Mein Dutzend Gründe für politisches Engagement: 10 – Moderne Sklaven

Politik ist die Kunst der Gesellschaft. Menschen leben nur dann friedlich in Gemeinschaften, wenn ihre unterschiedlichen Interessen ausbalanciert werden. Diese Vermittlungstätigkeit nennt man meinem Verständnis nach „Politik“. Sie regelt das Zusammenleben der Menschen.
Ich habe ein Dutzend Gründe gefunden um mich politisch zu engagieren. Heute ist der zehnte Grund an der Reihe, es geht diesmal um die Sklavenarbeit für die Rohstoffgewinnung.

Wieder einmal ist eine Arte-Doku Auslöser für meine Überlegungen. „Sklavenarbeit“ heißt der Film von Tillman Achtnich und beschreibt den Weg der Rohstoffe, die wir in unseren elektronischen Geräten haben. Ich übrigens auch.
Geschätzt 100 Millionen Menschen arbeiten weltweit in kleinen Minen, die meisten davon unter sehr schlechten Bedingungen. Sie sind als Tagelöhner beschäftigt, haben keinerlei soziale Absicherung und verdienen so wenig, dass sie gerade mal überleben können. Sie schuften dazu noch unter extrem gefährlichen Bedingungen, weil bei all diesen Minen am Thema Sicherheit gespart wird. Außerdem ist die Arbeit fast zur Gänze manuell und ohne Maschinen zu erledigen.

Okay, das ist jetzt nichts Neues und wenn man voller Vorfreude zwischen Android und iPhone gustiert, dann möchte man nicht wissen, woher die darin verbauten Rohstoffe kommen.
Und genau da gilt es anzusetzen. Wieso ist die Ausbeutung der Menschen in diesem Bereich weniger schlimm als in der Landwirtschaft? Sie arbeiten unter gleich schlechten oder noch schlechteren Bedingungen.

Ich wage mich an die Ursachen, die natürlich schwer beweisbar sind, aber die Indizien sprechen dafür:
1.) Die elektronischen Geräte wecken Begehrlichkeit. Sie sind schön, man kann sie verwenden und sie schaffen gesellschaftlichen Status. Wer das neueste Handy hat ist der tollste Hecht im Teich, das gilt vor allem bei den jeweiligen Zielgruppen.
2.) Die Sklaven sind weit weg, im Falle von Bolivien fast am anderen Ende der Welt. Man kennt sie nicht und wer sich nicht spätabends die Doku ansieht, erfährt auch nichts von ihnen.
3.) Es ist nichts zu essen, daher geht es uns körperlich nicht so „nahe“ wie Lebensmittel. Die Gifte oder Problemstoffe, die in elektronischen Geräten enthalten sind, gelangen nicht offensichtlich in mich hinein. Daher ist mir die Herstellung auch nicht so wichtig.
4.) Vielfach handelt es sich um Gebrauchsgegenstände, die wie selbstverständlich zu unserem Leben gehören. Niemand möchte auf seine Waschmaschine verzichten. Man achtet eventuell noch auf den Stromverbrauch oder – selten – auf die Haltbarkeit, eher schon auf das Design und die Marke, mit der man am Stammtisch punkten kann. Niemand interessiert sich für das Zehntelgramm Gold, das drinnen auf einer unsichtbaren Platine verbaut ist.

Der interessanteste Aspekt ist für mich die Verbindung vom Käufer zum Sklaven. Was steckt da dazwischen?
Die Antwort ist auch hier eigentlich gar nicht so schwer: der Markt bestimmt die Regeln. Ob ein Hersteller elektronischer Geräte das Wolfram aus einer modernen Industriemine in den USA bezieht oder aus der Kooperative in Bolsa Negra, Bolivien, ist ausschließlich eine Frage des Preises. Da den Kunden die Herstellungsbedingungen egal sind und der Hersteller ein ausschließlich profitgetriebenes Unternehmen ist, fallen die Entscheidungen nicht schwer. Die Konkurrenzsituation sowie die Gier der KonsumentInnen nach billigeren Geräten ist der Motor für die immer weiter drehende Spirale: Wer auf die sozialen Bedingungen achtet, kauft teurer, produziert teurer und hat somit einen höheren Preis. Das macht man maximal ein Mal, wenn man es überhaupt überlebt.
Die Arbeiter und Arbeiterinnen sind übrigens echte Lohnsklaven, Menschenmaterial, das man nach Gebrauch entsorgt. Sie halten die Arbeit nur aus indem sie Koka-Blätter kauen und Schnaps trinken. Sie werden oft und schnell krank oder sterben bei bzw. durch die Arbeit. Es gibt keine Krankenhäuser, keine warme Kleidung, keine Pension und keine Arbeitslose. Es gibt nur die tägliche Arbeit bis es nicht mehr geht. Daher versuchen diese Menschen so viel zu arbeiten, dass zumindest ihre Kinder diesem Schicksal entrinnen.
Und wir freuen uns, dass es das neue iPhone jetzt im Sonderangebot gibt. Und ja, die direkte Verbindung zu den leidenden und als Sklaven schuftenden Menschen ist gegeben, auch wenn uns das nicht gefällt.

