{"id":437,"date":"2010-08-18T16:32:15","date_gmt":"2010-08-18T15:32:15","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=437"},"modified":"2017-07-15T12:28:47","modified_gmt":"2017-07-15T11:28:47","slug":"bei-den-afrika-tagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bei-den-afrika-tagen\/","title":{"rendered":"Bei den Afrika-Tagen"},"content":{"rendered":"<p>Neulich, auf Einladung meiner Schwester besuche ich die Afrika-Tage auf der Donauinsel.<br \/>\nAls alter Afrika-Fan lasse ich mir das nicht entgehen und bin schon gespannt, was mich dort erwartet.<br \/>\nZuerst einmal 5,- Euro Eintritt. Das Festival (oder wie auch immer man es bezeichnen mag) findet dort statt, wo beim Donauinselfest die gr\u00f6\u00dfte B\u00fchne steht. Auch jetzt ist eine B\u00fchne dort und es erklingt Trommelmusik (warum erstaunt mich das nicht&#8230;).<\/p>\n<p>Standln links und Standln rechts und mich beschleicht der Verdacht, dass dies nicht viel mehr als ein Markt ist, nur dass man daf\u00fcr Eintritt bezahlt, quasi als Erlaubnis, drinnen Geld ausgeben zu d\u00fcrfen.<br \/>\nIch fasse zusammen: Fetzen, Schmuck, Gew\u00fcrze und Trommeln &#8211; das kann man k\u00e4uflich erwerben. Dann gibt es noch ein sehr gro\u00dfes Zelt, in dem Trommelkurse stattfinden und eine Fressmeile, wo man sich mit Ottakringer Bier und gro\u00dfteils afrikanischen Gerichten eindecken kann.<br \/>\nDas Publikum ist sehr gemischt, hervorstechen tut der Typ BesucherIn, die auch gerne ins Waldviertel auf einen Trommelkurs fahren und sich in weite Gew\u00e4nder h\u00fcllen und irrsinnig berne barfu\u00df herumlaufen, da und dort ein wenig Blech im Gesicht.<br \/>\nDann gibt es noch die Aussteiger, die einmal in Afrika gelebt haben, zumindest ein paar Wochen lang und jetzt mit einer Afrikanerin zusammen sind oder einmal waren. Alle schlendern herum und da und dort wird eine Kette aus Plastikperlen begutachtet &#8211; vielleicht passt sie ja zu den zw\u00f6lf anderen, die man schon um den Hals tr\u00e4gt.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2010.08.18_Afrikatage\/trommelstand.jpg\" title=\"trommelstand.jpg\" alt=\"trommelstand.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild: Trommelstand<\/p>\n<p>Nicht zu vergessen die Charity-Zelte, wo diverse Non-Profit-wir-sammeln-f\u00fcr-das-arme-Afrika-Organisationen auf Geldfang sind (&#8222;Fundraising&#8220; hei\u00dft das heute offiziell). Die Ehrenamtlichen geben sich hier ein Stelldichein, lobenswert, sehr lobenswert.<\/p>\n<p>Ansonsten wei\u00df ich, dass Afrika mehr zu bieten hat als Fetzenfolklore und Trommelkurse. Leider finde ich das nicht hier bei den Afrika-Tagen: keinerlei Info \u00fcber die Kultur, \u00fcber die tollen Fortschritte, die Afrika an vielen Orten bereits schafft. Ich finde auch keine Identit\u00e4t jenseits der Perlenketten und des Ramschs, der mir aus den Standln entgegenquillt. Wenn wir Europ\u00e4er so ein Bild von Afrika haben, dann darf die Afrikaner nicht wundern, dass wir sie nicht verstehen. Hier wird der Ramsch verkauft, den man schon in Afrika den Touristen an jeder Ecke andrehen will.<br \/>\nAn einem Stand verkaufen sie Reggae-Musik, die meines Wissens soviel mit Afrika zu tun hat wie Eisfischen.<\/p>\n<p>Die Afrika-Tage stellen sich mir als kommerzielle Folklore-Veranstaltung dar und ich bin ein wenig entt\u00e4uscht. Und das Trommeln hat mich auch nicht wirklich reizen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neulich, auf Einladung meiner Schwester besuche ich die Afrika-Tage auf der Donauinsel. Als alter Afrika-Fan lasse ich mir das nicht entgehen und bin schon gespannt, was mich dort erwartet. Zuerst einmal 5,- Euro Eintritt. 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