{"id":290,"date":"2010-01-14T00:49:44","date_gmt":"2010-01-13T23:49:44","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=290"},"modified":"2010-01-14T00:49:44","modified_gmt":"2010-01-13T23:49:44","slug":"nightmare-on-heathrow-teil-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/nightmare-on-heathrow-teil-3\/","title":{"rendered":"Nightmare on Heathrow, Teil 3"},"content":{"rendered":"<p>Der 26. Dezember ist endlich ein guter Tag. Dank mangelnder Verbindung in die Au\u00dfenwelt kann uns die Gep\u00e4ckfrage egal sein und wir verbringen einen tollen Vormittag mit einem Ausritt auf unglaublich lammfrommen Pferden, sehen Viehweiden ohne Ende, hin und wieder regnet es ein wenig, aber es ist hier sehr sch\u00f6n, die tschechische Managerin ist sehr nett und der hei\u00dfe Frischwasser-Minipool ist toll. Das ist ein Platz, den ich definitiv weiterempfehlen kann, dort kommen neue Energien, ein Wildbach flie\u00dft mitten durch die Lodge und sie haben ein Hei\u00dfwasserbecken, alles ist sehr einfach ausgestattet, die H\u00fctten ausschlie\u00dflich aus Holz gebaut, gekocht wird am Holzofenherd.<br \/>\nAuch das gute Essen haben die Leute in Costa Rica nicht erfunden, die einzige echte Landesspezialit\u00e4t ist Reis mit Bohnen. Das bekommt man hier zum Fr\u00fchst\u00fcck, zum Mittag- und selbstverst\u00e4ndlich auch zum Abendessen. Wer keine Bohnen mag (immer klein und schwarz, als Paste, als Beilage, gekocht, gebraten etc.), sollte Costa Rica gro\u00dfr\u00e4umig meiden. Alles in allem ist das Essen na ja, Essen halt.<\/p>\n<p>Gegen Mittag brechen wir Richtung Arenal auf, das ist ein ber\u00fchmter Vulkan an einem See und wir sind dort im Paraiso-Hotel gebucht.<br \/>\nDa in diesem Land irgendwie nichts so funktioniert, wie man es geplant hat, sind unsere Zimmer nat\u00fcrlich 1.) nicht fertig (was sich schnell \u00e4ndert, nachdem Markus mit altbekannter Verhandlungsst\u00e4rke droht, dass alle bis zur Fertigstellung von uns getrunkenen Biere aufs Haus gehen m\u00fcssen \u2013 sein leicht nach vorn gestreckter G\u00f6ssermuskel \u00fcberzeugt den Rezeptionist) und 2.) bekommen wir Zimmer mit Vulkanblick. Das klingt nett, aber erstens befindet sich zwischen dem Zimmer und dem Vulkan eine mehrseilige Hochspannungsleitung, was den Blick etwas, \u00e4h, zerschneidet, und zweitens befindet sich auch noch die Hauptstra\u00dfe dazwischen, befahren von unz\u00e4hligen wildgewordenen Irren, die die lange Gerade als Beschleunigungsteststrecke verwenden. In der Nacht, versteht sich.<br \/>\nDaf\u00fcr gibt es gratis Internet in der Rezeption. Wir sind extrem gespannt und hoffen, dass das Warten bald ein Ende hat \u2013 inzwischen m\u00fcssten sie unser Gep\u00e4ck ja gefunden haben.<br \/>\nLeider sieht der Report immer noch so aus wie an dem Tag vor Ewigkeiten, als ihn der Chinese in Vancouver verfasst hat. Aus seinem Versprechen, dass wir dort jederzeit unsere eigenen Daten (Aufenthaltsort f\u00fcr die Zustellung, Telefonnummer etc.) updaten k\u00f6nnten, wird leider nichts, da das Programm st\u00e4ndig Fehlermeldungen (\u201eInternal Error\u201c) ausspuckt. Selbstverst\u00e4ndlich wurde uns auch keinerlei Email geschickt \u2013 es ist, als ob wir nicht existieren w\u00fcrden.