Ein zweiter Antreiber ist die Suche nach Kostenminimierung: Wo bekomme ich etwas, das ich für meine Geschäfte brauche, billig oder gratis? Ein Großteil der Wirtschaft lebt von der Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Das ist auch im Bergbau nicht anders. Meistens gehören diese Ressourcen eigentlich allen, aber einige wenige bekommen (wie auch immer und woher auch immer) das Recht sie auszubeuten, abzubauen oder zu ernten. Eigentlich würden die Gewinne auch allen gehören, aber die wenigen Menschen, die davon reich werden, verwenden diesen Reichtum, um dafür zu sorgen, dass die Allgemeinheit nichts davon bekommt.
In Süd-Kivu hat etwa die Kanadische Bergbaugesellschaft die Schürfrechte und streift somit alle Gewinne ein. Süd-Kivu liegt aber nicht in der Provinz Alberta und auch nicht in der Nähe von Ottawa, sondern im Kongo. Wem bringt es etwas, dass die Rohstoffe somit nicht den Kongolesen, sondern einer kanadischen Firma gehören? Die Antwort ist einfach: einigen korrupten Politikern sowie den Eigentümern der kanadischen Firma. Das war es auch schon, denn die Bevölkerung im Kongo profitiert nicht davon. Hier zählt auch nicht das Argument, dass die Kanadier Arbeitsplätze schaffen würden, denn die gäbe es ohne die Kanadier auch, da diese hier nichts investieren, sondern nur ausbeuten und abkassieren.

Warum wehren sich die Leute nicht, vertreiben die Kanadier samt Politikern und bauen selbst einen florierenden und sicheren Bergbau auf? Die Antwort besteht aus mehreren Faktoren, die zusammen kommen:
1.) Es fehlt den Menschen an Bildung um sich professionell zu organisieren.
2.) Sie sind in einer Schuldenspriale und können nicht einfach aufhören, weil sie sonst von korrupten Polizisten oder Militärs verprügelt oder umgebracht werden. Somit fehlt es ihnen auch an Geld um sich zu wehren. Wer nicht genug zu Essen hat, ist auch zu schwach um sich zu wehren.
3.) Es gibt in all diesen Ländern keine Demokratie und wenn, dann ist sie nicht echt. Die Menschen haben entweder kein Wahlrecht oder keine Wahl.

Das ist diesmal meine politische Forderung: Was allen gehört, soll auch allen was bringen. Wer Ressourcen abbaut oder erntet, hat ein Recht auf ordentliche Entlohnung.

Mein Dutzend Gründe für politisches Engagement: 9 – schon wieder Essen

Politik ist die Kunst der Gesellschaft. Menschen leben nur dann friedlich in Gemeinschaften, wenn ihre unterschiedlichen Interessen ausbalanciert werden. Diese Vermittlungstätigkeit nennt man meinem Verständnis nach „Politik“. Sie regelt das Zusammenleben der Menschen.
Ich habe ein Dutzend Gründe gefunden um mich politisch zu engagieren. Heute ist der achte Grund an der Reihe, es geht diesmal um Fisch.

53% der Fischbestände sind am Limit, 30% sind überfischt. Daher stammt ein immer größerer Teil aus Aquakulturen. Diese sind alles andere als umweltfreundlich. Hier ein paar Zahlen aus einer spannenden Doku auf arte („Auf der Suche nach dem glücklichen Fisch“).

25% des weltweiten Fischbestandes landet in der Fischmehlproduktion, am meisten in Peru und Chile. Dort sind auch die riesigen Aquakulturen, die dafür sorgen, dass wir in Europa im Supermarkt den Lachs kaufen, von dem wir glauben, dass er von feschen Fischern in glasklaren Flüssen mittels Fliegenfischen gefangen wurde.
Die Wahrheit sieht leider anders aus.

80% der Makrelenbestände weltweit sind kollabiert oder nahe dran. Die Aquakulturen lösen das Überfischungsproblem nicht, sie verstärken es. Fischmehlerzeugung ist ineffizient, aber sie unterliegt keinerlei Fangbeschränkungen, ganz im Gegenteil zum klassischen Fischfang. Um 1 Kilo Lachs zu bekommen, muss man 6 Kilo Fisch zufüttern.

Die Lachsfarmen bringen das Meer um. Es gibt zu viele und sie bauen so dicht, dass es keinen Wasseraustausch mehr gibt. Die Fische ersticken, das Meer wird zu einer stinkenden Kloake und die hochprofitable Industrie zieht eine Bucht weiter. Ihr geht es ausschließlich um Profitmaximierung, der Schaden an der Umwelt muss von ihr nicht bezahlt werden und erhöht somit den Profit.

