Wie sich Menschen täuschen lassen

Wer kennt noch Vance Packard?
Er hat das berühmte Buch „Die geheimen Verführer“ geschrieben und das ist jetzt schon lange her. 1971 wurde „Der Griff nach dem Unbewußten in Jedermann“ (so der Untertitel) bereits mit anschaulichen Beispielen beschrieben.
Nach mehr als einem halben Jahrhundert haben die Marketingstrategen deutlich dazugelernt und es gibt neben den alten Tricks – die immer noch funktionieren – jede Menge neue.
Und die Konsumentinnen und Konsumenten spielen brav mit, manchmal wirkt es sogar, als wollten sie getäuscht werden.
Dabei ist deutlich zwischen dem Magier im Zirkus und dem Supermarkt zu unterscheiden. Nehmen wir gleich ein aktuelles Beispiel.
In Österreich ist der Lebensmittelhandel in den Händen von drei großen Anbietern: SPAR, REWE und ALDI (der bei uns HOFER heißt).
Der Rest spielt eine untergeordnete Rolle.

Neulich bei SPAR

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Bild: Preiselbeerstapel bei SPAR

Ich sehe einen großen Stapel Preiselbeerkompott, beworben wird die Köstlichkeit auf einem Schild mit dem rot unterlegten Spruch „JETZT ZUGREIFEN!“ (in Blockbuchstaben). Die Menge beträgt 600g und kostet 5,99 Euro.
Vor ein paar Jahren wurden die Supermarktketten dazu gezwungen, bei bestimmten Produkten den Kilopreis dazuzuschreiben, in diesem Fall wurde das so winzig gedruckt, dass man es nur mit sehr guten Augen lesen kann: (= per kg 9,98)
Gleich daneben steht ein anderer Stapel, ebenfalls Wildpreiselbeeren der gleichen Marke (d´arbo) in einem etwas kleineren Glas (450g).
Auf diesem Stapel hängt leider kein Preisschild, aber im Regal lässt sich das dann finden: Diese Preiselbeeren sind in Aktion und kosten statt 3,99 nur 3,29 Euro. Hier ist der Kilopreis deutlicher lesbar. 7,31 per kg.

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Bild: Der Preiselbeerstapel 1x ums Eck bei SPAR

Selbst mit dem ursprünglichen Preis von knapp 4 Euro ist das noch deutlich günstiger als das 600g-Glas.
Die Täuschung entsteht durch die Aufmachung als Sonderangebot, obwohl es keines ist – ganz im Gegenteil. Der Vorteil liegt ausschließlich auf Seiten des Handels, der Nachteil ganz bei der Kundschaft, außer man sucht genau nach so einer Glasform und will dafür gerne mehr bezahlen.

Täuschung passiert auf vielen Ebenen. Die größte ist wohl das Glücksversprechen der Konsumindustrie.
Das baut auf einem wahren Kern auf: Wir alle sind bedürftige Wesen, von Natur aus sozusagen. Wir müssen konsumieren, sonst sterben wir.
Die Frage ist nur: Was und wie viel?
Der Kabarettist Christoph Sieber hat das sehr gut in einem seiner Auftritte zusammengefasst: Unser Gehirn hat die moderne Welt noch nicht mitbekommen, es lebt quasi in der Vergangenheit der letzten 100.000 Jahre oder noch länger zurück: Wenn der Neandertaler an einem Strauch mit Beeren vorbeigekommen ist, dann hat ihm sein Gehirn gesagt: Iss sie alle, das ist Zucker, das ist Energie, die brauchen wir, iss so viel wie möglich, denn vielleicht gibt es jetzt länger keine mehr.
Unser Gehirn sagt das heute noch, es kennt keine Überflusswelt. Das Ergebnis kennen wir: Zu viel Zucker, zu viel Kalorien, der Körper wird fett, weil das Gehirn das nicht steuern kann.
Als historisches Mangelwesen nehmen wir, was wir bekommen können. Ein „zu viel“ gibt es für unser Gehirn nicht.
Auch wenn diese Darstellung etwas verkürzt sein mag, das Ergebnis ist überall sichtbar. Die Konsumindustrie lebt nun davon, dass wir keine natürlichen, instinktgesteuerten Grenzen kennen. Um von den Beeren möglichst viel essen zu können, gibt es die Gier. Sie enthemmt die Begrenzung, vor allem die soziale: Wenn wir etwas sehen, das uns gefällt, wollen wir es haben, und zwar möglichst viel davon, am besten alles. Unser Sozialverhalten hält dagegen: Lass den anderen auch was, teile es mit Menschen, die du magst und mit denen du in einem Sozialverband lebst.
Die Gier sagt: Nimm dir alles, wenn es morgen nichts mehr gibt, dann überlebst wenigstens du. Kümmere dich vor allem um dich selbst. Modern gesprochen ist das der „Self-made-man“, der uns als Ideal angepriesen wird: Er kümmert sich um sich und seine Karriere, er strebt nach grenzenlosem Erfolg, er ist möglichst unabhängig, im Idealfall komplett. Das Bild dazu ist die „Leck-mich-Million“ – das ist der Betrag, der es uns ermöglicht zu allen Menschen jederzeit „leck mich“ sagen zu können. Den Begriff kenne ich aus dem Roman „Noble House“ von James Clavell. Dort ist er das Leitmotiv einer jungen, attraktiven Frau, die als Lebensziel nicht nur das Verdienen von möglichst viel Geld hat, sondern ein Leben ohne räumliche Bindung. Sie zieht von Hotel zu Hotel, von Land zu Land, mit nicht viel mehr als ihrer Kreditkarte, mit der überall auf der Welt unbeschränkt Geld zu bekommen ist.
Hier erkennen wir auch den darin enthaltenen Freiheitsbegriff: Unabhängig von Raum (einem Ort als Lebensmittelpunkt) und Zeit (mit dem Flugzeug überall schnell sein können). Das bedeutet aber auch, dass die Beziehungen höchst eingeschränkt vorhanden sind. Paarbeziehungen sind One-Night-Stands an der Hotelbar. Familie gibt es nicht bzw. man hat keinen Kontakt, Kommunikation findet in erster Linie online statt.