<br \/>\nWir beschlie\u00dfen, erstens eine Mail an die AUA und zweitens eine an die BA zu schicken, mit all den relevanten Daten und unserem Aufenthaltsort, jetzt und in den n\u00e4chsten Tagen. Wir beschlie\u00dfen weiters, meinen Vater um Hilfe zu bitten, der ist in Besitz einer fetten Senatorkarte. Leider befindet er sich zur Zeit irgendwo in Kenia im Busch. Mein Bruder erreicht ihn trotzdem, hat aber nicht auf die Zeit geschaut und weckt ihn um 2 Uhr in der Fr\u00fch auf. Er verspricht, ein wenig Dampf zu machen, vielleicht r\u00fchren die Herrschaften ja bei entsprechender Intervention ein Ohrwaschl. Au\u00dferdem verspricht er, eine gute Bekannte einzuschalten, die erstklassige Verbindungen zur British Airways hat, doppelt h\u00e4lt schlie\u00dflich besser. Das Telefonat zu unserem Vater (mit einem \u00f6sterreichischen Handy in Costa Rica nach Kenia auf ein \u00f6sterreichisches Handy) k\u00f6nnte \u00fcbrigens eher teuer werden. Das m\u00fcsste der Maximal-Tarif sein, nur vom Mond aus ist es noch teurer, unser Vater bekommt angeblich demn\u00e4chst von A1 den Titel \u201eRoaming-Kaiser\u201c verliehen.<br \/>\nNun k\u00f6nnen wir auch Zahnputzzeug kaufen und Deo und Rasierer, aus uns werden wieder Menschen, mit denen man sich in der \u00d6ffentlichkeit blicken lassen kann. Eine Sporttasche f\u00fcr jeden von uns muss auch sein, wir wollen einfach nicht noch zwei Wochen aus dem Plastiksackerl leben.<br \/>\nBei entsprechender Oberbekleidung in Form von T-Shirts sieht es schon schlechter aus. Erstens ist gerade Sonntag und es haben wieder alle Gesch\u00e4fte zu und zweitens (wir finden nach einer Stunde Wartezeit eines, das auch am Sonntag offen hat) gibt es nur wenig, eigentlich nichts in der Gr\u00f6\u00dfe, die der mittelgro\u00df gewachsene Europ\u00e4er nun einmal braucht. Costa Rica ist das Land der Zwerge, zumindest l\u00e4sst sich das aus der Kleidungsauswahl erkennen. Schuhe? Vergiss es!<br \/>\nMit dieser Aktion vergeht \u00fcbrigens ein weiterer Halbtag, den wir gerne mit urlaubs\u00e4hnlicheren T\u00e4tigkeiten verbracht h\u00e4tten. Danke, Austrian Airlines, London Heathrow, British Airways, Continental und Mexicana, die ihr alle f\u00fcr uns nicht zust\u00e4ndig seid!<\/p>\n<p>Der 27. Dezember vergeht, wir warten immer noch auf die beiden Godots. Gegen Mittag des n\u00e4chsten Tages reisen wir ab. Leider haben wir immer noch kein Gep\u00e4ck, aber bei der Abfahrt meint der Rezeptionist, ein Herr von der Mexicana h\u00e4tte angerufen und bitte um R\u00fcckruf. Wir flehen den Rezeptionisten an, uns zu helfen und das Gep\u00e4ck ins Ocotal Beach Resort nachschicken zu lassen, wo wir ab heute Abend f\u00fcnf Tage verbringen werden. Auch wenn die urspr\u00fcnglich geplante Tauchsafari l\u00e4ngst abgefahren war (ohne uns und die beiden Godots), vielleicht lie\u00dfe sich mit Tauchequipment ja wenigstens ein wenig vor Ort tauchen.<br \/>\nEr verspricht es hoch und heilig und wir fahren ab.<br \/>\nAuf einer Rastst\u00e4tte kurz nach Liberia bekommen wir endlich das Essen, das ich mir hier w\u00fcnsche: Einheimische Kost, alles sehr frisch, sehr geschmackvoll und nicht teuer, plus wirklich gutem Service, fast schon wie man es bei uns bekommt.<br \/>\nAm Abend angekommen meint die Rezeptionistin im Ocotal Beach Resort, ein Herr von der Mexicana h\u00e4tte angerufen und bitte um R\u00fcckruf. Gierig st\u00fcrzen wir uns auf den H\u00f6rer und rufen die Nummer an \u2013 leider besetzt, und zwar \u2013 modern gesprochen \u2013 nachhaltig.<br \/>\nDie Rezeptionistin meint, das w\u00e4re durchaus \u00fcblich, man lege einfach den H\u00f6rer neben das Telefon und h\u00e4tte Ruhe vor l\u00e4stigen An- oder R\u00fcckrufen, alles ganz normal in Costa Rica.<br \/>\nDa pl\u00f6tzlich \u2013 es l\u00e4utet \u2013 der Rezeptionist daneben dr\u00fcckt mir den H\u00f6rer in die Hand, eine Stimme fragt \u201ePeter?