{"id":986,"date":"2012-08-11T16:21:37","date_gmt":"2012-08-11T15:21:37","guid":{"rendered":"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/?p=986"},"modified":"2017-08-22T15:49:52","modified_gmt":"2017-08-22T14:49:52","slug":"rom-mit-einer-39-jahre-alten-vespa-tag-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/rom-mit-einer-39-jahre-alten-vespa-tag-2\/","title":{"rendered":"Rom mit einer 39 Jahre alten Vespa &#8211; Tag 2"},"content":{"rendered":"<p>Das erste Fr\u00fchst\u00fcck auf der Tour gemeinsam mit Heinz und Isabella, danach ein gem\u00fctlicher Aufbruch. Wird die Vespa anspringen? Wie wird der heutige Tag verlaufen? Es ist die wahrscheinlich k\u00fcrzeste Etappe und sie wird mich &#8222;nur&#8220; nach Klagenfurt f\u00fchren.<br \/>\nLeider hat sich am ersten Tag gezeigt, dass der von mir montierte Sitz extrem unbequem ist. Da steht zwar &#8222;Piaggio&#8220; drauf und er sieht aus wie ein originaler Sitz einer Sprint, aber die beiden Hauptfedern dr\u00fccken derma\u00dfen durch, dass es schon am ersten Tag eine Herausforderung war. Ich hatte meine bequeme Denfeld-Bank extra abmontiert, weil ich Angst hatte, dass sie mir gestohlen wird &#8211; zwei Schrauben l\u00f6sen und schon sind 300 Euro beim Teufel, ganz abgesehen davon, dass ich diese Bank nicht mehr wieder bekomme. Sie wurde vor Jahren von einem Deutschen extrem penibel komplett restauriert, mit pulverbeschichtetem Rahmen und Niro-Schrauben. Dann hat ihm die Farbe nicht zu seiner Vespa gepasst und ich konnte die Bank kaufen. <\/p>\n<p>Bei so einer Tour ist nur sehr schwer vorauszusehen, wie die Sicherheitssituation aussehen wird. Die Sprint mit den vielen Chromteilen ist ein extremer Blickfang und Kenner wissen, wie viel Geld da drin steckt. Ein kleiner Lieferwagen bleibt kurz stehen, eine Schiebet\u00fcr geht auf, vier Herren springen heraus und keine 30 Sekunden sp\u00e4ter hat die Vespa neue Besitzer.<br \/>\nDieses Bild bekam ich im Vorfeld leider nicht aus dem Kopf. Ich wollte mir vom \u00d6AMTC einen so genannten &#8222;Carfinder&#8220; ausborgen, das ist eine kleine Kiste, die man irgendwo im Fahrzeug befestigt und die im Falle eines Diebstahls aktiviert wird. Dann kann man die Kiste orten und bekommt ein genaues Satellitenbild des Standorts. Das w\u00e4re eine Chance, eine gestohlene Vespa zur\u00fcckzubekommen, vorausgesetzt der Carfinder wird nicht gefunden, denn man kann ihn eigentlich nur in dem Hohlraum unterm Tank verstecken. Wenn die Vespa zerlegt wird, finden die Diebe die Kiste und dann sieht der Eigent\u00fcmer das Fahrzeug nie wieder.<br \/>\nLetztlich war nicht klar, ob das Ger\u00e4t \u00fcberhaupt ordentlich sendet, wenn es rundherum von Blech umgeben ist und ich beschloss, das Risiko schlicht und einfach einzugehen. Es war sowieso nicht ausschaltbar, trotz einer schweren Sicherungskette, die mir vor allem f\u00fcr Rom empfohlen wurde.<\/p>\n<p>Das Problem war in der Planung ein weitaus gr\u00f6\u00dferes als auf der Tour, denn ich musste die Vespa nirgends alleine stehen lassen, mit den beiden Gep\u00e4ckrollen drauf. Ich hatte in Italien jeweils eine gute und sichere M\u00f6glichkeit das Fahrzeug einzustellen und wollte abends sowieso nicht mehr damit herumfahren.<\/p>\n<p>So tat mir also schon am ersten Tag der Hintern geh\u00f6rig weh und es wird Zeit, f\u00fcr andere Wahnsinnige einige Tipps zusammen zu stellen &#8211; vielleicht n\u00fctzen sie ja einmal irgendwem und nicht jeder muss die gleichen Erfahrungen machen wie ich.