Das ist eine Welt der maximalen Freiheit, zugleich aber eine der maximalen Einsamkeit. Auf den Beginn des Lied-Refrains „I´m free“ folgt sogleich die zweite Strophe „free fallin´“. Der Halt, den dieses Leben bietet, findet sich nur mehr auf dem Bankkonto. Menschen, die so ein Lebensziel haben, vertrauen der Sicherheit des Geldes. Inzwischen wissen wir, dass diese Sicherheit trügerisch ist: Ein Bankkonto lässt sich mit einem einzigen Klick auf Null stellen. Konten können auf der Stelle eingefroren werden, manche russischen Oligarchen können davon ein Lied singen, auch wenn mir hier das Mitleid zur Gänze fehlt.

Zurück zum Thema. Auch die Gier nach Geld ist für unser Steinzeitgehirn ein lustvolles Ziel und wie überall gibt es auch hier keine Grenzen. Diese finden wir dann in der realen Welt, in erster Linie durch die endlichen Ressourcen unseres Planeten. Für unser Gehirn darf es das aber nicht geben, denn in seiner Entwicklung über die letzten zwei Jahrmillionen gab es keine Grenzen. Wenn ein Gebiet abgeweidet war, ist man mit der Viehherde einfach ein Stück weitergezogen. Hinter jedem abgeweideten Gebiet gab es ein frisches, und dahinter noch eins usw.
Auch die Ackerbauern konnten einfach ein Stück Wald roden und einen neuen Acker anlegen, um die steigende Kinderanzahl zu versorgen, abgesehen davon, dass sich die Bevölkerung über sehr lange Zeit nicht relevant vermehrt hat. Durch Überdüngung ausgelaugte Böden gab es auch nicht, lediglich die Bergbauern in den Alpentälern kannten Ressourcenknappheit. Auch für alle anderen gab es Dürre oder Überschwemmungskatastrophen, aber die waren relativ selten. Die Bergbauern mussten immer schon mit Knappheit umgehen, die Beschränkung war aber immer nur räumlich und temporär, nicht prinzipiell, wie im Anthropozän.

Die Konsumindustrie greift die Schwäche unseres Gehirns auf und zeigt uns eine schöne Welt des dauerhaften Überflusses. Darauf reagiert das Gehirn mit einer Art Dauergier auf alles. Dazu kommt noch das Angebot sofortiger Lustbefriedigung. „Ich will alles und das jetzt gleich“ ruft eine junge Frau in einem Werbespot.
Das beworbene Produkt verspricht ihr alles und das jetzt gleich zu geben – sie muss es nur kaufen. Unser Gehirn reagiert mit Glücksbotenstoffen, die allerdings immer nur kurz ausgeschüttet werden. Nach relativ kurzer Zeit ist das Glücksgefühl zu Ende und das Gehirn sucht nach Wiederholung.
Das ist der Trick des Ultra-Fast-Shoppings: Menschen gehen in das Geschäft, kaufen Kleidung, die sie sofort nach dem Kauf entsorgen, damit Platz ist, um ins Geschäft zu gehen und neue Kleidung zu kaufen. Angezogen wird diese Kleidung nicht, denn darum geht es nicht. Es geht um die Sekunden Dopaminausschüttung im Gehirn. Die Kleidungsstücke müssen daher auch nicht zum Tragen gemacht werden, sie sind aus billigen Materialien, die billig erzeugt werden, unter maximaler Ausbeutung von Mensch und Natur.
Dem Gehirn ist es egal, wo das Glücksgefühl herkommt. Es möchte in seinem Glück auch nicht gestört werden, daher blendet es die Informationen, die Botschaften aus, die sein Glück stören könnten.
Die Ultra-Fast-Shopper wollen nicht wissen, unter welchen Bedingungen ihre Mode erzeugt wird. Sie wollen einzig und allein eine ständige Wiederholung ihres Glücksgefühls mit möglichst wenig Energieaufwand.

