u00fcberhaupt toll, denn wir konnten auch noch einen gro\u00dfen Stachelrochen aus der N\u00e4he sehen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/stachelrochen.jpg\" title=\"stachelrochen.jpg\" alt=\"stachelrochen.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 36: Ein Stachelrochen. <\/p>\n<p>Am Mittwoch in der Fr\u00fch bin ich schlampig beim Anziehen des Anzugs und auf einmal macht es &#8222;Ratsch&#8220; und ich verreisse mir ordentlich das Kreuz. Das ist eine alte Verletzung vom letzten Oktober, wo ich mich danach ein paar Tage nicht r\u00fchren konnte. Diesmal ist es nicht ganz so schlimm, aber die Schmerzen sind deutlich sp\u00fcrbar, vor allem beim Sitzen. Meine Angst, dass ich nicht mehr tauchen kann, ist gl\u00fccklicherweise unbegr\u00fcndet, denn genau beim Tauchen tut der R\u00fccken \u00fcberhaupt nicht weh.<br \/>\nAlex ist gleich nach dem Tauchgang zur Stelle und gibt mir eine erste kurze Massage des R\u00fcckens. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck gehe ich zur ihr in die Massage-Kabine und werde ordentlich durchgeknetet &#8211; zwar nur eine halbe Stunde, daf\u00fcr am n\u00e4chsten Tag noch einmal. Das verbessert die Lage, aber meine allgemeine Stimmung ist dadurch schon ordentlich getr\u00fcbt. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/alex.jpg\" title=\"alex.jpg\" alt=\"alex.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 37: Alex stammt von den Philippinen<\/p>\n<p>Die Tauchg\u00e4nge verlaufen recht ruhig und wir sehen vor allem Gro\u00dffische:<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/grau.jpg\" title=\"grau.jpg\" alt=\"grau.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 38: Ein grauer Riffhai. Er ist der gr\u00f6\u00dfte, den wir dort zu sehen bekommen.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/white.jpg\" title=\"white.jpg\" alt=\"white.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 39: Ein Wei\u00dfspitzen-Riffhai. Davon gibt es eine Menge.<\/p>\n<p>An einem Nachmittag besuchen wir eine Insel, auf der Einheimische leben. Das ist eher trist &#8211; Ramschl\u00e4den, ein kleiner Hafen, ein paar Mopeds, viel gibt es hier nicht. Die Menschen leben vom Fischfang und vom Tourismus, zwar mitten im vermeintlichen Paradies, sehr paradiesisch wirkt es auf mich aber nicht.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/insel.jpg\" title=\"insel.jpg\" alt=\"insel.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 40: Spaziergang auf der Insel<\/p>\n<p>Lustig fand ich allein das kleine Wahlkampfb\u00fcro (Gru\u00df an die NEOS) und das Plakat eines der letzten Kandidaten. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/wahl.jpg\" title=\"wahl.jpg\" alt=\"wahl.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 41: Das Wahlkampfb\u00fcro<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/nazim.jpg\" title=\"nazim.jpg\" alt=\"nazim.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 1: Gestatten: Kandidat, f\u00fcr die Malediven<\/p>\n<p>Unsere Guides und die ganze Mannschaft haben einen schweren Job. Erstere m\u00fcssen drei Monate arbeiten und haben danach eine Woche frei. Die Arbeit dauert mehr oder weniger 24\/7, hin und wieder haben sie die eine oder andere Stunde, in der sie sich ausruhen k\u00f6nnen. Sie haben nicht einmal eine eigene Kabine, sondern teilen sich eine mit einem anderen Tauchguide. Reich werden sie damit nicht und so tr\u00e4umen alle von einem anderen Leben. Rauf m\u00f6chte eine eigene Tauchbasis er\u00f6ffnen, Martina ein kleines Kaffeehaus in Italien. Interessanterweise tr\u00e4umen sie alle von der Selbst\u00e4ndigkeit.