<\/p>\n<p><strong>Tipp 1 &#8211; die Sitzbank<\/strong><br \/>\nSie sollte einigerma\u00dfen weich sein, entweder mit entsprechender Polsterung \u00fcber den Federn oder \u00fcberhaupt ohne Federn. Christian H\u00f6fer empfiehlt die alte Corsa-Bank, hier muss man aber, so wie bei allen Sitzb\u00e4nken, bei Nachbauten vorsichtig sein. Die sind sogar bei original Piaggio-B\u00e4nken nicht gut. Am besten vorher eine Tagestour fahren und schauen, ob die Bank dr\u00fcckt.<br \/>\nEmpfehlenswert sind durchgehende Sitzb\u00e4nke, eventuell sogar ohne Halteschlaufe, die eh noch nie eine Sozia verwendet hat, denn dann kann man problemlos auf der Fahrt die Sitzposition wechseln und etwa nach hinten rutschen. Mit Einzelsitzen habe ich keine Erfahrung, manche schw\u00f6ren drauf, sie haben aber auf jeden Fall den Nachteil, dass man die Position nicht wechseln kann, ebenso wie bei Stufensitzb\u00e4nken.<\/p>\n<p><strong>Tipp 2 &#8211; der Z\u00fcndunterbrecher<\/strong><br \/>\nIch habe mir sowohl bei der GS 150 als auch bei der Sprint in das Gep\u00e4ckfach in der linken Backe einen Unterbrecherschalter eingebaut. Die Sprint hatte ja nie ein Z\u00fcndschloss und auch keine Batterie, daher kann jeder die Vespa anstarten. Wenn man dann noch mit einem gezielten Fu\u00dftritt das Lenkradschloss durchbricht, kann man frisch und fr\u00f6hlich davon fahren. Der Unterbrecherschalter wird einfach zwischen das Z\u00fcndkabel gesetzt (bei der PX und bei vielen anderen Modellen gr\u00fcn) und in das Seitenblech im Gep\u00e4ckfach eingebaut. Das h\u00e4lt nicht alle Diebe ab, aber Jugendliche bei einer Mutprobe oder Gelegenheitst\u00e4ter haben es deutlich schwerer. Wichtig: selbst nicht darauf vergessen, sonst startet man sich dumm und d\u00e4mlich und flucht, weil das Ding nicht anspringt.<\/p>\n<p>Ein dickes Handtuch \u00fcber der Sitzbank k\u00f6nnte die L\u00f6sung f\u00fcr das Schmerzproblem meines Hinterns sein und so konnte der zweite Tag beginnen. Schon am ersten Tag musste ich von Anfang an die Regenjacke verwenden, weil meine Air-Flow-Protektorjacke keinerlei Wind- und W\u00e4rmeschutz bietet. Es ist Zeit f\u00fcr den n\u00e4chsten Tipp.<\/p>\n<p><strong>Tipp 3 &#8211; der Helm<\/strong><br \/>\nEine sehr individuelle Frage, ich kann nur \u00fcber meine eigenen Erfahrungen berichten. Ganz abgesehen davon, dass ich stets einen Vollvisierhelm empfehle, auch wenn der bei Hitze sicher nicht ganz so bequem ist wie einer der smarten und feschen City-Helme. Allerdings hei\u00dfen die nicht umsonst so, denn sie sind f\u00fcr lange \u00dcberlandfahrten eigentlich nicht geeignet. Das wei\u00df man ab dem ersten Regenguss, wenn einem trotz Visier die Sauce ins Gesicht peitscht. Auch die zahlreichen Insekten, die man bei h\u00f6herer Geschwindigkeit mit voller Wucht abbekommt, k\u00f6nnen durchaus \u00fcberzeugen. So ein fetter K\u00e4fer tut im Gesicht ordentlich weh.<br \/>\nIch verwende einen Klapphelm, weil ich Brillentr\u00e4ger bin. Mit meinem neuesten Helm bin ich mehr als zufrieden und habe vor allem das mit einem Griff herunterklappbare Sonnenvisier zu sch\u00e4tzen gelernt. Fr\u00fcher wollte ich das nicht, jetzt hat sich meine Einstellung ins Gegenteil gekehrt. Das Sonnenvisier ist viel gr\u00f6\u00dfer als eine Sonnenbrille und kann in einem Tunnel einfach hochgeklappt werden. Es bietet au\u00dferdem einen guten Insektenschutz und ich bin fast die gesamte Strecke mit offenem Hauptvisier gefahren, das hat wunderbar funktioniert.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2012.08.11_Rom\/visier.jpg\" title=\"visier.jpg\" alt=\"visier.