Es geht übrigens auch anders. In Frankreich etwa gibt es bio-Fischzucht. Das ist zwar nicht so bio wie ich mir das vorstelle, aber ein deutlicher Unterschied zu Chile. Für 1 Kilo Wolfsbarsch oder Dorade braucht man 1,5 kg Futter, das zu ca. 50% aus Fischmehl besteht, der Rest ist Getreide. Somit entsteht mehr Fisch als Fisch zugefüttert wird. Immerhin, ein deutlicher Fortschritt.
Der eigentliche Trick besteht jedoch darin, dass die Umgebung mit einbezogen wird. Durch die wesentlich geringere Dichte sind die Fische in den Käfigen nicht gestresst. Das Futter, das sie nicht fressen, fällt nach unten und wird dort von wild lebenden Fischschwärmen verwertet. Diese kommen nur, weil das Wasser klar ist und weil sie dort nicht gefischt werden. Dafür sorgen die Züchter und so entsteht eine Win-Win-Situation.
Natürlich wollen die Bio-Züchter auch Geld verdienen, aber sie schauen eben nicht NUR auf den kurzfristigen Profit sondern auch darauf, dass sie an einem Ort lange bleiben können. Das geht nur, wenn man ihn nicht zerstört.

Noch klarer wird der Unterschied, wenn man sich das Marketing ansieht. Im Gegensatz zu Wildfang wissen die Käufer, wo der Fisch herkommt, wann er gefangen wurde und sie können mit gleich bleibender Qualität rechnen. Spitzenköche verändern ihre Vorlieben und kaufen diese Art von Fisch. Daher kann ein Kilo auch 25 Euro kosten. Hier ist endlich auch einmal ein klarer Qualitätsunterschied im Preis erkennbar – um 4 Euro das Kilo kann es einfach keinen Lachs aus nachhaltiger Zucht geben. Diese verwendet übrigens keine Antibiotika und andere Chemikalien, die in der industriellen Fischzucht nicht nur üblich, sondern Teil des Prozesses sind.

Eine weitere Alternative ist die Fischzucht an Land, in so genannten Kreislaufanlagen. Vorteile: Keine Meeresverschmutzung, keine Antibiotika, dafür aber Nachteile wie hohe Energiekosten und nach wie vor der Einsatz von Fischmehl, wenngleich durch Forschungen hier auch schon Bio-Abfälle zum Einsatz kommen, etwa aus der Rapsölproduktion.

Es wird nicht leicht sein, diese Dynamik zu beenden. Meine politische Forderung ist auch hier eine nach Transparenz und Aufklärung. Ich möchte, dass auf der Verpackung erkennbar ist, woher der Fisch kommt, womit er gefüttert wurde, welche und wie viele Medikamente zum Einsatz kamen, die zusätzlichen Chemikalien (Rosa Farbstoff beim Lachs etc.) sowie die Art und Weise des Transports. Dann könnte ich entscheiden, was ich kaufen will und was nicht.

Mein Dutzend Gründe für politisches Engagement: 8 – noch einmal Essen

Politik ist die Kunst der Gesellschaft. Menschen leben nur dann friedlich in Gemeinschaften, wenn ihre unterschiedlichen Interessen ausbalanciert werden. Diese Vermittlungstätigkeit nennt man meinem Verständnis nach „Politik“. Sie regelt das Zusammenleben der Menschen.
Ich habe ein Dutzend Gründe gefunden um mich politisch zu engagieren. Heute ist der achte Grund an der Reihe, es geht noch einmal um´s Essen.

58 Millionen Schweine werden jedes Jahr in Deutschland
Davon landet ca. ein Drittel auf dem Müll (Quelle: 3sat-Doku „Schweine für den Müllcontainer“, von Edgar Verheyen). Ich habe inzwischen verstanden, warum das so ist. Und ich bin damit nicht einverstanden.

Jeden Tag Fleisch am Tisch plus ein niedriges Einkommen – diese Kombination ist für die unfassbaren Schweinezuchtbedingungen verantwortlich. Ich weiß nicht genau, warum es sich in unserer Gesellschaft durchgesetzt hat, dass Menschen darauf bestehen jeden Tag Fleisch essen zu können, auch wenn sie es sich nicht leisten können. Aber vielleicht liegt hier ja die Ursache: Weil Fleisch Jahrhunderte lang Luxus war, den man maximal einmal pro Woche, meist aber noch seltener am Tisch hatte. Und jetzt kann man sich auch mit wenig Geld diesen Luxus leisten. Das riecht nach gesellschaftlichem Aufstieg und der ist in einer hierarchisch strukturierten Gesellschaft immer noch Motivator Nr. 1.