<br \/>\nAuch der Rest der Crew arbeitet hart. Sie wohnen meist sehr weit weg, irgendwo auf einem Atoll oder in einem anderen Land und kommen manchmal nur 1x pro Jahr nach Hause. Auch ihr Verdienst ist nicht hoch, ich konnte nicht herausfinden, ob sie au\u00dfer dem Trinkgeld noch etwas verdienen (die Tauchguides schon, sie haben auch keinen Verlust, wenn sie einmal krank werden).<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/crew.jpg\" title=\"crew.jpg\" alt=\"crew.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 42: Ein paar Matrosen beim Ankern<\/p>\n<p>Am folgenden Bild sieht man noch den netten und hervorragenden Koch in seiner K\u00fcche. Die ist f\u00fcr Schiffe durchaus gut ausgestattet und relativ gro\u00df.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/kueche.jpg\" title=\"kueche.jpg\" alt=\"kueche.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 43: K\u00fcche und Koch<\/p>\n<p>Das Trinkgeld ist quasi obligatorisch, wird aber nicht in Form einer Service-Charge aufgeschlagen, sondern am letzten Abend findet jeder Gast ein Kuvert am Bett, das er bef\u00fcllen kann. Der Vorschlag bel\u00e4uft sich auf 150 Dollar, aber es bleibt jedem selbst \u00fcberlassen, was er\/sie hinein tut.<br \/>\nDas wird dann zwischen allen aufgeteilt, vom Kapit\u00e4n bis zum Hilfsmatrosen, vom Koch bis zum Tauchguide bekommt jeder genau gleich viel. Das soll den Zusammenhalt st\u00e4rken und klar machen, dass jede(r) an Bord einen wichtigen Job macht.<br \/>\nMartina hat es besonders schwer, als junge, sehr h\u00fcbsche Frau ist sie in einer Sonderposition. Die Crew ist ewig lang von daheim weg, das sind alles junge M\u00e4nner, die in einem muslimischen Land leben, wo Frauen in der \u00d6ffentlichkeit weite, kn\u00f6chellange Gew\u00e4nder und Kopft\u00fccher tragen (keine Schleier). Auf einmal ist da eine junge Italienerin im Bikini. Einmal hat einer versucht mit einem Haken in ihre Kabine einzudringen. Er wurde sofort gefeuert, ein anderer dann auch noch. Die Gefahr bleibt jedoch latent erhalten. Dazu kommt noch, dass die Guides immer freundlich und gut drauf sein m\u00fcssen. Und sie m\u00fcssen immer Lust auf\u00b4s Tauchen haben und zwischen den Tauchg\u00e4ngen haben sie auch noch jede Menge zu tun. Das ist nicht einfach.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/guido.jpg\" title=\"guido.jpg\" alt=\"guido.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 44: Meine Wenigkeit. Ich h\u00e4nge gerade im Sicherheitsstop kurz vor dem Auftauchen. <\/p>\n<p>Am letzten Tag gibt es nur mehr einen Tauchgang. Danach folgt das gro\u00dfe Waschen, putzen und aufr\u00e4umen. Das gesamte Equipment wird verteilt am ganzen Schiff aufgeh\u00e4ngt und wird durch Wind und Sonne auch sehr schnell trocken. Schon schleicht sich leichte Wehmut ein, das Schiff wieder verlassen zu m\u00fcssen. Jetzt wird erst klar, wie sch\u00f6n diese Woche war. Zugleich bin ich froh, dass ich alle Tauchg\u00e4nge machen konnte und bis auf den verrissenen R\u00fccken nicht krank wurde. Einige G\u00e4ste mussten einige Tauchg\u00e4nge pausieren, drei Mal konnte ich mit meinem Wundermittel &#8222;Clarinase&#8220; helfen, das mir schon so oft geholfen hat.