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 10: Klapphelm mit Sonnenvisier<\/p>\n<p>Die Italiener fahren fast ausnahmslos Cityhelme, auch au\u00dferhalb der Stadt, selbst auf gro\u00dfen schweren Maschinen. Sie haben \u00fcberhaupt eine andere Einstellung zur Sicherheit, denn sie fahren mit Shirt und Flip-Flops, zumindest bis zum ersten Unfall. Um auf den Helm zur\u00fcck zu kommen: In meinem ersten Vespa-Buch bin ich auf dieses Thema schon genau eingegangen, daher gibt es hier nur eine Zusammenfassung des wichtigsten Gedankens: Bei einem Unfall ist mit einem City-Helm oft das Gesicht kaputt und es stellt sich die Frage, ob da die paar Schwei\u00dftropfen zus\u00e4tzlich und der scheinbar verminderte Coolness-Faktor das Risiko wert sind. Ich habe mich an den Klapphelm gew\u00f6hnt und bleibe dabei.<\/p>\n<p><strong>Tipp 4 &#8211; die Jacke<\/strong><br \/>\nIch verwende nur Jacken mit Hartprotektoren, auch wenn mir st\u00e4ndig versichert wird, dass die weichen auch toll w\u00e4ren. Ich hatte einen Sturz mit nur 30 km\/h und da hat es mir sogar die harten Protektoren an Schultern und Ellbogen zerst\u00f6rt. Eine Alternative sind \u00fcbrigens die Motocross-Protektoren, die man unterhalb einer normalen Jacke anziehen kann. Sie sind aber ein zus\u00e4tzlicher Teil, mit dem man hantieren muss und zum schnellen Ausziehen bei der Mittagspause nicht ganz so komfortabel, daf\u00fcr sicherer, weil sie weniger verrutschen als die Protektoren in einer Jacke.<br \/>\nVor einer Tour ohne Protektorenjacke kann ich nur dringend abraten, auch wenn es hei\u00df ist. Daf\u00fcr gibt es die Air-Flow-Jacken, das sind tadellose Protektorenjacken mit Netzeins\u00e4tzen, die eine sehr guten Luftzirkulation erm\u00f6glichen und die ich bis knapp 40 Grad Au\u00dfentemperatur auf 2.800 km testen konnte. Gegen Wind und K\u00e4lte braucht man dann noch eine Windjacke, den zus\u00e4tzlich mitgenommenen Pullover brauchte ich auf der Tour gar nicht. Allerdings hatte ich die ganze Zeit \u00fcber hei\u00dfes und sonniges Wetter, gl\u00fccklicherweise.<\/p>\n<p>Von St. Ruprecht ging es \u00fcber eine sch\u00f6ne Landstra\u00dfe bis Graz. Dort fand sich eine nette Dame in einem roten Ford Ka, die mich durch die City lotste. Vielen Dank an dieser Stelle, ihr geb\u00fchrt der Rang der ersten Weghilfe auf dieser Tour. Graz kann man leider nicht umfahren, zumindest nicht auf einer einigerma\u00dfen durchg\u00e4ngigen Stra\u00dfe.<br \/>\nEin paar ordentliche Kurven f\u00fchrten mich hinauf auf den Steinberg. Nachdem ich ein Stra\u00dfendienstfahrzeug \u00fcberholt hatte, h\u00f6rte ich pl\u00f6tzlich ein lautes Scheppern und ein hartes dauerhaftes Kratzger\u00e4usch. Sofort stehenbleiben, nachschauen &#8211; was war da los? Nun, es handelte sich schlicht und einfach um Panne Nr. 2, der rechte hintere Sturzb\u00fcgel hatte sich gel\u00f6st. Und ich hatte im Pech gleich auch Gl\u00fcck, denn die Stra\u00dfe war eben. Der B\u00fcgel hatte sich n\u00e4mlich vorne gel\u00f6st und rodelte am Boden dahin. Bei einer Kante auf der Fahrbahn w\u00e4re er eingespitzt und das h\u00e4tte b\u00f6se ausgehen k\u00f6nnen.<br \/>\nWas war passiert? Die Schraube, mit der ich den B\u00fcgel angeschraubt hatte, war seit fast sieben Jahren oben und hatte sich noch nie gel\u00f6st. Ich achte immer sehr genau darauf, dass sie auch fest sitzt, damit genau das nicht passiert. Das sie mit einem Sprengring gesichert war, versteht sich von selbst. Das n\u00e4chste Bild zeigt, wie der Sturzb\u00fcgel aussah, als er auf der Fahrbahn schlitterte:<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2012.08.11_Rom\/buegel.jpg\" title=\"buegel.jpg\" alt=\"buegel.