Daher muss das Fleisch billig erzeugt werden. Das führt dazu, dass die Schweinemäster als einziges Kriterium den Preis kennen. „Es geht ausschließlich darum, wie viele Schweine kann ich auf einem Quadratmeter erzeugen“, so ein Fachmann aus Deutschland. Der Quadratmeter muss billig sein, also möglichst maschinell und mit wenig Personalkosten.
Es geht darum die Kosten zu senken und den Profit zu erhöhen. Je billiger das Futter, desto höher der Profit. Je enger die Schweine zusammenstehen oder -liegen, desto höher der Profit. Je weniger Ausfälle, desto höher der Profit. Daher müssen entsprechend viele und starke Pharmazeutika und Chemikalien zum Einsatz kommen.

Das Endprodukt muss weder schadstofffrei sein noch gut schmecken. Der Geschmack wurde den KonsumentInnen inzwischen abtrainiert.

Ist das alles legal? Dürfen die Schweine auf Betonspaltboden in ihrem eigenen Dreck stehen, ohne Möglichkeit sich zu bewegen? Da sie sensible und reinliche Tiere sind, leben sie in offensichtlicher Qual. Wenn man ein solches Schwein auf eine Wiese lässt, fängt es sofort mit seinem natürlichen Verhalten an. Das zeigt, dass sich die Tiere an ihr Dasein in der Massentierhaltung nicht gewöhnen können. Sie haben also die Hölle von der Geburt bis zum Tod.

Ist das alles legal? Nur fünf Prozent aller Betriebe werden in Deutschland kontrolliert. Die Strafen, wenn man bei besonders übler Haltung erwischt wird, sind minimal. Es wird also vom System nicht nur akzeptiert, sondern sogar gefördert, denn ein Gesetz ist nur dann gültig, wenn es überwacht wird. Ansonsten gilt einzig und allein das Gesetz, das immer überwacht wird: das der Profitmaximierung. Hier ist der „freie Markt“ die Kontrollinstanz. Ihr gegenüber steht die Gesetzesinstanz. Wenn nun zweitere versagt, etwa weil sie durch politisches Lobbying seitens der Schweineindustrie kein Geld für Kontrollen hat, gilt nur mehr das Gesetz des Marktes, und der kennt keine Qualitätskriterien, wenn nicht der Konsument sie selbst hat.

Wer in den Supermarkt geht, sieht die Menschen auschließlich auf den Preis schauen. Ganz abgesehen davon, dass man die Qualität von Schweinefleisch in der heutigen Verpackungsform nicht erkennen kann, ist sie den meisten Menschen komplett egal. Das ist zumindest meine Erfahrung. Bier bitte ohne Biergeschmack, Fisch darf nicht nach Fisch riechen und schon gar nicht danach schmecken (daher Pangasius), Chili bitte mild, also ohne Chili – da wundert es mich nicht, dass auch beim Schweinefleisch der Geschmack vollkommen egal ist.

Es geht auch anders. Schweine können artgerecht gehalten werden. Dann ist aus meiner Sicht gegen Fleischkonsum nichts einzuwenden, denn wir alle würden – wieder – zu Großteilsvegetariern, denn ordentlich gehaltene Schweine leistet man sich dann eben nur als Sonntagsbraten. Der würde dann auch wieder ganz anders schmecken.

Was ich bis jetzt nicht herausfinden konnte: Was kostet solch ein Schweinefleisch tatsächlich und wie kann ich es erkennen? Ich kenne leider keinen Bauern, der seine Schweine artgerecht hält und von dem ich das kostbare und köstliche Fleisch bekommen könnte. Das liegt auch daran, dass Bauern heute mit speziellen Verordnungen daran gehindert werden selbst zu schlachten. Die Industrie hat mit eigenen Gesetzen dafür gesorgt, dass es kleine Bauern schwer haben oder es für sie sogar unmöglich ist, selbst Schweine in hoher Qualität zu züchten.
Das Problem wird noch dadurch verschärft, dass es keine glaubhaften Gütesiegel gibt. „Bio“ kann jeder drauf schreiben. Selbst wenn er nicht bio macht, bei fehlenden Kontrollen und geringen Strafen ist das Risiko vernachlässigbar.