<br \/>\nDann treffen wir wieder in Male ein und ankern im Hafen. Die Crew ist emsig bei der Arbeit und holt neue Vorr\u00e4te f\u00fcr die G\u00e4ste, die schon am n\u00e4chsten Tag am Vormittag eintreffen werden. Der Wechsel ist immer Sonntag fr\u00fch, wo die alte Partie abreist und die neue kommt. Am Schiff gibt es nur selten eine Woche, die nicht verchartert ist.<br \/>\nEin Tankschiff kommt und f\u00fcllt die Dieseltanks neu auf, ein anderes bringt frisches Wasser.<br \/>\nIm Hafen liegen verschiedene Schiffe, auch ein anderes der Emperor-Flotte, n\u00e4mlich die brandneue &#8222;Explorer&#8220; mit einem st\u00e4rkeren Motor, der f\u00fcr andere Routen geeignet ist.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Bild sieht man links ein altes Tauchschiff. Es ist wesentlich kleiner und mit den modernen, gro\u00dfen Schiffen nicht vergleichbar. Das Schiff rechts davon war einmal ein Hospitalschiff, wurde dann von einem Russen gekauft, seitdem liegt es im Hafen vor Anker und hin und wieder \u00fcbernachtet die Tochter des Russen darauf. So hat jedes Schiff hier seine Geschichte.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/rotten.jpg\" title=\"rotten.jpg\" alt=\"rotten.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 45: Die beiden Schiffe im Hafen<\/p>\n<p>Viele G\u00e4ste fahren am Samstag Nachmittag noch auf die Hauptinsel, um sich die Hauptstadt Male anzusehen. Da Werner das schon gemacht hat und meint, dass wir absolut gar nichts vers\u00e4umen, bleiben wir lieber auf dem Schiff und genie\u00dfen die Ruhe. Der Abend bringt dann noch eine fette Bierrechnung f\u00fcr die Jungs, ich gehe aber lieber fr\u00fch schlafen.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag ist wieder um 6 Uhr Tagwache und um 7 Uhr hei\u00dft es Abschied nehmen. Das Dhoni bringt uns zum Flughafenpier, wo wir wieder einmal warten m\u00fcssen, konkret zwei Stunden bis zum Transfer nach Malahini, einem weiteren Ressort, in dem wir die letzten beiden Tage vor dem Heimflug verbringen werden.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/abfahrt.jpg\" title=\"abfahrt.jpg\" alt=\"abfahrt.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 46: Bald ist diese Tour Geschichte<\/p>\n<p>Wir beobachten die anderen G\u00e4ste, wie sie langsam durch die Kontrolle gehen und dann verschwinden &#8211; vielleicht f\u00fcr immer, vielleicht sehe ich den einen oder die andere ja wieder irgendwann irgendwo.<br \/>\nDem netten Hans aus M\u00fcnchen habe ich noch meine alte Tauchmaske verkauft. Er hatte eine ungeschliffene, die ihm gebrochen ist. Ich habe ihm dann meine geborgt und er hatte auf einmal g\u00e4nzlich neue Taucherlebnisse. Davon war er so begeistert, dass er mir die Maske sofort abgekauft hat &#8211; sie war meine Reservemaske, die ich aber noch nie gebraucht habe.<\/p>\n<p>Weil mir der R\u00fccken vom Sitzen sehr weh tut, mache ich einen kleinen Rundgang am Pier, so weit es halt geht. Ich schlendere am Teil vorbei, wo die Domestic Flights gehen und sehe davor einen fetten Bentley stehen, mit dem die Superreichen vielleicht zweihundert Meter weit gef\u00fchrt werden, vom International Flight erster Klasse zum Hubschrauber oder Wasserflugzeug.<br \/>\n&#8222;St. Regis&#8220; ist ein Luxusressort &#8211; nicht oberste Kategorie, aber ein paar tausend Dollar pro Nacht wird das schon kosten. Der Unterschied zwischen Reich und Wohlhabend (Billig ist das hier f\u00fcr niemand) wird an dieser Luxuskarosse deutlich sichtbar.