{"id":860,"date":"2012-03-29T18:38:17","date_gmt":"2012-03-29T17:38:17","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=860"},"modified":"2012-03-29T18:38:17","modified_gmt":"2012-03-29T17:38:17","slug":"guido-und-thomy-am-ende-der-welt-eine-reise-in-die-mondberge-des-ruwenzori-tag-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/guido-und-thomy-am-ende-der-welt-eine-reise-in-die-mondberge-des-ruwenzori-tag-12\/","title":{"rendered":"Guido und Thomy am Ende der Welt &#8211; eine Reise in die Mondberge des Ruwenzori \/ Tag 12"},"content":{"rendered":"<p>Tag 12 &#8211; Nyabitaba-Hut bis Bush Lodge, Queen Elizabeth National Park<\/p>\n<p>Einer der weniger stressigen und auch weniger abenteuerlichen Tage. Nach unserem letzten Fr\u00fchst\u00fcck am Berg, bei dem Ambrose bereits damit zu k\u00e4mpfen hat, dass nicht mehr allzuviel zu Essen vorhanden ist, machen wir uns an den Abstieg. Es ist wieder trocken und sonnig und es geht gut voran. Nach knapp drei Stunden sind wir wieder beim Rwenzori Mountaineering Service und nehmen Abschied von Stephen, unserem F\u00fchrer, Ambrose, dem Koch und den Tr\u00e4gern. <\/p>\n<p>Durch unsere Eindr\u00fccke der frierenden Tr\u00e4ger wollten wir unseren Helferlein nicht nur ein klassisches Schmattes zukommen lassen, sondern auch noch alle Kleidung schenken, die wir entbehren konnten: Einen Rucksack, Sweater, eine Funktionsjacke, f\u00fcr jeden ein T-Shirt, zwei Kopftaschenlampen etc.<br \/>\nThomy meinte: Ich h\u00e4tte noch so viel daheim gehabt &#8211; Sachen, die ich nie brauche und wahrscheinlich nie wieder anziehen werde&#8230;<\/p>\n<p>Daher auch unsere Kritik am RMS: Sagt den Leuten bei der Buchung, sie sollen altes Gewand etc. mitnehmen. Damit k\u00f6nnten sie allen eine Riesenfreude machen. Mit jahrelanger Wirkung!<\/p>\n<p>Und es entstand die Idee der riesigen Kiste, die wir hinunter schicken werden.<\/p>\n<p>Die letzten Ausl\u00e4ufer des Ruwenzori erledigten wir wieder mit dem Toyota. Dann ging es in die kleine Stadt Kasese zum Einkauf. Auch hier funktionierte das Internet nicht wirklich, aber wir bekamen alle Lebensmittel, die wir f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage brauchen w\u00fcrden. Die Fahrt zum Queen Elizabeth National Park  (ab hier QENP) ist einfach und geht schnell, in einer halben Stunde waren wir in der Savannenlandschaft und sahen die ersten Paviane und Gazellen. Die Hauptstra\u00dfe nach Mbarara f\u00fchrt direkt durch den Park und \u00fcber eine Br\u00fccke auch \u00fcber den Kazinga-Kanal, der die n\u00f6rdliche von der s\u00fcdlichen H\u00e4lfte des Parks trennt. Gleich hinter der Br\u00fccke ging es \u00fcber einen staubigen Weg zur Bush Lodge, die wir uns im Internet herausgesucht hatten.<\/p>\n<p>Bald wurde klar: ein Gl\u00fccksgriff. Die Lodge ist eigentlich ein Camp und besteht nur aus ein paar Zelten. Wobei das so nat\u00fcrlich nicht stimmt. \u00c4hnlich wie in vielen Lodges und Camps in Kenia muss man hier auf Luxus nicht verzichten. Jedes Zelt hat hinten einen Steinbau, in dem sich Bad und WC befinden. Es gibt Strom aus dem Generator, jedoch keinen Swimming-Pool. Auf diesen Bl\u00f6dsinn hat man gl\u00fccklicherweise verzichtet. Auch der Speisesaal ist ein riesiges Zelt, ebenso die Bar etc.