Mach´s gut, Christian!

Ich kann mich noch nicht daran gewöhnen Todesnachrichten über Facebook zu bekommen. Aber vielleicht ist das ja einfach ein Zeichen der Zeit.

Letzten Sonntag ist mein lieber Freund Christian (*11.09.1974; † 29.06.2014) gestorben.

Ein bitterer Tag, von dem ich gehofft hatte, dass er nicht kommen würde. Von mir aus in 30 Jahren oder später. Aber bitte noch nicht jetzt, nicht kurz vor seinem 40. Geburtstag.

Ich weiß gar nicht mehr, wann und wie ich ihn kennengelernt habe. Entweder bei einer Vespa-Ausfahrt oder einem Modern-Soul-Fest, vielleicht auch in der Galeria oder sonst wo. Ein feiner Mensch, so der erste Eindruck. Erst viel später habe ich erfahren, dass er Restaurator ist und alte Gemälde irgendwo in Österreich oder auch in seinem Atelier herrichtet, in Kirchen und sonstwo.
Christian war ein sehr genau arbeitender Mensch, akribisch, mit viel Gefühl für Materialien und Dinge. Nicht nur deswegen war er auch ein exzellenter Vespa-Zangler. Er beherrschte große und kleine Vespas und Lambrettas und hatte für dieses Wissen und Können meinen vollsten Respekt.
Im Frühjahr 2011 half er mir meinen Rom-Motor aufzubauen. Immer wieder fuhr ich bei ihm im 14. Bezirk vorbei und er nahm sich Zeit eine Proberunde zu drehen. Er war auch der Organisator der Vespa-Ausfahrten am 1. Mai und am 26. Oktober. Das folgende Bild zeigt ihn bei so einer Ausfahrt am Tulbinger Kogel 2012:

chris2012

Auch heuer war er am 1. Mai dabei, schon schwer gezeichnet von der Krankheit, abgemagert, mit eingefallenem Gesicht, ruhig und fein wie eh und je. Da hatten wir alle Hoffnung, dass er es doch noch schaffen würde, dass er wieder gesund wird und wir noch viele Ausfahrten mit ihm machen könnten.

In einem Vespa-Buch schrieb ich bei den Credits „Christian, dem besten Zuckerbäcker der Straße“, weil das eine Art zu arbeiten sehr gut traf. Letzten Herbst musste ich zu meinem Entsetzen erfahren, dass er an einer sehr seltenen, schweren und heimtückischen Krankheit laborierte. Es war schnell klar, dass die Sache ernst ist. Die Behandlung ging los, die Nebenwirkungen waren gering und Christian erholte sich, ging wieder arbeiten und frönte seinem Hobby Platten auflegen. Er war nicht nur ein guter Vespa-Zangler, sondern auch ein begabter DJ und ein guter Restaurator. Und er war Mod. Zwar ein paar Jahre jünger, aber er zelebrierte das Lebensgefühl der „Modernists“ durch feine, immer gut passende Kleidung. Ein Sir, sozusagen. Ein Kommentar auf Facebook hieß „Der letzte Dandy Wiens“.

Christian war immer der Ruhige, der eher am Rand steht, sich selbst dort positioniert. Das folgende Bild zeigt ihn auf der Rollfähre in Klosterneuburg – im Hintergrund, aber Organisator der Ausfahrt.

chris2010

Letzten Sommer bin ich mit ihm zu Allan hinaus gefahren, zu einem Festl in der Nähe von Melk. Ich fand es damals schade, dass er mitten in der Nacht noch nach Wien zurück fuhr. Aber auch das war Christian – streckenweise Einzelgänger und verschlossen, zumindest kam es mir so vor. Die Vespa, die er damals zur Probefahrt quasi ausführte, ging um so viel besser als meine eigene, dass er mir hinauf auf den Jauerling unglaubliche Meter abnahm. Von ihm bekam ich etliche Tipps und Tricks, die mir heute wertvolle Zeit ersparen bzw. die auch ich wieder anderen weitergeben kann.
Typisch für Christian war die Bomberjacke, oft mit Knieschützern kombiniert, er legte Wert auf sichere Ausrüstung, ging aber anderen damit nicht auf die Nerven. Das folgende Bild zeigt ihn mit Flappo und Ronnie beim obligatorischen Tankstellenstart bei einer Ausfahrt 2009.

chris2009

Letzten Herbst, etwa einen Monat vor seiner Krankheitsdiagnose, fuhr ich in die Stadt um ihn beim Auflegen zu besuchen. Es war einer dieser Abende, an denen nur ganz wenige Menschen ihr Haus verließen und so waren wir eigentlich allein. Er der DJ und ich der einzige Gast. Wir kamen ein wenig zum Plaudern und heute weiß ich, dass er damals schon an seiner Krankheit laborierte, jedoch noch nicht wusste, wie ernst es wirklich war. Ich habe ihn danach nicht mehr sehr oft gesehen, er hat nach Ausbruch seiner Krankheit eher verschlossen reagiert und der Kontakt beschränkte sich auf gelegentliche Telefonate.
Wie die meisten aus der Vespa-Community war auch Christian ein ganz eigener Typ. Er liebte italienischen Kaffee, italienisches Essen und die italienische Sprache, die er gut beherrschte. Er war so nett mein Rom-Buch zu redigieren und einige Fehler gibt es daher Dank seiner Mithilfe nicht.