\u201c Ich beeile mich zu antworten, dass ich der Bruder von Peter w\u00e4re und dann meint die Stimme, ich solle \u201ehold on\u201c machen. Nach einiger Zeit meldet sie sich noch einmal und bittet, ich solle weiterhin \u201ehold on\u201c machen. Es vergeht noch eine Zeit und dann: tut-tut-tut-tut\u2026 Aufgelegt.<br \/>\nSo, werte Leserinnen und Leser, funktioniert das meisterliche Foppen, daf\u00fcr braucht man sicher eine mehrj\u00e4hrige, sehr schwierige Ausbildung.<br \/>\nDie Rezeptionistin hat jetzt der Ehrgeiz gepackt und nach einer Stunde bekommt sie ihn tats\u00e4chlich h\u00f6chstpers\u00f6nlich an den H\u00f6rer und ersucht dringend, man m\u00f6ge die Gep\u00e4ckst\u00fccke (ja, sie w\u00e4ren gefunden worden und seien in San Jos\u00e9) sofort zustellen, ja, sofort, hierher nach Ocotal.<br \/>\nWieder steigt die Hoffnung, nachdem sie versichert, die Gep\u00e4ckst\u00fccke w\u00fcrden sofort aus San Jose weggeschickt und seien in vier Stunden, also um 9 Uhr Abends da und sie w\u00fcrde sie sofort ohne Verz\u00f6gerung an uns weiterleiten.<br \/>\nStunden vergehen, es wird 9, es wird 9:30, es wird 10, es wird 10:30, es wird 11, es wird 11.30, es wird Mitternacht und ich gehe schlafen. Wieder nix, so endet in fr\u00f6hlicher Fopperei der 6. Tag unserer Reise, wartend auf Godot.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Tag beginnt mit einer positiven \u00dcberraschung: Unser Gep\u00e4ck ist da, nach nur 6 Tagen! Bis auf einen entsprechend heftigen Riss in Peters Tauchtrolley sieht \u00e4u\u00dferlich alles okay aus. Weniger okay ist das Fr\u00fchst\u00fccksbuffet. Obwohl das angeblich ein tolles Hotel ist, gibt es eher das, was die Amis wollen, mit Ahornsirup und waffelartigen Palatschinken oder palatschinkenartigen Waffeln oder so, fett und ohne Geschmack.<br \/>\nOb Nightmare on Heathrow damit beendet ist? Die n\u00e4chsten Tage werden es zeigen bzw. das entsprechende Nachspiel, um das sich in erster Linie hoffentlich meine Rechtschutzversicherung k\u00fcmmern wird.<\/p>\n<p>Nach ein paar Tagen Urlaub geht es zur\u00fcck Richtung San Jos\u00e9. Mir ist nicht ganz wohl bei dem Gedanken, dass wir wieder eine elendslange Strecke fliegen m\u00fcssen, mit Continental (CO 1755) von San Jos\u00e9 Nach Newark, dort drei Stunden Pause, danach noch einmal mit der Continental (CO 056) von Newak nach Paris und dann nach weiteren drei Stunden Aufenthalt mit der Austrian (OS 412) zur\u00fcck nach Wien.<br \/>\nWien \u2013 ah, der Gedanke l\u00f6st Freude aus, Hoffnung, Wunsch.<br \/>\nAm Vorabend gilt es noch den Leihwagen zur\u00fcckzugeben, was nach einigem Hin und Her problemlos klappt. Der Suzuki Jimny hat uns treu begleitet, wir mussten Gott sei Dank keinen Reifen wechseln, da sich irgendwann gezeigt hat, dass das Reserverad gut, aber leider seitlich mit einer seltsamen Beule verziert war. Ansonsten lief alles glatt, bis auf den linken vorderen Kotfl\u00fcgel, der sich teilweise l\u00f6ste, so dass wir den Plastikteil ganz entfernen mussten. Und das Navi fiel einmal aus \u2013 es war pl\u00f6tzlich einfach tot, nicht mehr zu starten, einfach tot. Gott sei Dank entschloss es sich nach einiger Zeit wieder zu funktionieren.<\/p>\n<p>Das Versprechen unserer netten Rezeptionisten, dass wir p\u00fcnktlich um 06:20 zum Flughafen gebracht w\u00fcrden (man h\u00e4tte ein eigenes Shuttle hier im Hotel!), erwies sich als sehr leer, denn in der Fr\u00fch wussten sie nichts mehr vom Vorabendversprechen \u2013 das Taxi ginge p\u00fcnktlich um 06:45 und keine Minute fr\u00fcher. Aber es w\u00e4re eh nicht weit zum Flughafen.