Das Gleiche sehen wir bei der Nahrung: Eine leichte Berührung des Bildschirms unseres Handys führt dazu, dass kurze Zeit später die Türglocke klingelt und ein Bote das fertige Essen bringt. Wir brauchen dafür nicht auf die Jagd zu gehen und wir müssen auch kein Essen kochen, ein einziger Klick reicht.
Diesen Verlockungen kann das Gehirn schwer widerstehen. Es kann mit extrem wenig Energieaufwand ein Maximum an Energiezufuhr erhalten. Auch hier spielt die Herkunft des Zuckers (Energie) keine Rolle, die Qualität ebenso wenig, denn das Gehirn kann nicht in die Zukunft schauen, es lebt von der Energiezufuhr des Augenblicks.
Es ist ein Steinzeitgehirn, das über Jahrhunderttausende gelernt hat, dass das Hier und Jetzt zählt und dass das Morgen sowieso nicht planbar ist.

Die Anzahl der Menschen auf unserer Erde wächst und somit auch die Anzahl der zu befriedigenden Steinzeitgehirne. Somit muss die Konsumindustrie ständig wachsen, um die Gier möglichst vieler Menschen zu befriedigen.
Sie täuscht uns vor, dass wir zum Lebensglück nur die ständige Dopaminausschüttung des Gehirns brauchen. Die schöne Welt ist eine, in der wir uns sozusagen ständig unter Drogen befinden. Manche Menschen leben das tatsächlich mit Drogen, die sie dem Körper zuführen, sie gehen einen ähnlichen Weg und stürzen nur schneller und gründlicher in ihr Unglück.

Letztlich muss dieser Weg ins Unglück führen, weil man kann sich recht gut ausrechnen, was es für unsere Welt bedeutet, wenn viele Milliarden Menschen danach streben im Überfluss zu leben.

Eine beliebte Variante der Täuschung ist die Selbsttäuschung. Auch dafür gibt es unzählige Beispiele, die besten stammen aus dem Lieblingsfetisch der Österreicher, dem Auto.
Es ist schon wirklich viele Jahre her und ich hatte damals noch keinen Fotoapparat, aber das Bild immer noch in meinem Kopf: Ein VW Golf 1. Serie, ein 50-PS-Auto, der Besitzer hätte aber gerne einen GTI gehabt, also mit 110 PS und breiteren Reifen und roten Streifen rund um den Kühlergrill und selbstverständlich mit einem „GTI“-Schild auf der Heckklappe, damit alle wissen, dass er den schnellsten Golf besitzt, den es gibt.
Damit er es selbst glauben konnte, hatte er ca. ein Dutzend GTI-Schilder gesammelt und oben aufs Armaturenbrett geklebt.
Das Täuschungsmanöver ist auch bekannt unter „drei Faul ein Elfer“ (Fußballersprache) und scheint bei manchen Menschen zu funktionieren. Er wusste zwar, dass er keinen GTI hat, aber ab einer gewissen Anzahl an kleinen Schildchen, die er beim Fahren ständig vor Augen hatte, konnte er sich einreden, doch einen zu haben.

Diese kleinen Selbsttäuschungsmanöver ziehen sich durch viele Lebensbereiche. Wenn Menschen ihren Kindern Namen von Prominenten geben, die reich und schön sind, dann ist ihnen schon klar, dass die Chance, dass die Kinder einmal reich und schön werden, ausgesprochen gering ist. Aber vielleicht klappt es ja doch, und der 50-PS-Golf ist eines Morgens auf einmal ein GTI und das Kind gewinnt im Lotto.
Vielleicht wird die kleine Samantha Krcal ja einmal ein blondes Busenwunder wie das Vorbild Samantha Fox oder die kleine Gwyneth Huber einmal eine schöne, reiche Schauspielerin wie das Vorbild Gwyneth Paltrow.
Dummerweise passen die eigenen Nachnamen oftmals so gar nicht zu den amerikanischen oder sonstigen Vornamen, aber das tritt in den Hintergrund, zu stark dürfte der Wunsch nach einer Tochter sein, die gesellschaftlichen Aufstieg schafft.