Sein Tod zeigt mir, dass das Leben unberechenbar ist und auch dass wir Gesundheit einfach zu selten hoch schätzen. Es kann unglaublich schnell gehen, Christian hatte keinen ungesunden Lebenswandel, er hat sich weder dickgefressen noch geraucht wie ein Schlot. Und doch hat es ihn erwischt. Er hinterlässt eine Lücke, die seine Umgebung in ihrer ganzen Größe wohl erst nach einiger Zeit begreifen wird.
Only the good die young.

12. Juli 2014

Heute war das Begräbnis von Christian. Zuerst eine stimmungsvolle Feier in der Pfarrkirche in Hütteldorf. Es war eine gute Entscheidung keine Einsegnungshalle am Friedhof zu nehmen, denn die wäre zu klein gewesen. Ca. 150 Trauergäste waren gekommen und ein DJ-Freund von Christian spielte ein paar der wichtigsten Northern-Soul-Nummern. Seltsam, wenn der Pfarrer Pause hat – diesmal waren es sogar zwei. Sie sprachen die üblichen salbungsvollen Worte, die auf jeden Menschen zutreffen, zumindest aus dem Blickwinkel der katholischen Kirche.
Wirklich spannend wurde es als Georg eine Ansprache hielt. Er war einer der Freunde, die Christian als Arzt bis zum Schluss begleiteten und traf mit seinen Worten den Kern der Sache. Christian behielt seine Modernist-Würde ganz bis zum Schluss. Der Krebs konnte seinen Körper zerstören und ihn letztlich auch töten (sich selbst im übrigen auch, was zu einer anderen, nicht minder interessanten Diskussion führt), aber seinem Wesen konnte er nichts anhaben. Christian blieb sich selbst treu und bestätigte seine besondere Stellung in der Gemeinschaft.
Danach ging es im Vespa-Konvoi zum Friedhof. Etwa 50 Roller fuhren vor einer guten Handvoll Oldtimer – Christian hatte auch dafür ein Faible, vor allem für alte Opels, aber auch für historische Fahrzeuge generell.

roller1

roller2

Es war ein heißer Tag, zeitweise schwül und die Trauergemeinschaft war so bunt gemischt wie die Farben von den Bildern, die Christian restauriert hatte. Von alt bis jung, Scooterists, Mods, DJs und jede Menge Freunde, die alles zugleich sind. Von der Lederjacke bis zum Parka, von den Turnschuhen bis zu den Chelsea-Boots, von langer Mähne bis Glatze – ich glaube, Christian hätte sich hier sehr wohl gefühlt. Er wäre etwas abseits gestanden und hätte gelächelt, freundlich und milde, bestimmt und ein wenig in sich gekehrt.
Einige warfen sehr persönliche Gegenstände ins Grab: ein Opel-Zeichen, eine Zündkerze, einen Schraubendreher. Die Sonne brannte herunter und es dauerte eine gute Stunde bis alle sich verabschiedet hatten. In dieser Zeit war es sehr sehr ruhig, kaum jemand sprach ein Wort, Sonne, Wind und Wolken bestimmten die Szenerie.

Dann ging es zurück zur Kirche. Eine Hälfte der Trauernden feierte noch eine Messe, die andere setzte sich ins Francesco, wo Christian des öfteren seine Lieblingspizza aß (über die Pizzaqualität waren wir nicht einer Meinung). Anschließend bat die Familie zur Agape und langsam löste sich die Spannung. Das eine oder andere Lachen war wieder zu hören und es gab die Gelegenheit den Eltern zu kondolieren. Der Leichenschmaus (hier in Form von Brötchen und jeder Menge exzellenter Mehlspeisen) ist eine alte und meiner Meinung nach sehr sinnvolle Tradition, bei der sich die Trauernden wieder dem Leben zuwenden und Christian ziehen lassen. „I´m on my way“ heißt die schöne Soul-Nummer, die seinen Abschied gut symbolisiert.

essen

Er ging uns voraus und niemand kann sagen, wann wir folgen werden. Auf dem kleinen Kärtchen, das wir beim Eingang in die Kirche bekamen, ist ein Gedicht von Rilke zu finden. Ich möchte hier eines seiner schönsten anführen:

„Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.“

Christian hat viele dieser Ringe gelebt und hat den letzten vielleicht doch vollbracht. Er weiß es. Wir wissen es nicht. Noch nicht.

chrisRilke

Halt, Polizei! Im Auftrag der Stenzel!

