{"id":858,"date":"2012-03-27T17:12:03","date_gmt":"2012-03-27T16:12:03","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=858"},"modified":"2012-03-27T17:12:03","modified_gmt":"2012-03-27T16:12:03","slug":"guido-und-thomy-am-ende-der-welt-eine-reise-in-die-mondberge-des-ruwenzori-tag-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/guido-und-thomy-am-ende-der-welt-eine-reise-in-die-mondberge-des-ruwenzori-tag-11\/","title":{"rendered":"Guido und Thomy am Ende der Welt &#8211; eine Reise in die Mondberge des Ruwenzori \/ Tag 11"},"content":{"rendered":"<p>Tag 11 &#8211; von der Kitandara-Hut zur Nyabitaba-Hut<\/p>\n<p>Der vorletzte Tag im Ruwenzori. Und der erste mit Sonnenschein, das war uns sehr willkommen! Eigentlich ist hier nur die Etappe bis zur Guy-Yeoman-H\u00fctte geplant, aber wir wollen zwei Etappen versuchen. So sollte es der h\u00e4rteste Tag der Tour werden.<br \/>\nDer Beginn ist der Freshfield-Pass, der aber in 1 h 10 min. bew\u00e4ltigt werden konnte. Danach beginnt der eigentliche Abstieg und jetzt wurde es ein wenig unlustig. Es geht tw. wirklich steil bergab, meist \u00fcber Felsen, dazwischen wieder S\u00fcmpfe, die jedoch recht trocken sind. Das geht fest in die Oberschenkel und es zeigte sich, dass meine Schuhe zwar sensationellen Grip haben, sich bei W\u00e4rme jedoch ein wenig ausdehnen, so dass ich vorne mit den Zehen ansto\u00dfe. Einmal konnte ich ein leichtes Umkn\u00f6cheln nicht vermeiden, gl\u00fccklicherweise ohne \u00e4rgere Folgen. Selbst Thomy war sich nicht mehr sicher, ob wir diese Etappe am Vortag noch geschafft h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Die erste Rast machten wir unter einem riesigen Fels\u00fcberhang, der fr\u00fcher (also bevor es H\u00fctten gab) als Nachtplatz derjenigen Abenteurer fungierte, die die Tour im Uhrzeigersinn machten. Ohne Wege muss das ein unfassbar anstrengender Marsch gewesen sein. Heute gibt es an den wirklich kritischen Stellen Leitern und die Wege sind recht gut ausgebaut.<br \/>\nTrotzdem bleibt das der riskanteste Tag, vor allem mit einer Doppeletappe. <\/p>\n<p>Nach 4,5 Stunden waren wir bei der Guy-Yeoman-H\u00fctte, die am Ende eines flachen Sumpfareals liegt. Die Italiener verabschiedeten sich hier von uns, da sie an diesem Tag nicht mehr weiter gingen und daf\u00fcr am n\u00e4chsten Tag &#8211; so wie es die meisten dort machen &#8211; an der Nyabitaba-Hut vorbei direkt ins Tal marschieren wollten.<\/p>\n<p>Wir blieben nur knappe 20 Minuten f\u00fcr ein Mittagessen und gingen dann weiter. Trotz guter Leitern da und dort ist das ein langer, beschwerlicher Abstieg, der mir durchaus die letzten Kr\u00e4fte abverlangte. Es sollte weitere knapp vier Stunden dauern bis zur Zielh\u00fctte. Bei Regen ist das nur schwer vorstellbar und da w\u00e4re die Doppeletappe schlichtweg unm\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p>Dort angelangt waren wir an diesem Abend ganz allein und ich g\u00f6nnte mir ein Schaffel mit warmem Wasser f\u00fcr die letzte Katzenw\u00e4sche am Berg.<\/p>\n<p>Stephen erz\u00e4hlte mir von seinem Sohn, der jetzt die Matura gemacht h\u00e4tte und gerne in Europa studieren w\u00fcrde. Das ist typisch f\u00fcr die jungen Menschen dort, sie wollen eigentlich den trostlosen Aussichten vor Ort entfliehen, streben nach einem besseren Leben oder nach dem, was ihnen wie ein besseres Leben vorkommt. Was die F\u00fchrer bzw. Tr\u00e4ger wirklich verdienen, l\u00e4sst sich nicht genau eruieren, Stephen meinte, er bek\u00e4me 12 Dollar am Tag. Kost und Logis (welche eigentlich? Fels\u00fcberh\u00e4nge?) w\u00e4ren f\u00fcr Tr\u00e4ger, K\u00f6che und F\u00fchrer gratis.<\/p>\n<p>An diesem Abend g\u00f6nnten wir uns den letzten noch verbliebenen Schluck Uganda Waragi und genossen es, wieder in der relativen W\u00e4rme auf 2.600 m zu schlafen. Morgen noch der letzte Abstieg, dann h\u00e4tten wir es geschafft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 11 &#8211; von der Kitandara-Hut zur Nyabitaba-Hut Der vorletzte Tag im Ruwenzori. Und der erste mit Sonnenschein, das war uns sehr willkommen! Eigentlich ist hier nur die Etappe bis zur Guy-Yeoman-H\u00fctte geplant, aber wir wollen zwei Etappen versuchen. 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