{"id":2673,"date":"2019-08-19T15:57:00","date_gmt":"2019-08-19T14:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=2673"},"modified":"2019-08-19T15:57:00","modified_gmt":"2019-08-19T14:57:00","slug":"unsere-zukunft-und-die-drake-gleichung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/unsere-zukunft-und-die-drake-gleichung\/","title":{"rendered":"Unsere Zukunft und die Drake-Gleichung"},"content":{"rendered":"<p>Wir k\u00fcmmern uns um Plastiksackerln und ob sie verboten werden sollten oder nicht. Und nat\u00fcrlich um Parkpl\u00e4tze f\u00fcr unsere Autos. Das sind zwar auch interessante Fragen, aber wenn wir uns eine oder mehrere Stufen h\u00f6her begeben, tauchen andere, noch wichtigere auf.<\/p>\n<p>Die Astrophysiker etwa haben das schon 1961 getan und ein junger Physiker namens Frank Drake hat daraufhin die \u201eDrake-Gleichung\u201c erstellt:<\/p>\n<p>N = R x fp x ne x fl x fi x fc x L<\/p>\n<p>Diese Gleichung soll helfen auszurechnen, wie hoch die Anzahl au\u00dferirdischer intelligenter Lebensformen ist, mit denen wir in Kontakt treten k\u00f6nnten. <\/p>\n<p>Die Gleichung liest sich wie folgt:<br \/>\n\u201eN\u201c ist die auszurechnende Zahl<br \/>\n\u201eR\u201c ist die mittlere Sternentstehungsrate pro Jahr in unserer Galaxis<br \/>\n\u201efP\u201c ist der Anteil an Sternen mit mindestens einem Planeten<br \/>\n\u201ene\u201c ist die Anzahl der Planeten innerhalb der habitablen Zone<br \/>\n\u201efI\u201c ist der Anteil an Planeten, auf denen sich Leben entwickelt hat<br \/>\n\u201efi\u201c ist der Anteil an Planeten mit intelligentem Leben<br \/>\n\u201efc\u201c ist der Anteil an Planeten, auf denen intelligentes Leben mit uns in Kontakt treten kann und will<br \/>\n\u201eL\u201c ist die Zeitdauer des \u00dcberlebens solcher Lebensformen<\/p>\n<p>Am spannendsten ist f\u00fcr uns der Faktor \u201eL\u201c, denn er betrifft uns direkt.<br \/>\nDamals, im Jahr 1962, war die Gefahr eines atomaren Weltkrieges die gr\u00f6\u00dfte, die \u201eL\u201c beeinflussen konnte. Heute ist es wohl die Klimakrise, in der wir gerade stecken. Sofern wir bereit sind, uns auf die Ebene zu begeben, die Zukunft jenseits von Plastiksackerln und Parkpl\u00e4tzen zu betrachten, sto\u00dfen wir wohl zwangsl\u00e4ufig auf dieses \u201eL\u201c als unbekannten Faktor.<\/p>\n<p>Auf der Suche nach au\u00dferirdischem Leben ist er deswegen so interessant, weil die Wahrscheinlichkeit Kontakt aufzunehmen, stark von der Lebensdauer anderer intelligenter Lebensformen abh\u00e4ngt. Es kann durchaus sein, dass wir einen Planeten entdecken, auf dem es so etwas gab, aber eben nicht mehr gibt. Und das gilt nat\u00fcrlich auch umgekehrt, also wenn wir von Au\u00dferirdischen entdeckt werden, selbst aber bereits ausgestorben sind.<\/p>\n<p>Vielleicht sollten wir uns darum k\u00fcmmern, unseren Planeten nicht so zu zerst\u00f6ren, dass wir selbst darauf nicht mehr leben k\u00f6nnen. Das liegt n\u00e4mlich in unserer Hand, wir haben die Wahl. Wir k\u00f6nnen das als Chance sehen oder einfach so weiter tun wie bisher und die eigene Bequemlichkeit \u00fcber alles stellen.<\/p>\n<p>Es gibt wichtigere Dinge als den Griff zu den Sternen, aber auch der wird nur m\u00f6glich sein, wenn unsere Zivilisation so lange existiert, dass wir \u00fcberhaupt die Zeit dazu haben.<\/p>\n<p>Quelle: TV-Doku \u201eLeben im All\u201c, gesendet auf Arte am 18. August 2019<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir k\u00fcmmern uns um Plastiksackerln und ob sie verboten werden sollten oder nicht. Und nat\u00fcrlich um Parkpl\u00e4tze f\u00fcr unsere Autos. 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