{"id":529,"date":"2011-02-01T11:27:54","date_gmt":"2011-02-01T10:27:54","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=529"},"modified":"2011-02-01T12:04:03","modified_gmt":"2011-02-01T11:04:03","slug":"10-tage-optimismus-tag-3-neues-geld-in-sicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/10-tage-optimismus-tag-3-neues-geld-in-sicht\/","title":{"rendered":"10 Tage Optimismus &#8211; Tag 3: Neues Geld in Sicht!"},"content":{"rendered":"<p>10 Tage Optimismus. In den Nachrichten nur Negatives und auch mein Blick ist schon zu sehr auf den Mangel gerichtet. Daher 10 Tage lang je ein Beispiel f\u00fcr was Positives auf dieser Welt.<\/p>\n<p>Tag 3: Wer derzeit in die Branche hineinhorcht kann erkennen, dass die Ratten das sinkende Schiff verlassen. Fondsmanager, Bankdirektoren, Versicherungsvorst\u00e4nde &#8211; sie alle fl\u00fcchten bereits aus denjenigen Werten, die bei einer satten Inflation ganz pl\u00f6tzlich und unerwartet nix mehr wert sind.<\/p>\n<p>Was aber machen sie? Und was k\u00f6nnen wir machen, die wir keine Insider und Million\u00e4re sind? Gl\u00fccklicherweise sind die Abfangmechanismen bereits eifrig an der Arbeit.<br \/>\nLetztlich geht es darum, bei einer entsprechenden Inflation (ich rechne mit insgesamt 30 %, aufgeteilt auf etwa 3 Stufen, alles innerhalb eines Jahres und beginnend irgendwann ab jetzt bis 2013) die Realwirtschaft aufzufangen, also nicht den Teil, bei dem es um Milliardenspekulationen und um teure Villen mit einem Dutzen Whirlpools geht, sondern um das, was wir f\u00fcr ein einigerma\u00dfen w\u00fcrdevolles Leben brauchen: Essen, Unterkunft, Heizung, Spritzwein beim Heurigen (als Bsp. f\u00fcr Sozialkontakte) und noch ein paar Kleinigkeiten.<\/p>\n<p>Wer also f\u00e4ngt uns auf, wer f\u00e4ngt unsere Wirtschaft auf? Die ersten Beispiele, wie das funktionieren kann, sind etwa 80 Jahre alt und hei\u00dfen z. B. &#8222;Wunder von W\u00f6rgl&#8220;. Das kennen Sie nicht? Macht nichts, das ist auch kein so sexy Medienthema wie &#8222;Austrians next Topmodel&#8220;, daf\u00fcr wird das, was damals geschehen ist, in der n\u00e4chsten Krise relevant (im Gegensatz zu Austrians next Topmodel). Und es gibt ja Wikipedia, da findet man so manches.<\/p>\n<p>Konkret geht es darum, dass weltweit die ersten Komplement\u00e4rw\u00e4hrungen f\u00fcr die Krise fit gemacht werden. &#8222;Komplement\u00e4rw\u00e4hrung&#8220; ist der Fachausdruck f\u00fcr ein Tausch\u00e4quivalent (Sie kennen es unter dem Namen &#8222;Geld&#8220;), das die Fiat-W\u00e4hrung (noch so ein Fachausdruck, so hei\u00dfen alle von einer staatlichen Zentralautorit\u00e4t ausgegebenen W\u00e4hrungen, also das w\u00e4re der Euro, der Dollar, der Yen etc.) erg\u00e4nzt, und zwar auf regionaler bzw. lokaler Ebene. Konkret handelt es sich dabei um eine Vielzahl verschiedener Systeme wie etwa Zeittauschsysteme oder Genussscheine mit Demurrage-Funktion (nein, das will ich jetzt nicht erkl\u00e4ren).<\/p>\n<p>Sehen wir uns kurz die &#8222;Karriere&#8220; dieser W\u00e4hrungssyteme an:<br \/>\nbis 1984: ca. 25 weltweit<br \/>\nim Jahr 200: ca. 2500 weltweit<br \/>\nheute: ca. 5000 weltweit.<\/p>\n<p>Sie alle dienen der Kompensation der Schw\u00e4che der derzeitigen W\u00e4hrungen, die die Realwirtschaft immer weniger abbilden und daher (ohne dass wir es gro\u00df sp\u00fcren) schon massiv an Wert verlieren. Irgendwann muss dies dann entsprechend angepasst werden, damit es nicht zu einer galoppierenden Inflation kommt.<br \/>\nWenn die Komplement\u00e4rw\u00e4hrungen dann schon fit genug sind, sprich funktionieren und das Vertrauen derer besitzen, die mit ihnen handeln sollen, dann haben wir zwar noch eine fette Krise und vielleicht statt einem Flatscreen keinen Fernseher und statt einem sch\u00f6nen neuen Audi nur mehr eine Netzkarte, aber wir m\u00fcssen nicht hungern oder frieren.<\/p>\n<p>Die Beispiele sind derzeit durchaus ermutigend: der Sterntaler und der Chiemgauer in Deutschland sind bereits dabei sich vom Euro zu entkoppeln und auf die kommende Finanzkrise einzustellen &#8211; und das sind nur zwei von vielen. Die Technik der W\u00e4hrungseinf\u00fchrung ist durchdacht und einsatzbereit und wie schnell Menschen bereit sind, neue W\u00e4hrungen zu akzeptieren, sieht man immer dann, wenn sie es m\u00fcssen, wie das etwa nach dem zweiten Weltkrieg war, wo man problemlos fast alles mit Zigaretten kaufen konnte. Besser funktioniert es, wenn man es vorher ge\u00fcbt hat &#8211; und genau so w\u00fcrde ich die derzeitigen Komplement\u00e4rw\u00e4hrungen einstufen.<\/p>\n<p>Was also tun?<br \/>\nIch empfehle rechtzeitig die eigene Gier nach hohen Zinsen zur\u00fcckzuschrauben und in Werte zu gehen, die inflationsfest sind: eigene Immobilien, \u00d6ko-Landwirtschaftsaktien (Bsp. Regionalwert-AG) etc.<br \/>\nMeiden w\u00fcrde ich alle diejenigen Finanzprodukte, die bei der letzten Krise schon in den Keller gerasselt sind, auch wenn sie derzeit einen H\u00f6henflug erleben, und dabei keinen lauwarmen Furz auf Ratings geben (Lehman hatte auch ein Triple-A-Rating. Noch Fragen?).<\/p>\n<p>Und ja, das zarte Pfl\u00e4nzchen des Optimismus ist auch punkto Finanzwirtschaft angesagt. Es gibt bereits gen\u00fcgend gute Ans\u00e4tze und gen\u00fcgend gescheite Leute, die an brauchbaren Alternativen arbeiten.<\/p>\n<p>Wer sich genauer informieren will: Bernard A. Lietaer: Das Geld der Zukunft; Riemann Verlag<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>10 Tage Optimismus. In den Nachrichten nur Negatives und auch mein Blick ist schon zu sehr auf den Mangel gerichtet. Daher 10 Tage lang je ein Beispiel f\u00fcr was Positives auf dieser Welt. 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