Heute, 23.30 – Tatort Wien Innere Stadt, Ecke Gonzagagasse/Rudolfsplatz. Ich komme von der Geburtstagsfeier von Yooshan, einem lieben alten Internations-Freund. Der feiert sein Fest im Club Berlin in der Gonzagagasse. Ich habe meinen Roller vor dem Lokal abgestellt (also eigentlich vor dem Aera genau gegenüber) und fahre los. Vorne an der Ecke fette Kelle (dieser rote Penis-Stab, den sie seit einigen Jahren verwenden). Polizei hoch drei.
„Stellen Sie das Fahrzeug bitte hier an der Ecke ab. Fahrzeugkontrolle. Und Lenkerkontrolle“ meint ein junger Polizist, amtshandelnd.

Ich stelle die Honda ab und gebe ihm Führerschein und Zulassung.
„Kennen Sie den Grund der Anhaltung?“
„Nein.“
„Da ist vorne in der Werdertorgasse ein Schild mit einem Geradeausgebot von 21 bis 5 Uhr. Das haben Sie missachtet und sind unerlaubterweise hier durchgefahren.“
„Ähm, kann nicht sein, weil ich schon um 20.30 da war und da vorn in der Gasse geparkt habe.“
„Ah so… (kurze Ratlosigkeit)… dann machen wir einen Alkotest.“
„Gut, aber wir müssen noch ein wenig warten, weil ich habe vor 2 Minuten erst mein Bier ausgetrunken.“ (Ich bin nur mäßig nervös, es waren zwei Krügerl.)
„Nein, den Vortest machen wir gleich. Wenn der positiv ist, dann warten wir und machen dann den echten, großen Test.“
In diesem Moment tritt junger Polizist Nr. 2 auf den Plan, weil junger Polizist Nr. 1 noch eine Zahlungsbestätigung für einen anderen Sünder holen muss. Es gibt viel abzukassieren an dieser Ecke.
„Hier haben Sie das Mundstück“ (drückt es mir in die Hand, ich reisse das Plastik weg, er hält mir den winzigen Vortester hin.)
„Hier fest hineinblasen, ich sage ihnen, wenn es genug ist.“
(Ich donnere alles, was in meinen Lungen ist, in das Gerät, das fast zerplatzt und seltsame Piepsgeräusche von sich gibt, als Zeichen der Resignation. Älterer Polizist Nr. 3 tritt in Erscheinung und belehrt jungen Polizisten Nr. 2)
„Du musst ihm das hinhalten und bitten, dass er langsam und beständig und nicht zu fest in das Gerät bläst.“ (Ich tue wie mir geheißen. Das Gerät piepst diesmal viel ruhiger, gleichmäßiger und irgendwie entspannter. Älterer Polizist ist zufrieden und fragt jungen Polizisten Nr. 2)
„Und was bedeutet das jetzt?“
(Junger Polizist Nr. 2 schaut etwas verwirrt auf das ihm scheinbar unbekannte Gerät.)
„0,1 zeigt das an.“
„Gut, das musst Du mal zwei nehmen, das sind also 0,2 Promille, das ist okay.“
(Junger Polizist setzt die Amtshandlung fort)
„Hat man Ihnen schon 30 Euro angeboten?“
(Ich verkneife mir zu sagen, dass ich das urlieb finde, dass ich von der Polizei jetzt 30 Euro bekomme und mich dafür natürlich herzlich bedanken möchte und auch bei dieser Gelegenheit frage, ob ich noch einmal ordentlich um den Block heizen soll und ob es dafür noch einmal 30 Euro gäbe.)
„Nein, aber ich möchte das mit Ihrem Kollegen fertig besprechen, der hat auch noch meine Papiere.“
„Gut.“
(Junger Polizist Nr. 1 kommt wieder)
„Was hat denn der Vortest ergeben?“
„0,2“
„Dann müssen Sie noch einmal vortesten.“
„Warum denn? Ich habe ja schlechtestenfalls 0,4 wenn man die Anzeige verdoppelt und bin damit drunter.“
„Weil das ab 0,2 Pflicht ist noch einmal zu testen.“
(Älterer, strenger Polizist mischt sich ein.)
„Der Test hat 0,1 ergeben, das ist okay.“
(Es entspinnt sich ein amicales Gespräch mit jungem Polizist Nr. 1, der mir erklärt, dass sie das irgendwie eh blöd finden, aber es gibt hier in dem Abschnitt ein paar wohlhabende und einflussreiche Anrainer und die haben sich beschwert, dass der Verkehrslärm wegen dem Kopfsteinpflaster zu laut wäre und jetzt hätte die Frau Bezirksvorsteherin Stenzel angeordnet, dass durch ein Abbiegeverbot und ein Linksabbiegegebot für die schon durch die Gonzagagasse fahrenden Lenker niemand mehr in der Nacht durch die Gasse fahren darf.
„Aber das ist ja wie ein Lotto-Jackpot für die Polizei.“
(Er stimmt mir zu und meint, da ich dort geparkt habe, dürfe ich ausnahmsweise ohne Strafe weiterfahren. Ich frage noch, was ich denn sonst tun sollte – das Fahrzeug dort bis in der Früh stehen lassen? Nur weil ich kurz vor 21 Uhr dort ordnungsgemäß hineingefahren bin und mich eingeparkt habe, ich Böser ich? Er meint eigentlich schon, aber das würden sie dann doch nicht so eng sehen. Ich biete an, dass ich das nächste Mal die Honda die paar Meter schiebe. Er grinst und wünscht mir eine gute Heimfahrt. Ich wünsche ihm noch einen angenehmen Dienst.)
In mein Abendgebet schließe ich die protektionistische Verbotspartei ÖVP und ganz besonders die Frau Stenzel innigst mit ein.

