{"id":414,"date":"2010-07-11T20:24:59","date_gmt":"2010-07-11T19:24:59","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=414"},"modified":"2024-02-15T17:28:49","modified_gmt":"2024-02-15T16:28:49","slug":"wenn-schnitzel-kollektiv-musik-horen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/wenn-schnitzel-kollektiv-musik-horen\/","title":{"rendered":"Wenn Schnitzel kollektiv Musik h\u00f6ren"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein kurzer Bericht \u00fcber das Lovely Days Festival 2010<\/strong><\/p>\n<p>Pr\u00e4ambel: Es war auch sehr sch\u00f6n und sehr hei\u00df. Das Festival muss fast ausverkauft gewesen sein, es waren enorm viele Leute dort und es war entsprechend voll. So war es nicht leicht, Wiesenpl\u00e4tze zu finden. Also Wiesenpl\u00e4tze in Wiesen, wo man seine Decke ausbreiten und ob des schon h\u00f6heren Alters der meisten G\u00e4ste das Sitzen und gleichzeitig H\u00f6ren genie\u00dfen kann.<\/p>\n<p>Die Schnitzel kommen so zustande: Alle Zufahrtstra\u00dfen bzw. -wege sind teilweise unasphaltiert bzw. die Autofahrer fahren neben dem Asphalt. So h\u00e4ngt eine st\u00e4ndige Staubwolke \u00fcber den Wegen und wegen des vielen Schwitz durch die Sonne ergibt das dann eine veritable Panier \u00fcber das gute Fleisch. So wirken die meisten G\u00e4ste  etwas bleich, fast ein wenig zombiehaft, aber ich will nicht \u00fcbertreiben.<\/p>\n<p><strong>Gimme some lovin<\/strong><\/p>\n<p> Spencer Davis Group beginnt schwungvoll und um 20 Minuten fr\u00fcher als angek\u00fcndigt. Da wir auch 20 Min. versp\u00e4tet sind, gehen sich gerade noch die restlichen 20 Minuten aus, denn jede Gruppe spielt gerade mal eine gute Stunde, danach sind 40 Minuten Umbau. Das gut versteckte Bier wird entdeckt und spontan geleert, der Eingang ist aber gut organisiert plus dem obligatorischen vollfetten St\u00e4nkerer (&#8222;I w\u00fc do eine&#8220; &#8211; &#8222;Naa&#8220; &#8211; &#8222;I w\u00fc oba do eine&#8220; &#8211; &#8222;Naa&#8220; &#8211; &#8222;Greif mi net au, AU!&#8220; usw.)<\/p>\n<p><strong> Goin\u00b4 up the country<\/strong><\/p>\n<p> Canned Heat setzen noch eins drauf und bringen trotz der sengenden Hitze das Publikum zum Mittanzen. Plus nicht ausgemachter Zugabe, aber sie hatten alle ihren Spa\u00df.<\/p>\n<p> Auff\u00e4llig die st\u00e4ndig ges\u00fcnder werdende Ern\u00e4hrung der G\u00e4ste: Bier, Spritzer, Eitrige und Pizza haben deutlich die Oberhand.<\/p>\n<p> <strong>Lady in black<\/strong><\/p>\n<p>Sie spielen sie alle, die Hitte, die sie gehabt haben. Und sie geben gut Gas, Stimmung ist pr\u00e4chtig  bei Uriah Heep und zumindest mir wird klar, warum ich mir lieber die alten Gruppen anschaue als die meisten neuen.<\/p>\n<p>Ein junger Knilch (lange Federn, Herumteufelhose, Timberlandbock) klettert auf das Dach des Technikh\u00e4usels und holt sich seine two minutes of fame, bis ein Security nachklettert und ihn runterscheucht. Dann klettert der Security auch runter und der junge Mann ein paar Meter weiter wieder rauf. Der Security ist unentspannt weil mit kr\u00e4ftigem Bauch und kein echter Kletterk\u00fcnstler. So kommt der Timberlandtyp noch zu einem abendlichen Freiflug.<\/p>\n<p> <strong>Saw a little girl in a Hollywood bungalow<\/strong><\/p>\n<p> Ray Manzarek und Robbie Krieger &#8211; samt neuem, richtig gutem S\u00e4nger, akustisch schon sehr nah am gro\u00dfen Vorbild dran. Mit sehr viel Esprit und Spiellust &#8211; scheinbar macht Wiesen \u00fcberhaupt Lust, zumindest den alten Herren.  Auch hier eine Umbauzeit verk\u00fcrzende Zugabe, mit L.A.-Woman wunschgerecht.<\/p>\n<p>Es wird langsam Abend und das merkt man am Wechsel des olfaktorischen Mix: Von Bier-Schwei\u00df-Sonnencreme hin zu Speibe-\u00d6fen-Autan. Ein freundlicher Alt-Hippie neben mir holt seit 14 Uhr alle 20 Minuten zwei Bier f\u00fcr sich und seinen Kumpani. Und er ist auch nach 6 Stunden noch topfit. Steherqualit\u00e4ten, nicht nur auf der B\u00fchne.<\/p>\n<p>Die WCs sind wie immer voll auf der Damen- und gut begehbar auf der Herrenseite. Weiter hinten verdienen sich vor allem die Getr\u00e4nkebuden dumm und deppert. <\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2010.07.11_Wiesen\/bild02.jpg\" title=\"bild02.jpg\" alt=\"bild02.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Menschen auf der Wiese in Wiesen<\/p>\n<p><strong>Rosanna in Africa<\/strong><\/p>\n<p>Noch nie geh\u00f6rt und daher mit Spannung erwartet &#8211; Toto liefern genau das, was gewollt wird und sie klingen aber exakt wie vor 25 Jahren. Irgendwie kennt man eh jeder Nummer und Toto sind rockiger als gedacht. <\/p>\n<p>Hinter mir ein Knechter, der schon seit Stunden st\u00e4ndig &#8222;Ro-sa-ah-na&#8220; schreit und leider kein Bier vertr\u00e4gt, allen rundherum auf die Nerven geht und mir zunehmend unsympathisch wird.<\/p>\n<p>Einen Tipp hab ich noch f\u00fcr Liegewiesendeckenhersteller: Vergesst teure Produkttestzyklen &#8211; eine Decke auf den Boden in Wiesen und eine wilde B\u00fcffelherde k\u00f6nnte nicht effizienter testen. Da ist dann alles drauf, was denkbar ist. <\/p>\n<p> <strong>The Mighty Quinn<\/strong><\/p>\n<p> Manfred Mann als Schlussakt haben wir uns geschenkt &#8211; gut, aber oft geh\u00f6rt und die Gelsen haben diesmal die Tiefflugstaffelformation gew\u00e4hlt. Opfer und deren nackte Beine gibt es gen\u00fcgend.<\/p>\n<p>Das Fazit f\u00e4llt wieder einmal sehr positiv aus: F\u00fcr 10 Euro pro Gruppe wahrlich nicht \u00fcberbezahlt, gut organisiert, mit angenehmem Publikum, auch wenn ich mir f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr ein rundum erneuertes Lineup erwarte. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein kurzer Bericht \u00fcber das Lovely Days Festival 2010 Pr\u00e4ambel: Es war auch sehr sch\u00f6n und sehr hei\u00df. Das Festival muss fast ausverkauft gewesen sein, es waren enorm viele Leute dort und es war entsprechend voll. 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