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 11: Sturzb\u00fcgel, nicht mehr ganz in Position<\/p>\n<p>Ich werde nie herausfinden, warum sie sich gel\u00f6st hat, aber so etwas d\u00fcrfte einfach zu einer langen Tour geh\u00f6ren. Es sollte auch nicht der letzte Schaden sein, der durch die harte Beanspruchung des Materials auftrat. So etwas l\u00e4sst sich auch im Vorfeld nur schwer bis gar nicht ausschalten, es passiert einfach. Das geh\u00f6rt zum Fahren mit einer knapp 40 Jahre alten Vespa dazu, so viel habe ich lernen m\u00fcssen.<br \/>\nAlso Sturzb\u00fcgel wieder draufstecken &#8211; leider steht er etwas unter Spannung und daher muss ich ihn mit dem rechten Fu\u00df in die Halterung pressen, selbstverst\u00e4ndlich st\u00e4ndig, also auch w\u00e4hrend der Fahrt. Da das auf lange Sicht keine erfreuliche Perspektive ist und ich in dieser Position auch nicht die Fu\u00dfbremse bedienen kann, ist eine Werkstatt gefragt. Irgendwann sp\u00e4ter, viel sp\u00e4ter werde ich mich daran erinnern, dass ich in einem ruhigen Moment in der Planung ja ein S\u00e4ckchen mit Schrauben eingepackt habe. Da w\u00e4re auch eine 6er-Schraube dabei gewesen, aber bitte, im Fahrstress kann das passieren. <\/p>\n<p>Dem Voraneilenden ist das Gl\u00fcck manchmal hold und schon nach zwei bis drei Kilometern entdecke ich am Wegesrand eine Tankstelle mit angeschlossener Werkstatt. Drei Herren im Blaumann versuchen gerade einen \u00d6lfilter zu l\u00f6sen, der sich festgefressen hat. Ich unterbreche die Kaskade steirischer Fl\u00fcche und bitte um eine 6er-Schraube. Der Meister pers\u00f6nlich gibt sie mir und ist begeistert, als er meine Vespa sieht und von den Rompl\u00e4nen erf\u00e4hrt. &#8222;Erst vor drei Jahren hab ich meine GS 160 verkauft und ich bereue es seitdem&#8220; meint er.<br \/>\nIch bedanke mich und spende f\u00fcnf Euro f\u00fcr die Kaffeekassa, was mit einer kurzen Kaskade Dankesbellen beantwortet wird.<\/p>\n<p>Weiter geht die Fahrt, mit frisch befestigtem Sturzb\u00fcgel zieht das Ger\u00e4t doch gleich ganz anders an. Allerdings nur bis ca. 80, dann f\u00e4ngt der Motor zu stottern an und nimmt kein Gas mehr an. Wie unschwer zu erraten, handelt es sich dabei um Panne Nr. 3. Nun, ein herabgefallener Sturzb\u00fcgel ist das eine, ein Motorproblem etwas ganz anderes, da ist es meist nicht mit einer Schraube getan.<br \/>\nIch fahren vorerst einmal weiter, vielleicht gibt sich das Problem ja. Nur der Gedanke an die Ursache l\u00e4sst mich nicht mehr los, vor allem weil das Stottern nicht aufh\u00f6rt, sondern eher st\u00e4rker wird.<br \/>\nVielleicht bekommt sie zu wenig Benzin? Es k\u00f6nnte an einem zu langen Benzinschlauch liegen und wenn der Tank schon eher leer ist &#8211; was ja gerade der Fall war &#8211; dann kann das Eigengewicht den Sprit nicht mehr in ausreichenden Mengen zum Vergaser bringen. Das w\u00e4re eine logische Erkl\u00e4rung und ob sie zutrifft, wird sich nach dem Tanken zeigen.<\/p>\n<p>In K\u00f6flach f\u00fclle ich die Kiste randvoll und hoffe, dass das Problem dadurch behoben ist, vor allem weil es jetzt auf die Pack hinauf geht. Vorsichtshalber rufe ich noch Rudi, meinen Gastgeber in Klagenfurt, an und berichte ihm kurz von meinem derzeitigen Problem und dass es sein k\u00f6nnte, dass meine Romreise ein j\u00e4hes Ende hat.<br \/>\nAber so weit war es noch nicht und nach dem Starten zeigte sich: kein Stottern mehr, der Motor zieht gut. Ich beschlie\u00dfe, mir das zu merken und ab jetzt immer rechtzeitig voll zu tanken. Aber ein wenig wundert es mich schon &#8211; der Benzinschlauch ist seit Einbau des Motors unver\u00e4ndert drauf und hat nie Probleme gemacht. Was ist da wirklich los?