BMW C Evolution – der Beginn einer neuen Ära?

Eigentlich mag ich BMW nicht, nämlich als Marke. Die meisten BMW-Fahrer, die ich kenne, sind Ungustln – natürlich mit Ausnahmen. Wenn ich morgen bei einem Preisausschreiben einen BMW gewinne, wird er übermorgen verkauft.
Bei Motorrädern sehe ich das etwas anders. Die große GS ist für mich das beste Motorrad der Welt, allerdings inzwischen auch mit Einschränkungen. In der Evolution dieser Baureihe begann alles mit einem einfach konstruierten Motorrad mit toller Qualität und langer Haltbarkeit. Bis zur 1100er konnte man damit Afrika durchqueren. Ab der 1150er bauten sie Unmengen an Elektronik ein und Experten warnen ab diesem Modell vor langen Touren, denn die Anfälligkeit auf Schäden, die man nicht ohne Spezialwerkstatt beheben kann, stieg gewaltig an.
Jetzt stehen wir bei der 1250er – ein Motorrad mit tollem Design, super Fahrwerk und starkem Motor. Wenn man allerdings irgend einen Handgriff daran selbst tun will, steht man vor unlösbaren Problemen. Nur ein Beispiel: Ein Freund wollte einen Zusatzscheinwerfer anschließen. Früher schraubte man die Dinger drauf, montierte irgendwo am Lenker einen Schalter und verkabelte das ordentlich.
Diese Zeiten sind vorbei. Man muss die Scheinwerfer montieren und dann einen Computer an das Motorrad anschließen. Mittels eines speziellen Programms muss man den „Bus“ so programmieren, dass die Elektronik die Scheinwerfer erkennt. Andere Möglichkeiten sind ausgeschlossen. Davon profitieren die Werkstätten und auch BMW selbst, denn man muss natürlich die Scheinwerfer von BMW kaufen. Und die kosten so viel wie BMW nun einmal dafür haben möchte. Monopol ist immer eine feine Sache, zumindest für den Monopolist.

Kommen wir zum BMW C Evolution. Er ist ein Riesentrumm von einem Roller und wiegt 265 kg. Das ist um 15 kg mehr als meine alte Gilera Fuoco und er fährt sich vom Handling auch vergleichbar. Gewicht bleibt Gewicht, deswegen hat der BMW auch einen Rückwärtsgang.

2

Da ich vor wenigen Tagen schon den i3 von BMW testen konnte, war es mir eine besondere Freude jetzt sozusagen auch die Zweiradausführung ausprobieren zu können. Gleich vorweg: das Tollste an diesen Fahrzeug ist die Beschleunigung. Man hat vier verschiedene Modi, die man am Lenker per Knopfdruck einstellen kann, etwa „Road“. Dann kann schon das eine oder andere Speicheltröpferl im Mundwinkel hängen, wenn man „Strom gibt“. Die Elektronik regelt die Beschleunigung, weil man sonst sofort einen Abflug machen würde.
Kurt ist ein exzellenter Motorradfahrer und ich bin vor vielen Jahren mit ihm und meinem lieben Freund Erich ein paar Motorradtouren gefahren. Er hatte damals eine CBR 900 Fireblade und konnte damit auch sehr gut umgehen. In einer Mittagspause verriet er mir seine Erkenntnisse über Überholvorgänge: „So etwas muss zwingend sein. Der Überholte darf gar nicht vor die Wahl gestellt werden, ob er dich vor lässt oder nicht. Nur dann ist das Risiko auf längere Sicht überschaubar.“