Übrigens – wir haben auch noch andere Anteile in unserem Steinzeitgehirn. Wir können auch an die Gemeinschaft denken und uns in einen Verband eingliedern. Neben dem Egoismus gibt es auch das soziale Element und auch das hat einen evolutionären Hintergrund: Überlebt haben diejenigen Menschen, die eine Gemeinschaft gebildet haben, nicht die „Selektionisten“. Die starben oft stark, aber allein und dadurch doch nicht mehr so stark.
Stärke war nämlich die Stärke der Gemeinschaft, die gegenseitige Hilfe ermöglichte. Wir finden das glücklicherweise auch in den modernen Menschen, etwa wenn sie sich ehrenamtlich engagieren oder einem gestürzten Menschen aufhelfen, obwohl sie ihn nicht kennen.
Die Kooperation stellt sich gegen die Konkurrenz, die Nächstenliebe gegen die Egozentrik, die Empathie gegen die Soziopathie.
Welche Seite von einem neoliberalen Kapitalismus jeweils bevorzugt wird, brauche ich wohl nicht mehr zu erläutern.

Welche Seite letztlich gewinnen wird – mindestens durch eine gute Ausbalancierung, die derzeit leider nicht in Sicht ist, wird die Zukunft zeigen.
Dazu passt die alte Geschichte von den Wölfen, deren Ursprung wohl nicht zu finden ist, auch wenn sie gern den Cherokee-Indianern zugeschrieben wird.

Eines Abends erzählte ein alter Cherokee-Indianer seinem Enkelsohn am Lagerfeuer von einem Kampf, der in jedem Menschen tobt.
Er sagte: „Mein Sohn, der Kampf wird von zwei Wölfen ausgefochten, die in jedem von uns wohnen.
Einer ist böse. Er ist der Zorn, der Neid, die Eifersucht, die Sorgen, der Schmerz, die Gier, die Arroganz, das Selbstmitleid, die Schuld, die Vorurteile, die Minderwertigkeitsgefühle, die Lügen, der falsche Stolz und das Ego.
Der andere ist gut. Er ist die Freude, der Friede, die Liebe, die Hoffnung, die Heiterkeit, die Demut, die Güte, das Wohlwollen, die Zuneigung, die Großzügigkeit, die Aufrichtigkeit, das Mitgefühl und der Glaube.“
Der Enkel dachte einige Zeit über die Worte seines Großvaters nach, und fragte dann: „Welcher der beiden Wölfe gewinnt?“
Der alte Cherokee antwortete: „Der, den du fütterst.“

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Eines Abends erzählte ein alter Indianer seinem Enkel vom Kampf, der in jedem Menschen tobt:
„In unserem Herzen leben zwei Wölfe. Sie kämpfen oft miteinander. Der eine Wolf ist der Wolf der Dunkelheit, der Ängste, des Misstrauens und der Verzweiflung. Er kämpft mit Zorn, Neid, Eifersucht, Sorgen, Schmerz, Gier, Selbstmitleid, Überheblichkeit, Lügen und falschem Stolz.
Der andere Wolf ist der Wolf des Lichts, des Vertrauens, der Hoffnung, der Freude und der Liebe. Er kämpft mit Gelassenheit, Heiterkeit, Güte, Wohlwollen, Zuneigung, Großzügigkeit, Aufrichtigkeit, Mitgefühl und Zuversicht!“
Der kleine Indianer dachte einige Zeit über die Worte seines Großvaters nach und fragte ihn dann: „Und welcher Wolf gewinnt?“ Der alte Indianer antwortete: „Der, den du fütterst.“

„Mein Sohn, in jedem von uns tobt ein Kampf zwischen zwei Wölfen. Der eine Wolf ist böse. Er kämpft mit Ärger, Neid, Eifersucht, Angst, Sorgen, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Lügen, Überheblichkeit, Egoismus und Missgunst. Der andere Wolf ist gut. Er kämpft mit Liebe, Freude, Frieden, Hoffnung, Gelassenheit, Güte, Mitgefühl, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Vertrauen und Wahrheit.“

Der Sohn fragt: „Und welcher der beiden Wölfe gewinnt den Kampf?“ Der Häuptling antwortet ihm: „Der, den du fütterst.“

Ein alter Cherokee saß schon eine Weile mit seinem Enkelsohn schweigend am Lagerfeuer. Dann begann der Alte mit sanfter Stimme:
„In meinem Inneren kämpfen zwei Wölfe.“
Der Junge blickte ihn neugierig an.
„Der eine ist der Wolf der Dunkelheit, der Angst, des Neides, des Misstrauens und der Verzweiflung.“
Stille. Dann fuhr er fort:
„Der andere Wolf ist jener des Lichtes, der Liebe, der Lebensfreude und des Vertrauens.“
„Und wer von beiden gewinnt?“, wollte der Enkel wissen.
Der Großvater sah ihn an und lächelte: „Der, den ich füttere!“