<\/p>\n<p>Die Pack ist anspruchsvoll, doch zu meiner Beruhigung komme ich vorher noch in Edelschrott durch. Warum ich das erw\u00e4hne? Ohne bestimmten Grund, mir gef\u00e4llt einfach der Name sehr gut.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2012.08.11_Rom\/edel.jpg\" title=\"edel.jpg\" alt=\"edel.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 12: ein Willkommensgru\u00df<\/p>\n<p>Die Pack war fr\u00fcher das Tor nach K\u00e4rnten und unter Fernfahrern gef\u00fcrchtet, da es keine Alternative und nat\u00fcrlich noch keine Autobahn gab. Also qu\u00e4lte sich der gesamte Verkehr \u00fcber die schmale, kurvenreiche und teilweise recht steile Stra\u00dfe. Vor allem auf der K\u00e4rntner Seite ist sie mit etlichen Serpentinen gespickt und recht anspruchsvoll, vor allem bei N\u00e4sse, die mir jedoch gl\u00fccklicherweise erspart blieb, da das Wetter st\u00e4ndig sch\u00f6ner wurde.<br \/>\nHeute spielt sich alles auf der Autobahn ab, mir kam \u00fcber den gesamten Anstieg genau ein Auto entgegen, was zum Vespafahren sehr angenehm ist.<br \/>\nOben gibt es noch ein bis zwei alte Wirtsh\u00e4user, fr\u00fcher sicher Goldgruben, heute am Ende.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2012.08.11_Rom\/pack.jpg\" title=\"pack.jpg\" alt=\"pack.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 13: Gasthof auf der Pack<\/p>\n<p>Hinunter geht es flott und ich biege in das sch\u00f6ne Lavanttal ein, um gleich darauf in Frantschach zu landen, das aufgrund seiner Papierfabrik nicht ganz so lieblich ist. Da mir schon der Hintern weh tut, wird es Zeit beim ADEG zu halten und ein Mittagessen zu kaufen. Ich beschlie\u00dfe dasselbige irgendwo auf der Strecke zu verzehren &#8211; wo es mich gerade freut bzw. ein sch\u00f6nes Pl\u00e4tzchen ist.<br \/>\nIch finde es vor einer gro\u00dfen Kirche in St. Andr\u00e4 und genie\u00dfe die Sonne und die gut laufende Vespa.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2012.08.11_Rom\/bank.jpg\" title=\"bank.jpg\" alt=\"bank.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 14: Mein Mittagsbankerl<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2012.08.11_Rom\/kirche.jpg\" title=\"kirche.jpg\" alt=\"kirche.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 15: Vespa vor Kirche &#8211; kleiner, aber sch\u00f6ner. Und es erinnert mich an den alten Leitspruch eines guten Freundes: Kirchen von au\u00dfen, Berge von unten, Kneipen von innen.<\/p>\n<p>Die Sache mit dem schlechten Sitz ist besser geworden, weil ich den Rucksack leichter gemacht habe. Daf\u00fcr habe ich jetzt eine zweite Gep\u00e4ckrolle vorne drauf, was sehr tourenm\u00e4\u00dfig aussieht und vom Gewicht okay geht. Entscheidend ist aber das Handtuch, das ich untergelegt habe und das bei jedem Mal Absteigen runterf\u00e4llt und bei jedem Mal Aufsitzen verrutscht. Aber man kann nicht alles haben im Leben, schon gar nicht, wenn man mit der Vespa nach Rom f\u00e4hrt.<\/p>\n<p><center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/guidoschwarz.at\/blog\/bilder\/2012.08.11_Rom\/rollen.jpg\" title=\"rollen.jpg\" alt=\"rollen.jpg\" \/><\/center><br \/>\nBild 16: Die startbereite Vespa mit zwei Gep\u00e4ckrollen<\/p>\n<p>Der Rest der Fahrt verlief unspektakul\u00e4r und ich erinnerte mich beim \u00dcberqueren des Griffener Bergs an die Zeit meines Studiums in Klagenfurt, als die Autobahn noch in Wolfsberg aufh\u00f6rte. Heute ist auch der Griffen verwaist, ich zog ganz alleine durch die Serpentinen.