Dazu ein paar Fakten: In Deutschland (und in Ö wird das nicht viel anders sein) gibt es seit 2006 eine Überproduktion (derzeit etwa 115%). Dadurch sank der Preis, die Futtermittel wurden aber teurer. Das zwingt in die Rationalisierung, um bei schlechteren Verkaufspreisen den gleichen oder überhaupt einen Profit machen zu können. Das bedeutet:
– noch mehr Schweine auf weniger Platz
– schlechtere Bedingungen weil keine Investitionen
– sinkende Qualität
– Drang zu expandieren

44 % der Viehzüchter mussten in den letzten zehn Jahren zusperren, denn eine Schweinemast dauert ca. 120 Tage und bringt dem Bauern pro Schwein zwischen 5 und 10 Euro Gewinn. Wer kann sich da einen neuen Stall bauen oder teures und besseres Futtermittel kaufen?
Übrigens kann ein Schweinemäster auch sonst von 5 bis 10 Euro nicht leben. Das geht nur mittels Förderungen, Subventionen und Ausgleichszahlungen. Diese zahlen wir KonsumentInnen über den Umweg der Steuern.
Das bringt die perverse Situation, dass wir ständig mehr zahlen um immer schlechtere Qualität zu bekommen. Gut, dafür sinken wenigstens die Fleischpreise.
Und die Bauern und Viehzüchter werden von diesen Zahlungen abhängig und damit Spielball der Interessen starker Industrielobbys.

Was passiert mit dem Überangebot? Erstens gibt es großzügige Exportförderungen und zweitens wird es entsorgt. Das passiert normalerweise nicht beim Schweinezüchter, sondern
1.) im Handel
2.) in Kantinen und Restaurants, besonders durch Buffets
3.) in privaten Haushalten

In letzter Zeit werden auch mehr Schweine direkt beim Züchter entsorgt, weil die schlechten Bedingungen zu erhöhten Ausfällen führen. In Deutschland werden jedes Jahr 20 Millionen Schweine gezüchtet, die nicht gegessen werden.
Wir zahlen also dafür, dass industrielle Schweinezüchter Produkte erzeugen, die wir zu einem Drittel wegwerfen.

Was wäre die Lösung des Problems?
Eine Idee besteht darin, die Art der Schweinezucht zu kennzeichnen. Dann könnten die KonsumentInnen sich beim Kauf entscheiden, was derzeit nicht möglich ist. Davor hat die Industrie Angst, denn sie weiß nicht, wie sich das auswirken würde. Und da die Industrie der Politik sagt, was Sache ist, wird es so eine Kennzeichnung nicht geben.

Ich bin daher für eine Aufhebung der Agrarsubventionen und somit für einen freien, transparenten Markt, in dem die KonsumentInnen das Recht haben Informationen über die von ihnen gekauften Produkte zu bekommen.

Warum der Tolino leider nicht so toll ist

Der „Tolino“ ist ein Reader, also ein elektronisches Buchlesegerät. Ich habe ihn geschenkt bekommen und natürlich sofort ausprobiert. Anlass war der Science-Fiction-Roman „Picknick am Wegesrand“, den ich vom edlen Spender des Tolino empfohlen und auch digital geschickt bekam, als pdf-Datei.
Also begann ich ihn zu lesen, bei mir am großen Bildschirm daheim. Das ist jedoch stressig und nicht die Art, wie ich Bücher lesen möchte. Es macht mich müde, andere Dinge lenken ab und ich kann mich nicht gut konzentrieren. Außerdem bekomme ich immer so eine Hektik und möchte die Datei ganz schnell gelesen haben, eigentlich nur überfliegen, wie eine lange Email, die mich nervt.
Keine guten Voraussetzungen für ein entspanntes Leseerlebnis und nachdem ich Gerhard angeraunzt hatte, bekam ich den Tolino. An dieser Stelle Dank dem edlen Spender!

Der Tolino ist das Lesegerät von Thalia. Und das bringt mich auch schon zum ersten meiner Rezessionspunkte:

1.) Die Zwangsbeglückung
Wenn man den Tolino startet, nachdem man den Akku entsprechend aufgeladen hat, wird man zart, aber konsequent dazu gebracht sich bei thalia.at im Shop anzumelden. Dort kann man dann all die schönen Bücher kaufen, die man eigentlich noch nie lesen wollte. Und noch ein paar mehr. Wenn man das eigentlich nicht will, kann man etwas versteckt auch den Hinweis finden, dass man das Gerät an den Computer anstecken und als „externe Festplatte“ benützen kann.
Wer sich nicht gut auskennt, lässt das lieber. Wer sich schon besser auskennt, versteht, dass dann auch Dateien (wie etwa mein pdf mit dem SF-Roman) auf den Tolino hinaufladbar sein müssten.
Sofern der Tolino mit Apple-Computern kommunizieren kann.

Also, er kann es. Daher lassen sich pdf-Dateien draufladen und auch verwenden. So weit, so gut.
Ein paar Dateien, also Bücher, sind auch schon drauf, was ganz nett ist, wenn man diese lesen will. Eines ist etwa „Max und Moritz“, samt Bildern. Aber der Thalia-Shop ist immer in Griffweite und ruft leise „meld mich an“ oder „kauf was“.
Die Internetverbindung läuft übrigens über WLAN und wer das nicht hat, hat Pech und sollte sich normale Bücher kaufen.