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/bentley.jpg\" title=\"bentley.jpg\" alt=\"bentley.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 47: Der Bentley wartet auf betuchte G\u00e4ste<\/p>\n<p>Dann geht es wieder rauf auf\u00b4s n\u00e4chste Speedboot. Die Fahrt dauert keine 15 Minuten und schon sind wir wieder im Paradies angelangt. Die Insel ist wesentlich kleiner als Hudhuran Fushi, man kann sie in 10 Minuten umrunden, wenn man sich ein wenig beeilt.<br \/>\nIn allen wesentlichen Punkten gleicht ein Ressort dem anderen: Kleine Bungalows mit Zimmer und Bad, Restaurant, Bars, Strand und dann noch in unterschiedlichen Auspr\u00e4gungen Einrichtungen wie ein Wassersportbereich, Wellness, Fitness &#8211; das war es dann auch schon. \u00dcberall die gleichen Pflanzen, selbst das Essen ist sehr \u00e4hnlich.<br \/>\nWas leider auch gleich ist, betrifft einen traurigen Aspekt: die Inseln werden weggesp\u00fclt. Sehr gut kann man das am Restaurant erkennen, dessen Fundament schon recht br\u00fcchig wirkt und in Teilen schon zerbrochen ist. Der ansteigende Meeresspiegel f\u00fchrt zu st\u00e4ndig zunehmender \u00dcberflutung der Inseln, deren h\u00f6chste Erhebung 1,5 Meter betr\u00e4gt. Alles andere ist k\u00fcnstlich aufgesch\u00fcttet, und zwar mit Korallenbl\u00f6cken bzw. Korallensand, der wiederum irgendwo auf einem Atoll abgebaut wird. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/Erosion.jpg\" title=\"Erosion.jpg\" alt=\"Erosion.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 48: Erosion<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/erosion2.jpg\" title=\"erosion2.jpg\" alt=\"erosion2.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 49: Das Meer erobert das Land zur\u00fcck<\/p>\n<p>Noch merkt man nicht allzu viel &#8211; untersp\u00fclte Palmen, die aber schnell entsorgt werden, sobald sie umst\u00fcrzen. Die Touristen sollen die Erosion des Paradieses nicht mitbekommen. Daher werden die Service-Teile gut versteckt:<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/generator.jpg\" title=\"generator.jpg\" alt=\"generator.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 50: Das Generatorhaus<\/p>\n<p>Die neue Insel, die neben Male gebaut wird und von der man kilometerweit die Staubfahne des Korallensandstaubes sieht, der gerade aufgesch\u00fcttet wird, soll weitere 1,5 Meter h\u00f6her gebaut werden als alles Bisherige. Das wird man auch brauchen in den n\u00e4chsten Jahren und Jahrzehnten.<br \/>\nSollte das Abschmelzen des Polareises sowie Gr\u00f6nlands noch zunehmen, k\u00f6nnte die Ver\u00e4nderung und der darauf folgende Untergang ziemlich bald passieren. Mit etwas Gl\u00fcck dauert es auch noch ein paar Jahrzehnte, aber das Ende ist quasi schon besiegelt. Am gef\u00e4hrlichsten d\u00fcrfte derzeit das Auftauen des Permafrostbodens sein, der 2-3x soviel CO2 enth\u00e4lt, wie derzeit in der Atmosph\u00e4re ist. Wenn das entweicht, ist es sowieso vorbei mit allen K\u00fcstenregionen dieser Welt.<br \/>\nDie Malediven werden zu den ersten Paradiesen dieser Welt geh\u00f6ren, die vom Meer weggesp\u00fclt werden. Dass der dort stattfindende Umweltwahnsinn dann ein Ende hat, ist ein schwacher Trost. Auch die Regeneration der Korallen wird in dem dann deutlich w\u00e4rmeren Meer nicht funktionieren, eher im Gegenteil. Sie werden wahrscheinlich warten m\u00fcssen, bis die Verursacher der Klimakatastrophe sich selbst vernichtet haben oder gescheiter geworden sind.