<br \/>\nDie Lodge liegt dezent zwischen dichtem Buschwerk und direkt am Kanal. Man kann von dort B\u00fcffel und Nilpferde beobachten bzw. h\u00f6ren. <\/p>\n<p>Und sie haben einen Campingplatz (10 Dollar pro Person und Nacht, Auto gratis), auf dem wir wegen der Nachsaison ganz alleine waren. Eine tolle Dusche und einen Pavillon, in dem wir unsere Sachen ausbreiten, trocknen und wo wir auch kochen und essen konnten. Es war noch Trockenzeit, trotzdem gab es den einen oder anderen kurzen Schauer.<\/p>\n<p>Spaghetti mit Tomatensauce, von mir mit ger\u00f6steten Zwiebel, frischen Paradeisern und gr\u00fcnen Paprika verfeinert. Letztere scharf, wie sich herausstellte. Dazu k\u00fchles Bier von Emmanuel, einem Angestellten der Lodge, der sich r\u00fchrend um uns k\u00fcmmerte, fast wie ein Butler. Er tauschte unsere warmen Biere gegen kalte aus der Bar. Von uns bekam er daf\u00fcr eine Menge leerer Plastikflaschen (v.a. 5 Liter), \u00fcber die er sich riesig freute &#8211; er brachte sie seinen Kindern mit, die jetzt Flaschen haben, in denen sie Wasser f\u00fcr den Schulweg mitnehmen k\u00f6nnen. Wir erfuhren: Dar\u00fcber freuen sich die Menschen, besonders die Kinder &#8211; allerdings nur am Land. In der Stadt interessiert das niemanden.<\/p>\n<p>Als es Abend wurde, kam Emmanuel mit einer eigenen Petroleum-Lampe und er organisierte uns Vincent, einen lokalen Guide mit Auto. Der QENP kostet n\u00e4mlich 35 Dollar pro Person und Tag Eintritt &#8211; das ist g\u00fcnstig. Aber f\u00fcr das eigene Auto zahlt man 150 Dollar pro Tag. Das waren f\u00fcr die veranschlagten mindestens zwei Tage stolze 300 Dollar. Vincent war bereit, uns zwei Tage durch den Park zu f\u00fchren, und wir handelten den Preis auf 250 Dollar herunter. Die Bootsfahrt durch den Kazinga-Kanal ist ein Muss und kostet pro Person 25 Dollar.<\/p>\n<p>Ein feiner Deal: Wir ersparten uns das Fahren mit dem eigenen Auto samt den dadurch entstehenden Spritkosten (immerhin 300 km in zwei Tagen, das entspricht 39 Liter Diesel oder umgerechnet mindestens 60 Dollar!<br \/>\nAu\u00dferdem kannten wir uns im Park nicht aus &#8211; Vincent schon. Als offizieller Guide ist er mit anderen Guides bzw. Fahrern in Verbindung und erf\u00e4hrt per SMS, wo z.B. gerade L\u00f6wen zu sehen sind. Wir h\u00e4tten ohne ihn nicht einmal die H\u00e4lfte dessen gesehen, was wir so entdecken konnten.<br \/>\nUnd wir mussten nicht st\u00e4ndig den Weg suchen bzw. \u00fcberpr\u00fcfen. Der QENP ist kein komplizierter Park und man kann sich eigentlich gar nicht verirren. Aber wir h\u00e4tten trotzdem st\u00e4ndig die Tracks auf der Karte suchen bzw. vergleichen m\u00fcssen. So konnten wir uns zur\u00fccklehnen und Vincent arbeiten lassen. Wir filmten und fotografierten.<\/p>\n<p>Vor allem Thomy hatte gro\u00dfe Erwartungen an den versprochenen Tierreichtum im Park und freute sich schon auf die kommenden Tage. Nach einem gepflegten Gute-Nacht-Bierchen in der Bar beendeten wir diesen Tag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 12 &#8211; Nyabitaba-Hut bis Bush Lodge, Queen Elizabeth National Park Einer der weniger stressigen und auch weniger abenteuerlichen Tage. 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