1

Das hab ich mir gemerkt und denke auch heute oft daran. Mit einer Fireblade ist das übrigens leichter als mit einem vergleichsweise schwachen Roller. Der BMW löst dieses Problem ganz im Sinne vom Kurt: Überholen ist zwingend. Die Beschleunigung ist so brutal, dass ein Überholvorgang quasi in einem Augenblick erledigt ist. Vergleichbar ist das mit einer 750er mit ca. 100 PS. Offiziell hat die BMW aber nur 15 PS Dauerleistung und so wird sie auch punkto Steuer eingestuft, was natürlich ein echter Vorteil ist.
Die Spitzenleistung wird mit 48 PS angegeben – aber hier sollten die Vergleiche mit einem Verbrennungskraftmotor auch schon aufhören. Die Art der Kraftentfaltung ist anders, die Beschleunigung vor allem zwischen 40 und 100 km/h ist brachial und – wie schon erwähnt – zwingend. Das ist nicht immer ein Vorteil. Obwohl die Elektronik abregelt, muss man auf nasser Fahrbahn extrem aufpassen. Das Drehmoment ist und bleibt so hoch, dass das Hinterrad blitzschnell wegschmiert. Dann wollen 265 kg plus dem eigenen Gewicht gebändigt werden. Der C Evolution ist definitiv kein Anfängerfahrzeug.

Es gibt neben dem Modus „Road“ auch noch „Dynamic“, bei beiden steht die volle Kraft zur Verfügung, bei letzterem wird nur stärker rekuperiert. Der Modus „Sail“ ist fast völlig ohne Rekuperation, sozusagen das Segeln auf der Welle. Der Modus „Eco“ hingegen macht den Roller zur lahmen Ente. Dann liegen tatsächlich nur ca. 15 PS an, die Beschleunigung findet fast nicht statt, dafür spart dieser Modus Energie. Man kann rechnen, dass ein Prozent Energie etwa einem Kilometer entspricht. An der Anzeige (z.B. 48%) kann man erkennen, dass noch für 48 km Energie in den Batterien ist. Das macht die Planung der Fahrt bis zur nächsten Steckdose bzw. Stromtankstelle leichter.

6

Ich habe in meiner Proberunde ordentlich Stoff gegeben und herausgefunden, dass der Speicher dann für weniger als 100 km reicht. Das ist für die meisten Fahrten in und rund um Wien völlig ausreichend, letztlich für diese unglaublich riesige Batterie dann aber doch irgendwie ein bisschen enttäuschend. Laut meinem Freund Michi gibt es am Schluss noch eine kleine Reserve, deutsche Sicherheit sozusagen, durchaus sympathisch.
Ich lud 1,5 Stunden lang auf und konnte dabei den Akkustand von ca. 70 % wieder auf 100 % bringen. Das ist für eine Aufnahme von normalem Strom eine tadellose Leistung.
Der BMW hat Spezialreifen mit möglichst geringem Rollwiderstand, so wie die meisten Elektromobile. Sie sind übrigens auf trockener Fahrbahn ohne Tadel, so wie auch das Fahrwerk.
Besonders angenehm ist aufgrund des langen Radstandes der Geradeauslauf. An diesem Teil des Rollers ist sicher nichts auszusetzen.

Ich musste am zweiten Tag in der Früh die Batterie aufladen. Das Kabel samt Ladeeinheit ist einfach anzuschließen, kann aber leider nicht abgesperrt werden. Wenn man das Fahrzeug auf der Straße oder auch bei einer Stromtankstelle auflädt, muss man entweder dabei bleiben oder riskieren, dass die Ladeeinheit gestohlen wird. Das wäre äußerst unangenehm, denn erstens kann man dann den Roller nicht fertig laden und zweitens ist die Einheit sicher enorm teuer.

Die Verarbeitung der Karosserie wirkt mittelprächtig. Die Plastikverschalungen sind ein wenig wackelig und wirken fragil. Die Bedienungselemente wirken hingegen deutlich höherwertiger als ihre italienischen Pendants. Die Windschutzscheibe ist eher ein Designelement, für mich und meine Größe (186 cm) bringt sie gar nichts, ich sitze im Wind.

7

Gewaltig sind die beiden Rückspiegel. Ihr Vorteil besteht in der exzellenten Sicht nach hinten, ihr Nachteil in der enormen Breite. In Kombination mit der Länge und dem Gewicht des Fahrzeugs ergibt sich eine gewisse Stadtuntauglichkeit. Die Autobahn ist aber auch nicht das Terrain des BMW, zu gering ist hier die Batteriereichweite und die Höchstgeschwindigkeit – ich habe 128 km/h am Tacho erreicht, elektronisch begrenzt, wenngleich man das in der Charakteristik nicht merkt, also man wird dann nicht plötzlich abgewürgt, wie das bei früheren Begrenzergenerationen üblich war. Der Anker wird sozusagen zart geworfen.