<br \/>\nOb denn der Verkehr kein Problem machen w\u00fcrde? Nein, so wurde versichert, das w\u00e4re schon okay.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich ging es nicht um 06:45 los, da zwei Amerikanische Schachteln (Mundl h\u00e4tte \u201eSchastrommeln\u201c gesagt, aber ich sage das nicht) vergessen hatten auszuchecken. Auf die Bitte, sich ein wenig zu beeilen, da wir sonst unseren Flug vers\u00e4umen w\u00fcrden, reagierten sie, ich sage mal vorsichtig, \u201everschachtelt\u201c.<br \/>\nAlso mit entsprechender Nervosit\u00e4t zum Flughafen. Gott sei Dank ist das Einchecken okay, die G\u00fcrtel hatten wir vorsichtshalber gleich ins Gep\u00e4ck gesteckt. Wir hatten schon am Vortag per Internet unsere Sitzpl\u00e4tze reserviert (Ganz, ganz wichtig: Gangsitze, vor allem bei der Langstrecke von Newark nach Paris!) und bekommen auch die Bordkarten, allerdings nur bis Paris, dort m\u00fcssten wir uns bei der AUA neue besorgen. Witzig finde ich nur die Bezeichnung unserer Sitzpl\u00e4tze auf der Langstrecke: 27K und 27L, aber die werden sich schon was gedacht haben bei der Nummerierung.<br \/>\nDie zus\u00e4tzliche Gep\u00e4ckkontrolle, die von den Amis in der Fluggastbr\u00fccke direkt vor dem Flugzeug gemacht wird, ging flott vonstatten, vor allem, weil es der Dame (aus Costa Rica) irgendwie peinlich war, dass sie bei meinem Rucksack nur den Zipp f\u00fcr das Rucksackerweiterungsfach fand \u2013 also verzichtete sie auf das \u00d6ffnen aller anderen F\u00e4cher, ich h\u00e4tte jede Menge Sprengstoff in fl\u00fcssiger Form mitf\u00fchren k\u00f6nnen. So viel zur Sinnhaftigkeit der 17 Kontrollen.<\/p>\n<p>Der Aufenthalt in Newark gestaltet sich unspektakul\u00e4r, da wir uns ja auf entsprechende Schwierigkeiten eingestellt haben. Nun besitzen die Amis meine Fingerabdr\u00fccke und meine Irisstruktur, ich w\u00fcnsche ihnen viel Spa\u00df damit. Unser Gep\u00e4ck m\u00fcssen wir rausholen, identifizieren, mitnehmen, wir m\u00fcssen lustige Fragen beantworten (\u201eHaben sie das auch selbst gepackt? Hat ihnen dabei wer geholfen? Sind Sie sich sicher, dass Ihnen niemand dabei geholfen hat? Sind Sie sich ganz sicher, dass das Ihr Gep\u00e4ck ist? Haben Sie da irgendwas drin, das nicht Ihnen geh\u00f6rt? Hat Ihnen jemand was mitgegeben, das nicht Ihnen geh\u00f6rt? Etc.). Dann stellen wir das Gep\u00e4ck auf ein F\u00f6rderband und gehen zu den n\u00e4chsten Sicherheitskontrollen.<br \/>\nAls wir das Flugzeug nach Paris entern, f\u00e4ngt die Stewardess zu lachen an: Hihihi, 27K und 27L h\u00e4tte man gar nicht, man h\u00e4tte die Pl\u00e4tze 27A, 27B, 27C, 27D, 27E und 27F, das w\u00e4re alles.<br \/>\nWir lachen fr\u00f6hlich mit, was uns aber schnell vergeht, als die Stewardess ihre Chefin holt und die meint, da g\u00e4be es ein Problem, weil man h\u00e4tte das Flugzeug gewechselt und das w\u00e4re jetzt ein anderes, kleineres, und man w\u00e4re \u00fcberbucht, aber sie w\u00fcrde schauen, ob sie f\u00fcr uns noch Pl\u00e4tze findet.<br \/>\nNach einiger Zeit kommt sie wieder und meint, ja, sie h\u00e4tte noch die letzten zwei Pl\u00e4tze aufgetrieben, 27B und 27E.<br \/>\nDas sind ganz deutlich die Arschpl\u00e4tze, die miesesten, die man haben kann, sofern man gr\u00f6\u00dfer als Danny DeVito ist. Leider, so meint sie, aber andere h\u00e4tte sie nicht.