Die Legende besagt, dass ein alter Cherokee-Indianer seinem Enkel die Lebensweisheit weitergab, die er selbst von seinem Grossvater erhalten hatte. Er erzählte seinem Enkel von einem inneren Kampf, der in jedem von uns stattfindet.
„Mein Sohn, in jedem von uns gibt es einen Kampf zwischen zwei Wölfen. Der eine Wolf ist böse – er ist Wut, Neid, Eifersucht, Kummer, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Schuld, Groll, Lügen, Überheblichkeit, Egoismus und Missgunst. Der andere Wolf ist gut – er ist Freude, Frieden, Liebe, Hoffnung, Gelassenheit, Bescheidenheit, Güte, Wahrheit, Mitgefühl und Glaube.“
Der Enkel dachte einen Moment nach und fragte dann: „Schön und gut, aber welcher Wolf gewinnt den nun von den beiden?“
Der alte Cherokee antwortete: „Der, den du fütterst.“

Ein Indianerhäuptling erzählt seinem Enkel folgendes Märchen:
„Mein Enkel, in jedem von uns tobt ein ewiger Kampf zwischen zwei Wölfen.
Denn, der eine Wolf ist böse. Er steht für das Negative in uns: Ärger, Neid, Eifersucht, Sorgen, Trauer, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Lügen, Überheblichkeit, Egoismus und Missgunst und vieles mehr.
Der andere Wolf jedoch ist gut. Er steht für Liebe, Freude, Frieden, Hoffnung, Gelassenheit, Güte, Mitgefühl, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Vertrauen und Wahrheit und alles Gute in uns.
Dieser Kampf zwischen den beiden findet in jedem von uns statt, denn wir haben alle diese beiden Wölfe in uns.““
Der Enkel fragt: „Und welcher der beiden Wölfe gewinnt?“
Der Häuptling antwortet ihm: „Der, den du fütterst.“

Parkhaus statt Wald – die Schande von Melk

Diese Geschichte entstand aus der Empörung über eine Entwicklung, die ich zutiefst verabscheue und mich daher aufrege. Sollte ich über etwas falsch informiert sein, dann tut mir das leid und bitte um entsprechende Hinweise, damit ich korrigieren kann.

Vorweg: Erstaunen darf einen das nicht, schließlich befinden wir uns in Niederösterreich und dort wird seit Jahrzehnten eine sehr klare Verkehrspolitik gefahren: Weg vom öffentlichen Verkehr, hin zum privaten PKW.
Das hat bisher auch hervorragend funktioniert, man hat auf allen Ebenen ganze Arbeit geleistet: Bahnlinien wurden stillgelegt, Busverbindungen ausgedünnt, dafür wurden Straßen und Kreisverkehre ausgebaut.
Diese Verkehrspolitik der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts passt zwar überhaupt nicht mehr ins 21. Jahrhundert, das stört aber weder die niederösterreichische Bevölkerung noch deren politische Vertretung. In anderen Bundesländern ist es übrigens nicht viel anders, Niederösterreich sticht nur noch ein wenig hervor.

Das hat Auswirkungen auf vielen Ebenen und ich möchte das anhand eines Beispiels erklären.
In der Kleinstadt Melk gibt es nicht nur ein riesiges Stift, das seine Macht nicht nur optisch ausübt, sondern auch eine Politik, die erstaunliche Entscheidungen trifft.
Mitten im Zentrum gibt es ein Grundstück mit einem alten, nicht mehr bewohnten Haus plus einen verwilderten Garten. Dort wuchert und gedeiht es, letztlich ist so etwas wie ein kleiner Wald gewachsen.

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Bild: Links angeschnitten sieht man das Dach des alten, leer stehenden Hauses. Daneben und dahinter wuchert der Garten, der auch seit Jahren sich selbst überlassen ist. Das hohe Haus dahinter ist ein Amtshaus.

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Bild: Hier ist das alte Haus im Bild, dahinter der bereits existierende Parkplatz und dahinter die hohen Wohnhäuser. Die Anhöhe links oben hinten im Bild ist bereits Teil des Stift Melk.

Wie man dies bewertet, hängt von der Perspektive ab. Es ist entweder ein Kleinod oder ein Schandfleck.
Dahinter steckt die Frage, ob man an den Klimawandel glaubt oder nicht. Das ist nämlich die Basis für die Entscheidung, was mit diesem Grundstück passieren soll.
Sehen wir uns die Positionen an.

1.) Gerade in Zeiten der Klimakrise sind kleine, grüne Inseln inmitten von dicht verbautem Gebiet extrem wertvoll und müssen erhalten werden. Dort ist Rückzugsort für eine Vielzahl an Tieren, die Bäume und Sträucher sorgen für ein Mikroklima, besonders für Abkühlung an den immer zahlreicheren superheißen Sommertagen. Je weniger man dort tut, desto besser kann es sich entwickeln.

2.) So ein Grundstück im Zentrum ist ökonomisch wertvoll und muss daher bestmöglich verwertet werden. Weder das alte Haus noch der Garten bringen Geld, daher müssen sie so schnell wie möglich geschliffen werden. Die Wirtschaft in Melk, aber auch die Anrainer brauchen zusätzliche Parkmöglichkeiten, um in die Stadt kommen zu können. Es gibt zwar gleich daneben einen Busbahnhof und den Bahnhof, aber die meisten Menschen wollen mit dem eigenen PKW überall hinfahren können und müssen daher auch überall Parkmöglichkeiten haben.