<\/p>\n<p>Gegen 13 Uhr 45 erreichte ich Klagenfurt und freute mich, gut bei meinem lieben alten Freund Rudi angekommen zu sein. Wir kennen uns seit meinem Gruppendynamikstudium und zwar seit 23 Jahren. Wenn ich in Klagenfurt bin, erfreue ich mich seiner Gastfreundschaft und umgekehrt. Nach einer kurzen Entspannung rief ich meinen lieben Vespafreund Michi Tscheitschonigg an und wir vereinbarten, sp\u00e4ter gemeinsam mit den Vespas nach Viktring zu fahren zwecks Abendessensaufnahme. Seine Freundin plus ein weiteres P\u00e4rchen w\u00e4ren auch noch mit der Vespa dabei, so meinte er.<\/p>\n<p>Es sollte ein sehr feiner Abend werden, wir konnten lange fachsimpeln und langweilten die Damen nicht allzu sehr. Gegen 21 Uhr starteten wir unsere Kisten und ich meinte, ich w\u00fcrde lieber \u00fcber die Uni heimfahren, das w\u00e4re ein netter Weg. So beschlossen wir spontan, noch in der Garage von Thomas vorbei zu schauen, der dort seine Vespasammlung hat und die au\u00dferdem an seinem Heimweg liegt.<\/p>\n<p>Nachdem wir seine feinen Vespas (f\u00fcr Kenner: alle im O-Lack!) bestaunt hatten, starteten Michi und ich noch einmal unsere Vespas und fuhren hinaus auf die Hauptstra\u00dfe. Pl\u00f6tzlich ein feines Knacken und mein Motor heulte auf wie verr\u00fcckt. Reflexartig dr\u00fcckte ich den Unterbrecher und wusste: Schei\u00dfe, das Gasseil war gerissen. Jetzt standen wir bei Panne Nr. 4 und das mitten in der Nacht. Michi hatte das Aufheulen meines Motors noch geh\u00f6rt und wusste auch, was los war. Sofort rief er Thomas an und bat ihn, noch einmal zur Garage zur\u00fcck zu kommen, seine Hilfe w\u00e4re gefragt. Ich hatte n\u00e4mlich die Stirnlampe nicht mit dabei und in seiner Garage gab es ausreichend Licht f\u00fcr die Reparatur.<br \/>\nVier geschickte H\u00e4nde und das richtige Werkzeug erm\u00f6glichten einen schnellen Tausch des Gasseils. Doch damit war das Problem nicht wirklich behoben, denn das alte Gasseil war noch nicht sehr alt. Ich hatte in Wien noch \u00fcberlegt, den Bowdenzug zu tauschen, damit genau das nicht passieren w\u00fcrde. Jetzt bereute ich meine Faulheit und wusste, dass das Gasseil voraussichtlich bald wieder reissen w\u00fcrde. Aber wann? W\u00fcrde ich nach Rom und wieder zur\u00fcck kommen? Oder w\u00fcrde der schlimmste Fall passieren, n\u00e4mlich ein Riss mitten in einem langen Tunnel? Da mir Thomas ein Gasseil von sich spendierte, hatte ich jetzt noch eines in Reserve &#8211; das k\u00f6nnte knapp werden, vor allem, weil ich die Beanspruchung noch nicht absch\u00e4tzen konnte. Wie kaputt war der Bowdenzug innen bereits? Wie schnell w\u00fcrde sich das neue Seil durchscheuern? Die Vespa hat den gro\u00dfen Lenker von der gtr bzw. Rally und der hat eine Schw\u00e4che durch eine bl\u00f6de Biegung des Bowdenzuges. Jedenfalls lie\u00df sich der Gasgriff auch mit neuem Seil, das sogar frisch eingefettet wurde, ich hatte ja alles mit, nicht leicht drehen. Ich hasse aufgelegte Defekte, die mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit eintreten werden, nur wei\u00df man nicht wann und wo.<\/p>\n<p>Allerdings konnte ich dieses Problem jetzt nicht beheben und war froh \u00fcber das Gl\u00fcck, dass mir das Seil nicht f\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter gerissen war, irgendwo in Klagenfurt, bei schlechtem Licht und ohne Hilfe.<br \/>\nDer Schnitt an Defekten hatte sich jetzt bei zwei pro Tag eingependelt &#8211; deutlich zu viel, um Rom ohne allzu gro\u00dfen Aufwand erreichen zu k\u00f6nnen. Das w\u00e4ren noch weitere 6-10 Pannen und die Chance, dass eine entscheidende, die Weiterfahrt stoppende dabei sein w\u00fcrde, war entsprechend gro\u00df.