<\/p>\n<p>Es ist ein langer Flug von USA nach Frankreich, wenn man auf B und E sitzt, ein sehr langer. Vergleichbar ist das nur mehr mit der K\u00e4figfolter der Roten Khmer in Kambodscha. Die hatten seinerzeit eine besonders grausame Foltermethode entwickelt, n\u00e4mlich einen Stahlk\u00e4fig mit einer Innenkonstruktion. Diese war so gemacht, dass man darin weder sitzen noch stehen noch liegen konnte. Nach kurzer Zeit wurden die Eingesperrten verr\u00fcckt und sagten und taten alles, was man von ihnen verlangte.<br \/>\nAuf unseren Sitzen konnten wir auch weder sitzen noch liegen noch stehen. Dazu kommt noch, dass die Sitze in der Boeing 757 eine konkave Lehne haben, die sich oben wieder nach vorne w\u00f6lbt. Das Brustbein wird extrem zusammengequetscht, vor allem, wenn man es nicht durchbiegen kann, weil daneben auch zwei Breitschultrige sitzen. Die Haltung ist erniedrigend.<br \/>\nManche Passagiere behelfen sich, indem sie das Essenstablett runterklappen und den Kopf drauflegen, andere stehen fast die ganze Zeit vorne beim H\u00e4usl.<br \/>\nDann endlich, nach einer Ewigkeit kommt das Fr\u00fchst\u00fcck und der Plastikbecher mit hei\u00dfem Tee. Und das Luftloch. Nein, die Mutter aller Luftl\u00f6cher. Coffee everywhere, Tea on the ceiling, die Stewardessen teilen Servietten aus, ich bin im Urlaub.<br \/>\nDer Aufenthalt in Paris ist okay, bis auf die lustige R\u00e4tselrally, die wir ohne unser Wissen scheinbar gebucht haben. Der Transitbereich ist zwar vorhanden, aber wir k\u00f6nnen dort nicht den Terminal erreichen, von dem wir mit der AUA weiterfliegen k\u00f6nnen. Bald stellt sich heraus, dass wir die drei Stunden Zwischenstop tats\u00e4chlich brauchen. Irgendwann haben wir den Checkin-Schalter gefunden und freuen uns, dass die Dame au\u00dfer Franz\u00f6sisch noch ein wenig Englisch kann. Ja, wir sprechen vom Schalter der Austrian Airlines. Nein, sie konnte kein einziges Wort Deutsch. Sollte sich irgendwer wundern, warum niemand mehr mit der AUA fliegt \u2013 ich kann es ihm sagen!<br \/>\nDann endlich, nach 27 Stunden ohne Schlaf, sind wir in Schwechat angekommen, wir beide, mein Bruder Peter und ich. Und unsere beiden kleinen Handgep\u00e4ckrucks\u00e4cke auch. Nach einer halben Stunde am Gep\u00e4ckband stellt sich heraus, dass wir komplett sind, unsere beiden Godots sind wieder einmal fort, irgendwo geblieben, in Newark oder Paris oder sonstwo.<br \/>\nEs gibt dem Urlaub noch die passende Abschlussw\u00fcrze, das Ausf\u00fcllen des Formulars. Die nette Dame meint, sie bedaure uns, aber man warte derzeit auf sehr viele Gep\u00e4ckst\u00fccke aus Paris und man w\u00fcrde uns die Taschen sofort zustellen, wenn sie ankommen.<br \/>\nAm Abend kommt der Anruf, dass die Taschen da seien und mit der 7 Uhr-Lieferung an unsere Adressen gingen, allerdings sollten wir uns auf 3-5 Stunden Versp\u00e4tung einstellen, das sei einfach so.<\/p>\n<p>Das ist das Ende der Geschichte und ich brauche jetzt dringend Urlaub.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 26. Dezember ist endlich ein guter Tag. Dank mangelnder Verbindung in die Au\u00dfenwelt kann uns die Gep\u00e4ckfrage egal sein und wir verbringen einen tollen Vormittag mit einem Ausritt auf unglaublich lammfrommen Pferden, sehen Viehweiden ohne Ende, hin und wieder<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-290","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/290","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=290"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/290\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=290"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=290"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=290"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}