Es ist nicht schwer zu erraten, welche Position in Melk gewinnt. „Österreich ist DAS Autoland“ hat der ehemalige Bundeskanzler Nehammer betont und der ist aus Niederösterreich und somit aus der ÖVP, quasi DER Autofahrerpartei schlechthin.

Somit wird in Melk ein Parkhaus gebaut, wo jetzt noch Bäume wachsen. Dass Österreich das Land mit dem höchsten Bodenversiegelungsgrad ist, muss man in Niederösterreich ja nicht so ernst nehmen. Dass die Menschen rundherum aus ihren Wohnungen in Zukunft statt in einen Grünen Wald auf Blechkisten in einem Betonbunker schauen, hat für ihre Lebensqualität scheinbar weniger Auswirkungen als die Aufgabe von ein wenig Bequemlichkeit in Form eines Parkplatzes vor der Haustüre. Vielleicht finden sie es auch einfach schöner.
Schließlich sind wir in Niederösterreich.

Meine Wünsche an den neuen Papst

Ich wurde vor langer Zeit zwangsverpflichtet, konnte mich aber dann daraus befreien. Nun habe ich keine Ansprüche oder Forderungen an die größte Organisation der Welt zu stellen, weil ich nicht mehr Mitglied bin.
Aber ich erlaube mir ein paar Wünsche an den neuen Chef.

Die erste Kategorie sind einfache Wünsche. De facto wird das schon überall gelebt, es sollte endlich offiziell klargestellt werden:
a.) Priester dürfen heiraten und Kinder bekommen. Ihre Frauen müssen nicht länger „Pfarrersköchin“ heißen.
b.) Die Pille plus andere Verhütungsmittel sind okay.
c.) Homosexualität unter Priestern ist gestattet.
d.) Geschiedene dürfen wieder kirchlich heiraten.
e.) Die Erde ist älter als 10.000 Jahre und es gibt eine Evolutionsgeschichte.
f.) Ministrantinnen dürfen offiziell existieren und nicht nur geheim.

Die zweite Kategorie zeigt schon weit größere Herausforderungen, da es hier um echte Neuentwicklungen ginge:
a.) Frauen dürfen alle Ämter in der kath. Kirche ausüben.
b.) Giordano Bruno wird rehabilitiert.
c.) Die Heilige römische Inquisition wird abgeschafft (heißt heute irreführend „Katholische Glaubenskongregation“).
d.) Die Taufe wird freiwillig.

Ich glaube, ich wäre schon zufrieden, wenn wenigstens EINER dieser Punkte unter Franzi dem Ersten in Erfüllung ginge.

UPDATE 10. Februar 2026

Papst Franziskus ist Geschichte. Er wird als ein relativ unbequemer, weltoffener Papst in die Geschichte eingehen. Sein Nachfolger Leo IV (Robert Francis Prevost, ein US-Amerikaner) gilt als weitaus konservativer und hat neulich Abtreibung als „größten Zerstörer des Friedens“ bezeichnet. Nicht so Dinge wie einen Angriffskrieg der Russen gegen die Ukraine oder den massiven antidemokratischen Rechtsruck in vielen Ländern und Kulturen, nicht einmal den radikalen Islamismus.
Nein, es ist die Abtreibung, die ihm Sorgen macht.

Und es ist der Zustand der katholischen Kirche, der mir Sorgen macht. So wird das nix, liebe Katholiken. Euer Glaube wird für mich immer mehr zum Teil des Problems und nicht der Lösung. Schade

Jetzt reichts! Ich werde zum Hutbürger!

Ich habe mich ja lange zurück gehalten, aber jetzt ist es genug. Was die mit dem Parkpickerl aufführen, das geht ja wirklich nicht mehr. Es wird sowieso alles immer ständig teurer und jetzt werden noch einmal die Autofahrer geschröpft. Die Kurzparkscheine sind teurer geworden, dabei zahlen wir eh schon so viel für das Parken. Und der Benzin wird auch ständig teurer, seit 20 Jahren.
Doch das Parkpickerl ist die Krönung einer gänzlich unfähigen Stadtregierung, die immer nur alles teurer macht. Wieso will man mir mein Recht auf einen Gratis-Parkplatz nehmen? Das hat so lange sehr gut funktioniert und ein Freund hat mir neulich erzählt, dass er auch im 8. Bezirk eine halbe Stunde kreisen muss, um einen Parkplatz zu finden. Trotz teurem Parkpickerl!
Die Autofahrer zahlen ohnehin schon genug: Autobahngebühr, Steuern beim Autokauf und von den vielen Steuern am Benzin will ich ja gar nicht reden. Diese links-linken Öko-Gutmenschen machen unser ganzes Land kaputt. Und jetzt passiert das auch noch in Wien, das sich bis jetzt als fast einzige europäische Stadt gegen das schamlose Abkassieren bei den Parkplätzen erfolgreich gewehrt hat.

