{"id":863,"date":"2012-03-29T20:02:52","date_gmt":"2012-03-29T19:02:52","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=863"},"modified":"2012-03-29T20:02:52","modified_gmt":"2012-03-29T19:02:52","slug":"guido-und-thomy-am-ende-der-welt-eine-reise-in-die-mondberge-des-ruwenzori-tag-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/guido-und-thomy-am-ende-der-welt-eine-reise-in-die-mondberge-des-ruwenzori-tag-13\/","title":{"rendered":"Guido und Thomy am Ende der Welt &#8211; eine Reise in die Mondberge des Ruwenzori \/ Tag 13"},"content":{"rendered":"<p>Tag 13 &#8211; Queen Elizabeth National Park<\/p>\n<p>Schon um 7 Uhr ging es los, Vincent war p\u00fcnktlich und wir starteten in den k\u00fchlen Morgen. Zuerst war der Nordteil \u00f6stlich der Hauptstra\u00dfe dran. Und wen treffen wir beim Parkeingang? Unsere Freunde die Italiener! Sie hatten unsere Anregung umgesetzt und da sie einen Tag fr\u00fcher vom Ruwenzori runter gekommen waren, hatten sie einen Tag f\u00fcr Safari. <\/p>\n<p>Dann ging es los: Telefonieren, SMS &#8211; die Fahrer der verschiedenen Touristenbusse und -Landrover sprechen sich ab und suchen verschiedene Routen ab. Um es gleich vorweg zu nehmen: Wir sahen nicht allzu viel. Elefanten gibt es genug, Nilpferde auch, dazu noch Impala-Gazellen, alle miteinander nicht sehr scheu und gut zu filmen. Der Park ist sehr flach, klassische Grassavanne mit einzelnen B\u00e4umen und Buschgruppen. Vor allem die Wolfsmilchb\u00e4ume sind extrem h\u00e4ufig und kennzeichnen stark diesen Teil des Parks. <\/p>\n<p>Einmal wurde ein L\u00f6we gesichtet, war aber schon weg, als wir angebraust kamen. Der Park hat eine \u00fcberschaubare Gr\u00f6\u00dfe und sehr sch\u00f6ne, gepflegte Tracks, f\u00fcr die man nur in der Regenzeit 4WD braucht.<br \/>\nLeider gibt es viele der klassischen Savannentiere hier nicht: Keine Geparde, Giraffen, Rhinos, Strau\u00dfe, Zebras oder Gnus. L\u00f6wen gibt es, weil wir sie in der Nacht deutlich h\u00f6rten, Hy\u00e4nen auch &#8211; beide bekamen wir jedoch nie zu Gesicht.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr gibt es das &#8222;Giant Forest Hog&#8220;, eine Art \u00fcberdimensionales Warzenschwein, schwarz und m\u00e4chtig, dem m\u00f6chte ich nicht au\u00dferhalb des Autos begegnen. <\/p>\n<p>Mit Herumkurven verging der Vormittag und Vincent unterhielt uns mit interessanten Infos \u00fcber den Park. Wir besuchten ein Fischerdorf am Lake George und sahen zu, wie kleine Buben die dort im Wasser d\u00f6senden Nilpferde mit Steinen bewarfen, was diese jedoch \u00fcberhaupt nicht st\u00f6rte. Sie zuckten nicht einmal mit einem Ohrwaschl. Die Steine waren auch nicht gro\u00df, eher gr\u00f6\u00dfere Kiesel.<\/p>\n<p>In diesem Teil des Parks bekommen die Einheimischen, die hier mitten im Park ihre 2-3 D\u00f6rfer haben, angeblich 25% der Parkeintritte zugesprochen und k\u00fcmmern sich daher um die Stra\u00dfen und den Park. Und vor allem wildern sie nicht. Daher gibt es ganz in der N\u00e4he der D\u00f6rfer auch Wildbestand. Es ist aber auch hier so wie fast \u00fcberall: Wo Menschen und Wildtiere aufeinander treffen, geht das nicht lange gut, wenn die Menschen ein modernes Leben haben wollen. Dazu geh\u00f6rt Viehzucht und zwar Rinder und Ziegen. Diese wiederum sind f\u00fcr hungrige L\u00f6wen leichte Beute und so kommt es zum Konflikt. Da es streng verboten ist L\u00f6wen zu t\u00f6ten, die Fischer es sich aber nicht leisten k\u00f6nnen oder wollen ihre Nutztiere zu verlieren, werden die L\u00f6wen vergiftet. <\/p>\n<p>Die L\u00f6sung w\u00e4re eine Entsch\u00e4digung f\u00fcr gerissene Haustiere, aber die wird offensichtlich nur versprochen, aber nicht bezahlt. Leider.<\/p>\n<p>Am fr\u00fchen Nachmittag fuhren wir dann in den zentralen Teil des Parks, der n\u00f6rdlich des Kazinga-Kanals liegt und bis zu dessen Ende reicht, wo sich der Lake Edward befindet &#8211; zugleich die Grenze zum Kongo.