Die Straßenlage ist sehr gut, das ist wahrscheinlich dem niedrigen Schwerpunkt zu verdanken, die Honda SH ist hier deutlich kippeliger, auch wegen des wesentlich geringeren Radstandes. Die Bremsen sind sehr gut, vorne hat der Evolution natürlich eine Doppelscheibe, ABS gibt es auch.
Selbst zu zweit hat das Fahrzeug noch eine gewaltige Beschleunigung, die Gepäckmitnahmemöglichkeiten sind dann jedoch stark eingeschränkt. Mehr als ein Vollvisierhelm passt nicht unter die Sitzbank. So wird man skeptisch bleiben dürfen was den Erfolg des Maxi-Rollers als Tourengerät betrifft.

4

Fazit: Ein Fingerspiel eines großen Konzerns, eine Übungsaufgabe auf dem Weg zum Elektrobike. Ein gutes Fahrzeug, ob es dafür aber schon die richtige Nische gibt, werden die künftigen Verkaufszahlen zeigen. Der Preis (ca. 15.000 Euro) entspricht einem guten Motorrad, die Gesamtkosten sind jedoch deutlich geringer, weil die Wartung wesentlich einfacher und somit billiger ist. Es gibt wesentlich weniger bewegte Teile als bei einem Verbrennungsmotor und viele davon sind überhaupt verschleiß- bzw. wartungsfrei.

5

Über zehn Jahre wäre der BMW damit absolut kostengünstiger als ein vergleichbares Motorrad. Umweltfreundlicher ist er zumindest im Bezug auf die Abgase, denn die Herstellung des Fahrzeugs ist alles andere als grün und der Strom kommt auch nicht aus der Steckdose.

BMW i3 – und Du fährst nie wieder einen Verbrennungsmotor

Ich tu das natürlich trotzdem, aber in einer alten Vespa und wenn ich mir ein Auto ausborge.
Aber zur Sache: Ich durfte den BMW i3 probefahren, ein reines Elektroauto. Es gibt zwar einen Range Extender für die Leute mit „Range Anxiety“, dann hat das Ding aber fast überhaupt keinen Kofferraum mehr und außerdem braucht das wirklich fast niemand.

Die Größe entspricht etwa einem VW Golf und BMW hat sich bemüht so viel wie möglich ein wenig anders zu machen, sozusagen als Zeichen, dass man da auch wirklich in einem anderen Auto sitzt. Die hinteren Türen gehen z. B. nach hinten auf, wie beim alten Puch 500, wo sie als „Selbstmördertüren“ bekannt waren.

1

Hinten ist beim BMW ausreichend Platz, vorne natürlich auch. Ein zerklüftetes Armaturenbrett, bei dem sich die Konstrukteure vorgenommen haben, möglichst viel Besonderheiten einzubauen, etwa bei den verwendeten Materialien. Da sieht ein Teil aus wie Holz, aber nicht lackiert, sondern irgendwie anders behandelt. Die Kunststoffe wirken auch anders, bleiben aber Plastik, letztlich.

2

Leider leider könnte man mir das Auto nicht verkaufen, erstens brauch ich kein eigenes Auto und zweitens hat er ein „Keyless Go“ System, d.h. man kann den Schlüssel eingesteckt lassen oder irgendwo ins Auto legen. Damit habe ich extrem schlechte Erfahrungen gemacht und so etwas wäre für mich ein Ausschließungsgrund, egal was die Kiste sonst noch kann.

Der BMW kann einiges, etwa sehr flott fahren. Damit sind wir auch schon beim eigentlichen Punkt. Der Wagen hat eine unfassbar brutale Beschleunigung. Die meisten wirklich kräftigen Autos dürfen sich hier hinten anstellen, unter 200 PS braucht man es gar nicht versuchen. Du steigst auf das „Gas“pedal und er reisst ohne irgend ein erkennbares Loch an, es drückt dich in den Sitz wie bei einem Flugzeug, Überholmanöver sind eine Sache von wenigen Augenblicken.

6

Natürlich sind bei so einem modernen Auto auch Fahrwerk und Bremsen entsprechend gut, man kann den i3 wirklich schnell bewegen. Die schweineteuren und speziell für dieses Auto gefertigten Reifen zeigten zumindest bei meiner Probefahrt keine Schwächen, trotzdem hat die Physik hier ihre Grenzen. Echte Asphaltschneider sind es nicht, aber ein Satz neuer Reifen verpasst dir beim Blick auf das Konto einen Satz heiße Ohren.