Die wollen das Autofahren in der Stadt überhaupt verbieten. Wie bitte soll das gehen? Womit sollen die Menschen zur Arbeit fahren? Mit einer überfüllten, stinkenden Straßenbahn und im Regen warten? Sicher nicht!
Und die Kinder? Denkt die ach so soziale Stadtregierung überhaupt nicht an die Kinder? Sollen die ZU FUSS in die Schule gehen? Das ist doch lächerlich, das kann ja kein verantwortungsbewusster Mensch ernst meinen, das ist viel zu gefährlich bei dem Verkehr! Erst neulich hat so ein Fahrrad-Raser ein Schulkind nieder geführt.

Also wenn ich Kinder hätte, ich würde sie nie und nimmer zu Fuß in die Schule gehen lassen. Oder mit den Öffis fahren. Was da alles passieren kann! Oder der Großeinkauf, soll ich den etwa zu Fuß nach Hause schleppen? Oder soll ich mit einem Einkaufswagerl fahren? Das ist total unzumutbar, die Verantwortlichen müssen einsehen, dass es ohne Auto einfach nicht geht.

Fußgänger gehören meiner Meinung nach überhaupt nicht auf die Straße. Erstens ist es sowieso zu gefährlich und zweitens sind sie viel zu langsam. Und die Luft, die sie einatmen müssen, ist auch viel zu dreckig. Ich möchte nicht wissen, wie viel von meinen hart erarbeiteten Steuergeldern für die Krankenhauskosten dieser Leute drauf geht.
Wenn man es logisch betrachtet, dann geht hier auch wahnsinnig viel Effizienz verloren. Die Gehsteige sind viel zu breit für die wenigen Fußgänger. Okay, in einer Einkaufsstraße oder einer Fußgängerzone, das sind mehr Fußgänger. Aber auch das wäre nicht notwendig, würde man statt der elendsbreiten Gehsteige Parkhäuser bauen, müssten die nichts mehr zu Fuß machen. Wenn man überlegt, wie viele Parkplätze man statt den Unmengen Gehsteigen bauen könnte – wir hätten überhaupt keine Parknot mehr und bräuchten auch keines von diesen unnötigen Parkpickerln, die eh nur teuer sind und nichts bringen.

Die ärgsten sind aber die Radfahrer. Die fahren ständig über die roten Ampeln und halten sich überhaupt nicht an Verkehrsregeln. Die sollen sich auch hinten im Stau anstellen. Wieso soll es denen besser gehen als mir? Ich schaffe mehr Arbeitsplätze durch mein Auto als der mit seinem Fahrrad. Nur weil die so schmal sind schlängeln sich immer vor und dann versperren sie mir den Weg. Und ich muss hinter dem herzuckeln. Und dann dieses blöde Argument, dass die genauso schnell am Ziel sind wie ich mit dem Auto. Das ist ja nur deswegen so, weil sie mich in der freien Fahrt behindern! Und gefährlich ist es auch, daher sollte man es im Sinne der Allgemeinheit komplett verbieten. Am Donauradweg oder meinetwegen auf separaten Radwanderwegen, kein Problem. Wer seinen Körper so schinden will, dem sei das unbenommen. Aber bitte nicht den privaten Radverkehr auf öffentlichen Straßen, das geht gar nicht!

Auch das Argument, dass Autos umweltschädlich sind, lasse ich überhaupt nicht gelten. Die vielen Abgase entstehen doch erst dadurch, dass man hinter den Radfahrern herzuckeln muss und den Motor nicht frei ausdrehen kann. Und durch die vielen Geschwindigkeitsbegrenzungen, die mich zwingen, ständig schneller und langsamer zu werden. Das verpestet die Luft, nicht das Autofahren. Ganz abgesehen davon wurde eh seinerzeit der Kat eingeführt und schon wieder wurden die Autofahrer zur Kasse gebeten. Das muss irgendwann ein Ende haben.

Wie stellen sich die Grünen das vor? Sollen wir alle zu Fuß gehen, mit dem Fahrrad und mit U-Bahn, S-Bahn, Taxi, Bus oder der Straßenbahn fahren? Das mag ja für eine kleine Anzahl von Leuten ganz okay sein, aber spätestens wenn man einen guten Job hat, braucht man dazu das passende Auto. Wie schaut denn das aus, wenn der Vorstand einer Firma in der Früh mit dem Fahrrad kommt oder – schlimmer noch – von seiner Frau in die Arbeit geführt wird. Ich will meinem Chef nicht in der Straßenbahn begegnen! Der wird glauben, ich kann mir kein Auto mehr leisten.