<\/p>\n<p>Allerdings konnte ich auch dieses Problem jetzt nicht l\u00f6sen und so beschloss ich, einfach weiter zu fahren &#8211; zumindest heute hatte ich ja nicht mehr weit. Und ich beschloss auch, nach M\u00f6glichkeit nicht mehr in der Dunkelheit zu fahren. Und ein Danke, ein gro\u00dfes Danke an Thomas, der mir mit seiner schnellen und ausgesprochen kompetenten Hilfe sowie seiner ruhigen und selbstsicheren Art ein gro\u00dfes St\u00fcck weiter geholfen hat. Ich war im Moment der Panne nicht allein, das macht schon viel aus.<\/p>\n<p>Wenn ich an dieser Stelle meine sozialwissenschaftliche Brille aufsetze, ergeben sich noch ein paar interessante Aspekte. Wir finden hier das Clan-Ph\u00e4nomen, das in der Soziologie einen wichtigen Stellenwert hat. Die Menschen entwickelten schon seit Anbeginn ihrer Entwicklung Organisation. Die heute gebr\u00e4uchliche Hierarchie (\u00fcbersetzt &#8222;Heilige Ordnung&#8220;) ist in der jetzigen Form ca. 10.000 Jahre alt, die andere Form der Organisation, n\u00e4mlich die Gruppe, gibt es schon sehr viel l\u00e4nger. Menschen haben F\u00e4higkeiten entwickelt Gemeinschaft zu bilden und dies seit mehreren Millionen Jahren. Schon unsere gemeinsamen Verwandten, die Menschenaffen, haben hier erstaunliche Mechanismen. Beim Menschen ist das noch wesentlich ausgepr\u00e4gter. Die wichtigsten Werkzeuge, die wir derzeit entwickeln, sind solche zur Kommunikation. Wir sind oft mit unseren eigenen Entwicklungen \u00fcberfordert &#8211; junge Italiener etwa k\u00f6nnen kein Wort Englisch, besitzen aber in jedem Fall ein Smartphone. Apple muss sich dumm und bl\u00f6d verkauft haben mit iPhones, zumindest in Italien. Kommunikation erzeugt Bindung und Bindung mehrerer erzeugt Gemeinschaft.<br \/>\nEs gibt auch eine Gemeinschaft der Vespa-Fahrerinnen und -fahrer. Sie erkennen einander an einem speziellen Symbol, n\u00e4mlich dem Fahrzeug. Das war auch das erste, was Silvio aufgefallen ist, noch bevor er den dazu geh\u00f6renden Menschen \u00fcberhaupt zu Gesicht bekommen hatte &#8211; schlie\u00dflich hatte ich meinen Helm auf. Dieses Zeichen erlaubt eindeutige Zuordnung zu einer Gemeinschaft, die \u00fcber die reine Gruppenform hinaus reicht. Gruppe ist immer auf maximal f\u00fcnfzehn Personen limitiert. Wir haben nicht die F\u00e4higkeiten mit mehr als vierzehn weiteren Personen direkt zu kommunizieren, das hat sich in unserer Entwicklung als sinnvoll herausgestellt und uns somit evolutiv gepr\u00e4gt.<br \/>\nIndirekte Kommunikation, also \u00fcber mehrere Ecken quasi, ist uns mit sehr viel mehr Menschen m\u00f6glich. Ein Vorteil in der Menschheitsentwicklung bestand darin, anonym zu kommunizieren. Diejenigen Menschen, die diese F\u00e4higkeit erlernten und gemeinsam aus\u00fcben konnten, hatten einen Vorteil gegen\u00fcber anderen und setzten sich im Evolutionskampf letztlich durch. Der Homo sapiens ist so ein Exemplar.<br \/>\nWir haben es gelernt, aufgrund von Zeichen und Symbolen fremde Menschen nicht als Feinde zu betrachten. Das ist die Grundvoraussetzung um mit ihnen nicht-kriegerisch zu kommunizieren. Wenn das nicht geht, so lehrte uns die Geschichte, dann muss man sich auf einen Kampf einlassen und hoffen, der St\u00e4rkere zu sein. Das lernten wir \u00fcber viele Jahrhunderttausende und diese Muster sind noch sehr tief in uns versteckt. So tief, dass wir sie nicht beliebig ausschalten oder schnell ver\u00e4ndern k\u00f6nnen.