7

Ein sehr nettes Instrument ist die Verbrauchsanzeige. Da gibt es so eine blaues Band in Form eines Halbkreises und ein weißer Strich, der eigentlich kein Strich ist, sondern nur eine Weißfärbung der blauen Dioden, zeigt dir den Verbrauch an. Linke Hälfte Rekuperation, rechte Hälfte Verbrauch. Je nach Fahrweise und Topographie wandert bzw. hüpft der weiße Strich hin und her, mal auf die linke Seite und mal auf die rechte. Er ist dezent gemacht, so dass man hinschauen kann, aber nicht muss. Trotzdem befindet er sich in der Mitte der Anzeige, das ist nun einmal so bei Elektroautos. Es ist erstaunlich wie viel er rekuperiert, beim Bremsen, aber oft auch einfach beim Dahinfahren leicht bergab, manchmal sogar in der Ebene. Das bewirkt, dass man in bergigem Gelände nicht mehr verbraucht als in der Ebene. In die Berge fahren verkürzt sozusagen nicht die Reichweite.

Das ist natürlich eine elende Sache, die meisten Menschen achten bei so einem Fahrzeug nur auf die Reichweite, selbst wenn sie 100 km beträgt und man ohnehin nur 10 km fahren möchte. Das hat die Industrie den Leuten sehr gut eingeschärft: die Angst vor dem Stehenbleiben. BMW nimmt das eher locker und spendiert dem i3 ein Navi, das die Elektrotankstellen und deren Entfernung anzeigt. Wenn man dann in einen Sparmodus schaltet, hat man gute Karten.

Trotzdem bleibt die Tatsache, dass einem der Energieverbrauch der Mobilität wieder bewusst wird. Beim derzeit immer noch unglaublich billigen Verbrennungskraftstoff interessiert das die meisten Menschen schlicht und einfach gar nicht. Beim Elektroauto denkt man daran und das ist vielleicht gar kein Nachteil.

Der Startschlüssel ist ein Knopf, das ist derzeit sehr modern. Schalten tut man mit einer Wippe und wenn man die Kiste abstellt, schaltet er automatisch in den Parkmodus.

3

Dann kann man noch eine Handbremse per Knopfdruck aktivieren. Anfahren tut er mit viel Drehmoment, also im Zweifelsfall ruckartig. Und er hat einen sehr guten Einschlag. Interessant ist das Geräusch, es unterscheidet sich beim Fahren nämlich nicht wirklich von einem modernen PKW. Bei dem sind die Motorgeräusche auch schon fast zur Gänze weggedämmt. Innen merkt man fast keinen Unterschied, außen natürlich schon, da ist er fast lautlos.

Das Design ist modern, vorne unter der Abdeckklappe, die man gerne „Motorhaube“ nennen möchte, befindet sich die Ladeeinheit. Hinten ein Kofferraum, der allerdings wirklich sehr bescheidene Ausmaße hat, ca. wie der Einser-Golf, vielleicht sogar noch kleiner.

4

Man kann den BMW daheim an die ganz normale Steckdose anschließen oder mit einer Schnelllade-Einheit bei einer entsprechenden Stromtankstelle.

5

Fazit: Ein gutes Auto, brauchbar für Menschen mit dem Ladebedürfnis eines VW Polo (also für die meisten) und normalen Fahrten von unter 100 km (auch das betrifft die meisten Fahrten). Ungelöste Probleme sind sicher der Ressourcenverbrauch bei der Herstellung (v.a. von der Batterie) und dass bis auf den Schadstoffausstoß keinerlei Mobilitätsmodernität zu erkennen ist.

Welcome to the Hotel California!

Also eigentlich war ich ja gar nicht in Kalifornien, sondern in Mayerling. Das ist der Ort, an dem sich schon Kronprinz Rudolf die Kugel gegeben hat und seine Mary Vetsera hat er gleich mitgenommen in die ewigen Jagdgründe.

Ich war dort um zu arbeiten, genauer gesagt um eine Klausur zu moderieren. Mayerling im Mai – leider zu den Eisheiligen, was aber wenig Auswirkungen hatte, denn die Klausur fraß sowieso die gesamte Zeit auf.

Ich war vor zehn Jahren schon einmal dort, im damals brandneu eröffneten Hotel Hanner. Das war irgendwie ein bizarrer Besuch, denn es gab dermaßen viele Störfälle, dass wir eine halbe Stunde des Seminars opferten, um die gröbsten Schnitzer des Hotels zu sammeln. Ich habe sie später der Wirtin geschickt und bekam sogar einen Essensgutschein für zwei Personen, den ich leider mangels passender Begleitung nie eingelöst habe.

Ich war gespannt, was daraus geworden war. Die Lage ist malerisch, im hügeligen Alpenvorland, eigentlich noch mitten im Wienerwald bzw. seine südlichen Ausläufern.