Aber am schlimmsten ist es, dass die Grünen nicht verstehen, dass die Autoindustrie ein wichtiger Motor für unsere Gesellschaft ist – ein richtiger Antreiber, der viele tausend Arbeitsplätze schafft. Was sollen die alle tun, wenn wir keine Autos mehr brauchen? Deswegen hoffe ich auch, dass dieses blöde Car-Sharing nicht kommt. So ein völliger Blödsinn! Wieso sollen sich Leute ein Auto teilen? Ich will ja auch nicht, dass daheim ein Fremder auf meiner Wohnzimmergarnitur sitzt. Ich habe mir mein Auto hart erarbeitet und bezahle brav meine Leasing-Raten. Eigentum ist zu schützen, sage ich immer. Wo kämen wir da hin, wenn mehrere ein Auto benützen? Das ist dann nie da, wenn ich es brauche und ich muss im Dreck meiner Vorgänger sitzen. Nicht mit mir, sicher nicht!
Auch die andere Schnapsidee ist typisch Grüne: Mehrere Leute fahren in einem Auto. Das geht einfach nicht, wie soll ich dann in Ruhe telefonieren oder meine vielen mails beantworten? Das kostet mich meinen Job! Ich muss auch während dem Fahren wichtige Telefonate führen, das hat einfach Priorität. Das geht nicht, dass ich mit meinen Kollegen gemeinsam ins Büro fahre. Sollen die alles mithören? Auch hier wird meine Freiheit total beschnitten – und wofür? Nur dass es weniger Stau gibt? Ich arbeite viel im Stau! Da habe ich meine Ruhe und bin angenehm von den Außeneinflüssen abgeschirmt. Ich muss nicht hören und sehen, was draußen los ist. Und natürlich nicht riechen! Das wäre bitte überhaupt das Ärgste, dass ich mit fremden Menschen in einem Raum sein muss.

Aus all dem heraus kann ich nur sagen: Auch ich werde jetzt zum Hutbürger!

PR – Public Relations oder Promotion?

In einer Studie wird gejammert, dass PR ein „Imageproblem“ hat. Ich kann nur sagen: Oh, das ist mir neu!

Gibt es wirklich noch jemand, der die Systematik nicht durchschaut hat? Zur Erinnerung:

Es gibt ständig mehr Produkte auf den Märkten und daher mehr Konkurrenz. Und das in fast allen Branchen und Bereichen.
Jeder will immer jetzt alles sofort zugleich, daher muss es billig werden, damit man sich mehr leisten kann.
Somit muss die Qualität sinken, die Produkte müssen so gestaltet sein, dass sie möglichst schnell kaputt werden (Geplante Obsoleszenz).
Weil Sättigung entsteht, müssen die Produkte geiler, schreiender, begehrenswerter designed werden bei gleichzeitig sinkendem Gebrauchswert. Design ersetzt Funktion (Autostoßstangen sind hochglänzend lackiert, bei Stößen jedoch sofort kaputt).
Um unter vielen Anbietern herauszuragen braucht man aggressive Werbung plus PR-Arbeit für das schlechter werdende Image des Unternehmens, denn wo die Qualität der Produkte sinkt, folgt die Qualität des Unternehmens. Auch intern, daher gibt es höhere Fluktuation, innere Kündigung, hohe Wechselbereitschaft, weniger Loyalität etc.
Somit muss das Unternehmen nach innen Qualität vortäuschen, etwa durch Alibi-Trainings für die MitarbeiterInnen.
Und es muss Qualität nach außen vortäuschen, etwa durch CRM, CSR oder andere Alibi-Aktionen, erkennbar meist an Drei-Buchstaben-Abkürzungen.

Beauftragt wird ein professionelles PR-Institut. „Professionell“ heißt in diesem Fall:
1.) Ausnützung des rechtlichen Rahmens inkl. Grauzonen (Produkthinweise möglichst klein gedruckt und versteckt)
2.) Lobbying, um die Gesetze entsprechend erzeugerfreundlich umzugestalten (heimische Produzenten haben z.B. keinerlei Verantwortung für ihre Zulieferer und Töchterfirmen, z.B. Nestlé kann legal Blutschokolade einkaufen oder Thyssen-Krupp mit einem Stahlwerk die Bevölkerung vergiften etc.)
3.) möglichst perfekte Täuschung der KonsumentInnen – je gründlicher, umso professioneller
4.) möglichst runde und perfekte, blitzsaubere und wunderschöne Darstellung des Unternehmens nach außen, die dunkle Seite verschweigen so lange es geht.
5.) kompletter Abschied von jeglichen ethischen Standards – die hat der Wettbewerb auch nicht und der könnte ja genau daraus einen Vorteil generieren.

Und dann wundern sie sich, wenn das Image nicht das beste ist? Öffentlichkeitsarbeit = Werbung. Und Werbung heißt immer (ausnahmslos!) die Vorteile herausstreichen und die Nachteile verschweigen.
So einfach ist das.