<br \/>\nDieser Teil des Parks ist waldiger, sch\u00f6n, aber man sieht die Tiere nicht so leicht. Au\u00dferdem war gerade die Mittagshitze und es gab ohnehin nicht viel zu sehen. Also fuhren wir zur zentralen und wichtigsten Lodge im Park (Mweya Safari Lodge). Diese liegt malerisch auf einem H\u00fcgel auf einer Halbinsel. Sie ist \u00e4u\u00dferst luxuri\u00f6s und entsprechend teuer (170 Dollar pro Nacht inkl. Fr\u00fchst\u00fcck f\u00fcr zwei Personen, www.mweyalodge.com). \u00c4ltere britische Ladies trinken Tee und auch wir suchten uns ein nettes Pl\u00e4tzchen auf der Terrasse, mit famosem Ausblick auf Kanal und See.<\/p>\n<p>Wir fuhren auch noch zu einem Pavillon um ein kleines Mittagspicknick zu veranstalten. Die Sachen (all unsere Sachen, wirklich alle bis auf Essen und Wasserflasche) lie\u00dfen wir bei Vincent im Auto. Und dann musste Vincent urpl\u00f6tzlich ins benachbarte Dorf fahren und meinte, er w\u00e4re eh gleich wieder da, zumindest bis wir fertig gegessen h\u00e4tten.<br \/>\nEin seltsames Gef\u00fchl, als er weg war, mit allem, was wir hatten: Geld, P\u00e4sse&#8230;<br \/>\nAber er kam wieder. Am Abend vermisste Thomy 50 Euro und konnte sie trotz Durchsuchaktion nirgends finden. Erst zwei Wochen sp\u00e4ter in Wien fand er sie hinten in seinem F\u00fchrerscheintaschl, das er in Nairobi gelassen hatte, mit dem 50er als eiserner Reserve.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen somit Vincent als kundigen, g\u00fcnstigen, netten und ehrlichen Fahrer und F\u00fchrer weiterempfehlen.<\/p>\n<p>Dann ging es zur Bootsfahrt. Und wen trafen wir dort? Nat\u00fcrlich die Italiener! Gleich zu beginn stellte sich uns Robert vor, der Guide f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Stunden. Dann stellte Robert die Crew vor: Ein wahrhaft furchterregender Typ begab sich zum Steuerstand am Bug: Gr\u00fcnes Barett, Stiernacken, rote Augen, kurz: Idi Amin am Steuer!<br \/>\nDann zeigte Robert auf einen baumlangen jungen Typen im Heck, schwarz wie die Nacht, und meinte: &#8222;This is Adolf!&#8220;<\/p>\n<p>Nicht dass uns ein Grinsen ausgekommen w\u00e4re, aber das ist die sp\u00e4te Rache der Afrikaner!<\/p>\n<p>So ging es los, hin\u00fcber zum anderen Ufer. Reichlich Elefanten, Nilpferde und B\u00fcffel, alle leicht und sehr sch\u00f6n zu filmen und fotografieren. Und dann waren da noch die Ornithologen. F\u00fcr Thomy eine besonders eigenartige Erfahrung, weil er im Flugzeug beim Hinflug eine Kom\u00f6die mit Steve Martin und Owen Wilson \u00fcber verr\u00fcckte Vogelkundler gesehen hatte (ein witziger Film, ich hab ihn mir beim R\u00fcckflug angeschaut). Und genau diese Typen waren an Bord, gleich eine ganze Handvoll. Sie hatten gro\u00dfe Fotoapparate und knipsten wie die Wilden. Dann z\u00fcckten sie fette Schwarten mit dem Titel &#8222;Birds of East Africa&#8220; und verwickelten Robert in lange, ernste Gespr\u00e4che. Und Robert gehorchte und lie\u00df Idi Amin jeden kleinen Schei\u00df-Vogel ansteuern. Wir wollten Elefanten und Nilpferde sehen, aber die mussten warten, bis der graue Regenschwanzpfeifer (oder war es der pfeifende Grauregenschw\u00e4nzling?) genau besichtigt worden war.<\/p>\n<p>Aber auch das ging vorbei und die Bootsfahrt ist wirklich zu empfehlen.<br \/>\nBei der R\u00fcckfahrt zum Bush Camp sahen wir nichts Besonderes mehr und auch der Rest des Abends verlief unspektakul\u00e4r. Am n\u00e4chsten Tag sollte es nach Ishasa gehen, dem s\u00fcdlichsten Teil des Parks, mit den legend\u00e4ren Bauml\u00f6wen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 13 &#8211; Queen Elizabeth National Park Schon um 7 Uhr ging es los, Vincent war p\u00fcnktlich und wir starteten in den k\u00fchlen Morgen. Zuerst war der Nordteil \u00f6stlich der Hauptstra\u00dfe dran. Und wen treffen wir beim Parkeingang? 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