<br \/>\nDerzeit jedoch boomen die Malediven und man baut \u00fcberall ein Ressort, wo es noch m\u00f6glich ist. Die n\u00e4chsten beiden Bilder zeigen wie das gemacht wird. Das gro\u00dfe Schiff ist ein Transportschiff, das die Plattform mit dem Kran transportiert. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/kranschiff.jpg\" title=\"kranschiff.jpg\" alt=\"kranschiff.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 51: Das Kranschiff &#8211; registriert in Panama, wegen der Steuer<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/kran.jpg\" title=\"kran.jpg\" alt=\"kran.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 52: Der Ponton mit dem Kran<\/p>\n<p>Viele neue G\u00e4ste kommen aus Indien und China, auch auf unserer Insel gibt es haufenweise junge Chinesinnen, die dadurch zu erkennen sind, dass sie seltsame Kleidung am Strand tragen und die Augen niemals von ihrem Handy nehmen. Sie starren von morgens bis abends gebannt auf den Bildschirm und tippen und wischen was das Zeug h\u00e4lt. Von der Insel mit ihren Sch\u00f6nheiten bekommen sie nichts oder fast nichts mit und ich bin fasziniert von der Radikalit\u00e4t, mit der sie das leben.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/handy.jpg\" title=\"handy.jpg\" alt=\"handy.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 53: Die Chinesin mit ihrem Handy<\/p>\n<p>Die Ressorts wiederum m\u00fcssen den Spagat zwischen Luxus und Sparsamkeit schaffen. Das ist keine leichte Aufgabe, denn die Touristen sollen von den Ma\u00dfnahmen m\u00f6glichst wenig mitbekommen. Man verwendet also \u00d6l statt Photovoltaik oder Windkraft zur Stromgewinnung, der M\u00fcll wird gelagert statt verwertet, man klimatisiert nicht durch clevere Materialien oder Bauweise, sondern mit Aircondition in billig hochgepfuschten Bungalows, deren Bestandteile industriell erzeugt werden. Statt echten Erdbeeren in den Desserts gibt es Aromen und Farbstoffe, die Fr\u00fcchte m\u00fcssen von weither transportiert werden und sind daher meist eher unreif, wenn sie serviert werden. Es gilt Kompromisse zu schlie\u00dfen, aber den meisten Touristen d\u00fcrfte das egal sein.<br \/>\nIn den ganz teuren Ressorts mag das ein wenig anders sein, aber die machen nur wenige Prozent aus.<\/p>\n<p>Ein sch\u00f6ner Urlaub geht zu Ende. Es hat sich ausgezahlt die Malediven zu besuchen, das Paradies in Not, wo man alles tut, um die Probleme von den Menschen fernzuhalten. Ich werde mir einiges \u00fcberlegen m\u00fcssen um den riesigen CO2-Fu\u00dfabdruck, den ich hinterlassen habe, zu kompensieren.<br \/>\nZum Abschluss noch einen der wunderbaren Momente auf diesem sch\u00f6nen Pl\u00e4tzchen unserer Erde. M\u00f6ge es noch lange erhalten bleiben und m\u00f6gen die Prognosen nicht wahr werden. Die Menschen auf den Malediven h\u00e4tten es sich verdient.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2019.02.10_Malediven\/sundown.jpg\" title=\"sundown.jpg\" alt=\"sundown.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 54: Sonnenuntergang<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;I schimpf ned auf die Primitiven &#8211; und leb a ohne Malediven&#8220; &#8211; so die Textstrophe, von der ich vergessen habe, aus welchem Lied sie stammt. 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