2.) Die Technik, also die Hardware
Auf den ersten Blick ganz nett. Die Oberfläche des Gehäuses ist ausgesprochen griffig und wirkt hochwertig. Der Bildschirm ist mit einer Schutzfolie bedeckt (bei mir ist sie immer noch oben) und das Gerät passt in eine Hand – zumindest in meine, und ich habe ziemlich große Hände.
Er ist nicht sehr schnell, der Aufbau des LCD-Bildschirms (ich weiß nicht, ob es so einer ist, aber er sieht wie so einer aus) dauert immer ein wenig, auf jeden Fall länger als es dauert eine Buchseite umzublättern. Das ist nur ganz wenig kürzer, summiert sich aber.
Der Bildschirm ist schwarz-weiß. Damit kann man keine farbigen Abbildungen sehen, was mich bisher nicht gestört hat. Es macht aber den Vorteil zunichte, den man etwa bei meinen Vespa-Büchern durch den Tolino hätte, denn in meinen Büchern sind die Bilder auch nur schwarz-weiß und wer sie in Farbe will, muss auf meine Website gehen, wo sie zu finden sind.
Am Reader könnte man sie gleich in Farbe haben. Nur halt nicht am Tolino.
Die Batterie hält angeblich ewig, bevor man sie aufladen muss. Meine war nach ca. 5 Stunden auf 50% und ich habe noch nicht ausprobiert, wie lange die restlichen 50% halten. Ich war auch nur wenige Minuten im Internet, die Akkukraft wurde also durch ganz normales Lesen verbraucht.
Wenn sich das nicht um eine Zehnerpotenz bessert (und warum sollte es das plötzlich tun?) wäre der Tolino für einen Urlaub nicht wirklich brauchbar, denn genau das ist eigentlich der Witz eines Readers, dass er nicht an jeder Ecke eine Steckdose braucht.

3.) Die Bedienbarkeit, also die Software
Es gibt nur einen Knopf, mit dem kommt man auf die Startseite. Das ist okay. Und man kann auf den Bildschirm tippen, was leider nicht so leicht geht wie auf einem iPhone, sondern irgendwie schwerer. Das muss nicht schlecht sein, ist aber gewöhnungsbedürftig.
Das Umblättern hat – wie schon gesagt – eine Verzögerungssekunde eingebaut. Das ist nicht ganz so super, weil das hätte ich gerne schneller. Der Tolino braucht immer etwas, bis er die nächste Seite am Bildschirm aufbaut und scharf stellt. Das nervt, weil es in der heutigen Zeit nicht sein müsste, schon gar nicht bei einem schwarz-weiß Bildschirm.
Nach einiger Zeit schaltet der Bildschirm in den Ruhezustand. Dann erscheint ein Smiley am Bildschirm und meint „Psst… Tolino schläft!“ Um ihn wieder aufzuwecken, muss man einen winzigen Schalter links oben einmal ziehen, dann ist er wieder einsatzbereit. Das schont die Batterie und ist prinzipiell nicht schlecht, man kann auch die Zeit einstellen, bis er sich ausschaltet.
Eine echte Bedienungsanleitung gibt es leider nicht, nur eine Kurzeinführung. Den Rest muss man sich irgendwie erarbeiten. Wahrscheinlich gibt es irgendwo im INternet eine ausführliche Version, aber auf die Idee, diese auf den Tolino schon vorzuinstallieren, ist scheinbar noch niemand gekommen.

Kommen wir zum wichtigsten Punkt, der Lesbarkeit.
Hier ist sicher der größte Kritikpunkt anzubringen. Das File mit dem „Picknick am Wegesrand“ lässt sich zwar problemlos abspielen, die Größe der Darstellung lässt sich jedoch nur in Schritten und nicht stufenlos verstellen. Das bedeutet, dass bei einer Größe die Schrift so klein ist (siehe Bild 1), dass ich sie auch bei bestem Willen nicht lesen kann oder sehr bald die Augen weh tun. Wenn ich eine Stufe größer gehe (siehe Bild 2), habe ich nur mehr einen Ausschnitt der Seite im Bild. Scrollen? Geht nicht. Also, es geht schon, aber nach drei bis vier Seiten bist Du ein nervliches Wrack und wünscht dir nichts sehnlicher als ein echtes Buch.

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Der Bildschirm ist zu klein zum Leben und zu groß zum Sterben, zumindest für mich. Das Gewicht wäre okay, er ist echt leicht und handlich. Aber der Bildschirm misst 90 x 122 mm und ist somit deutlich kleiner als A6 (100 x 150).
Bei anderen Reader-Formaten kann man mehr skalieren. Die als Teaser aufgespielten Bücher können so etwas. Da kann man die Schriftgröße in kleineren Stufen verstellen, denn die Seiten sind nicht, wie beim pdf-Format, fix, sondern variabel. Das ist viel besser lesbar, aber jetzt gibt es keine Seiten mehr, zu denen man zurückblättern kann und auch keine Seitennummerierungen. Insofern erkauft man sich den Vorteil wieder durch einen Nachteil. Und man braucht dieses spezielle Format für den Reader (keine Ahnung wie das heißt).