1

Es wurde inzwischen umbenannt, und zwar in „Relais & Chateaux Hanner“ – was auch immer das zu bedeuten hat. Das „Chateau“ ist jedenfalls das Schloss, das in diesem Fall noch ein „X“ dazu bekommen hat. Ein „Relais“ ist eigentlich eine Staffel (im Sinne von Staffellauf). Die Verbindung bedeutet eigentlich gar nichts, aber „Relais & Chateaux“ ist ein Marketingprogramm verschiedener Hotelrestaurants auf der ganzen Welt („500 von Charme geprägte Hotels und Gourmet-Restaurants, um die Welt zu entdecken“). Der Hanner ist Teil davon.
Marketing und der schöne Schein ist alles. Oder aber man findet folgenden Balkon „charmant“:

2

Ich gehöre nicht zu diesen Menschen, sehr wohl aber zu der Gruppe, die gutes Essen zu schätzen weiß. Und wir haben die beiden Tage (2 x Mittag, 1 x Abend, 1x Frühstück) sehr gut gegessen. Selbstverständlich gibt es Brüstchen an Schäumchen, das ist nun einmal so in der Gourmet-Küche. Ein wenig Chi-Chi mit Verzierungen hier und kleinen Häppchen dort. Winzige Portionen, extrem aufwändig zubereitet, wenngleich ich fairnesshalber sagen muss, dass ich nie hungrig geblieben bin. Am Abend lag das an meinem Tischnachbarn, der kein Fleisch isst. Ich durfte es erben und mir einwerfen.
Die Küche hat ihren guten Ruf eindeutig zu Recht, wenngleich die Bedienung ein wenig zu wünschen übrig lässt. Das Servierpersonal ist in eine Art schwarzen Shogun-Dress gekleidet, aber nur selten zu Gesicht zu bekommen, vor allem zwischen den Mahlzeiten.
Punkto Essenszeiten erwies sich das Hotel als flexibel, auch hier darf Lob nicht fehlen.

Als ich vor zehn Jahren meine Liste abgab, war einer der Punkte die Beschilderung der Zimmer und Stockwerke. Die gab es damals nur auf Englisch und auf meine Frage, ob hier auch Gäste willkommen wären, die nicht Englisch sprechen, gab es großes Schweigen. Aber sie haben gelernt, zumindest was diesen Punkt betrifft:

3

Damals war alles unfassbar erschlagen von Design. An jeder Ecke etwas noch Originelleres als in der Ecke daneben. Mit den Ecken haben sie es sowieso, keine Ahnung warum. Und leider manchmal störend, etwa wenn die Funktion eine schwere k.o.-Niederlage gegen das Design erlebt. Beispiele dafür sind zahlreich und an jeder Ecke zu bestaunen. Hier etwa die Duschecke:

4

Man kann es auf dem Bild nicht ganz erkennen, aber die Dusche ist in eine Ecke gebaut, und zwar absichtlich, denn man hätte es dort auch anders bauen können. So muss sich der Duschwillige in eine Ecke zwängen, um etwas Wasser abzubekommen. Das übrigens lauwarm war, und zwar auch in anderen Zimmern. Dafür war der Duschkopf enorm designed.
Dem Fass den Boden schlägt seit zehn Jahren die Glasscheibe zwischen Bett und Dusche aus. Vielleicht war ja der Architekt seinerzeit unsterblich verliebt, jedenfalls müssen seitdem die Gäste ihren Frauen oder Männern beim Duschen zusehen, in manchen Zimmern auch beim Sche…, denn da ist das Klo ins Bad integriert.

Wer das eckige Duscherlebnis hinter sich bringt, darf im Anschluss daran gleich kneipen. Da es zwischen Dusche und dem restlichen Bad keinerlei Hindernis für das Wasser gibt, schwimmt alles binnen einer Minute und rinnt auch nicht so schnell wieder ab.

5

Als Ausgleich gibt es zwei Duschgels. Das eine in einer kleinen Flasche, das andere in einer Art Seifenspender direkt unter der Dusche. Man kommt also duschwillig ins Bad, sieht die Fläschchen, reisst eines auf und sieht anschließend den Duschgelspender.

6

Mein Lieblingsdesignfehler ist der um 90 Grad vesetzte Spiegel zum Rasieren. Normalerweise hängt er oberhalb des Waschbeckens und erlaubt eine Genussrasur. Im Hanner hängt er einen knappen Meter entfernt ums Eck. Rasieren ist nur mehr was für Zirkuskünstler.

7

Wieder einmal gilt der alte Spruch: Man sollte Architekten dazu zwingen eine Zeit lang in den Gebäuden zu wohnen, die sie selbst entworfen haben.
Ich konnte auch diesmal wieder eine Verbesserungsidee deponieren: Es wäre fein, wenn es am Frühstückstisch einen Behälter gäbe, in den man den Teebeutel und andere Tischabfälle hinein werfen könnte. Er wurde dankend angenommen und ich freue mich schon darauf, wenn ich in zehn Jahren wieder zu Gast bin.