<br \/>\nDas hat negative, aber auch sehr positive Seiten. Die &#8222;Ketten&#8220; indirekter Kommunikation etwa k\u00f6nnen l\u00e4nger werden, fast beliebig lang sein. Man kann mehrere tausend Facebook-Freunde haben, ohne sie zu kennen. Man kann auch eine spontane, freundschaftliche Unterhaltung mit einem Menschen aus Australien anfangen, der an der Kreuzung mit seiner Vespa neben meiner stehen bleibt &#8211; selbst wenn man nicht die gleiche Sprache spricht. Die Kommunikation wird dann zwar eingeschr\u00e4nkt sein, l\u00e4uft aber auf der gleichen Basis ab.<br \/>\nIch bekam bei Silvio durch die Vespa sozusagen einen Vertrauensvorsprung, der die erste Kommunikationsh\u00fcrde automatisch \u00fcberwinden konnte. Nat\u00fcrlich kann man sich auch auf der Stra\u00dfe spontan mit einem Australier (oder irgend einem Fremden) unterhalten ohne das gemeinsame Zugeh\u00f6rigkeitssymbol Vespa zu brauchen, aber dann gibt es andere Symbole, etwa \u00e4hnliche Kleidung oder eine bestimmte kulturelle Handlung oder was auch immer. Es ist sogar ohne jedes Symbol m\u00f6glich, leichter wird es aber, wenn eines vorhanden ist. Noch leichter, wenn ebendieses ein starkes Symbol ist. Der ber\u00fchmte franz\u00f6sische Soziologe Claude Levi-Strauss hat dar\u00fcber sein Buch &#8222;Totem und Tabu&#8220; geschrieben. Auch bei der Vespa handelt es sich um ein &#8222;Totem&#8220;, also um ein Symbol der Clan-Zugeh\u00f6rigkeit. Menschen des gleichen Totems k\u00f6nnen einander vertrauen, sie geh\u00f6ren zusammen, haben quasi die gleiche &#8222;Ur-Mutter&#8220;. Sie sind fast wie Geschwister. Wichtig ist hier die eindeutige Erkennbarkeit des Totems, und das ist bei der Vespa sehr klar.<br \/>\nMan muss hier zwischen alten (Handschaltung) und neuen (Variomatik) Vespas unterscheiden. Das sind zwei verschiedene Totems, die einander nur in manchen Punkten \u00e4hnlich sind. Deswegen gr\u00fc\u00dfen sich die FahrerInnen alter Vespas sehr oft, die von neuen nicht. Okay, es gibt so viele neue, dass das schwierig w\u00e4re, aber das zeigt nur, dass ein Identifikationsmerkmal st\u00e4rker heraustritt, n\u00e4mlich das der Seltenheit. Die neuen Variomatik-Vespas (Modelle GT, GTS und LX sowie S) werden zu einem guten Teil in China oder sonstwo gefertigt, sie haben nicht mehr die gemeinsame italienische Ur-Mutter. Fr\u00fcher kamen alle Vespas (au\u00dfer die Lizenzbauten) aus Pontedera in Italien, wenngleich Piaggio auch damals schon Teile von Spezialfirmen zuliefern lie\u00df, aber auch die waren meist italienisch. Die Qualit\u00e4t der Ersatzteile war auf einem hohen und gleichm\u00e4\u00dfigen Standard &#8211; alles Merkmale einer kr\u00e4ftigen und eindeutig identifizierbaren Ur-Mutter, eine klare Totem-Sichtbarkeit sozusagen.<br \/>\nFahrer alter Vespas helfen einander in der Not &#8211; das ist zumindest ein Zeichen gemeinsamer Clanzugeh\u00f6rigkeit.<\/p>\n<p>Das hat sich stark ge\u00e4ndert und damit wurde die Kraft des Totems stark geschw\u00e4cht. Es ist die Frage, ob die Kraft der Marke Vespa, von der Piaggio derzeit noch enorm profitiert, die Kraft des Totems ersetzen kann. Das wird erst die Zukunft zeigen, denn unsere Welt ver\u00e4ndert sich st\u00e4ndig und auch die Evolutionsgeschichte wird weiter geschrieben.<\/p>\n<p>Eine alte Vespa zu fahren liefert ein klares Zeichen an die Umwelt. Das ist keine Garantie \u00fcberall freundschaftlich aufgenommen zu werden, aber es erh\u00f6ht die Chancen. Ich konnte dies auf meiner Reise vielfach erfahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das erste Fr\u00fchst\u00fcck auf der Tour gemeinsam mit Heinz und Isabella, danach ein gem\u00fctlicher Aufbruch. Wird die Vespa anspringen? Wie wird der heutige Tag verlaufen? Es ist die wahrscheinlich k\u00fcrzeste Etappe und sie wird mich &#8222;nur&#8220; nach Klagenfurt f\u00fchren. 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