4.) Die Haltbarkeit
Wie lange hält der eingebaute und verschweißte Akku? Das ist das ganz große Problem vieler moderner Geräte, bei denen man die Akkus nicht mehr herausnehmen und somit auch nicht tauschen kann. Die Hardware wird zur Wegware, also zur Wegwerfware. Wie lange hält er wirklich? Ein Jahr? Oder gar zehn Jahre? Und ist er dann mit den neuen Computern noch kompatibel, sprich: gibt es die normalen USB-Schnittstellen noch?
Der Umweltfreundlichkeitsaspekt ist auf jeden Fall ein dickes Minus, wobei man sich eventuell den Druck vieler Bücher spart, das könnte man in die Bewertung mit einbeziehen.
Dafür bleibt Elektronikschrott übrig, wenn der Tolino kaputt geht oder nicht mehr gebraucht wird. Ich bezweifle, dass man ihn wie ein Buch weiterschenken kann. Er ist auch nicht lagerfähig, denn das macht die Batterie nur eine Zeit lang mit, dann ist sie irgendwann tiefentladen und das ganze Gerät Schrott.

5.) Fazit
Ich bleibe beim Buch. Es ist nämlich auch das Weiterblättern um zehn, zwanzig oder hundert Seiten zwar möglich, aber extrem mühsam und genauso ist es mit dem Zurückblättern.
Ich werde bestimmte pdf aufspielen und dann mitnehmen, um sie für den Fall der Fälle dabei zu haben. Also zumindest habe ich vor das zu tun. Bücher werde ich auch darauf lesen, aber nur in Ausnahmefällen.
Und ich weiß jetzt, warum die Zahl der verkauften Reader in USA bereits wieder deutlich zurück geht.

Eine Studie zeigt jedoch, dass die Akzeptanz der E-Reader in USA ca. 10x so hoch ist wie bei uns. In Deutschland beträgt sie ca. 2 Prozent. Interessant ist die Erkenntnis, dass Menschen auf E-Readern schneller und effektiver lesen (siehe: bild der wissenschaft, August 2014) und die Inhalte besser aufnehmen als von gedruckten Büchern. Das stimmt mich nachdenklich, weil auch hier ein für mich sehr negativer Trend noch verstärkt wird. Ein Buch zu lesen bedeutete bis jetzt Entspannung, sich Zeit nehmen, vielleicht in eine gemütliche Ecke zurückziehen zu können. „Ich nehme mir zwei bis drei Bücher in den Urlaub mit, die ich eh schon lange lesen wollte und freue mich sehr darauf“ meinen zahlreiche Freunde des öfteren. Das gute Buch steht für die Welt der Entschleunigung, wo es nicht nur um Effizienz geht – möglichst schnell möglichst viel.
E-Reader bewirken genau das: Ich speichere mir hundert oder tausend Bücher darauf ab, viele davon vielleicht vorher bezahlt. Selbst wenn sie einzeln billiger sind, gebe ich dann letztlich doch mehr Geld aus. Bekomme ich dafür auch mehr Wert? Kann ich all diese hundert Bücher im Urlaub lesen, oder macht mir das genau den Stress, den ich eigentlich vermeiden wollte? Wie effizient muss ich dann lesen, um statt den üblichen zwei Büchern jetzt fünf oder gar zehn zu schaffen? Das ist ein Leistungsstress und vielleicht sagt mir dann ein guter Freund, dass er im Urlaub um zwei Bücher mehr geschafft hat als ich. Dann bekomme ich noch einen Post-Urlaubsstress dazu.
Welches Buch lese ich zuerst? Oder lese ich in viele hinein und entscheide mich dann? In der Studie wird auch erklärt, dass Wissenschafter daran arbeiten, uns die E-Reader noch schmackhafter zu machen, indem sie selbständig Erklärungen und Übersetzungen einblenden können, etwa wenn wir etwas nicht verstehen. Eine Kamera folgt unseren Augen (im Auto gibt es das ja schon, um Müdigkeit rechtzeitig zu erkennen) und registriert, wenn die Aufmerksamkeit nachlässt. Vielleicht gibt es dann automatisch eine Adrenalinspritze, damit wir wieder voll leistungsfähig sind. Das gemütliche Einschlafen mit einem Buch am Bauch können wir uns dann auf denselben pinseln, ganz abgesehen davon, dass durch die dann notwendige ständige Internetverbindung irgendjemand ganz nach Belieben jederzeit weiß, wo wir gerade sind und in welchem körperlichen Zustand.
Wenn ich in einem Buch etwas nicht verstanden habe, bekam ich Lust zu recherchieren. Vielleicht habe ich zurück geblättert oder mir ein anderes Buch gesucht, in dem ich eine Erklärung finden konnte. Nicht selten wurde meine Neugier geweckt und ich habe zu forschen begonnen. Das alles würde der Vergangenheit angehören und das wäre schlicht und einfach schade.
Ich werde diese Entwicklung nicht mitmachen. Glücklicherweise gibt es so viele gedruckte Bücher auf dieser Welt, dass ich keine Angst haben muss, in diesem Leben auf einen E-Reader angewiesen zu sein.

Bisher wollte leider noch niemand meinen Tolino haben. Er schlummert friedlich vor sich hin. Vielleicht lade ich seine Batterie demnächst auf.

Mein Dutzend Gründe für politisches Engagement: 6 – Des Kaisers neue Kleider

Politik ist die Kunst der Gesellschaft. Menschen leben nur dann friedlich in Gemeinschaften, wenn ihre unterschiedlichen Interessen ausbalanciert werden. Diese Vermittlungstätigkeit nennt man meinem Verständnis nach „Politik“. Sie regelt das Zusammenleben der Menschen.
Ich habe ein Dutzend Gründe gefunden um mich politisch zu engagieren. Heute ist der sechste Grund an der Reihe, es geht um Bekleidung und Konsumrausch.

In Deutschland ist die Menge der verkauften Kleidung in den letzten fünf Jahren um 30% gestiegen.
Warum das? Gibt es mehr Menschen, die mehr Gewand brauchen?

Natürlich ist das nicht so. Die Gründe sind vielfältig und die wichtigsten sind folgende:

1.) Als urzeitliche Jäger und Sammler (und -innen, in beiden Fällen!) haben wir für den Fall einer erfolgreichen Jagd ein chemisches Belohnungssystem. Jeder Konsumartikel belohnt uns, wenn wir ihn ergattert haben. Ein besonders gutes Beispiel ist die Freude über eine gewonnene Versteigerung bei ebay. Der „Thrill“ (Angstlust) kurz vor Ende einer Auktion kann enorm sein.
Dieses Belohnungssystem ist an sich nicht schlecht, problematisch wird es erst dann, wenn dies die einzige Form der Belohnung ist, die wir bekommen können. Wenn es etwa soziale Anerkennung nur für neue Konsumartikel gibt. Wenn es uns schlecht geht, gehen wir einkaufen. Wenn wir soziale Anerkennung wollen oder in der sozialen Hierarchie aufsteigen, gehen wir einkaufen.

2.) Die Marketingindustrie kennt die Mechanismen ganz genau und verstärkt diese gezielt, etwa durch Werbung. In letzter Zeit ist die wichtigste Zielgruppe die der Kinder, die schon früh auf endlosen und grenzenlosen Konsum hintrainiert werden. Übrigens gibt es hier keinerlei gesetzliche Reglementierungen. Die Lobbies haben ganze Arbeit geleistet. Die Problematik liegt hier auf der Hand, denn Kinder haben noch keine Abwehrmechanismen und die Industrie sorgt dafür, dass sie diese auch nicht entwickeln.

Was sind die Folgen? Einerseits haben wir es immer öfter mit verhaltens- und sozialgestörten Kindern und Jugendlichen zu tun, andererseits dreht sich hier eine echte Teufelsspirale, denn nur wer genügend Geld hat, kann beim Konsumrausch mitmachen. Alle anderen sind davon ausgeschlossen und somit auch irgendwann vom sozialen Leben oder zumindest seiner „Mitte“ ausgeschlossen, also stigmatisiert.
Wer nicht genügend Geld hat, versucht es zu bekommen, das funktioniert auf mehrere Arten:

a.) Einbruch, Raub, Diebstahl, Betrug etc.
Das ist deswegen schlimm, weil es nicht nur Kriminelle produziert, sondern auch die Gesellschaft Geld kostet. Die Gewinner sind hier außen vor.

b.) Schulden machen
Das ist vor allem dann problematisch, wenn es im Freundes- und Verwandtenkreis passiert, denn so zieht die Konsumindustrie auch dort Geld ab, wo es gar nicht dafür vorgesehen war. Das ist dann gefährlich, wenn der eigentliche Zweck ein wichtiger war, etwa die Altersvorsorge oder die Sicherheit oder gar die Abdeckung von Grundbedürfnissen wie Heizen oder Essen.

c.) Mehr arbeiten
Das ist der gefährlichste Punkt, denn das erzeugt Einerseits Workoholics, die arbeiten und einkaufen, aber keinerlei Zeit mehr haben das Eingekaufte auch irgendwie zu verwenden. Noch schlimmer ist die Entwicklung, dass Menschen zwei statt einem Job annehmen müssen. Das drückt nämlich die Löhne und schafft „Working poor“ und damit sozialen Sprengstoff besonderer Art.

Meine sechste politische Forderung: Gesetze gegen das Marketing mit Kindern und Jugendlichen.